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Schlagwort: Ambient

Adventskalender 2015, Türchen #09: Elusive Elements – Mirage Mix

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Zum ersten Mal in der sechsjährigen Geschichte dieses Kalenders werde ich das Türchen am 09.12. nicht selber füllen. Mir fehlte in den letzten Wochen schlichtweg die Zeit einen Mix machen zu können, der dem angemessen wäre. Und hatte ich dann doch mal Zeit, kam irgendwas – mitunter Dramatisches – dazwischen. So, wie das Leben halt immer spielt. Und das wollte mich die letzten Wochen ganz besonders fordern. Ich werde dennoch einen für dieses Jahr machen und den dann etwas später platzieren, wenn nicht wieder irgendwas dazwischen kommt.

Nun ist es so, dass ich in diesem Jahr genug Mixe bereits bekommen habe. Deshalb dachte ich mir, ich packe für heute einfach den Mix ins Türchen, der den, den ich dafür selber gemacht hätte, am nächsten ist.

Das wäre der von Anton, der als Elusive Elements immer Mixe macht die meiner Definition von Lieblingsmusik sehr nahe kommen. Dieser hier passt aktuell besonders gut. Ziemlich genau mein Sound. Und während ich jetzt auf einer Fachtagung bin und später meinen Tag feiern werde, könnt ihr euch von Anton tragen lassen. Auf sanften E-Dubs, mit Bass und ein paar zurückhaltenden Beats. Ronny gefällt das. Sehr gar.


(Direktlink)

Style: Electronica, Neo Dub, Future Bass
Length: 00:52:28
Quality: 320 k/bits

Tracklist:
Nether – Sunset dub [CX]
Kontext – Worldbridger [Absys]
Naibu & Key – Just like you (Ulrich Schnauss ethereal 77 Remix) [Horizons]
Beastie Respond – Continuous [CX]
Theme – Scene 4 [Samurai]
Sunchase – Nathennia (Mako Redub) [Utopia]
RG – Glass serpent [Dawn]
Kimyan Law – Mortal life (ft. mm oo) [Blumarten]
Coerce – Merkava [Utopia]
Acid Lab – Static fFelds [Urban poetry]
Silent Mind – Kasiopea [Free]
Quadrant + Kid Hops + Iris + Reise – Pleiades [Commercial Suicide]
Hydro & Sam KDC – Voyage Nocturne (ft. Modabke) [Utopia]
Kontext – Sneaking sculpture [Absys]
Kontext – Refracted man [Absys]

Alle der diesjährigen Kalendermixe finden sich hier.

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Adventskalender 2015, Türchen #06: Zuurb – Adrastea

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Ich liebe das, was Thomas aka Zuurb macht. Jedes seiner Tapes ist eine urst deepe Liebeserklärung an die Melancholie. Immer. Kein anderer schafft es aktuell, so punktgenau traurige Sinnlichkeit musikalisch zusammenzufassen. Zumindest keiner, der mir gerade einfallen würde. Und wir haben Nikolaus – auch im Kalendertiming etwas Besonderes. Deshalb er.

Wir hatten im letzten Jahr einen gemeinsamen Floor im Garten des Gretchens. Das war toll, auch wenn ich ihn nicht komplett hören konnte. Wir hatten in diesem Sommer einen gemeinsamen Floor zusammen auf dem Meeresrausch, auf dem ich mit Rudi Freitagnacht 9 Stunden lang Guerilla Discoteca gespielt hatte, und auf dem Zuurb, in der Nacht darauf spielen sollte, was leider aufgrund von einem regnerischen Kurzschluss ausfallen musste. Ich hätte ihm am Robur so gerne zugehört. Weil kein anderer definiert modernen Ambient für mich so auf den Punkt gebracht wie eben er. Ich liebe seine Definition davon wirklich.

Als der Mix hier gestern den ganzen Abend lief, fragte die Frau des Hauses:

Wissta bescheid. Besser wird es musikalisch heute nicht mehr.

2016 wird er endlich beim Liquid Sound Club spielen. Und glaubt mal, wie sehr entspannt ich dann dabei dann im Sole-Becken unter Wasser seinem Mix lauschen werde.


