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Schlagwort: ÖPNV

Öffentlicher Personennahverkehr soll in Luxemburg kostenlos werden

(Foto: GilPeCC BY-SA 4.0)

Ständig gute Nachrichten aus Luxemburg: erst wurde beschlossen, Cannabis für privaten Gebrauch zu legalisieren. Nun auch noch ein großartiger Vorstoß in Sachen ÖPNV.

Der öffentliche Personennahverkehr in Luxemburg soll nach dem Willen der neuen Regierung ab Sommer 2019 für alle kostenlos nutzbar sein. Autofahrern soll damit der Umstieg auf Bus und Bahn schmackhaft gemacht werden. Der Plan der Regierung: weniger Verkehr auf der Straße. Durch Steuererhöhungen für Autopendler soll das Modell gegenfinanziert werden. Ich bin echt Fan dieser Idee.

Seit dem 1. August müssen Jugendliche bis zum 20. Lebensjahr in Luxemburg nicht mehr für ihre Fahrkarten zahlen. Es genügt schon jetzt das Vorzeigen des Personalausweises.

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Eine Straßenbahnfahrt durch Leipzig im Jahr 1931

Die ursprüngliche Version dieses Videos war wohl mal eine, die in den 1930gern zur Schulung von kommenden Straßenbahnfahrern in Leipzig eingesetzt wurde. Diese aber war offenbar überzeichnet, weshalb Thomas Wangenheim den ganzen Bums nicht nur der Geschwindigkeit wegen angepasst hat. Und dazu den imho übelst guten Soundtrack beibehalten hat.

Der Originalfilm dieser Straßenbahnfahrt durch das alte Leipzig wurde lt. Leipziger Stadtmuseum zur Ausbildung von Straßenbahnführern aufgenommen.

Leider ist der Film in variierender Bildrate aufgenommen und sehr verwackelt (https://www.youtube.com/watch?v=phkrMz6DCwM). Das unruhige Bild störte und die Menschen liefen oft lächerlich schnell. Um den Realismus zu erhöhen, habe ich den stabilisierten Film anhand vor allem der Gehdynamik der Passanten in der Geschwindigkeit korrigiert. Es sind Anpassungen in 22 verschiedenen Filmabschnitten vorgenommen worden. Sie reichen von 10% bis 45% Verlangsamung und haben den Film um sechs Minuten verlängert.


(Direktlink, via reddit)

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Potsdam bekommt die erste selbstfahrende Tram der Welt

(© Foto: www.siemens.com)

Ich bin ausgesprochener Fan der Idee des „autonomen Fahrens“ und dazu überzeugter ÖPNV-Nutzer. Und gerade dort sehe ich ein hohes Potenzial für das autonome Fahren. Hier in Potsdam wird Siemens vom 18. bis zum 21. September die erste selbstfahrende Tram der Welt testen, was ich schon ein bisschen geil finde, auch wenn erstmal keiner mitfahren darf. Aber das kann ja noch werden. Irgendwann. Hoffentlich.

Siemens spricht von der ersten autonom fahrenden Straßenbahn der Welt. Der Verkehrsbetrieb Potsdam habe dafür eine Straßenbahn vom Typ Combino bereit gestellt. Das Unternehmen erwartet von der neuen Technik mehr Sicherheit und eine höhere Verfügbarkeit der Fahrzeuge. Es werde in Potsdam aber immer ein Fahrer im Führerstand sitzen, der jederzeit eingreifen könne, versicherte die Sprecherin.

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In Schleswig-Holstein gibt es Mitfahrbänke

Für jene, die in Schleswig-Holstein leben, vielleicht jetzt gar nicht so eine Nachricht wert, zumal die Idee dazu schon etwas älter ist. Für andere, die in ländlichen Gegenden ohne Auto unterwegs sind, hingegen schon. In Schleswig-Holstein gibt es Mitfahrbänke und die funktionieren folgendermaßen:

Wie weiter, wenn demnächst kein Bus fährt?

Sie wollen noch eben etwas aus der Apotheke holen oder müssen heute erst später zur Schule und es fährt kein Bus. Vielleicht möchten Sie eine Veranstaltung im Nachbarort besuchen oder ‚nur‘ die Umwelt schonen – dann nutzen Sie die MITFAHRBANK.

