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Schlagwort: Antifa

Irgendwer hat in der türkischen Stadt Izmir dafür gesorgt, dass „Bella Ciao“ aus den Minarett-Lautsprechern ertönt

Und ich bin ein harter Fan dieser Idee. Bei SpOn schreiben sie von „Hackern“. Keine Ahnung, ob das welche waren. Aber selbst wenn, und selbst wenn nicht, dann ja.

War es eine „Verunglimpfung religiöser Werte“, wie die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtet? Nachdem am Mittwoch aus mehreren Moscheelautsprechern in der Küstenstadt Izmir das Widerstandslied „Bella Ciao“ erklungen war, haben die Behörden am Donnerstag Ermittlungen eingeleitet.

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Früher musste man noch Häuser besetzen und Pyro zünden und so, um richtig linksradikal zu sein

Scheint mir aktuell wirklich so zu sein. Und ich hatte auch mit früher kein Problem, finde heute allerdings wichtiger.

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Tausende Italiener*innen singen „Bella Ciao“ gegen Salvini-Auftritt

Im italienischen Modena hatte Lega-Chef Matteo Salvini zu einer Kundgebung geladen. Dieser Einladung folgten auch gut 7000 Menschen, die mit der Politik Salvinis nicht einverstanden sind und dort einen singenden Flashmob bildeten, der im strömenden Regen „Bella Ciao“, die Hymne der italienischen Widerstandsbewegung gegen den Faschismus, intonierte. Beeindruckend. Tatsächlich sah sich der Ex-Innenminister Italiens dann gezwungen, seine Kundgebung in ein Restaurant abseits des Stadtzentrums zu verlegen. Ciao!

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Mythos Antifa – Zwischen Engagement und Gewalt

Hörenswerte 20 Minuten vom Deutschlandfunk, der die Aktivitäten verschiedenster Antifa-Aktivisten*innen beleuchtet.

Wie ungenau die Diskussion um das Schlagwort „Antifa“ verläuft, zeigt die Debatte um einen Antrag der AfD im Bundestag Ende September 2019 zu ihrer Ächtung. Die Rede des CDU-Abgeordneten Christoph Bernstiel ist nur ein Beispiel:

„Warum gibt man einer Organisation Gehör, die unsere Polizisten verletzt, Autos anzündet, Politiker bedroht und öffentlich die Sicherheit unseres Landes gefährdet. Seit Jahren wird die Antifa vom Verfassungsschutz beobachtet und das zu Recht: Heilgendamm, die EZB-Eröffnung und der G20-Gipfel in Hamburg haben gezeigt wozu die Antifa mit all ihren Untergruppierungen fähig ist….“

Tatsächlich ist die Antifa, entgegen der im Netz weit verbreiteten Verschwörungstheorien, keine Organisation. Das stellte schon 2018 der wissenschaftliche Dienst des Bundestags fest.


(Direkt-MP3)

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Connewitz, die Polizei-/Ordnungsbehörde und das „Antifa Area“ Graffiti in Connewitz

Seit Jahren gibt es im Leipziger Stadtteil Ärger um dieses Antifa Area Graffiti.

Gestern wurde es von den Freunden und Streichern übergestrichen.

Heute sieht es dann so aus. Über Nacht ist Connewitz wieder in Führung gegangen.

Hat ja lange gehalten… :D Die #sokolinx sollte wohl dringend weiter Personal aufstocken

Gepostet von Mob Action am Freitag, 8. November 2019

(via Sören)

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Unbekannte flexen Hakenkreuz von Kirchenglocke

(Symbolfoto: Danielam)

Unbekannte haben wohl das Hakenkreuz von der umstrittenen Kirchenglocke in Schweringen im Kreis Nienburg entfernt. Dazu benutzten sie wahrscheinlich einen Trennschleifer. Die Glocke war ob ihrer Symbolik im März landesweit im Gespräch. Nachdem eine öffentliche Diskussion zu der Glocke mit dem eingeprägten 35 mal 35 Zentimeter großen Hakenkreuz aufkam, war die Glocke in der Kreuzkirche einige Monate zuvor außer Betrieb genommen worden. Dann entschied sich die Gemeinde, die Glocke wieder aufzuhängen – in unverändertem Zustand. Nun haben Unbekannte Hand angelegt und das Hakenkreuz von der Glocke geflext. Die Harke hat dazu ein Bekennerschreiben, das mit „Frühjahrsputz 2018“ überschrieben ist.

