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Schlagwort: Drugs

Koksschädel

Der holländische Künstler Diddo hat für Ecce Animal angeblich aus Gelantine und etwas Koks, welches er sich auf der Straße geholt hat, einen Schädel kreiert, der die Maße von 12x18x22cm hat. Weitere Anteile – weil nur Koks wäre wohl etwas teuer – Phenacetin, Koffein, Paracetamol und 
 jede Menge Zucker. Ziemlich derbe getreckt also das Zeug. Trotzdem wahrscheinlich kein ganz billiges Vergnügen. Alles für die Kunst. Oder so.

„The retention time of our sample matched the Cocaine standard, albeit with
 a much smaller peak,“ reports Diddo. „This is because the sample is diluted with so-called ‚cutting agents‘. The purity of the Cocaine in percentage lies in the range of approximately 15% to 20%. Further constituent components identified included Phenacetin, Caffeine, Paracetamol and 
a relative large percentage of sugars, most probably Mannitol or Inositol.“

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(via BoingBoing)

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Kiloweise Kokain in Bananenkisten Berliner Aldi-Märkte

Einige Berliner Aldi-Filialen hatten heute etwas sehr Außergewöhnliches in der Obst-Auslage. Etwas, von dem im letzten Wochenprospekt überhaupt keine Rede war: Koks. Insgesamt wohl bis zu 140 Kilo.

Man vermutet Zustände wie in der DDR. „Haben se noch was von die Bananen da?“

In mehreren Geschäften der Discounter-Kette Aldi in Berlin haben Fahnder das Rauschgift Kokain sichergestellt. Ein Polizeisprecher sagte dem rbb am Dienstag, rund 100 Kilogramm des weißen Pulvers seien in zwei Filialen in Köpenick gefunden worden, die übrige Menge in Märkten im Westteil der Stadt.

In Medienberichten ist von insgesamt 140 Kilogramm Kokain die Rede.

Vermutlich fehlen nun irgendjemandem da draußen 140 Kilo Kokain. In dessen Haut, der dafür verantwortlich ist, möchte ich nicht stecken. Wenn derjenige das überhaupt noch tut – in seiner Haut stecken.

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Drogenprävention ala McDonalds 1990: Comic Stars gegen Drogen

Eigentlich ist Comic Stars gegen Drogen ein amerikanischer Zeichentrickfilm aus dem Jahr 1990. Alle möglichen Comicfiguren tauchen in diesem auf, um in ihrer Summer vor dem Konsum von Drogen zu warnen. Das Teil wurde dann ins Deutsche übersetzt und im deutschen Fernsehen 1990 zeitversetzt auf fast allen größeren Sendern gezeigt, eine weitere Ausstrahlung erfolgte 1991. Das im Englischen von George Bush senior nebst Gattin gesprochene Vorwort wurde im Deutschen von Annemarie Renger, ehrenamtliche Aufsichtsrats-Vorsitzende der „Ronald McDonald“ Kinderhilfe, übernommen.

Inhaltlich lässt sich die knappe halbe Stunde wie folgt zusammenfassen. Drogen sind böse. Immer. Und sie bringen dich um. Auch immer. Ganz in dem damals verbreiteten Claim „Keine macht den Drogen!“ Wenn mich richtig an die 90er zurückerinnere, brachten derartige Versuche junge Menschen von Drogenexperimenten abzuhalten nicht sonderlich viel.

Die kleine Connie ist denkbar irritiert, als sie Morgens ihr Sparschwein zerschlagen und geplündert vorfindet. Als Täter erweist sich ihr älterer Bruder, der Teenager Michael, der das Geld für die Finanzierung seiner Drogensucht benötigt. Doch nicht nur Connie, auch Comic-Helden ihrer Videos, Zeitschriften und Bücher haben den Diebstahl bemerkt und dringen in die reale Welt ein, um den Jugendlichen vor dem Abstieg in die Sucht zu bewahren. Fortan wird Michael von den imaginären Charakteren bildlich mit den anzunehmenden Folgen seiner Drogensucht konfrontiert, bis er schließlich zur rettenden Einsicht kommt.

Am Ende wird natürlich alles gut, die Drogen landen auf dem Müll. Fast wie im echten Leben. „Zukünftige Ausstrahlungen bzw. Releases des Films sind unwahrscheinlich aufgrund eines Rechtsstreites mit Jim Davis, der im Nachhinein die Zustimmung zur Verwendung der von ihm geschaffenen Figur Garfield.“


(Direktlink, via reddit)

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Uruguay legalisiert Anbau, Verkauf und Konsum von Marihuana

Jupp, Uruguay hat nach einer Marathonsitzung in Montevideo das Kiffen per Gesetz geregelt.