Klappen Sie einfach Ihren Zielort nach oben. So weiß jeder Autofahrer sofort, wohin Sie mitgenommen werden möchten. Die Mitfahrbank besteht aus einem Haltestellen-Schild und bis zu 5 Richtungs-Schildern mit den Zielorten der Umgebung. Jetzt heißt es, auf die passende Mitfahrgelegenheit zu warten. Da das sympathische System mittlerweile von immer mehr umweltbewussten Autofahrern akzeptiert wird, sollte sich die Wartezeit in Grenzen halten.

Offenbar funktioniert das System auch ziemlich gut, was natürlich dennoch nicht heißen sollte, dass die ÖPNV-Angebote vernachlässigt werden können.

Die Mitfahrbank ist aus der Not entstanden: Einen Bahnhof gibt es in Hürup nicht, die Busverbindung nach Flensburg empfanden die Initiatoren als unzureichend, Verbindungen in die Nachbardörfer erst recht. „Die Bank sehen wir als Ergänzung zum ÖPNV – und so kann sie sehr nützlich sein“, bilanziert Wilner-Höfer. Seine Schätzung: Niemand wartet dort tagsüber länger als zehn Minuten auf eine Fahrt.

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Wenn der Kontrolletti in der Bahn mal nett ist: Deutschland in a nutshell

Christian schrieb gestern über eine Situation, der er beiwohnte, und die Ticketficker auch mal nicht wie Arschlöscher dastehen lässt. Momente, von denen es viel zu wenige gibt, wie ich, als jemand der überzeugter ÖPNV-Nutzer ist, nahezu täglich selber erfahre.

„Kuhles Ding“, dachte ich mir so. „Bisschen Menschlichkeit steht uns allen ja ganz gut zu Gesicht und macht uns alle gleich ein kleines bisschen sympathischer. Mehr davon.“, dachte ich. „Kann ja keiner was gegen haben.“

Aber dann schlug die deutsche Missgunst zu und fand das alles gar nicht mal so nett. Deutschland in a nutshell:

Cristian ist nun und offenbar auch zu Recht ein bisschen angenervt.

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Der leise Kampf um ein Fenster im Bus

Man kennt das: es hat über 30°C im Bus und das Dingen ist miserabel bis gar nicht klimatisiert. Aus diesem Grund macht man ein bis alle Fenster auf. Sobald der Bus losfährt ruft irgendwer der älteren Herrschaften durch den Bus, „Machen sie mal das Fenster zu! Es zieht!“ Man ignoriert das, weil Zug ist immer noch besser als 67,4°C! Das Rufen wird lauter, man ignoriert es noch konsequenter. Irgendwann steht eine der älteren Herrschaften auf und schließt das Fenster.

Das es auch anders geht, zeigt dieses schöne Video, in dem der wohl leisesten Kampf um ein Fenster im Bus ausgetragen wird, den es je gegeben hat. Ausdauer haben die beiden und auch irgendwie die Ruhe weg. Wer den „Window War“ gewinnt bleibt am Ende offen, aber irgendwie sind ja beide zu ihrem Willen gekommen. Partiell.


(Direktlink)

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Alle Stationen der Moskauer Metro in einem Video

Ich war bisher nur einmal in Moskau. Für einen Tag. Ich hatte dort fürs Goethe-Institut Musik gespielt, die gänzlich unter CC-Lizenz veröffentlicht wurde. Das war kurz nach der Hochzeit der Netlabels und ich war für nur einen Tag in der Stadt, die mich trotz des kurzen Aufenthalts nachhaltig beeindruckt hatte. Mit der Metro zu fahren habe ich damals leider nicht geschafft, obwohl ich gerne wollte.

Alexander Goprov hat sich die Mühe gemacht und ist (fast) alle Stationen der Moskauer Metro abgefahren, um diese dabei filmisch festhalten zu können. Für 244 von 247 hat es gereicht. Dabei ist dieses Video entstanden.

Jörg hat das vor Jahren schon mit Ruhepuls in Berlin gemacht, wenn ich mich recht erinnere. Die beiden hatten allerdings keine Kamera dabei. Vielleicht wäre es für die Zwei mal wieder an der Zeit für eine Bahnrunde durch Berlin. Dann gerne auch mit Kamera. Ich würde mitfahren.


(Direktlink, via Blogbuzzter)

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