(Direktlink)

Style: Piano, Ambient
Length: 01:00:54
Quality: 320 k/bits

Tracklist:
Endless Melancholy – You Are The Moonlight
Ben Lukas Boysen – Only In The Dark (Pleq Remix)
Levi Patel – As she passes
Jakob David – Omkuld
Steve Gibbs – Evoke
Clemens Ruh – Preen Your Own Wings
SineRider – Moments Alone (Need a Name Remix)
Jon Hopkins – Abandon Window (Hiatus Remix)
Niklas Paschburg – Unbar
Luke Howard – Oculus
Tambour – Esquisses oubliées en trois mouvements
A Cerulean State – To Where The Traces Of My Dreams Remained

Alle der diesjährigen Kalendermixe finden sich hier.

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Eine Ambient-EP als interaktive Smartphone App: Loscil – Adrift

Neue Technologien schaffen bekanntlich neue Möglichkeiten. In diesem Fall hier im Bereich des Vertriebs von Musik. Der aus Vancouver kommende Scott Morgan hat jetzt als Loscil eine die EP „Adriftin Form einer App für iOS veröffentlicht. Android folgt.

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„Adrift is a collection of 4 pieces of endless music by ambient musician loscil. The music uses structured random selection to continuously play with no beginning or end. The pieces were conceived as aural backdrops, seascapes of sound in which the listener is encouraged to drift in and out of; at times becoming focal points for deep listening and otherwise sinking into the subconscious. Each of the four pieces is named after an infamous ghost ship. Like the ships themselves, the music is adrift at sea, wandering with the tides, following the swells of the waves, aimless and lost.

Acoustic and electronic sources were recorded and produced as individual phrases and elements that the application selects and weaves together on the fly making each experience of the music slightly different. Adrift features original artwork by Gregory Euclide, compositions and production by Scott Morgan with musicians Kelly Wyse on piano, Mark Bridges on cello and Elisa Thorn on harp.“

Mit Ambient kann man das machen. Ich mag diese Idee sehr. Hier der Trailer:


(Direktlink, via FACT)

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Album-Stream: bvdub – Safety in a Number

Brock Van Wey, der Großmeister des modernen Ambient, hat schon zu Beginn dieses Monats ein neues Album veröffentlicht. „Safety in a Number“ gibt es als auf 365 Stück limitierte CD-Version und digital über Bandcamp. Gekauft.

the most involved, complete, and intense album i have ever made – over a two-year span, on two continents, this is, for me, the zenith of my ambient sound, and voice, to date.


(via Rantadi)

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Schallplatten aus der CNC-Fräse: Shades of Grain

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Christian hat mit ein paar Leuten ihre Musik mit einer CNC-Fräse auf alte Schallplatten geschnitten: Shades of Grain. Ich wusste nicht, dass so etwas überhaupt möglich ist, dem scheint aber so. Das Ergebnis ist neuer Drone-Ambient auf altem Platten und klingt gar nicht mal so übel.

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Shades of Grain is an audiovisual performance using cnc machined phonograph records and high contrast monochrome projections.
Grinding drone and noise soundscapes meet grainy black and white visuals.
It´s to be showcased on an oversized rig with a massive low end to make it a physonical experience. The projections have to be strong and bright!

Shades of Grain is a cooperation between the Berlin based design and art studios
The Constitute and Pfadfinderei.

Und weiter:

The Droneplates have been cnc machined out of various materials. There are two different types of plates: loops and tunes. The loops repeat a certain noisey beat into a deep and mesmerizing mood. The longer the loop runs, the grainier it gets through the abrasion of the material. The tunes have been made possible with the laser cut records framework from Amanda Ghassaei. By these wonderful bits of code we were able to transform wav. files in spiral vector curves to cnc route them in the next step. We used laser cutters and milling machines to explore the sonic capabilities of different processes and materials. Though many approaches failed, a few of them came out really well and have been included in the live set that we played on the 3rd of october as support act for The Bug. Which was a great honour and a strong lesson in how to set up a massive drone piece. The promoters of the festival set up two massive rig towers that made the performance pure physical joy.

https://vimeo.com/146240978
(Direktlink)

https://vimeo.com/146312853
(Direktlink)


(Direktlink)

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Isolatedmix 57 – Sam KDC

Ich koche gerade träge vor mich hin. Es gibt Ente, Ente, Ente. Und Klöße. Und Rotkohl, an den neben einem Apfel, einer Zwiebel, Nelken und Rotwein auch ein Löffel Schmalz und ein großer Löffel Erdbeermarmelade gehört, wie meine Oma schon wusste.

