Zum Inhalt springen

Schlagwort: Psy Trance

DJ „Kid“ Jonas als 14-Jähriger in Goa

DJ „Kid“ Jonas, der heute als Goa Jonas immer noch hinter den Pulten dieser Welt steht, spielte hier auf einer Party im Disco Valley, Vagator, Goa, 1998. Bei Lauter.de haben sie unabhängig vom Video ein Interview mit dem heute 34-Jährigen.

Ich habe damals zuhause monatelang jeden Tag Mixen geübt – wohlgemerkt mit D.A.T. Kassetten, welche damals in Goa der DJ-Standard waren. Anfangs hatte ich mit ihm auch zusammen aufgelegt, bis ich meine eigenen Kassetten-Kollektion aufgebaut hatte. Mein erster Gig war mit Christian in der Shore Bar Ende 1995 am Strand in Goa. Kurz danach folgten dann auch meine ersten Partys, bei denen ich aber wegen meines Alters von zwölf Jahren immer nur ganz am Anfang oder früh am Morgen aufgelegt habe.

Einen Kommentar hinterlassen

Protonica – Assorted Waves 6 (DJ Set)

Eigentlich wollte ich mir ab Morgen auf dem Nexus Festival meine alljährliche Portion Psytrance abholen. Einmal im Jahr muss das immer noch sein. Dummerweise haben die Veranstalter das Festival abgesagt, so das nicht nur mein dafür schon sortiertes Set ausfallen wird. Ich muss mir meine Portion Psytrance aus der Konserve zuführen. Da trifft es sich gut, dass Piet und Ralf von Protonica gerade erst die neuste Ausgabe ihrer Assorted Waves Mix Serie in die Cloud geladen haben. Ich war darauf vorhin ein paar Stunden in Berlin unterwegs und grinste satt vor mich her. Sonne schien auch. Alles passte perfekt, nur ein Dancefloor mit Vier-Punkt-Beschallung hat gefehlt, aber man kann nun mal nicht alles haben.


(Direktlink, Direktdownload, via Rantadi)

1 Kommentar

Videos der großen deutschen Goa-Festivals in den späten 90er Jahren

Bis Mitte der 90er schlug mein musikalisches Herz ganz für den Techno, den ich aus Kellern wie dem Tresor oder aus Hallen wie dem E-Werk kannte. Gerne auch größer, wie in denen der alten Hanomag-Hallen in Hanover. Wir verbrachten unsere Wochenenden damit quer durchs Land zu fahren, um auf irgendwelche Raves oder in irgendwelche Clubs zu gehen. Tanzen, tanzen, tanzen.

Im 1995 trafen wir uns abends und hatten noch keinen Plan, was wir mit der Nacht und dem folgenden Sonntag so anstellen würden. Im Radio lief Marushas „Rave Satellite“ und sie verlas die Veranstaltungshinweise. Nichts kickte uns so richtig, aber sie sprach von einem Open Air Festival auf dem alten Flughafen in Neustadt-Glewe, der VooV Experience 4. Wir entschlossen uns, dorthin zu fahren.

Was ich dort zu sehen und vor allem zu erleben bekam, war anders als alles, was ich bis dato über Techno wusste. Techno war ab da mehr als Keller und Raves in irgendwelchen alten Hallen. Techno hatte auf einmal sehr viel mehr Liebe und vor allem etwas, von dem ich bis dahin noch gar nichts wusste: Spiritualität.

Ich war von dieser Nacht so dermaßen geflasht, dass es mit dem Tanzen nicht weit her war. Ich saß bis in die Mittagsstunden neben dem unfassbar bunten Dancefloor und sah den unfassbar glücklich aussehenden Menschen beim Feiern zu.

Kurz darauf kaufte ich mir Electric Universes Album One Love, das 1995 auf Antaros Label Spirit Zone erschien. Mit diesem im MiniDisc Player lief ich eines Morgens mit Blick auf den S-Bahnhof Landsberger Allee über eine Brücke. Die Sonne ging gerade auf und ich hätte die ganze Welt umarmen können. Das, was ich da hörte, war für mich pures akustisches Glück. Mindestens. Von da an wusste ich, dass Techno noch sehr viel mehr für mich übrig haben würde, als ich bisher annahm. Dieses Album war eine echte Offenbarung und sorgte dafür, dass ich mich über 10 Jahre lang der Psytrance-Szene widmete. Alles, was wir ab dort taten, taten wir in irgendeinem Kontext zum Psytrance. Zeichnen, schreiben, malen, irgendwie anders künstlerisch tätig werden: alles war irgendwie Psytrance. Immer.

