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Schlagwort: Facebook

Nach Behördenschelte: Waxing im Schaufenster

Der Wiener Schönheitssalon The Beauty Bar bekam vor ein paar Tagen Besuch vom dortigen Arbeitsinspektorat, die sich offenbar ähnlich dem hiesigen Ordnungsamt, um Bedingungen kümmern, die vom Einzelhandel und so zu erfüllen sind. Das Inspektorat war offenbar nicht damit einverstanden, dass im Laden nicht mit „Sichtkontakt ins Freie“ gearbeitet wurde und forderte das von der Salonbesitzerin ein.

Diese reagierte mit einem FB-Post und bot den ArbeitsinspektorInnen ein „Waxing der Pofalten“ mit Zuschauern an. Ob sich das jemand vom Arbeitsinspektorat abholen wird, ist ungewiss.

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Was los war, als Penny auf Facebook ihr „Zipfelmännchen“ vorstellte

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Seit nun schon sechs Jahren hat der Discounter im Herbst/Winter neben den klassischen Schokoladenweihnachtsmännern und Nikoläusen ein „Zipfelmännchen“ in den Regalen stehen. So wie all die anderen Schokohohlfiguren, von denen es da übers Jahr ja so einige gibt. Soweit, so normal.

Allerdings sehen einige Facebook-User im „Zipfelmännchen“ den schokoladisierten Untergang des Abendlandes – und diesen gilt es natürlich abzuwenden. Das Social Media Team von Penny hatte dort dann tagelang „Freude“. Well played, Penny.

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(via Dalanziel)

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18-Jährige verklagt Eltern wegen Facebookfotos – und keiner weiß was davon

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Die Meldung, dass eine 18-jährige Österreicherin ihre Eltern verklagen will, weil diese hunderte Fotos von ihr auf Facebook veröffentlicht haben, ging weg wie warme Semmeln. Die kühlen nun allmählich ab und so richtig weiß man nicht, wie viel Wahrheit noch in dieser Meldung steckt. So hat die Morgenpost da mal ein wenig im Brötchenkorb gewühlt und gar nicht so viel finden können.

Doch die im Artikel zitierte Anwaltskanzlei weiß über den Fall nichts, die mutmaßlich zuständige Gerichtssprecherin kennt ihn nicht – und die Redaktion des Blattes tut nichts, um Widersprüche zu erklären.

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Rechtsextreme in geheimen Facebook-Gruppen

Ich bin bei Facebook in einer handvoll „geheimer Gruppen“. Der kommunikative Umgang dort unterscheidet sich nicht sonderlich zu dem in jenen Gruppen, denen ich öffentlich angehöre. Meistens geht es in den geschlossenen Gruppen um Themen, die einfach nur wenige Menschen interessieren, oder irgendwie rechtliche Fragen abhandeln. Bei anderen ist das offenbar anders.

Jan Werkener hat sich für den Tagesspiegel über Monate hinweg jetzt mal in Gruppen umgesehen, die von Rechtsextremen für Rechtsextreme administriert werden, geschlossen oder gar geheim sind: Wo Rechtsextreme ungestört zum Mord aufrufen.

Mit der vom Gesetz gedeckten Meinungsfreiheit hat manches an dem dort verbal Erbrochenen nur wenig bis gar nichts zu tun. Facebook unternimmt dagegen – keine Überraschung – wenig bis nichts.

„Es gibt noch eine Steigerung der geschlossenen Gruppen. Sie heißen „geheime Gruppen“ und sind so gut versteckt, dass nicht einmal ihre Existenz über die Suchfunktion feststellbar ist. Somit können Interessierte auch keine Beitrittsanfrage stellen. Sie müssen schlicht darauf hoffen, dass Gruppenmitglieder sie irgendwann kontaktieren und einweihen. Die Inhalte sind hier oft noch expliziter und drastischer.

In den geheimen Gruppen „Wir sind keine Sklaven“ und „Armada Germania“ begrüßen sich die Mitglieder mit „Heil Hitler“. Das Posten von Hakenkreuzen ist Standard. Die führenden Köpfe des Nationalsozialismus werden gepriesen, die erneute Herrschaft der Faschisten herbeigesehnt. Darauf stehen bis zu drei Jahre Haft. Heinrich H., 29, aus Niedersachsen postet das Bild eines halb verhungerten afrikanischen Kindes in einem Slum. Andere Gruppenmitglieder applaudieren und amüsieren sich darüber.

In praktisch jeder dieser Gruppen werden systematisch Straftaten begangen – weitgehend unbeachtet von Polizei, Politik und Facebook selbst.“

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Ein Baumarkt und Werner und der Kundendienst

Hier draußen wissen wir natürlich alle, dass der Kundendienst-Account auf Facebook nichts anderes tut, als sich in Konversationen zu klemmen, die irgendwelche Kunden mit irgendwelchen Unternehmen starten, um irgendwelche Dinge zu klären. Nur so zum Spaß. Auf Facebook selber scheint sich das noch nicht ganz rumgesprochen zu haben und so hat es jetzt Werner erwischt, der am Ende nie wieder in einen bestimmten Baumarkt gehen will. „Ergibt ja auch keinen Sinn mehr.“

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Der Freundeskreis Nordkorea lässt verlauten: der oberste Führer muss nicht auf die Toilette gehen

Einer dieser Momente, in denen ich nicht weiß, ob ich gerade einer Satire auf den Leim gehe (passiert ja mal), oder ob das so tatsächlich ernstgemeint ist: die Facebook-Seite Freundeskreis Nordkorea postet regelmäßig primär politische Neuigkeiten aus Nordkorea. Das liest sich mitunter putzig naiv:

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Andere Male hanebüchen:

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Dazu wird die Seite mit jeder Menge offiziell wirkender Fotos und Videoaufnahmen aus dem Inneren des Landes befüllt. Es heißt, die zwei Social Media-Manager, die dahinter stecken, haben nach eigenen Aussagen in der DDR studiert und sie wären von der „Abteilung für ausländische Internetangelegenheiten des Zentralkomitees“.

Ich habe auch nach einer Weile des Herumklickens keine abschließende Meinung dazu, kann mir aber sowohl Satire als auch Propagandarohr vorstellen. Für dieses spricht die hier immer ausgefeilte Dialektik, die ich noch aus DDR-Zeiten gut im Ohr habe. Was auch immer hinter dieser Seite stecken mag, eines zeigt sich ganz deutlich: vom Sprachgebrauch und den Umgangsformen in den Kommentaren kann sich das deutsche Internet gerne mal eine richtig dicke Scheibe abschneiden. Also meistens zumindest.

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(via reddit)

Wer es ganz genau wissen will, kann denen auch ein paar Fragen stellen, die sind wohl sehr auskunftsfreudig. Vielleicht aber ist es auch gar kein Freundeskreis Nordkoreas, sondern extra3. Oder der Böhmermann.

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