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Radio Fritz nimmt den offenen Brief von Su Holden an die schwangere Familienministerin offline

Der am Mittwoch erschienene Text von Su Holden ist auf der Seite von Radio Fritz seit eben nicht mehr online. Kann sein, dass das ein Versehen ist, oder ein technisches Problem, doch daran mag ich nicht so recht glauben. Ich frage da mal nach, eine Antwort steht aus. Hier der Text als Vollzitat aus dem Google-Cache.

Das Audio-File ist nach wie vor verfügbar. Update: Auch das Audio wurde mittlerweile von Fritz entfernt, aber Kaffeetexte hat es gesichert.

[audio:http://www.kaffeetexte.de/wp-content/uploads/brief_an_schroeder.mp3]
(Danke, vinzv)

„Su Holder sagt der Familienministerin ihre Meinung!

Es ist ungefähr so, wie wenn der größte Klassenstreber, der immer nur Einsen schreibt, sagt: „Oh Gott, hoffentlich fall ich nicht durch“…

Familienministerin Kristina Schröder ist schwanger und sorgt sich um ihre Zukunft. Die Frauen der FritzRedaktion haben sich heute Morgen extrem darüber aufgeregt.

Su Holder mit einem offenen Wort an die schwangere Familienministerin:“

Liebe Kristina Schröder,

ich freu mich eigentlich immer über Schwangerschaftsbotschaften, aber alle Zitate von Ihnen, die man heute lesen muss, rufen Ekel und Würgereflexe in mir hervor. Zum Beispiel: „Wir werden vor den gleichen Herausforderungen stehen wie viele andere Paare in Deutschland, bei denen beide beruflich sehr gefordert sind.“

Wie anmaßend, schamlos, unmoralisch, blind und bescheuert sind Sie eigentlich? Mit 16.529,50 Euro im Monat und einem garantierten, vergoldeten Betreuungsplatz in der 5 Sterne-Bundestags-Kita stehen Sie NICHT vor den gleichen Herausforderungen wie viele andere Paare in Deutschland.

Sie hoffen „Karriere und Familie unter einen Hut zu bringen mit der Unterstützung ihrer Familien“… Erzählen Sie uns bitte nicht, dass Sie von Existenzängsten geplagt sich nachts wälzen und sorgen, ob das Geld für Windeln reichen wird, ob Sie problemlos ihre Arbeitsstelle zurück bekommen. Fragen Sie sich lieber, wer eigentlich vor kurzem das Elterngeld gekürzt hat.

Ich wünsche Ihnen Sodbrennen, Wasserbeine, Müdigkeit, Krampfadern und Hämorrhoiden – wenigstens körperlich gleiche Herausforderungen.

Update 2: Der Programmchef von Fritz, Stefan Warbeck, hat soeben eine Stellungnahme zur Löschung des Textes auf Fritz.de veröffentlicht.

Warum wir den Brief von der Seite genommen haben

Liebe FritzFreunde,

wir haben heute den sogenannten Offenen Brief an die Familienministerin Kristina Schröder von der Website genommen. Viele von Euch haben diesen Artikel gelesen, viele haben ihn in unterschiedlicher Weise kommentiert. Warum also nehmen wir ihn von der Website?

Erstens erweckt der Artikel aus unserer Sicht mit der Formulierung „Offener Brief“ sehr stark den Eindruck, als handele es sich hier um die Meinung der Redaktion. Das ist nicht der Fall. Es handelt sich um die Meinung eines Redaktionsmitglieds, mithin ist es ein – persönlicher – Kommentar. Dieser Kommentar verletzt, so sehen wir es, an einigen Stellen eindeutig die Persönlichkeitsrechte von Frau Schröder.

Wir haben nichts dagegen, dass sich Journalistinnen und Journalisten mit ihrer Meinung in Form eines klar gekennzeichneten Kommentars äußern, auch gern hart in der Sache – aber bitte immer fair zur Person.
Wir werden auch weiter Meinungen anbieten, Meinungen anhören und Meinungen diskutieren. Aber wir werden Verletzungen von Persönlichkeitsrechten nicht akzeptieren.