Uruguay wird künftig ein weltweit beachtetes Drogenversuchslabor. Der Senat des Drei-Millionen-Staats stimmte am späten Dienstagabend (Ortszeit) einem Gesetz zu, laut dem Anbau, Verkauf und Konsum in Zukunft vom Staat kontrolliert werden.

Das Gramm werde für rund einen Dollar (0,73 Euro) abgegeben. Laut Calzadas Meinung genügt das für einen großen Joint oder drei kleinere. […] Der Eigenanbau – von sechs Pflanzen pro Person – soll ebenso gestattet sein wie der Konsum von maximal 40 Gramm pro Monat.

(via Max)

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11 zeitnahe Selbstporträts nach dem Werfen eines LSD-Trips

Diese Nummer an sich ist nicht ganz neu, das gab es in verschiedenen Variationen über die letzten Jahrzehnte schon öfter mal, ja. Allerdings sind die letzten Selbstbeobachtungen, die ich gesehen habe und die während eines Trips auf Papier gebannt wurden, schon um einiges älter. Diese Zeichnungen hier sind fünf Tage alt. Ob sie echt oder gefakt sind, kann ich nicht beurteilen, bewerten will ich das auch nicht in irgendeiner Weise, aber nach Aussage von Redditor whatafinethrowaway wurden diese Zeichnungen wohl als Selbstporträts einer Freundin nach dem Klinken eines Trips gezeichnet.

Ich weiß ja gar nicht, wie man da überhaupt noch zeichnen kann, aber ich habe von so was ja auch keine Ahnung. Vom Zeichnen. Und so.

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Nach 15 Minuten:

Nach 45 Minuten:

Nach 1 Stunde und 45 Minuten:

Nach 3 Stunden 30:

Nach 6 Stunden: „I lost the black pencil. I only had the coloured ones.“

Nach 6 Stunden 45:

Nach 8 Stunden 45:

Nach 9 Stunden 30 und das letzte Portrait:

Die komplette Serie gibt es auf hier auf imgur. So hingegen sah es aus, als ein Künstler in den 50ern unter dem Schirm der US-Regierung für ein Experiment LSD einwarf und dann Porträits von sich malte:


(Direktlink, via Tara)

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Über einen Cannabiszüchter in Berlin

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(Foto unter CC von Oneras)

Sehr interessante Story vom SZ Magazin, das dafür den seit 10 Jahren in Berlin Gras züchtenden Tim* besucht. Dieser hat über die Jahre hinweg seine erst verhältnismäßig kleine Weise zu growen professionalisiert und baut mit Hilfe von anderen mittlerweile in verschiedenen Wohnungen und in einer Lagerhalle in der Hauptstadt offenbar gar nicht so schlechtes Gras an. So wie viele das wohl aktuell tun. In Deutschland wird laut dem Artikel mittlerweile mehr Cannabis produziert als importiert. Und das ganze Zeug will natürlich auch verkauft und gekifft werden. Tim lebt davon natürlich nicht schlecht und die Polizei scheint mit der Situation überfordert.

Draußen ziehen die mit Graffiti besprühten Altbauten von Kreuzberg vorbei. In vielen Bars hier bekommt man keinen Ärger, wenn man sich einen Joint anzündet. Berlin ist eine Kiffer-freundliche Stadt. In manchen Parks wird das Gras so offen wie Eiscreme angeboten, jeder Kiosk verkauft die langen Blättchen, mit denen man Joints drehen kann. In einer Studie über den Drogenkonsum in Berlin heißt es, zehn Prozent der Bevölkerung hätten in den vergangenen zwölf Monaten gekifft – rund 350 000 Menschen. Und diese Studie ist von 2006, die Stadt hat sich seitdem verändert.

»Die Nachfrage ist gerade in den vergangenen fünf Jahren explodiert«, sagt Tim, während er sein Auto Richtung Friedrichshain steuert, vorbei am »Kater Holzig«, einem der Clubs, die das liberale Image der Stadt in die Welt getragen haben. »Die Touristen und die Zugezogenen, die Spanier, Franzosen und Amerikaner, das sind alles Kiffer.« Für Tim, den Cannabiszüchter, ist es gerade eine goldene Zeit.

