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Schlagwort: Punk

Podcast: 40 Jahre Punk – Drei Akkorde reichen für die Weltrevolution

Es ist Sonntag, hier regnet es in Strömen. Beste Voraussetzungen also, sich dem Weg nach draußen zu verweigern, sich noch einen Kaffee zu machen, alle Fünfe grade sein zu lassen und einfach mal diese kurze 5-teilige Podcast-Reihe vom Deutschlandradio Kultur zu hören. Über Punk und über das, was heute davon übrig ist: 40 Jahre Punk – Drei Akkorde reichen für die Weltrevolution.

punks

Teil 1: Musik aus der britischen Desasterzone
„Im Auftakt unserer Wochenreihe geht es um die Vorläufer der Punk-Welle in Großbritannien Mitte der 70er-Jahre. Mit den Sex Pistols, The Clash und The Damned fing sie klein an und löste Großes aus.“
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Teil 2: Wie der Punk Großbritannien eroberte
„Nachdem die Sex Pistols mit der Single „Anarchy in the UK“ bekannt wurden, breitete sich das Punk-Virus im gesamten Vereinigten Königreich aus. So sorgte ein Konzert der Sex Pistols in Manchester für einen ganzen Schwung an neuen Bands.“
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(Direkt-MP3)

Teil 3: Zwischen Links und Rechts
„Während einige Bands ihre Fangemeinde auch in der ultrarechten Szene fanden, stellten sich andere wie „The Clash“ strikt gegen jede Form von Rassismus.“
[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2016/08/17/40_jahre_punk_3_punk_und_politik_drk_20160817_1615_e3eb81be.mp3]
(Direkt-MP3)

Teil 4: Der Richtungsstreit nach dem Urknall
„Wohin soll es eigentlich gehen, wenn das Establishment einmal gestürzt ist? Nach dem Urknall im Jahre 1976 wurde auch der Punk-Szene bald klar, dass nicht alle mit denselben Zielen und Methoden angetreten waren.“
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(Direkt-MP3)

Teil 5: Ein Nachruf auf den Punk
„Vor 40 Jahren schrieben die Punk-Journalisten Tony Parsons und Julie Burchill das Rock-Establishment in Grund und Boden. Heute gehören sie zur neo-nationalistischen Brexit-Fraktion. Zwei von vielen Alt-Punks, die ihre Jugend verraten haben. Zorn, revolutionäre Energie sind passé.“
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(via René)

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Doku: Keine Atempause – Düsseldorf, der Ratinger Hof und die neue Musik

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(Foto: Ralf ZeigermannCC BY-SA 3.0)

Vor zwei Tagen lief im WDR Oliver Schwabes Doku Keine Atempause – Düsseldorf, der Ratinger Hof und die neue Musik, die sich der musikalischen Umtriebe im und um dem Ratinger Hof in Düsseldorf widmet, die später auch für das ganze Land nicht unwichtig bleiben sollten. Hier in der ARD-Mediathek. TV-Wiederholung am Soonntag, 02:26 Uhr.

Der Film von Oliver Schwabe ist die erste umfassende Dokumentation dieser Zeit. Campino erinnert sich an seine erste Band ZK, mit der er nicht wirklich einen Plan verfolgte. Harry Rag gab vor eine Band zu haben, die aber gar nicht existierte. Bis er plötzlich mit S.Y.P.H. ein Konzert spielen sollte. Gabi Delgado gründete DAF und wollte Körpermusik machen, Peter Hein fing an zu singen, weil er nicht Bassspielen konnte und Martina Weith stand als Frau ‚ihren Mann‘ in einer von Jungs dominierten Szene.

Die Kunststudenten der Akademie schauen gespannt auf die wilde Szene und Kurt Dahlke von Der Plan forderte, es müsse „mehr Kunst in die Musik und mehr Musik in die Kunst.“

Aber schon 1979 zerbricht die kleine Szene in der Altstadt wieder, vielleicht auch, weil die sogenannte Neue Deutsche Welle die Musik aus Düsseldorf kopiert und plötzlich Hubert Kah, Frl. Menke und Nena die Hitparaden bevölkerten.

Gabi Delgado zog es mit DAF nach London und startete dort eine internationale Karriere. Fehlfarben landeten mit „Ein Jahr (Es geht voran)“ einen Hit, als Sänger Peter Hein schon ausgestiegen war. Andere Bands lösten sich auf. Und aus ZK wurden Die Toten Hosen, mittlerweile Deutschlands erfolgreichste Rockband.

„Keine Atempause“ dokumentiert mit bisher unveröffentlichten Archivaufnahmen, Musik und zahlreichen Interviews den Sound aus Düsseldorf, der die Deutsche Musikszene bis heute beeinflusst.