Stefan Warbeck, Programmchef

Mir ist nicht ganz klar, warum es unter den Umständen dennoch dazu kommen konnte, das der Brief in Sprechform im Radio ausgestrahlt werden konnte. Ich gehe davon aus, dass derlei Kommentare vor Ausstrahlung abgenommen werden. Darauf hätte man dann auch früher kommen können. Es gibt Vermutungen, dass sich der Hörfunkdirektor des Rundfunk Berlin-Brandenburg in die Sache eingeschaltet haben könnte und um die Löschung bat, aber das will so konkret niemand öffentlich äußern.

71 Kommentare

  1. Dave21. Januar 2011 at 13:11

    Sollte der Brief absichtlich runtergenommen worden sein, hat das wahrscheinlich eher wenig mit Fritz als Kollektiv von Menschen zu tun. Der Sender ist nunmal öffentlich-rechtlich, so ist es sehr gut Möglich, dass der Text ganz einfach Opfer von Politik wurde.

  2. Benjamin21. Januar 2011 at 13:15

    Zum Glück vergisst das Internet nie… jetzt kommts hoffentlich zum Streisand-effekt ;)

  3. muck21. Januar 2011 at 13:16

    Na, klar: tit for tat.
    Oder auch: drollige Trollerei -.-
    Wäre nett, wenn auch Frau Schröder ihre propagandistische Glanzleistung zurückziehen oder zumindest relativieren könnte…
    Dann könnte man ihr möglicherweise sogar wieder ernsthaft alles Gute wünschen.
    Bis dahin ein herzliches: ( Mir doch Wurst! )>Oت~

  4. zag ter21. Januar 2011 at 13:33

    ein skandal! da wird ein peinlicher „offener“ brief aka billigste polemik wieder vom netz genommen! wie furchtbar ist das denn? mein wochenende ist gelaufen!

    obwohl:

    ich nehme die öffentliche information der zu erwartenden niederkunft als geschenk an. packe es nicht einmal aus, sondern werfe es gleich in den mülleimer. interessiert mich nämlich nicht. da kümmere ich mich doch eher um mein eigenes erbärmliches leben!

    :-)

  5. Bernd21. Januar 2011 at 13:40

    Wir haben 6 Kinder Zuhause, die Schröder soll sich mal bloß nicht so anstellen. Kotzen könnte ich, wenn ich mir so ein realitätsfernes Geseiere anhören muss. Was macht die alte CDU *** [edit] eigentlich für Kinder und Familien? Ja, genau. NICHTS. Schwule und Lesben können sich als Partnerschaft eintragen lassen und gehen in eine Familienversicherung. Patchwork Familien stehen da wie scheiße am Schuh und latzen alles doppelt und dreifach und die dumme CDU ***[edit] stellt sich da hin und heult wegen einem Kackblag rum und das sie hofft Beruf und Kind unter einen Hut zu kriegen? Soll ich da lachen, oder weinen bei so viel Unfähigkeit. Das sich solche Arroganz überhaupt fortpflanzen kann. Welcher normale Mensch würde die denn ficken?

    ***: Ich verstehe jeglichen Ärger darüber, bitte aber dennoch darauf zu achten, wie man sich hier äußert. Das ist im juristisch grenzwertigen Bereich, weshalb ich das editen muss. Sorry. [Admin]

  6. Herausforderungen - gegenglueck21. Januar 2011 at 13:45

    […] es ist, und schwups wird der Originalbeitrag vom öffentlich-schlechten Dummfunk offline genommen. Gut, dass das Internet nichts vergisst. Posted by gegenglueck in gelesen, wegbleiben at 22:26 | No comments | No Trackbacks […]

  7. Daniel21. Januar 2011 at 13:52

    Ist doch schon wieder erreichbar.

  8. Kalle21. Januar 2011 at 14:45

    Dieser offene Brief ist ein dümmliches Pamphlet, sonst nichts. Es gibt nicht nur ein monetäres Problem, wenn Berufstätige Eltern werden – hier haben die Schröders tatsächlich einen großen Vorteil gegenüber anderen -, sondern auch das Problem, dass man die Kinder selten sieht. Und in diesem Punkt stehen sie vor denselben Problemen wie andere berufstätige Eltern: Wie oft und wann kann ich meinen Kindern Liebe geben?

  9. Kettenknecht21. Januar 2011 at 14:50

    Wetten mspro pawlowt gleich los? ;)

  10. JeriC21. Januar 2011 at 14:51

    @Kalle
    Schon, aber dieses Problem haben andere Familien auch – ZUSÄTZLICH zum Monetären.

