Die meisten Leuchtreklamen werden heutzutage mit flexiblen LED-Röhren hergestellt, die deutlich günstiger sind als Neonröhren. Doch es gibt noch immer einige wenige, die Neonreklamen von Hand fertigen. So wie dieser Gentleman hier, der laut Factory Monster letzte Neon-Meister Koreas ist.
Leuchtreklame hat mich als Kind immer faszinierend, wobei es in der DDR deutlich weniger davon als im Westen gab. Aber es gab sie und immer wenn ich als Kind an der „Plaste und Elaste aus Schkopau“-Leuchtreklame an der Elbebrücke Vockerode vorbeifuhr, leuchteten meine Augen ebenso wie das riesige Schild. Als ich neulich an dem Turm vorbeifuhr, habe ich mich gefragt, wo das Schild wohl heute sein mag. Die Antwort: „Die originale Leuchtreklame von der Elbebrücke Vockerode befindet sich heute unter den Exponaten des Deutschen Historischen Museums in Berlin; laut Nils Schiffhauer zählt sie „zu den museumswürdigen Rätseln des DDR-Alltags“.
Um jenes Schild und ganz viele andere Leuchtreklamen geht es in der Doku „Leuchten, Lampen, Reklame – Wie Halle die DDR erhellte“.
Der Film erzählt die faszinierende Geschichte von fast 40 Jahren Licht- und Werbegeschichte im Osten. In Halle, einer Stadt, die zur „Lichtschalter“-Zentrale der DDR wurde, entwickelten Techniker und Designer innovative Leuchtanlagen, die ganze Stadtbilder prägten.
Eine bekannte Anekdote besagt, dass Walter Ulbricht in den 1960er Jahren mit Josip Broz Tito durch das dunkle Leipzig fuhr. Tito bemängelte die triste Atmosphäre – daraufhin soll Ulbricht das Motto „Mehr Licht!“ ausgegeben haben. Damit begann ein Wettlauf um die hellsten Boulevards und Reklamen. Halle wurde dabei zum Zentrum der Leuchtwerbung, die den Alexanderplatz, das Gewandhaus Leipzig oder die Olympiastädte des Ostblocks erstrahlen ließ.
Zeitzeugen wie Thomas Jost erinnern sich an die bunten Neonlichter, die den Sozialismus farbenfroher machten. Legenden wie „Plaste und Elaste aus Schkopau“, „Minol“ oder „Narva – taghell“ sind bis heute ein fester Bestandteil der Nostalgie um DDR-Reklame. Auch im Designbereich spielte Halle eine Schlüsselrolle – selbst in der ersten deutschen IKEA-Filiale hingen Lampen aus der Chemiestadt.
Nach der Wende verschwand vieles, doch heute erleben die Leuchtschriften und Lampen von einst eine Renaissance – in Museen, Sammlungen und den Herzen vieler Menschen.
Ich habe einen Faible für Neonlichtreklame und würde manchmal gerne selber dafür sorgen, dass sie leuchtet, habe mich aber nun mal für einen anderen Beruf entschieden. Gut, dass andere diesen Job aber trotzdem machen. Hier Handwerker die der LED-Technologie trotzen und ihre Neonleuchten weiter so herstellen, wie sie das schon lange tun.
Hongkong, die asiatische Metropole am Südchinesischen Meer: Die Neonreklamen waren lange die Signatur dieser Stadt, geformt von Meisterhänden in versteckten Werkstätten. Auf einzigartige Weise verschmelzen sie die fernöstliche und die westliche Kultur. Doch LED verdrängt die großen Reklametafeln – eine Handvoll Meister und Liebhaber der Zunft halten dagegen.
Auch eines der Handwerke, die ich ganz besonders gerne mag. Des Leuchten und der Farben wegen. Toll, dass das immer noch gepflegt wird. So wie in diesem Fall von Howie Cohen.
Howie Cohen is the owner of Just Neon Sign Co. He repairs valuable vintage neon signs in upstate New York. The pieces he works on often go into private collections, never to be seen again. Howie walks us through the steps for restoring a $30,000 Hudson neon sign from the 1940s.