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Eine Punkerkutte in Japan

Mein alter Punkerkumpel Jensen ist gerade für ein paar Tage in Japan unterwegs und hat in irgendeinem Shop in Hiroshima diese merkwürdige Bomberjacke gefunden, die wohl für den geneigten Nachwuchspunker gedacht ist. Das Emblem der SS neben einem Hakenkreuz, dem Sinnspruch das nur Anarchisten schön wären und – tja nun – einem Porträt von Karl Marx. Und jetzt weiß ich es auch nicht. Das mit den Nähten muss wohl so.

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AfD scheitert mit Verbotsantrag gegen Slime-Auftritt in Hamburg

Seit Jahren spielen die Alt-Punker von Slime auf dem Hamburger Hafengeburtstag. In diesem Jahr wollte das die AfD verhindern und stellte vor der Hamburger Bürgschaft einen Verbotsantrag, der sich gegen einen Auftritt von Slime aussprach. Die Band sei „zu linksextrem“ und so. Dieser wurde nun mit 98 zu fünf Stimmen von der Bürgschaft abgelehnt. Slime werden spielen.

In ihrem Antrag bezieht sich die Bürgerschaftsfraktion der Rechtspopulisten auf zwei alte Songs der Punk-Urgesteine: „Wir wollen keine Bullenschweine“ und „Deutschland muss sterben“, beide von 1980. Wobei sich die AfD-Politiker anscheinend im Vorfeld nicht richtig informiert haben, denn über beide Songs ist schon lange gerichtlich entschieden: „Bullenschweine“ ist seit 2011 indiziert und wird von der Band nicht mehr gespielt. Und „Deutschland“ wurde vom Bundesverfassungsgericht schon im Jahr 2000 als Kunst im Sinne des Grundgesetzes eingestuft.

Offenbar hat die AfD ein sehr eigenes Verständnis von dem, was Kunst darf und was eben lieber doch nicht. Westliche Werte nach dem Gusto der AfD. Vielleicht fußt dieses ja auch ein bisschen auf dem letzten Song, den Slime unter anderem an die AfD adressiert hat: Sie wollen wieder schießen dürfen.


(Direktlink)

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Flake, der „Tastenficker“ von Rammstein, im Interview: „Ich habe wochenlang geflennt“

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Ich mag die Musik von Rammstein nicht – so gar nicht. Aber ich mag das, was ich von und über Christian „Flake“ Lorenz in den letzten Jahren hören und lesen konnte. Sein Buch, „Der Tastenficker“, gibt es mittlerweile auch als Hörbuch und die ehemalige „Märkische Volksstimme“ hat ihn zum Interview geladen. Ich such mal eben das Hörbuch dazu. Denn das will ich hören.

MAZ: Sind Sie Punk geblieben?

Lorenz: Ich versuche, die Punk-Idee in manchen Bereichen zu leben, aber nicht in der Band. Das geht nicht mehr. Wenn wir auf Tour gehen, fahren 20 Trucks hinterher. Rammstein ist ein schwerfälliger Koloss verglichen mit Feeling B. Wenn vor uns eine Band mit drei Jungs auf die Bühne geht und das Stadion rockt, stünden wir genauso dumm da wie früher die Ostrockbands.

MAZ: Sie identifizieren sich also noch mit dem Punk von früher.

Lorenz: Ja, und deshalb verstehe ich auch die Punks von heute, die sagen – ach nee, diese ganze Inszenierung bei Rammstein, das will ich nicht.

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Malcolm McLarens Sohn will Punk-Devotionalien im Wert von £5 Millionen verbrennen

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(Foto: Taro Taylor • CC BY 2.0)

Joseph Corré, Sohn vom Sex-Pistols-Manager Malcolm McLaren und Viviane Westwood, will als Protest gegen den Ausverkauf des Punks im November seine Sammlung aus Punk-Me­mo­ra­bi­li­en verbrennen. Diese hat wohl einen Wert von fünf Millionen Pfund.

Corré geht es offenbar auf den Sack, dass die britische Gesellschaft Punk zum Konsens gemacht hat und sich gar die Politik mit diesem schmückt. Er will gegen den „Geburtstag des Punk“ protestieren, für den anlässlich des 40-jährigen Jubiläum der ersten Sex-Pistols-Single „Anarchy in the U.K.“ Festlichkeiten in UK geplant sind, die sowohl vom Staat als auch von Unternehmen unterstützt werden.

“The Queen giving 2016, the year of punk, her official blessing is the most frightening thing I’ve ever heard. Talk about alternative and punk culture being appropriated by the mainstream. Rather than a movement for change, punk has become like a fucking museum piece or a tribute act.”