Dabei höre ich Musik, die mir ganz wunderbar in die Stimmung passt. Sonntags im Herbst.

Kochen ist wie Musik machen – immer auch eine Sache der Zutaten. Außerdem hat Kochen sowas schön Meditatives. Genau wie jener Mix, den Sam KDC für Ryans ASIP gemixt hat. Organisch, herbstlich, in roten Tönen. Traumhaft.


(Download, Direktlink, via RBN)

Tracklist:
01. Klimek – For Zofia Klimek & Gregory Crewdson
02. Mogwai – Helps Both Ways
03. Deaf Center – Oblivion
04. Tropic Of Cancer – Temporal Vessels
05. The Verve – Beautiful Mind
06. Alessandro Cortini – Dell’ Influenza
07. Isis & Aerogramme – Stolen
08. Deftones – Be Quiet & Drive (Acoustic Version)
09. Dadavistic Orchestra – Strung Valve Checkout
10. Jenny Hval – How Gentle
11. William Basinski – Melancholia II
12. Dark Dark Dark – Hear Me
13. Nina Simone – Plain Gold Ring
14. Nick Cave & The Bad Seeds – Push The Sky Away

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Herbstmusik: Zuurb – Autumn Leaves (Risikogruppe Podcast)

Ich mag den Herbst ja nicht. Ich mag nichts so sehr wie den Sommer und nur der Winter ist noch weiter von dem entfernt als der Herbst das ist. Angesichts der Wetterlage, oder sagen wir lieber: der Regenfälle, der letzten beiden Tage, mag ich auch nicht glauben, dass irgendwer den Herbst tatsächlich mag. Das sagen die doch alle nur, um zu provozieren. Herbstprovokateure. Das ist doch irgendeine Verschwörung! Herbst kann weg.

Aber: klingen kann er gut, der Herbst. Zumindest dann, wenn man drinnen an der Heizung sitzt, diverse Heißgetränke in sich rein schüttet, und die Kapuze vom Hoodie noch näher um seinen Hals legt.

Der großartige Zuurb hat den aktuellen Mix für die großartige Risikogruppe gemischt und der klingt so, wie die von den Bäumen fallenden Blätter klingen, wenn sie denn klingen können. Ganz gewiss. Irgendwo zwischen sanftem Folk, unterm Laub stehenden Pianos und Ambient. Wunderschön.


(Direktlink)

Tracklist:
Abby Gunderson – Aurora
Riley Pearce – Brave
A Mote of Dust – Wolves in the valley
Dustin Tebbutt – Where I Find You
Oh Wonder – Heart Hope
Jacob David – Andachten
Hollow Wood – Oh My God
The Native Sibling – Carry You
The Lake Poets – Windowsill
Little May – Seven Hours
Koda – Invitation to Love
Dain Weisner – Playing Dead
Slow Meadow – Linen Garden Part 2 (feat. Hammock)
Down Like Silver – To The River
Benoît Pioulard – XI
The American Dollar – The Slow Wait (Part One) (Ambient)

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Max Richters achtstündiges Schlaflied „Sleep“ im Stream

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Max Richter, der immer auf den Pfaden zwischen Klassik, Moderne und Elektronik wandelt, hat zu Beginn des Monats ein achtstündiges, episches „Schlaflied“ in Form eines Albums bei Deutsche Grammophon veröffentlich: Sleep. Auf diesem kreiert der britische Komponist mit Klavier, Streichquintett, Elektronik und Gesang eine sphärische Stimmung, die im besten Fall bis ins Unterbewusstsein vordringt. Für mich ganz, ganz großes Ambient-Kino. Das durchgängig laufende Album unterteilt sich in 31. Tracks, die zusammen eben über 8 Stunden lang sind.

BBC Radio hat das komplette Album jetzt noch für 26 Tage im Komplett-Stream. Wunderbar!

