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Schlagwort: Social Media

Zur Fahndung ausgeschriebener Teenie bittet auf Facebook darum, dafür doch bitte ein anderes Foto von ihr zu benutzen

Die 18-jährige Amy S. wurde irgendwann letzte Woche im australischen Sydney festgenommen. Keine Ahnung, warum genau. Dabei wurden von ihr Mugshots aufgenommen. Etwas später ging sie der zuständigen Polizeistation stiften, war ausgebüxt. Die Polizeistation hat daraufhin einen Beitrag mit den von ihr gemachten Fotos auf Facebook veröffentlicht und die mitlesende Bevölkerung darum gebeten, bei der Fahndung nach ihr zu helfen.

Soweit, so normal.

Dann aber bat Amy S. auf Facebook in dem ersten Kommentar unter dem Fahndungsaufruf darum, doch bitte schön ein anderes Foto von ihr dafür zu benutzen und hängte dieses gleich mal eben mit an.

amys

Internet, ey!

Mittlerweile wurde sie erneut in Gewahrsam genommen. Ihre Bitte darum, das Fahndungsfoto anzupassen hatte damit womöglich nur ein bisschen was zu tun.

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Wenn du glaubst, den Instagram-Account eines Amokläufers an die Polizei zu melden

Lesenswerter Thread auf reddit, bei dem baudusau ursprünglich davon ausging, den Instagram-Account des Münchener Amokläufers David S. aufgespürt zu haben, was sich später als falsch erwies.

Das daraufhin folgende Rumgeklicke verunsicherte baudusau allerdings so sehr, dass kurzerhand 110 gewählt wurde. (Wobei ich natürlich gerade nicht wissen kann, inwiefern diese Story so der Wahrheit entspricht.)

Bildschirmfoto 2016-07-25 um 19.42.31

Ich sehe grade, dass jetzt in dem Profil steht „I knew David S. From munich“
Unter seinen Fotos findet man das hier von vor 4 Tagen: https://i.imgur.com/3hTWqoB.png [RES ignored duplicate link]
Außerdem muss er mich manuell hinzugefügt haben heute.
U.A. auch diese Sprüche in seinem Profil: „In ϟociety nobody detects my psychopathy. ?Eric Harris Edits, bombs & more killer stuff“

Edit: Das muss jemand anders sein, aber er ist ein Deutscher. Langsam bekomm ich Schiss. Seine Freunde haben alle Instagram Profile mit x Bildern zu Amokläufern, besonders Columbine.

Edit2: Ich habe dann auf Anraten hier einfach die 110 gewählt. Die haben mir die Nummer meiner lokalen Dienststelle gegeben. Denen habe ich dann die Lage geschildert, die Frau am Telefon klang aber ziemlich hilflos. Sie hätten keinen freien Rechner auf dem Instagram nicht gesperrt ist, weswegen sie mir eine Streife vorbei schicken würde. Dann hat sie nochmal einen Kollegen gefragt, worauf hin sie meinte, dass sie jetzt das LKA schicken.

Bei mir kam dann die Kripo an und zwar drei absolute Schränke, die eher wie Boxer aussahen und schon beim Reinkommen ein wenig aggressiv wirkten und dachten ich wolle sie verarschen und wieso ich nachts noch anrufe.

Ich hab ihnen dann erstmal die Bilder gezeigt, woraufhin sie deutlich freundlicher wurden. Der Obertyp von denen meine dann direkt er muss telefonieren und ist raus gegangen, währenddessen wurde sehr schnell klar, dass die beiden anderen absolut keine Ahnung von Internet oder Computer haben. Waren aber sichtlich schockiert über die Bilder, die auf dem Instagram Acc waren. Dort sieht man Videos von selbstgebauten Bomben, Rohrbomben, Waffen und jede Menge Bilder von den Columbine Attentätern, die er anscheind vergöttert. Auch ein Bild, das zeigt, dass er ordnerweise Fotos von den Columbine Attentätern sammelt. Naja, ich musste denen dann meine Nummer und Email geben und morgen kommt entweder der Staatsschutz oder das LKA mit Experten zu mir… Und eigentlich wollte ich eben pennen gehen…

Edit3: Montag 12:54 Uhr. Bei mir hat sich bisher keiner gemeldet.