  11. Daniela21. Januar 2011 at 15:39

    Ach Gottchen.

    Madame Schröder ist in meinen Augen eine dumme Kuh mit noch dümmeren Statements zum Thema Ausländerpolitik etc., und dazu m.E. völlig unfähig, ihr Amt auszufüllen, das mal vorweg.

    Aber dieser selbstgefällige Brief der Damen aus der frizz-Redaktion ist ebenfalls unter aller Sau – vor allem wenn man bedenkt, aus welcher Position heraus gut bezahlte Journalisten eines öffentlich-rechtlichen Rundfunksenders argumentieren können. Denn die werden mit Sicherheit ebenfalls einen sicheren Kinderkrippen/-gartenplatz haben, können sich Auszeiten nehmen, von denen ein normaler Angestellter oder Arbeiter nur träumen kann. Öff-rechtl. eben.

    Es kotzt mich an, dass die Damen vom rbb tatsächlich glauben, für die Menschen sprechen zu können, die Windelkauf etc. wirklich ein Problem darstellt. Abgesehen davon, dass es von geistiger Armut zeugt, die Anforderungen der Kindererziehung auf den monetären Aspekt zu reduzieren.

    Peinlichkeiten auf allen Seiten, keine Frage.

  12. Murphy21. Januar 2011 at 16:00

    @Daniela: Anderen Leuten geistige Armut unterstellen erfordert aber schon ein minimales Leseverständnis und auch sich vorher über die Autoren zu informieren. Glückwunsch zu diesem Beitrag der von Ahnungslosigkeit nur so trieft.

  13. ACED21. Januar 2011 at 16:06

    Ich kann die [edit] auch nicht leiden!

  14. Hagen21. Januar 2011 at 16:20

    @Daniela
    Wie hoch ist denn das Einkommen der Damen von Fritz, insbesondere das der Urheberin des Briefes?

  15. Heide21. Januar 2011 at 16:53

    @Daniela: Die öffentlich rechtlichen Sender beschäftigen auch sehr viele freie Journalisten – zu nicht gerade luxuriösen Konditionen. Wird eine davon schwanger, muss sie zusehen, wie sie das auf die Reihe bekommt. Mit Unterstützung durch den Auftraggeber, festem Kita-Platz oder gar Auftragsgarantie kann sie nicht rechnen … .

  16. Sven21. Januar 2011 at 16:56

    @Kalle Es sind aber eben doch nicht die selben Ängste. Die Eltern, die zu wenig Geld haben und deswegen beide Berufstätig sind, machen das ja, damit das Kind ausreichend Geld zur Verfügung hat um ernährt zu werden.
    Bei Frau und Mann Schröder sieht die Sache ja anders aus. Hier würde es ja reichen, wenn nur Frau Schröder arbeitet, denn sie verdient ja schon genügend Geld. Es wäre also durchaus denkbar, dass der Mann daheim bleibt und sich um das Kind kümmert. Also genug Zeit, um dem Kind Liebe zu geben. Außerdem wird Frau Schröder hierzu auch genügend Zeit finden. Dann ist sie ab und an eben mal nicht im Bundestag, sondern bei ihrem Kind. Diese Möglichkeit gibt es für Arbeitnehmer nicht, die können eben nicht sagen das sie einfach mal zu Hause bleiben.

    Es sind also schon Unterschiede zu sehen und da sollte Frau Schröder eben zugeben, dass sie nicht die selben Ängste und Probleme haben wird. Im Gegenteil, wenn ihr das Kind zu viel wird, kann sie sich auch eine Tagesmutter nehmen, die dann mal die Betreuung des Kindes übernimmt, dass können viele Arbeitnehmer auch nicht.

  17. Pefferminze21. Januar 2011 at 18:00

    @Bernd

    …6 Kinder…manche Kommentare kann man sich aucb sparen, gerade in der Ausdrucksweise.

    Danke Admin!