Dass der Punk mittlerweile einige seiner Kinder gefressen hat, ist nichts Neues, weshalb die Aktion in der Tat auch locker schon ein paar Jahre früher hätte stattfinden können. Andererseits ein gut gewählter Zeitpunkt – denn welcher Punk glaubte damals schon daran, überhaupt noch 40 Jahre älter zu werden?
(via Tanith)

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Die Kassierer für den ESC

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Ich hatte heute nicht so wirklich Zeit für irgendwas, deshalb Kurzfassung: Xavier Naidoo soll nun doch nicht für die BRD GmbH beim ESC antreten. Puh. Bisher gibt es keinen offiziellen Nachfolger, aber die Kassierer haben sich gestern nach Druck und den damit verbundenen Erwartungshaltungen von außen jetzt auch selber ins Spiel gebracht.

Ich finde, das ist durchaus unterstützenswert. Zumindest so lange, wie die Lokalmatadore keine Avancen machen, das Dingens da nach Deutschland zu holen.

„In der Branche gibt es ein eindeutiges Signal: „Wendland übernehmen Sie“ und deshalb werden die Kassierer alles dafür tun, um Deutschland beim European Song Contest 2016 in Stockholm zu vertreten. Nach den Pleiten der vergangenen Jahre sind wir uns sicher, auch auf eine Internationalen Bühne punkten zu können. Wir haben eine ausgefeilte Bühnenshow und beherrschen perfekt die unterschiedlichsten Musikstile. Wir streben natürlich den ersten Platz an, versprechen jedoch, unter die ersten zehn zu kommen. Wir sind uns sicher, den Schlagersänger Xavier Naidoo schlagen zu können, der für das Deutsche Reich antreten wird und sich mit Österreich ein spannendes Rennen um den letzten Platz liefern wird. Wir treten gegen Xavier Naidoo an.

Natürlich sind wir auch bereit, die Zuschauer über unseren Beitrag für Stockholm abstimmen zu lassen. Zur Zeit entwickeln wir mehrere Stücke mit ausgesprochenen Smashhit-Qualitäten, darunter ein flottes Diskostück, zu dem wir als mongolische Reiter verkleidet auftreten werden.

Wir haben der ARD nun ein Angebot gemacht, das sie nicht ablehnen kann und bereiten uns nun darauf vor, unsere Dankesrede nach dem ESC-Gewinn auf Schwedisch halten zu können.

Wolfgang Wendland, Die Kassierer“

Eine Petition dafür gibt es natürlich auch. Am Ende fährt sonst noch die Fischer Helene. Grusel.

Dass das Bier nie alle sein mag.


(Direktlink, via Christian)

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Podcast: Wie die Punks von früher alt geworden sind

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(Foto: Desmodromico)

Supergutes Feature vom Zündfunk auf BR2. Punk ist tot. Und wir Alten sind Mitschuld daran. Deal with it.

Ich finde es ja heute sehr punk, wenn Punks beim großen gelben M essen gehen. Weil sie genau das tun, was keiner von ihnen erwarten würden. Punks halt. Aber CDU wählen? Nein danke. Das ist dann selbst mir zuviel der heute verschobenen Definition von Punk.

Punk in den siebziger und frühen achtziger Jahren. Irokesen, Sicherheitsnadel durch die Backe, ein dahingespucktes „No Future“: die aufbegehrende Jugend gegen ein selbstzufrieden gewordenes Bürgertum. Eine Zeitlang die beste und wildeste Musik der Welt. Pop, Punk und Politik. Mode und Verzweiflung. Und heute: Punk ist tot! Oder braucht er einen Gehstock? Muss man ihm über die Straße helfen? Was ist aus den wilden Jungen und Mädchen, den RebellInnen von damals hier in Deutschland geworden?

[audio:http://cdn-storage.br.de/MUJIuUOVBwQIbtChb6OHu7ODifWH_-bP/_AES/5yNg5-4H/151017_1905_Zuendfunk_Wie-die-Punks-von-frueher-alt-geworden-sind.mp3]
(Direktlink)

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Durch die Straßen marodierende Minions

Die YouTuber von Programa Pânico haben eine Clique trollender Minions, die sie durch die Straßen marodieren lassen. Wie immer, bei versteckter Kamera, ist das nicht für alle Beteiligten amüsant.

Im ersten Clip geht es diesbezüglich auch ganz schön zur Sache, weshalb ich mir den spare. Der zweite Teil aber bringt auch den getrollten Skatern einiges an Spaß.

Minions in echt: kleine garstige Trolle. Punks.


(Direktlink)

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