Edit4: Es ist jetzt 18:24 Uhr und drei Mal dürft ihr raten, was passiert ist. Nichts. Nachdem man mir gestern versichert hat, dass man sich heute bei mir meldet… Ich glaube auch nicht mehr, dass heute noch was kommt. Ich denke ich habe auch rausgefunden, auf welche Schule der Typ geht. Habe mich jetzt mit der Frau meines Bruders besprochen, sie ist Richterin, und ich werde morgen früh nochmal anrufen und nachfragen und wenn das nichts bringt, rufe ich morgen beim LKA BW an.

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Ein Baumarkt und Werner und der Kundendienst

Hier draußen wissen wir natürlich alle, dass der Kundendienst-Account auf Facebook nichts anderes tut, als sich in Konversationen zu klemmen, die irgendwelche Kunden mit irgendwelchen Unternehmen starten, um irgendwelche Dinge zu klären. Nur so zum Spaß. Auf Facebook selber scheint sich das noch nicht ganz rumgesprochen zu haben und so hat es jetzt Werner erwischt, der am Ende nie wieder in einen bestimmten Baumarkt gehen will. „Ergibt ja auch keinen Sinn mehr.“

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Über das hier – und icke

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Ich habe mich letzte Woche mit Luise getroffen. Wir hatten Kaffee und eine gute Zeit. Luise schreibt für die MAZ, die meine Eltern im Abo hatten, als sie noch „Märkische Volksstimme“ hieß und von allen „Mäckerstimme“ genannt wurde. Wir sprachen über das, was ich hier so mache: Blog als Schatzkiste und Ventil – Das ist der Kopf hinter „Kraftfuttermischwerk“. Der Text hat zwei-drei Fehler, aber das ist nicht weiter schlimm. Zum einen heißt es bei mir immer noch „das Blog“, zum anderen brauche ich zum Musikmachen nicht „Kopf und Geld“ sondern „Kopf und Zeit“ und auf Facebook moderiere ich anders als hier nichts. Dort blockiere ich jene, die bedrohen und beleidigen. Hier kommen die nicht mehr durch.

Denn ganz am Anfang von „Kraftfuttermischwerk“ stand ein Bandprojekt. Kraak hatte damals noch drei Freunde an Bord, die, wie er auch, in Teltow aufgewachsen sind. Ihrem Projekt wollten sie ein bisschen heimische Identität verleihen und benannten es deshalb nach dem ehemaligen DDR-Kombinat „Kraftfuttermischwerk“, das in Teltow ansässig war. Kraak hatte damals in Teltow eine große Wohnung, die er zum Teil in ein richtiges Studio verwandelte. Dort probten, mixten und improvisierten die Jungs eine Weile ihre House- und Downbeats-Musik. Als das Gemeinschaftsprojekt irgendwann auseinander brach, machte Kraak alleine weiter.

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Anonymous.Kollektiv auf Facebook offline

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Die unsägliche und hier schon mehrfach beschriebene Fanseite von Anonymous.Kollektiv ging heute Nachmittag offline. Zuvor hatte der Focus über die mögliche Identifizierung des Betreibers geschrieben. Der dort genannte Name stand schon des Öfteren im Fokus der Berichterstattungen, weshalb einige von den Bericht erstattenden Unterlassungsklagen ins ihre Häuser bzw. Redaktionen geschickt bekamen. Ich hatte diesen Namen hier deshalb immer vermieden. Ob das alles noch irgendwie juristische Nachspiele haben wird, kann ich nicht sagen, dass die hetzende und immer wieder Falschmeldungen bringende Fanseite von Anonymous.Kollektiv bei Facebook aktuell nicht zu erreichen ist, hingegen schon. Mal gucken, ob das so bleibt. Derweil macht der Betreiber es sich auf dem russischen Social Network VK gemütlich, was die Hetze und Lügen sicher nicht geringer werden lässt.

Ob Facebook für die Löschung verantwortlich ist oder der Betreiber selber den Stecker gezogen hat, ist bisher noch unklar. Für beide Varianten gäbe es Gründe. Zum einen waren einige der dort verbreiteten Inhalte juristisch zumindest durchaus fragwürdig, was für eine Löschung durch FB sprechen würde. Zum anderen aber würde es in das mitunter profilneurotische Getue des Betreibers passen, die Seite selber vom Netz zu nehmen, um sich weiterhin und noch intensiver dem Opfermythos hingeben zu können. „Zensur“ und so.