  18. Horst21. Januar 2011 at 18:11

    @Daniela

    Auch interessant ist, dass sie zwar den „Damen vom rbb“ negativ ankreiden, dass diese „die Anforderungen der Kindererziehung auf den monetären Aspekt“ reduzieren. Die Reichweite deren Urteilsfähigkeit sehen sie jedoch selbst allein durch deren Arbeitgeber abgesteckt.
    Könnte es nicht sein, dass diese Frauen soziale Kontakte mit Menschen pflegen, für „die Windelkauf etc. wirklich ein Problem darstellt“? Könnte es nicht sein, dass diese Menschen – oder andere Menschen in verlgeichbarer Lage – ein wenig Zufriedenheit empfinden, wenn sie eine solche Schmähschrift lesen? Könnte sein…

  19. werner^21. Januar 2011 at 18:48

    Ohman, Cina wäre stolz aus uns. Wobei da unten die Leute erschossen werden wnn sie elementare Grundrechte warnehmen wollen. Hier kriegen atm nur die Bonzen schiss um ihre Stelle und das schöne Geld.

    Ich kann allerdings auch nicht beschreiben wie ich mich fühle, dafür müsste ich dem Programmdirektor von Radio Fritz auf den Tisch kacken, schade ICH würds machen.

    aber endlich sind wir an dem Punkzt angelangt an dem man scherisse nichtmehr scheisse nennen darf…bzw will da es eibnem annehmlichkeinten kostet. :O) Aber witr kämpfen ja an anderen Plätzen für die Freiheit. …kotz

  20. werner^21. Januar 2011 at 18:50

    PS: FUCK U Deutschland/Menschheit

  21. Michaela21. Januar 2011 at 18:56

    Völlig unabhängig davon ob die Kritik von Su Holder gerechtfertig ist oder nicht, ich sehe nicht wo hier die Persönlichkeitsrechte von Frau Schröder verletzt werden und daher finde ich die Zensur mehr als unangebracht. Sie ist eine Person der Öffentlichkeit, eine Volksvertreterin, ihre Handlungen und Aussagen sollten sogar Vorbildcharakter haben. Kritik muss daher erlaubt sein.

    Davon abgesehen empfinde ich die Kritik von Frau Holder als mehr als gerechtfertigt. Die Job-Problematik, die Geld-Problematik, die mangelnden Kita-Plätze, das alles macht Otto-Normal-Familien die Vereinbarkeit von Job & Haushalt mehr als schwierig. Frau Schröder sitzt an dieser Stelle am Hebel und könnte und müsste etwas ändern. Tut sie aber nicht, statt dessen liest man scheinheilige Kommentare über Zukunftsängste von ihr, wahrscheinlich von einer PR-Beraterin vorgeschlagen damit sie Müttern die Identifikation erleichtert. Niemand will hier auf der Geldthematik rumreiten, aber es erleichtert die Vereinbarung von Job & Beruf nunmal wenn man ein Kindermädchen Vollzeit einstellen kann und ein Kita-Platz sicher hat. Dabei ist völlig egal ob Frau Holder ähnliche Möglichkeiten hat (wovon ich absolut nicht ausgehe, Journalisten werden nicht so gut bezahlt wie man vielleicht glaubt und der Job-Wiedereinstieg dürfte schwerer sein als in vielen anderen Branchen), sie hat die Aussage nicht gemacht sondern kritisiert sie nur.

  22. Ragnar21. Januar 2011 at 19:16

    Ein Kommentar wie dieser hätte in einer ÖR Satire-Sendung ohne Probleme durchgehen können. Er ist gerade mal in dem Sinne überzogen, dass es sich mit dem peinlichen Wehklagen der Politiker gerade wieder ausgleicht.

  23. Judy21. Januar 2011 at 19:56

    hmmm … ich hätte es vielleicht mehr durch die Blume ausgedrückt – aber Su Holder hat den Kern der Sache sehr gut getroffen. Frau Kristina Schröder steht nunmal nicht vor den Problemen, welche das „einfache Fußvolk“ hat. Auch, wenn sie mit ihren Worten etwas allgemeines ausdrücken wollte … der Fettnapf ist gewaltig und sie ist darin volle Pulle ausgerutscht

    Trotzdem wünsche ich ihr eine angenehme Schwangerschaft, eine schnelle und komplikationslose Geburt und vor allem ein gesundes Baby