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SV Babelsberg 03 soll absteigen, wenn eine Strafe nicht bezahlt wird, weil Fans „Nazischweine raus“ skandierten

Ich habe es nicht so mit Fußball. Um genau zu sein, so gar nicht. Und dennoch gucke ich auf das, was hier in der Stadt passiert. Da haben wir den SV Babelsberg 03, der eine stabile antirassistische und antifaschistische Ultra-Szene an sich binden kann, die gerne mal Alarm macht, wenn Menschenfeinde als „Fußballfans“ getarnt ins hiesige Stadion kommen. So mal wieder geschehen, als im vergangenen April der FC Energie Cottbus auf dem Platz stand und mal wieder „Fans“ mitbrachte, von denen man so denken muss, „Wenn das deine Freunde sind, dann brauchst du keine Feinde mehr.“


(Direktlink)

Die Fans von Cottbus zeigten während der Partie mehrfach den Hitlergruß, stürmten den Platz und sorgten damit für eine zweifache Spielunterbrechung, die fast zum Abbruch wurde.

Die Polizei führte sie vom Spielfeld. Es soll sich um rechtsextreme Fußballfans handeln, die in Cottbus bereits Stadionverbot haben. Auch Babelberger Fans hatten als Reaktion versucht, auf den Platz stürmen, wurden von den Sicherheitskräften aber daran gehindert. Später skandierten die Cottbuser Fans Rufe wie „Arbeit macht frei, Babelsberg 03“ oder „Zecken, Zigeuner und Juden“.

Diese Szenen sind auf jeder Menge Fotos und Videos dokumentiert. Dieser Nachmittag zog medial seine Runden und sollte eigentlich längst aufgearbeitet sein. Was er leider nicht ist.

Der Nordostdeutsche Fußballverband belegte den FC Energie Cottbus erst mit einer Strafe, die mittlerweile allerdings wieder zurückgenommen wurde. Trotz der hitlernden Fans. Dem SV Babelsberg 03 wurde ebenfalls eine Strafe auferlegt, die sich wohl angeblich aus einer fehlenden Unterschrift ergab und somit auf einem Formfehler basierte. Dennoch hält der Nordostdeutsche Fußballverband an seiner Forderung fest und will 7000,00 Euro vom SVB. Cottbus ist mittlerweile raus und wird nichts zahlen und auch keine anderweitigen Konsequenzen fürchten müssen. Der DFB hat sich zu Gunsten der Klärung mittlerweile eingeschaltet, da aber bisher wenig Handlungsspielraum.

Dass die fremdenfeindlichen Sprüche, Nazigesänge und Hitlergrüße dem NOFV nicht bekannt gewesen sein wollen, behauptet NOFV-Richter Oberholz in dem Radio-Beitrag weiterhin: „Da wussten wir nichts von, schlicht und ergreifend.“ SVB-Chef Horlitz platzt dabei der Kragen: „Sie lügen, schlicht und ergreifend“, wirft er Oberholz vor und erinnert ein weiteres Mal daran, wie deutlich die Vorgänge im Energie-Gästeblock in Videos, auf Fotos, in Presseberichten und in Stellungnahmen beider Vereine dokumentiert waren. Erst als der DFB intervenierte, dass der NOFV diese Vorfälle nicht länger ignorieren solle, nahm der Verband Ermittlungen auf, verurteilte den Lausitzklub nachträglich. Der ging in Berufung, der NOFV nahm das nachträgliche Urteile wieder zurück. Das wiederum erboste den DFB, der inzwischen durch sein Bundesgericht Revision eingelegt hat.

Fassen wir zusammen: Da kommen Fans eines Fußballvereins, die in das Stadion ihres Vereins nicht mehr reingelassen werden, in ein Auswärtsstadion, zeigen Hitlergrüße, äußern sich sowohl rassistisch als auch antisemitisch, stürmen den Platz und sorgen für Spielunterbrechungen. Es passiert: nichts. Es gibt keinerlei Konsequenzen.

Auf der anderen Seite stehen Fans des Heimvereins in der Kurve, zünden Pyros, lassen sich als „Zecken, Zigeuner und Juden“ anschreien und antworten mit: „Nazischweine raus“ und sollen damit dafür verantwortlich sein, dass ihr Verein jetzt 7000 Euro Strafe zahlen soll. Genau dafür. Da stellt sich imho nicht die Frage, ob es da ein Problem gibt, sondern nur die danach, auf welcher Ebene genau das zu verorten ist. Das darf doch alles nicht wahr sein!

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Barista, Barista, Antifascista!

Kleiner Nachtrag noch zu der Feine Sahne-Story von gestern Abend. Nebenbei im Gerichtsaal:

War macht den T-Shirt-Entwurf? Ich würde eins kaufen.

Update: @nadine_luise hat ein Logo gefunden. Kommt wohl von der Linksjugend’solid Brandenburg. Ich würde es tragen.

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