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Schlagwort: Berlin

Fotoserie: Berliner Spätis bei Nacht

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Ich habe vor einer Ewigkeit mal auf Twitter gefragt, warum eigentlich noch kein Fotograf auf die Idee kam, die Berliner Spätis bei Nacht zu fotografieren. Ich hätte das lange schon getan, wenn mein fotografisches Können über das eines Amateurs hinausgehen würde.

Etwas später, vor ziemlich genau einem Jahr, formulierte ich die selbe Frage in diesem Blogartikel, der Obst- und Gemüseläden bei Nacht in Paris zum Thema hatte.

Daniel Gregor las den Artikel damals und dachte sich, „Ich gehe mal los und mach das.“ So fotografierte er im letzten Jahr dutzende Berliner Spätis bei Nacht. Eigentlich wollte er das ursprünglich nur in Friedrichshain machen, jetzt weitet sich die ganze Fotoserie immer weiter aus.

Eigentlich war es am Anfang eher bloße Spielerei um die Möglichkeiten der (damals neuen Kamera, bin zu der Zeit auf ein anderes Sensorformat umgestiegen) auszuloten, aber inzwischen entwickelt sich das fast zu einer Art Sucht. Und wenn ich mir anfänglich gesagt habe, ich mache nur den Friedrichshain, was mich noch einiges an Arbeit kosten wird, befürchte ich, dass es wohl doch nicht dabei bleibt. Ist eben sehr meditativ ;) Und teilweise bekommt man eben auch so schöne Design-Desaster zu sehen. Wie auch immer, je mehr es werden, desto schöner. By the way: ich frag mich immer mehr, wie die sich alle halten können, ich meine wer kauft denn da wieviel ein, dass sich das lohnt. Aber das ist wohl nicht meine Baustelle.

Er schrieb mir vor ein paar Wochen mit der Bitte, das erstmal unveröffentlicht zu lassen, was mir echt schwer fiel. Denn zum einen ist die Serie wirklich ganz wundervoll, zum anderen ist diese Serie lange schon überfällig! Um so besser, dass sich Daniel wohl im Zuge des neuen Flickrs dachte, „dann haue ich die jetzt raus“. Hier sind sie auf Flickr: Berliner Spätis bei Nacht. Großartig!

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Kurzfilm über die Nächte Berlins: 5 nach Zehne

Ein sehr unaufgeregter und wohl auch deshalb sehr schöner Kurzfilm, der fünf Menschen durch die Nächte in Berlin begleitet. Und eben nicht nur hippe Szene-Leute beim Feiern zeigt, sondern auch die, die eine Stadt wie Berlin ganz unauffällig un im Stillen am Leben halten, während andere schlafen. Den Bick zwischen Anonymität und Hedonismus wurde „5 nach Zehne“ Gewinnerfilm des Berliner Kurzfilmfestivals „kiezkieken“ 2012. Toll!


(Direktlink | Danke, Felix!)

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Berlin im März 1954

Strollology hat gerade wieder einmal eine wirklich sehenswerte Fotoserie von Hein Vontin, die dieser im März 1954 machte. Wir waren da vermutlich alle noch nicht geboren, die Mauer stand noch nicht, aber Berlin war schon ein paar Jahre zweigeteilt. Die Bilder „zei­gen auf ein­drucks­volle Weise, wie die Stadt zwi­schen Wie­der­auf­bau und Wirt­schafts­wun­der immer mehr in Ost und West zerfiel.“

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Ein Foto aus jeder Berliner U-Bahnstation: Endbahnhof

Die Idee ist so einfach wie genial. Die australische Hobby-Fotografin Kate Seabrook, die jetzt in Berlin ansässig ist, hat sich einfach mal in jede Berliner U-Bahnlinie gesetzt und ist an jeder Haltestelle ausgestiegen, um ein Foto der jeweiligen Station zu machen. Zusammen macht das 196 Bilder; je eins pro Linie und Station. So hat sie eine Fotoserie geschaffen, die das komplette Liniennetz anhand seiner Bilder zeigt. All diese Fotos hat sie je nach Linie auf ihrem Tumblr Endbahnhof gesammelt und das ist ziemlich toll.

Der Tagesspiegel hat sie dazu befragt.

Der Charakter der stets vom Bahnsteig ohne besondere Technik aufgenommenen Fotos sei ihr vorab klar gewesen, sagt Kate Seabrook – historisch wertvolle Eingänge oder andere Sehenswürdigkeiten hin oder her: „Das haben ja auch andere schon fotografiert.“ Was sie gereizt habe, sei weniger die Schönheit als die Vielfalt: „Die Metro in Stockholm und in Moskau hat sicher besonders schöne Bahnhöfe. Aber die Berliner hat die interessantere Geschichte.“ Und in Melbourne gebe es wenig zu sehen und wegen rigoroser Anti-Terror-Vorschriften gleich gar nichts legal zu fotografieren.

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(Fotos: Kate Seabrook)

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DEFA-Doku von 1976: Palast der Republik – Haus des Volkes

Kurz mal zurück in die Zeit, in der einige von uns noch ein Halstuch trugen. Also ich 76 noch nicht, aber die Rhetorik blieb bis 1989 fast unverändert die selbe. Heute vor 37 Jahren wurde der Palast der Republik für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

„Der Palast der Republik wurde am 23. April 1976 nach 32-monatiger Bauzeit feierlich eröffnet. Ab 25. April war er für die Öffentlichkeit zugänglich. Chefarchitekt war Heinz Graffunder, der zusammen mit Karl-Ernst Swora, Wolf-Rüdiger Eisentraut, Günter Kunert, Manfred Prasser und Heinz Aust arbeitete.
Die genaue Höhe der Baukosten ist nicht geklärt. Offiziell wurden 485 Millionen Mark angegeben, nach einer internen Aufstellung des Ministers für Bauwesen, Wolfgang Junker, waren es rund 800 Millionen Mark und nach anderen Schätzungen soll es eine Milliarde Mark gewesen sein.“
(Wikipedia)

Kuckuck, Elbphilharmonie! Man feiert. Seine Planübererfüllung, seine NVA, seine Arbeiter, sich selber und seine Politik. Natürlich. Natürlich im Staatsfernsehen.

Trotzdem bin ich nach wie vor der Meinung, das man „Erichs Lampenladen“ nicht hätte abreißen müssen, aber das nur am Rande.


(Direktlink, via DDR and Soviet romanticizing)

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