  24. Bravo21. Januar 2011 at 21:14

    Ein großes BRAVO an die Verfasserin! Ich stehe hinter der Meinung von Su und hoffe, dass es Frau Schröder zum nachdenken anregt. (was ich bezweifel) Die Worte die gewählt wurden sprechen mehr für die Menschlichkeit von Su als wie die Aussagen von Frau Schröder,denn ein Mensch kann auch wütend sein aber nicht so dumm um sowas auszusagen wie Frau Schröder. Wut ist menschlich und für jeden von uns verständlich. Wir brauchen uns nicht hinter gut gewählten Worten verstecken sondern können unsere Wut rausschreien und das hat Su bestens geschafft. Frau Schröder sollte sich einfach schämen! Und Su „VOTE FOR PRESIDENT“ ;-)

  25. Sam21. Januar 2011 at 22:15

    Das lustige ist doch, dass keiner von Euch Vögeln auch nur den Hauch einer Ahnung hat, was eine Ministerin arbeitet, oder wie die Bundestagskita aussieht – die i.ü. zuallererst für die MitarbeiterInnen der Verwaltung bzw für deren Kinder ist. Was für eine Freakshow.

    • Ronny21. Januar 2011 at 22:24

      Na dann kläre uns „Vögel“ doch mal auf. Zumal das nur den kleinsten Teil des Textes betrifft.

  26. Andreas Sauer22. Januar 2011 at 09:29

    @Sam
    Bundestags-Kita. Darauf hat mich noch niemand mit der Nase gestoßen. Googelt das mal, und lest euch die Berichterstattung zum Thema durch. Was für eine Farce.
    Unsere Steuergelder betreiben in Berlin ein abgeschottetes Biotop, in dem wir uns die nächste Generation von Politfreaks heran züchten. Menschen, die schon von Kindesbeinen an nichts mit den echten Problemen des normalen Volkes zu tun hat, Pseudo-Volksvertreter. Da kann man dann auch fast schon verstehen, das sowas wie die Schröder dabei raus kommt.

  27. nilz22. Januar 2011 at 13:34

    ich finde anbiederung auch unangenehm. aber auch wenn schröder 10000mal mehr verdient als ich und 100000 krippenplätze 1000000mal sicherer hat als ich, so würde ich ihr dennoch nie das recht absprechen, auch probleme zu haben. meine güte, immer diese arroganz. das ist ihr erstes kind und egal wie sehr die abgesichert ist, das ist immer etwas was mit super vielen ängsten zu tun hat. auch was den job betrifft, denn politik ist, so weit ich das sehe, jetzt auch nicht der stressfreiste arbeitsplatz, vor allem nicht an so exponierter stelle wie schröder. also: in der sache, ja, da hat sie noch gar nichts gebacken gekriegt und dafür soll, muss und kann man sie kritisieren. und ich finde ihre politik nicht nur dürftig, sondern auch unangenehm. aber immer dieses „die kann sich ja viel mehr leisten, die soll sich nicht so anstellen!“-geschrei ist so dermassen unverhältnismässig und ignorant, wie man es der gegenseite vorwirft.

  28. Ronny22. Januar 2011 at 13:41

    @nilz
    Mag sein, im Kern aber geht es darum, dass Fritz diesen Text erst sendet und veröffentlicht, ihn dann aber wieder löscht. ;)

    Außerdem darum, dass sie der Meinung ist, vor genau den selben Herausforderungen zu stehen, wie 1000 andere Paare auch. Das spreche ich ihr ab. Mag sein, dass das emotional der Fall ist, ansonsten ist ihre Ausgangslage definitiv eine andere. Dann hätte sie einfach diesen Quatsch nicht so sagen sollen. Weniger ist manchmal mehr – das gilt ganz besonders für Frau Schröder.

  29. Hagen22. Januar 2011 at 13:43

    Hier wie drüben bei Fritz bevor sie Beitrag und Kommentare gelöscht hatten, finde ich es äusserst bemerkenswert, dass es überwiegend Männer sind, die es ach so viel besser wissen.

  30. nilz22. Januar 2011 at 14:17

    ja, ronny, das stimmt schon. mir ist auch klar das ich thematisch etwas abgedriftet bin…;) ich will die auch nicht hochloben und die sagt echt viel quatsch, und, wie gesagt, ich bin alles andere als ein fan von der. aber dieses statement, das die gesagt hat, ist maximal unglücklich. ihr DARAUS einen strick drehen zu wollen (wo es so viele andere gründe gäbe…) halte ich, ehrlich gesagt, für „empörungsmaschinerie“. deswegen finde ich holdens brief eben nicht minder albern oder halt „unglücklich“.

    aber, die löschung und die begründung dafür sind tatsächlich albern und mehr als peinlich für fritz. angst vor der eigenen courage, nennt man das wohl.