„Anonymous.Kollektiv“ war ein Forum für Islamfeinde und Flüchtlingshasser. Asylsuchende wurden als „notgeile, pädokriminelle Migranten-Rotte“ oder „Gelumpe“ betitelt. Die nun gelöschte Facebook-Seite warb außerdem für einen Online-Shop, der Pistolen und Gewehre für Hartgummi-Munition verkaufte und zu Gewalt gegen Flüchtlinge aufrief.

Für ihren Namen bediente sich die Seite bei der Hacker-Gruppe „Anonymous“. Mitglieder der Gruppe haben sich längst von der Hetz-Seite distanziert. Die Facebookseite „Anonymous.Kollektiv“ war in der Vergangenheit bereits zwischenzeitlich offline. Im März dieses Jahres hatte sie ihren Betrieb aber wieder aufgenommen.
(via Süddeutsche)

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Die AfD Hamburg, ihr Social Media Team und Slime beim Hafengeburtstag

Am letzten Wochenende feierte Hamburg seinen Hafengeburtstag. Mit am Start waren Slime. Die AfD wollte das nicht, stellte einen Verbotsantrag, dem nicht stattgegeben wurde. Slime traten auf und die AfD versuchte das alles in Worte zu fassen, was ja an sich kein Ding ist. Schreibt man halt einen Facebook-Eintrag, wenn man schon kein Blog hat.

Allerdings blieb es nicht bei einem Eintrag. Also schon, aber der wurde halt in kurzer Zeit gute 9 Mal auch inhaltlich relevant abgeändert. Bisomratte hat das mal zeitlich aufgefangen und dokumentiert. Brüller!

6. Mai, 21:00 Uhr – Ursprungstext

Linksextremistischer Pöbel hetzt gegen die ‪#‎AfD.

Die Band ‪#‎Slime stimmt verunglimpfende Gesänge an, wohl wissend das sie von den anwesenden linken ‪#‎Extremisten vervollständigt werden. Und das alles wird beim 827. ‪#‎Hafengeburtstag vom Senat unterstützt.

Es ist eine politische Instinktlosigkeit sondergleichen, dass die Freie und Hansestadt Hamburg (FHH) einer derartigen Band die Verbreitung ihres verrohten, antidemokratischen Liedgutes auf einer Bühne im Rahmen eines der eindrucksvollsten Feste dieser Stadt gestattet.

Drei Tage später und nach etlichem hin und her wurde dann:

9. Mai, 12:12 Uhr –Neunte (und bisher letzte bekannte) Sitzung zur Änderung des Textes

„Wer hat hier meinen Text geändert?“

„Nein, keine Ahnung, weiß ich nicht, wer ist Slime, worum geht’s?“

„Wir sind wahre Demokraten, der Text muss geändert werden“ „So nicht! Da muss wieder mehr Wums rein. Wo ist Slime?“

Der Text wird zum neuten Mal geändert:

Aus:

„Doch was wir hier auf dem Hafengeburtstag an künstlerischen Darbietungen gesehen haben, ist merkwürdig: Wir dachten, auf so einem Fest geht es nicht um Hass?“

wird:

„Doch was wir hier auf dem Hafengeburtstag an so manchen künstlerischen Darbietungen gesehen haben, ist merkwürdig: Wir dachten, auf so einem eigentlich friedlichen Fest geht es nicht um Hass?“

Neuer Text:

Die AfD ist für die Freiheit der Kunst und freie Meinungsäußerung – auch wenn diese gegen uns gerichtet ist, oder uns nicht gefällt. Das war so und wird immer so bleiben.

Doch was wir hier auf dem Hafengeburtstag an so manchen künstlerischen Darbietungen gesehen haben, ist merkwürdig: Wir dachten, auf so einem eigentlich friedlichen Fest geht es nicht um Hass?

Wir fragen euch: Warum hasst ihr die AfD und nicht etwa die FDP oder die Grünen oder die SPD? Warum nicht etwa Merkels verkorkste Europolitik? Oder Merkels Türkei-Deal, der das Flüchtlingselend kein Deut verbessert?

Wir sind gespannt auf sinnvolle Antworten!

Weiß eigentlich irgendwer, ob Slime überhaupt gespielt haben, als dieses Video aufgenommen wurde (ernstgemeinte Frage)? Die wussten es wohl auch nicht so ganz genau.

Aber egal, hier der komplette Bearbeitungsverlauf:

AfD-Slime_Hamburg1

Und Nachfragen zu diesem Fauxpax:

Bildschirmfoto 2016-05-11 um 00.11.40 Kopie
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