Die Sommer der folgenden Jahre verbrachten wir auf dutzenden Psytrance-Festivals. Jemand mit dem Namen Agonda Film hat einige Videos der großen Goa Open Airs zum Ende der 90er Jahre auf einen YouTube-Channel geladen, die mich ganz wunderbar nostalgisch machen. Die Qualität der Nachtaufnahmen ist natürlich nicht so der Knaller, aber wer konnte damals schon wissen, dass wir uns das 20 Jahre später auf einer Video-Plattform im Internet nochmal angucken könnten.

Antaris Project 1996:


(Direktlink)

VooV 1997:


(Direktlink)

Shiva Moon 1998:


(Direktlink)

VooV 1998:


(Direktlink, via Sediment 4)

Das klang dann so – und ich habe locker hiervon die Hälfte der gespielten Tracks auf Vinyl im Keller stehen. Hach, so einen Mix könnte man auch mal wieder machen.


(Direktlink)

Tracklist:
01. Man With No Name – Teleport (Perfecto)
02. Razor’s Edge – Tribal Sunrise (Technossomy Beta Mix) (Metropolitan)
03. K.U.R.O. – Zoa (Remix) (Spirit Zone)
04. The Art Of Trance – Cambodia (Tunnel Vision Mix) (Platipus)
05. Ominus – Acid Tester (Koyote)
06. Green Nuns Of The Revolution – Optimum Creakage (Dragonfly)
07. Lunar Asylum – Bubble (Transient)
08. Doof – Let’s Turn On (Tuned In Mix) (T.I.P.)
09. Kind Of Intelligence – Eurith (Trigger)
10. Man With No Name – Neuro Tunnel (Dragonfly)
11. Butler & Wilson – Deliverance (Transient)
12. Etnica – Starship 101 (Blue Room Released)
13. Doof – Double Dragons (Crystal Insurance Mix) (Dragonfly)
14. Cosmosis – Gift Of The Gods (Transient)
15. Astral Projection – Let There Be Light (T.I.P.)
16. Moonweed – Telepath (Remix) (Celtic)
17. Astral Projection – Power Gen (Byte)

1 Kommentar

[WIN] Psytrance in Berlin: 2×2 Tickets für den Frühlingszaubertraum 2016 am 16.04.

20160416_fruehlingszaubertraum-2016_20160104135048

Am nächsten Samstag ist es wieder soweit: der Frühlingszaubertraum lädt zur psychedelischen Erfahrungsreise. Es gibt in Berlin nur noch wenige Psytrance-Veranstaltungen dieser Größe. Zumindest gemessen daran, dass vor 10 Jahren so gut wie kein Wochenende ohne Parties dieser Art verging. Ich war damals oft Teil der ganzen Feierei, aber irgendwann hatten wir uns ein wenig auseinandergelebt, der Psytrance und ich. Trotzdem verbindet uns nach wie vor ein kleines Band der Liebe.

Die Macher vom Frühlingszaubertraum dürften zu den ältesten Hasen ihrer Szene gehören und ich habe schon vor 10 Jahren für sie aufgelegt – damals noch Psytrance. Den spiele ich heute nicht mehr. Umso lieber aber Downbeats und diese in der Nacht zum Sonntag an einem kleinen Strand mitten in Berlin: in der Malzfabrik in Tempelhof. Ich freu mich drauf.

Es wird natürlich nicht nur Musik geben, es werden auch etliche Deko-Teams dafür sorgen, die Malzfabrik in eine psychedelische Traumwelt zu versetzen.


(Direktlink)

Line Up:

* Groundfloor *
Ticon ~ Live ~ Iboga Rec. ~ DK
Earthling ~ Live ~ Zero-1-Music ~ GB
Second Side ~ Live ~ Eclips Rec. ~ GER
Android Spirit ~ Live ~ Time Code ~ SA
DJoanna ~ DJ ~ Waldfrieden ~ Berlin ~
K-Isuma ~ DJ ~ Landmark Rec. ~ Hamburg ~
Ionixx ~ DJ ~ RDB Crew / Frühlingszaubertraum ~ Berlin ~
DJ Bull ~ DJ ~ Plazmalab Familie / Gaggalacka ~ Berlin ~
Perkins ~ DJ ~ PHI rec. / Warp ~ Berlin ~