(via Aloha)

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Christiane F. hat ein neues Buch geschrieben, eine Autobiografie: „Mein zweites Leben“

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Nachdem die Mauer damals eingerumst war, hatte ich ein bisschen den Eindruck, dass Lehrer an meiner POS sich daran rächen wollten, in dem sie immer und immer wieder diesen Film in den rollbaren „Medien-Schrank“ der Schule warfen um uns ehemaligen Jungpionieren beweisen zu können, wie fürchterlich es im Westen zugeht. „Drogen! Sozialer Abstieg! Prostitution! Armut! Elend! Tod! Der Joint als Einstiegsdroge. Seht her, Kinder, so geht es im Westen wirklich zu! Fürchterlich!“ Als ich den Film das erste Mal sah, fand ich das tatsächlich ganz doll fürchterlich. Alles. „Bloß niemals das mit diesen Drogen, Junge!“, dachte ich so.

Aber das legte sich und spätestens nach dem ersten Joint und Freunden, die sich regelmäßig mit Amphetaminen „frisch“ machten, wusste ich, dass es nicht zwangsläufig so enden müsste. Ich fühlte mich irgendwie belogen, aber hatte eine Regel: niemals Heroin! Ich nahm viel weniger Schlimmes auch nicht, aber es war eine Regel.

Bis heute ist der Film für mich so ein Drahtseil, auf deren Seiten sich zwei Abgründe auftun. Zum einen der totale Abgrund, der den Drogen das nimmt, was für viele erstmal der Grund ist, sie überhaupt zu probieren: den Spaß nämlich. Auf der anderen Seite die totale Verarsche, die medial grau-grün-dunkelschwarz eingefärbt wurde und eben mit der Lüge spielte, das jeder, der mal an einem Joint zieht, zwangsläufig hinterm Bahnhof Zoo landen müsste.

Ich weiß es bis heute nicht genau, würde aber in einem präventiven Rahmen wohl eher davon absehen, diesen Film zu zeigen. Da gibt es heute durchaus bessere. Wie auch immer.

Christiane Felscherinow ist mittlerweile 51 Jahre alt und hat vermutlich einige Odysseen hinter sich gebracht.

Christiane Felscherinow lebt heute davon, Geschichten zu erzählen und Geschichte zu sein. Tantiemen aus Buch und Film finanzieren immer noch ihr Leben. Sie lebt von ihrer Offenheit, ihrer Naivität und dem Rest Natürlichkeit, den sie sich nach all den Jahren immer noch bewahrt hat. Sie lebt, weil sie Glück hatte. Ihren Körper zerstörte sie mehrfach, sie leidet unter eine irreparablen Leberschädigung und ist immer noch auf Methadon angewiesen.
(Spontis)

Jetzt hat sie beim Levante Verlag ihre Autobiografie „Mein zweites Leben“ veröffentlicht und ich denke darüber nach, diese zu lesen. Auch deshalb, weil sie in den 90ern ausgerechnet dort hinzog, wo von ich in selber Zeit gerade nach Berlin zu flüchten gedachte, aber das ist eine andere Geschichte. Da gibt es dann auch eine „Fan-Edition“ und „eine Fan-Edition mit persönlicher Widmung von Christiane F.“ Naja. Es muss halt immer alles verwertet werden. Auch ich kenn das.

Aber: sie hat eben nicht nur diese Autobiografie geschrieben, sondern sie blogt auch, hat ein Twitter- und ein Facebook-Profil, was natürlich auch den PR-Gedanken des Verlages geschuldet sein kann. Aber zumindest auf ihrem Blog erscheinen durchaus tolle Texte, die wohl auch Teil des Buches sind. So wie diesem hier von Brad.

Wir lebten ein Leben im Vollrausch, völlig rausgerissen aus der Realität.

Meistens lebten wir nachts, hingen im „Dschungel“, „Risiko“, in der „Music Hall“ und all diesen angesagten Clubs ab. Ich weiß gar nicht mehr wie die ganzen Läden hießen. War auch egal, wo wir waren: Als Gespann und später auch als Liebespaar, mit unser Popularität und unserem Aussehen, zogen wir die anderen Undergroundler an wie das Licht die Motten!

Rückblickend findet sie den Verlauf ihres Lebens und ihrem Umgang mit den Drogen alles andere als glücklich, wie sie schreibt. Natürlich. Alles andere wäre wohl auch nur schwer bis unmöglich nachvollziehbar. Vielleicht betreibt sie auch deshalb mittlerweile eine Stiftung, die sich um Kinder mit suchtkranken Eltern bemüht.

Und weil das, was sie heute zu sagen hat, eben zu einem Teil im Netz passiert, gibt es natürlich auch ein Video zu ihrer Autobiografie.

(Direktlink, via Robert)

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