    (btw: ich glaube schon auch, das sie ähnliche probleme schnell kriegen kann, wie andere paare: sie kann sich keine zu lange auszeit nehmen, sie muss kurz nach der schwangerschaft wieder funktionieren, sie muss enormen stress und druck auch jetzt während der schwangerschaft aushalten, kurz: sie darf sich den hormonterror im eigenen körper nicht anmerken lassen…das halte ich schon für vergleichbaren stress zu anderen berufstätigen müttern)

  31. Martin22. Januar 2011 at 14:46

    Ja, ich wiederspreche mich jetzt bewusst, ach, zwei Herzen wohnen in meiner Brust und danke Dir, Ronny, für das Onlinestellen und für den Raum der Diskussion.

    Ich denke, dass auch eine Ministerin Probleme erwartet, wenn sie sich und ihr ungeborenes und ihr Familienleben anschaut. Logischerweise sind diese Probleme andere Natur als Eltern / Familien mit geringem Einkommen.
    Es zeigt von mangelnden Feingefühl, von eine Ministerin Ihre Probleme gleichstellt mit von Natur aus nicht vergleichbaren Familien. Gerade da die monetären Problem komplett wegfallen, wobei, wenn man keine Ahnung hat, und sich in so einem Babyausstattungshaus umschaeit, dann reichen wohl 16.529,50 Euro nicht, auch vor dem Hintergrund aller notwendigen Förderungen.

    Es zeigt von mangelnden Feingefühl, wenn die Frau Ministerin versucht, sich solchermassen in die Probleme des Volkes einzufühlen – vermutlich will sie sich eine normalen Familie gleichstellen. Was aber nicht funktioniert.

    Ich hätte mir gewünscht, dass der offene Brief besser und mit besser formulierten Worten verfasst wäre, weil dann hätte auch die Frau Ministerin darauf reagieren müssen. So kann sie sich auf die Agrresion beschränken und daher unter der Hnad die Zensur fordern können. Was auch wieder zeigt, dass die Frau Ministerin definitv nicht mit einer berufstätigen Familie gleichzustellen ist.

    Nichtsdestotrotz ist auch RadioFritz mit diesen Brief nicht korrekt umgegangen – die Redaktion hätte mit der Su Holder den Brief anders verfassen können und somit den Streisandeffekt verhindert.

    Und als Mann weiß ich nichts von den Problemen eine Frau während der Schwangerschaft und als junge Mutter, kann nur darüber wissen, wie ich als Mann die Situation meiner Frau, oder Partnerin während dieser Zeit erlebte. Und die Zeit mit den emotionalen und körperlichen Veränderungen geht sicherlich einer Frau sehr nahe – es verändert sie – so kann ich auf einer abstrakten Ebene Frau Ministerin verstehen – und würde mir von Frau Ministerin weniger […]Sodbrennen, Wasserbeine, Müdigkeit, Krampfadern und Hämorrhoiden – wenigstens körperlich gleiche Herausforderungen.[…] wünschen, sondern mehr Demut und Respekt gegenüber diesen Familien, bei denen Frau und Mann vollzeitmäßig berufstätig sein müssen, um überhaupt monetäre Grundbedingungen zu schaffen. Ich wünschte mir, dass sie anfangen, ihre lobbyistengeprägte Arbeit Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zu überdenken und endlich humane, christliche und soziale Entscheidungen zu treffen. Ich wünschte mir, sie würden endlich mit Ihrer Arbeit Menschen helfen anstatt nicht mehr zu trennen – auch wenn ich einen anderen Eindruck habe, sofern ich ihre Website und ihre politische Arbeit betrachte.

    Anderseits empfinde ich diesen Sprachstil des Briefes nicht unangebracht und sinnvoller und würde ihn auch sofort mit unterschreiben – da meine Iobige Eingabe ihrerseits nicht ernstgenommen würde. Es fehlen heutzutage klare Worte!

  32. Martin22. Januar 2011 at 14:48

    @nilz
    Kann ich auch so unterschreiben. Aber es gibt eine klare Trennung zwischen Politik und wählenden Volk. Daher ist Ihr Statemant absolut unangebracht.