* Rooffloor *
Babagoon ~ Live ~ Sangoma Rec. ~ BRL
Dsompa ~ Live ~ Sangoma Rec.~ GER
Nobot ~ Live ~ Parvati Rec.~ GER
Nano Bugs ~ Damaru Rec. ~ GER
Daksinamurti & sG4rY ~ DJ ~ Sangoma Rec. ~ Muc / Mr
DJ Merry:) & Caro Sunshine ~ DJ ~ Gaggalack Festival / Tour ~ DD / Ber ~
Jairam & Abralabim ~ DJ ~ Real Vison Music / Diso Valley Rec.
Diavolo & Elektroengel ~ Soundviecher ~

* The Beach *
* from Chill To Dance Outdoor *

~~~~~~~* Ambient * Chillout *~~~~~~~~~~~

Kraftfuttermischwerk ~ DJ ~ KFM ~ GER
TOOK ~ DJ ~ FZT ~ GER
Bayawaka ~ DJ ~ Mikelabella Rec. ~ Jerusalem ~

~~*~~*~~~*~~* Dance *~~*~~~*~~*~~

Zeitgeist ~ Live ~ Glitchy Tonic Rec. ~ GER
Neuronod ~ Live ~ Glitchy Tonic Rec. ~ FR
Radioactive Cacke ~ Live ~ Glitchy Tonic Rec. ~ GER ~
Freaky Evils ~ DJ ~ Nordic Beatz ~ (Dr. Changra & Dj Jeff) ~
Philocybin ~ DJ ~ Re: Volt ~
DJ Akuschrauber ~ DJ ~ Aku2.0 ~

Ich hab hier jetzt 2×2 Gästelistenplätze für jene, die Bock darauf haben, den Frühling auf die vielleicht bunteste aller Arten entgegen zu tanzen. Wer die haben möchte, hinterlässt hier bis zum 13. April 2016, 12:00 Uhr, unter Angabe einer gültigen Email-Adresse einen Kommentar. Sollten das mehr als nur einer tun, entscheidet wie immer Random.org darüber, wer mitfeiern kann. Alle anderen können natürlich auch Tickets erwerben oder die Abendkasse stürmen. Es lohnt sich. Ich weiß das. Ich war schon mal da. ;)

77 Kommentare

Zeit für Psy-Trance: Protonica – Assorted Waves 4 (DJ Set)

Eigentlich wollte ich, wie so oft, schon längst im Bett sein. Dann hatte ich mich vorhin ein wenig vor mich hingeärgert und bin später über den ganz frischen Mix von Piet und Ralf alias Protonica gestolpert. Ich dachte: „Psy-Trance haste lange nicht am Stück gehört und was die beiden so löten, ist eh immer gut. Machste mal an.“ Das ist jetzt gut eine Stunde her – der Mix läuft immer noch. Zwischendurch bin ich zum Kühlschrank gesteppt und kurz in den Keller und wieder rauf gehüpft. Geiles Ding!

Ich höre das mittlerweile echt selten, aber wo Protonica drauf steht, kannste halt immer draufklicken ohne enttäuscht oder gar gestresst zu werden. Alte Psy-Liebe rostet nur partiell oder so.

Jetzt hab ich den geladen, aufs Phone gezogen und fahre mit dem auf den Ohren morgen früh durch die Hauptstadt. Passt. Vielleicht hüpfe ich darauf in mein Lieblingskaffee oder steppe darauf in der Bahn. Mal sehen. Jetzt erstmal zu Ende hören und dann das mit dem Schlafen nochmal in Angriff nehmen.


(Direktlink)

2 Kommentare

Protonica – Assorted Waves 3 (DJ Set)

Freitag. Kurz vor Wochenende. Da trifft es sich bonfortionös gut, das Piet und Ralf von Protonica einen neuen Mix mit progressiven Perlen auf die Kette des Psy Trances gefedelt haben. Und genau die lege ich mir hier jetzt bei 3KW um. Gerade Freitags kann man mal ordentlich mit dem Arsch wackeln. Boom.

Tracklist:
01 Bakke & Alter Nature – Bakk To Nature
02 Captain Hook – The Power Of Now
03 E-Clip – Streamline (Spinal Fusion Remix)
04 Protonica – Floating Joint
05 Faders feat. Melicia – Nirvana
06 Redrosid – Collapse
07 Christopher Lawrence & Jonathan Allyn – The Human Element (Daniel Lesden Remix)
08 Symbolic – Insidious
09 Liquid Soul – Faith
10 Critical Choice – Out Of Orbit
11 Lifeforms – Sex Panther (Motion Drive Remix)
12 One Function – Back To My Roots
13 ON3 – Step One

4 Kommentare

New Rave Partys in Goa

Kurzer Beitrag von arte Tracks, der sich dem aktuellen Partygeschehen in Goa widmet. Kaum noch was scheint übrig geblieben von der überdrehten Hippie-Ära und dem damit verbundenen Spirit. Aber so ganz tot bekommt man diesen dann doch nicht, auch wenn man ein wenig danach suchen muss.

