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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Man könnte ja auch mal einfach losgehen und seine gesamten, sogenannten „Spareinlagen“ von der Bank holen. In bar. Alle auf einmal, Morgen Montag gleich. Zustände wie beim Begrüßungsgeld nur noch viel schlimmer und um einiges papierlastiger. Dann kommt da nochmal bisschen Schwung vor dem Schalter in die Banken.

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Morgen Demo, ohne uns. Ich glaube nicht daran, dass sich irgendwelche Politiker auch nur ansatzweiße darum scheren werden, außer die oppositionellen und das auch nur so lange, wie sie oppositionelle sind. Danach hat´s sich dann damit. Trotzdem finde ich gut, dass es einige Leute gibt, die an die Kraft der Demo glauben und sich auf den Weg machen.
Danach dann Party, mit uns im RAW-Tempel.

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Wenn sich zwei Abiturienten im Bus versucht diskret über die „Ejakulation“ unterhalten, kann ich mir ein Lächeln nicht verkneifen.

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Designer Toys Gallery

Creative closeup hat sich durchs Netz gewühlt und die abgefahrensten, ja, die wirklich abgefahrensten(!) Designer zusammengesammelt, die immer nur spielen wollen und deshalb jede Menge Spielzeuge entwerfen. Wenn ich da so drüber schauhe, weiß ich gar nicht genau, mit welchen kleinen Dingern ich am liebsten spielen wollen würde. Die sind alle sowas von großartig. Da stört es mich kein kleines Bisschen, dass das schon ein halbes Jahr im Netz steht.

Awesome Designer Toys Gallery (via kox)

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Die Ost-CDU leidet nicht nur an fast grenzenloser Inkompetenz und Personalmangel, nein, sie leidet auch noch an einem Kurzzeitgedächtnis. Offenbar glauben die gerne, dass die sich erst mit dem Fall der Mauer zur Gründung gefunden haben.

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Fotos: die DDR von 1970 bis 1990

Ich habe vor ein paar Wochen ein ziemlich cocktailgeschwängertes Gespräch mit einem Mann gehabt, der eine wirklich erzählenswerte Biographie in der DDR mit sich brachte. Um damals nicht in den Knast zu gehen, hatte er sich dazu bereit erklärt, „irgend eine Ausbildung zu machen“. Ohne diese hätte er in der DDR als „asozial“ gegolten, was durchaus gereicht hätte, ihn für 1-2 Jahre hinter Stahlgardinen zu verstecken. Er hatte sich dann, nicht ganz freiwillig, dazu entschieden, Erzieher zu werden, so wie ich, aber das nur am Rande. Irgendwie hat das dem Staat nach seiner Ausbildung auch nicht gereicht, und er musste, um einer Inhaftierung zu entgehen, noch einen Beruf erlernen – als Erzieher nämlich war er „subversiv aufgefallen“, wie das zu jener Zeit so hieß. „Studieren wäre damals noch besser gewesen“, sagte er. Weil „das länger dauerte, und er länger Ruhe gehabt hätte“, wie er meinte. Diese Ruhe allerdings ist nur relativer Natur: seine Zimmer waren damals verwanzt, sein Leben auch, was als solches durchaus auch so zu verstehen ist. Er war das, was man heute nur allzugern als „Stasi-Opfer“ durch die Medien jagt.

Er hat sich dann daraufhin an der Kunsthochschule Leipzig eingeschrieben und Fotografie studiert, ohne das er da wirklich einen Sinn drin gesehen hätte, weil er dazu „keinerlei Bezug“ hatte, wie er sagte. Nur: die haben ihm den Arsch gerettet. Er galt als Künstler, und war somit, zumindest für einen überschaubaren Zeitrahmen, halbwegs gesichert. Dann kam die Wende… Er war als Fotograf anerkannt, bekam eine ABM-Stelle und bereiste, im Namen des Arbeitsamtes, den Osten der Republik um den Abzug der Russen zu dokumentieren. Davon konnte er gut leben in den 90´ern.

Ich fragte ihn dann, warum er diese 100e Fotos, die er ja gemacht haben müsste, nicht ins Netz stellen würde. Er meinte, „weil das wohl kaum jemand sehen wollen würde“ – er hat „keine Ahnung vom Netz“, sagte er auch, was mir schmerzlich aufstieg, irgendwie. Denn: er hat offenbar wirklich keine Ahnung vom Netz, von der Multiplikation des Netzes und so. Er tat mir etwas leid, weil ich weiß, wie sehr er am Knabbern ist, der Kunst wegen. Das sagte mir seine Freundin, die ich lange schon kenne und lange schon mag. Er meinte, er würde sich das alles mal ansehen mit Fickr und so, die „Rechte auf die Bilder hätte er ja“, sagte er.

Ich ging, trunken. Peinlicherweise vergass ich sogar seinen Namen, was mir wirklich unangenehm ist, nur er war einer der Menschen, die das alles als nicht wichtig empfinden, mit dem Netz und so. Ich traf ihn nochmal vor ein paar Tagen, wo er für so eine abgefuckte Stiftung, die in Potsdam als andere als beliebt ist, rumlief, und mit seiner immer noch analogen Spiegelreflex Fotos machte, um die für so ein Werbeheftchen klar zu kriegen. Das gibt ihm Brot, das macht ihn satt.

Zugegeben, das alles hat nichts mit dem Flickr-Pool zu tun, den ich hier jetzt eigentlich bringen will, aber es fiel mir dazu ein, denn ich denke, seine Bilder wären noch viel besser. Die, die er noch in seiner Kammer liegen hat, die, die er vor 18 Jahren vom Abzug der Russen gemacht hatte, und die nur darauf warten im Netz zu landen. Im nächsten Jahr dann wird er nach Peru auswandern und ich hoffe sehr, er wird seine Bilder endlich zugänglich machen für den Rest der Welt. Vorher.

Bild: ulrichkarljoho
Flickr-Pool: die DDR von 1970 bis 1990

Den Namen zu dem oben zitierten Fotografen werde ich selbstredend nachtragen, versteht sich.

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Boah, fuck! Wir haben vor 4 Wochen unseren Gig für den 06.12.08 für die Pangeon Lounge im Berliner Rechenzentrum zugesagt. Den spielen wir liebend gerne. Soeben aber kommt ein Anfrage für die selbe Nacht in Neapel rein. Argh!

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