Schöne 80er Vibes in diesem Video, das uns zeigt, wie Neonleuchtreklame von Hand gemacht wird. Im Atelier Neon Family macht man das schon seit ein paar Jahren und lässt sich dabei hierfür mal über die Schultern schauen. Die perfekte Mischung aus Kunst, Wissenschaft, Design und Kommunikation.
Der Graffiti-Artist Adam Fu aka Adam Fukujita malt mit Spraydosen Leuchtreklamen und das ist ganz schön gut.
Adam Fu creates signs and images that trick the eyes into seeing them as neon lights. Each line or spray of paint is placed intentionally to recreate the glow of a real neon light. His work brings a nostalgic feeling from a time when neon signs were popularly used all over the world.
Anton Moskalenko hat aus dutzenden Filmen Szenen gesammelt, in denen irgendwie Neonlicht zu sehen ist und hat aus diesen diesen hübschen Super Cut gemacht.
Movies:
31 (2016)
2001. A Space Odyssey (1968)
Altered Carbon (2018)
Amer (2010)
American Ultra (2015)
Assassination Nation (2018)
Atomic Blonde (2017)
Baby Driver (2017)
Beyond The Black Rainbow (2010)
Birdman (2014)
Blackhat (2015)
Blade Runner (1982)
Blade Runner 2049 (2017)
Bliss (2019)
Bug (2006)
Byzantium (2012)
Cam (2018)
Climax (2018)
Cold Hell (2017)
Death Note (2017)
Dog Eat Dog (2016)
Enemy (2013)
Enter The Void (2009)
Ex Machina (2014)
Fahrenheit 451 (2018)
Ghost in Shell (2017)
Good Time (2017)
Guardians of the Galaxy. Vol.2 (2017)
Halloween (2017)
Heat (1995)
John Wick (2014)
Kill Bill. Volume 1 (2003)
Knife + Heart (2018)
La La Land (2016)
Let’s Be Evil (2016)
Legion. Season 2 (2018)
Look of Death (2016)
Long Days Journey Into Night (2018)
Mandy (2018)
Mission Impossible. Fallout (2018)
Moonlight (2016)
Mute (2018)
Nerve (2016)
Oldboy (2013)
Only God Forgives (2013)
Ready Player One (2018)
Revolver (2005)
Romeo and Juliet (1996)
Scarface (1983)
Se7en (1995)
Skyfall (2012)
Spring Breakers (2012)
Suspiria (2018)
T2. Trainspotting (2017)
Tenemos la Carne (2016)
Terminal (2018)
The Beach Bum (2019)
The Fifth Element (1997)
The Guest (2014)
The Neon Demon (2016)
Too Old to Die Young (2019)
Trainspotting (1996)
Trance (2013)
Tron. Legacy (2010)
Upgrade (2018)
Vertigo (1958)
We Are the Flesh (2016)
Wednesday 04.45 (2015)
X-Men: Day of the Future Past (2014)
You Were Never Really Here (2017)
Ein Handwerk, von dem ich bisher nur wenig bis gar nichts gehört habe. Das Handwerk von Andrew Hibbs.
The craft of neon sign bending is an uncommon art. Passed down through the generations, Andrew Hibbs represents what is means to make a living out of bending light.
Ich liebe dieses Handwerk. Ein bisschen davon war einst Teil meiner ersten Ausbildung, aber das ist eine andere Geschichte, denn Schildermacher war ich nie und wenn, wäre ich der womöglich auch heute noch. Wie auch immer.
Todd Sanders ist Schildermacher der alten Schule. So mit Neonröhren und so. Ganz offensichtlich ist er auch einer der besten seiner Zunft. Kurzes Portrait über einen, der ein langsam aussterbendes Handwerk betreibt.
Todd Sanders is a vintage neon sign artist based out of Austin. With nearly two decades of experience under his belt, Todd is completely self-taught and a true master of his craft. His handcrafted art is produced without the use of computer aided design preserving the unique American tradition even further.
Todd’s award winning pieces have appeared in The Museum of Neon Art.
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