Rund 3 Millionen Touristen kommen jährlich in den kleinsten Bundesstaat Indiens, wo in den 60er Jahren die ersten Hippies feierten und die Trancemusik erfanden. Heute landen in der ehemaligen Hochburg von Peace & Love nur noch internationale Privatjets. An Bord sind vor allem Russen, finanzstarke Investoren und die neue indische Oberschicht.

Doch nun versuchen ein paar junge indische DJs, Goas goldenes Zeitalter wieder aufleben zu lassen. Weil Open-Air-Konzerte nach 22 Uhr verboten sind, organisiert DJ Starling, wie schon sein Vater, nachmittägliche Ravepartys zwischen 16 und 21:55 Uhr; DJ Cacophonix wiederum pflegt die Tradition der Free-Partys im Wald.


(Direktlink)

Die Welt hatte zu Goa letztes erst diesen ausführlichen Artikel, der sich allerdings ein wenig anders ließt: Spirituosen statt Spiritualität – Russendisko in Goa.

1 Kommentar

Zeit für Psy Trance: Protonica – Assorted Waves 1

artworks-000064085490-hv8r7j-t500x500

Nach dem ganzen Geschwofe hier der letzten Tage, kann es auch jetzt ruhig mal richtig fix und trotzdem lässig durch die Hose gehen. Vorne weg: Ich hätte einen Mix der beiden unheimlich gerne im Adventskalender gehabt. Wirklich sehr gerne, aber ich war zu spät, irgendein Radiosender hatte ihnen einen solchen schon vor mir für den selben Zeitraum abgeschwatzt. Passiert, auch wenn man natürlich sackig darüber sein kann. Klar.

Ich kenne Piet und Ralf, die gemeinsam Protonica sind, schon ziemlich lange, wenn auch nur sehr flüchtig. Ich höre mir regelmäßig an, was die beiden so treiben. In den Sommern gebe ich mir mindestens eins ihrer unzähligen Live-Sets, die dann am geilsten sind, wenn die beiden in der brutzelnden Nachmittagssonne spielen, was sie meistens tun. Dann stehst du da unter vollstem Schalldruck und hast mindestens 300 glückselig lächelnde Menschen neben dir, die sich wohl in die akustische Umlaufbahn bewegen und meistens offenbar nur noch physisch anwesend sind. Ich liebe das.

Das ist für mich der Geist des Psy Trance, den ich früher mal so völlig fasziniert aufgesogen habe, der sich aber über die Jahre irgendwie selber den auch falschen Drogen und der damit verbundenen Entwicklung übergeben hat. Wie das halt oft so ist.

Aber hier steckt noch all das drin, was ich damals innig lieben lernte. Ich weiß auch gar nicht, ob es da noch andere gibt, die das so konsequent großartig durchziehen, wie die beiden das, mittlerweile big im internationalen Business, tun. Aber das muss ich auch nicht, mir reichen hin und wieder die Live-Sets der beiden, die ganz bewusst nie im Netz auftauchen. „Weil die Leute dann womöglich nicht mehr zu ihren Gigs kommen würden“, wie Piet letztens meinte. Sich rar halten, für Exklusivität sorgen ist da wohl der Plan.

Aber allzu häufig muss das ja auch gar nicht sein. Wenn dann so eine Bombe wie diese hier auftaucht, weiß ich, dass der ehemalige fast Lebensinhalt irgendwo da draußen noch atmet und das manche den noch leben und vor allem immer noch zelebrieren. Dieser Mix jagt mir hier gerade Gänsehautwellen über den Rücken. Dieser Mix ist unglaublich fucking großartig. Einer dieser Mixe, die auf dem Player einparken und nie wieder runterfliegen, weil es immer wieder mal Momente da draußen gibt, in denen eben nur genau dieser Mix geht. Ihr kennt das. Killer! Boooom! ॐ


(Direktlink)

Tracklist:
01 Protonica – Login
02 Solar Fields – In Motion
03 Lish & Yotopia – Golden Bay (Moonlight Mix)
04 Ghost Rider – Time
05 Astrix – Liquid Gold
06 Lifeforms – Illumination
07 Protonica – Codes (Zen Mechanics Remix)
08 Zentura – Light Mutations
09 Reaky – Katarza
10 Phaxe – Disturbed
11 Phaxe – Presentation

6 Kommentare