  33. Linda22. Januar 2011 at 15:10

    Ihr habt schon Wosch und Thüring rausgeschmissen, weil euch Meinungen und Journalismus zu anstrengend sind. das ist einfach nur noch erbärmlich, scheiß Fritz.

  34. Kaddi23. Januar 2011 at 00:22

    Wow, dass ich hier noch mal lande-ein Potsdamer… zum Thema: Der Spiegelfechter hat übrigens auch einen schönen Artikel zum Thema Bundesbaby geschrieben und ehrlich gesagt, etwas intelligenter als bei Fritz… Die Ausdrucksweise fand ich auch unpassend. So was steht uns Frauen einfach nicht, diese Neiderei und Gehässigkeit. Lasst doch erst mal das Baby da sein… denn erstens kommt es anders (wahrscheinlich als sie jetzt denkt)… LG Kaddi

  35. ICH23. Januar 2011 at 13:49

    Ist das die Ignoranz der Macht..na klar!:-) Wir leben schließlich in der sogenannten freien Welt..die Diktatur des Kapitals inkl. Korruption, Bestechung, Schmiergelder usw.Unsere Demokratie ist am aussterben, siehe die letzten Bundestagswahlen! Ich wäre dafür dass in Deutschland eine direkte Demokratie eingeführt wird, wie in der Schweiz z.B.!
    Der ganze Lobbyismuskram-weg damit! Die sogenannten Volksvertreter schaffen wir nicht gleich ab sondern reduzieren erheblich! Ihr Job ist es dem Volke Politik zu erklären oder besser Standpunkte zu anstehenden Entscheidungen und Gesetzen zu erläutern! Es gibt dann nur noch Volksentscheide..wir sind doch alle mündige Bürger und der Staat sind wir!Volksgesetzgebung-Jetzt, gibts auch bei facebook! Meckern und nichts tuhen ist so typisch DEUTSCH!!! So lange bis dem lieben Deutschkind der Kragen mal richtig platzt!!Demokratie leben und die lebt vom Mitmachen

  36. … zu guter Letzt » F!XMBR23. Januar 2011 at 15:00

    […] Radio Fritz nimmt den offenen Brief von Su Holden an die schwangere Familienministerin offline «Der am Mittwoch erschienene Text von Su Holden ist auf der Seite von Radio Fritz seit eben nicht mehr online.» Panorama klopft sich ob «heroischer» Berichterstattung in letzter Zeit mal wieder auf die Schulter, andere wie Fritz lassen bei Kritik an der Obrigkeit schnell einmal das heiße Eisen fallen. […]

  37. Strugarkowski23. Januar 2011 at 22:36

    Neben all dem Anderen würde mich mal interessieren, ob ich Su Holden auch in Zukunft auf Fritz hören darf, wenn ich’s denn möchte…

    Ich könnte mir nämlich z.B. folgendes Szenario einigermassen lebhaft vorstellen:

    Liebe Frau Holden, wir bedauern zutiefst, aber für pathologische Äusserungen ist in unserer, der allgemeinen Gesundheit verpflichteten Radiolandschaft kein Platz, weshalb wir Ihnen mit sofortiger… u.s.w.!

    Mit […] Gruss, Inquisitor XYZ

  38. Too much information » Lesezeichen23. Januar 2011 at 23:31

    […] Das Kraftfuttermischwerk » Radio Fritz nimmt den offenen Brief von Su Holden an die schwangere… – Liebe Kristina Schröder, ich freu mich eigentlich immer über Schwangerschaftsbotschaften, aber alle Zitate von Ihnen, die man heute lesen muss, rufen Ekel und Würgereflexe in mir hervor. Zum Beispiel: “Wir werden vor den gleichen Herausforderungen stehen wie viele andere Paare in Deutschland, bei denen beide beruflich sehr gefordert sind.” Wie anmaßend, schamlos, unmoralisch, blind und bescheuert sind Sie eigentlich? Mit 16.529,50 Euro im Monat und einem garantierten, vergoldeten Betreuungsplatz in der 5 Sterne-Bundestags-Kita stehen Sie NICHT vor den gleichen Herausforderungen wie viele andere Paare in Deutschland. […]

  39. teslanova.cz24. Januar 2011 at 15:42

    was hat nun die persönlichkeitsrechte der schwanger-ministerin verletzt? das ist mir noch immer unklar….

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