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Schlagwort: Digitalism

Ein kleines digitales Familiendrama: Teen twittert via Kühlschrank, nach dem ihre Mutter all ihre Technik einkassiert hat

Dorothy ist eine vermutlich 15-jährige Teenagerin mit Twitter-Account. Ihrer Mutter scheint das nicht ganz so gut zu gefallen und dachte, ihr Spross verbringe zu viel Zeit im Internet, woraufhin sie das Smartphone ihrer Tochter einkassierte.

Dorothy twitterte dann mit ihrem Nintendo DS, woraufhin die Mutter auch diesen konfiszierte und auf dem Account ihrer Tochter androhte, diesen zu löschen.

Darüber schrieb Dorothy dann mit ihrer WiiU, die – ihr ahnt es – dann auch noch von ihrer Mutter eingepackt wurde.

Aber auch das hinderte Dorothy nicht daran, weiterhin zu twittern. Sie zeigt uns, dass wo ein Wille auch ein Weg ist und setzte über den smarten Kühlschrank ihres zu Hauses einen Tweet ab. Keine Ahnung, ob ihre Mutter den jetzt auch noch weggeschlossen hat.

Auch Twitter selbst und der Hersteller des smarten Kühlschranks haben sich mittlerweile eingeschaltet: #FreeDorothy.


(via Nag on the Lake)

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Deutsche Digitalisierung

Tjoar. „Für ihr Surfvergnügen!“

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Wenn ich groß bin, werde ich Flugtaxifahrer

(via gsohn)

Die künftige Staatsministerin für Digitalisierung, Dorothee Bär, sprach gestern im heute Journal über ihre Definition von „Digitalisierung“. Als deutscher Zuschauer denkt man sich so: „Wir brauchen schnelles Internet! Wir wollen schnelles Internet! Jetzt!“

Kokolores für Frau Bär, dafür hat sie keine Gedanken, sie denkt da sehr wohl visionärer – und zwar an Flugtaxis! Scheißt doch auf schnelle Internet. FLUGTAXIS! Wenn ich groß bin, werde ich Flugtaxifahrer.

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Der Versuch, das Internet der DDR zu erklären

Lutz Donnerhacke, offenbar im Osten geboren und aufgewachsen, hat einer jüngeren Journalisten Fragen zum Thema Internet in der DDR beantwortet. Eigentlich gibt es da nicht sonderlich viel Spielraum, weil es gab dort kein Internet. Das hätte man wissen können.

Insbesondere gelang es mir nicht, ihr begreiflich zu machen, welche politische Dimension diese Anfrage hat. Ein Mitarbeiter an einer Universität kann nicht im Namen des gesamten Landes sprechen und handeln.

Wesentlich schwerwiegender waren allerdings die inzwischen eingefahrenen Gedankenwege der „Digital Natives“. Sie können es sich schlicht nicht vorstellen, ohne Internet und Smartphone zu agieren.

Eine der Fragen war, ob ich ein spontanes Foto hätte, wie ich in der Uni an einem Rechner (es war damals PC-10) sitze. Ganz abgesehen davon, ob diese Aufnahme auf Papier/Film vorliegen könnte, zeigt es das Selbstverständnis eines „Ich dokumentiere mein Leben mit Selfies“-Typs.

Ich habe heute kurz mit Jugendlichen darüber gesprochen, wie das Internet in der DDR denn wohl ausgesehen hätte, wenn die Mauer damals stehen geblieben wäre. Ich mag mir das nicht wirklich vorstellen. Sie konnten es nicht, denn das Internet hat sie ihr Leben lang begleitet.

Donnerhacke jedenfalls veröffentlichte Teile des Interviews und es ist ziemlich interessant, wie weit sich das Internet als solches heute selbstverständlicht hat.


(Danke, Arnold!)

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