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An all-night world premiere performance of Max Richter’s eight-hour epic ‚Sleep‘, live from Wellcome Collection’s Reading Room in London.

In the longest single continuous piece of music ever broadcast live on the BBC, Max Richter is joined by soprano Grace Davidson plus five string players, and an audience who are encouraged to lie on beds and sleep through the performance. Forming the centrepiece of Radio 3’s ‚Why Music?‘ weekend, this ‚lullaby for a frenetic world‘ seeks to explore the relationship between music and the subconscious mind: instead of than giving the piece full concentration, listeners are encouraged to experience it in a state of sleep. The musicians play in shifts, themselves taking sleep breaks during the course of the piece.

Grace Davidson (soprano)
Steve Morris and Natalia Bonner (violins)
Reiad Chibah (viola)
Ian Burdge and Chris Worsey (cellos)
Chris Ekers (sound design)
Max Richter (piano, keyboards and electronics)

‚Sleep‘ was composed in consultation with American neuroscientist David Eagleman. In Max Richter’s words, ‚I think of Sleep as an experiment into how music and the mind can interact in this other state of consciousness, one we all spend decades of our lives completely immersed in, but which is so far rather poorly understood. I consulted with David Eagleman on how music can relate to the sleep state and have incorporated our conversations in the compositional process of the work‘.

(via Sixtus)

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Mix der Woche: Zuurbs Polarlichter #17 – Greip

Ich höre diesen Mix schon seit ein paar Tagen und dachte immer, der wäre eher etwas fürs Wochenende. Etwas zum Zuhören. Zum Gang runterschalten auf den Stand By-Modus.

Jetzt stehe ich hier und koche Gulasch so, wie nur mein Vater es konnte. Er machte das Gulasch wie kein anderer. Er machte vielleicht das beste Gulasch der Welt und nur ich weiß, wie das geht. Ha!

Dazu höre ich diesen exorbitant großartigen Mix, der ganz wunderbar von modern-klassischem Piano getragen wird. Unterwassermusik par excellence – und auch über Wasser ganz und gar wunderschön.

Gemixt hat den Zuurb für seine Polarlichter auf BLN.fm. Und er gibt mir nach all den letzten wirklich anstrengenden Wochenenden endlich mal wieder das Gefühl, zu Hause sein zu dürfen. Ganz ohne Stress, ganz ohne Fahrerei, ganz ohne lautes Gedöns. Einfach alles nur fließen lassen. Wochenende. Familie. Liebe. Und Musik. Jetzt nur noch schnell den Schwarzbrotkanten zum Andicken in die Kasserolle bröseln. Und zwei Esslöffel Sahne dazu geben. Klöse machen, am Rotkohl die Erdbeermarmelade nicht vergessen. Und Musik.

Greip. Piano. Polarlichter. Liebe. Also wirklich.


(Direktlink)

Tracklist:
1. Clemens Ruh – The Awakening
2. Jesus Drone – What Do You Think
3. Jacob David – Intet Forbi
4. Ólafur Arnalds & Nils Frahm – Life Story
5. Slow Meadow – The Grandeur of a Modest Moment
6. ghost – 780.33
7. 4lienetic – Missing You
8. Helios – Every Passing Hour
9. A Cerulean State – And it all came to a halt
10.Slow Meadow – A Farewell Sonata
11. Rhian Sheehan – Standing in Silence Pt.10 (Live)
12. Owsey – Dancing By The Dreamless Wave

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Die Starttöne von Windows als Ambient-Sounds: Windows Startup Sounds (slowed 4000%)

Geile Idee von Ideoforms, der anlässlich des 20-jährigen Jubiläums von Windows 95 einfach mal die Starttöne von Windows 95 bis zu dem von Windows XP durch die Bremse gejagt, und um das 40fache verlangsamt hat. Ich könnte mir vorstellen, dass man auf dieser Basis ganz wunderbare Ambient-Nummern frickeln könnte.

The startup sounds from Windows 95 to Windows Vista, played back at 4000% of their original duration.

Published to mark the occasion of the 20th birthday of Windows 95, 24th August 2015.
Happy birthday, Windows 95.


(Direktlink, via Hiddenplace)

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