Daumenkino trifft es nicht ganz, weil die „Perpetual Vandal Boxes“ von Parse/Error und NeurOne auch ganz ohne Daumen funktionieren. Das Prinzip aber ist ein ähnliches. Und weil Street Art um ihrer Selbstwillen immer ein dynamischer und nie endender Prozess ist, laufen die Bilder in der Box auch in Endlosschleife.
Neulich der Trailer vom Training, hier nun die „Graffiti Olympics“ der 1UP Crew, die sich dafür in Athen rumgetrieben haben. „Graffiti went Olympic and we proudly present the “Drone Video” filmed in Athens 2018 by Selina. Start your training and be ready next year!“
Die Initiative Platz Da stellt für ihre „Banküberfälle“ Holzbänke auf öffentliche Plätze, an denen es vorher keine Sitzgelegenheiten gab. Das soll die Qualität des Aufenthalts im öffentlichen Raum erhöhen. So wie hier im letzten Jahr auf dem Marktplatz in Hannover-Linden.
Am vergangenen Wochenende staunten die Menschen in Linden nicht schlecht. Es gab es einen Bank-Überfall. Allerdings nicht so wie ihr denkt…
Es wurde keine Bank überfallen, sondern — wie sollen wir sagen — eher irgendwie und irgendwann eine Bank „fallen gelassen“.
Im U-Bahnhof Kottbusser Tor wurden vor einiger Zeit ein paar Sitzbänke abgeschraubt, so das es dort keine Sitzmöglichkeiten für jene gibt, die auf die Bahnen warten. Schon vor ein paar Wochen ging auf Twitter die Vermutung rum, dass die BVG diese Bänke gezielt abgebaut hat, um Wohnungslose so daran zu hindern, dort schlafen zu können. Die BVG dementierte das und erklärte, dass die Bänke lediglich zu Reparaturzwecken abgebaut wurden und bald wieder da sind.
Die Berliner TOY-Crew hat der BVG jetzt mal gezeigt, dass auch Bänke, die in der Reparatur sind, kein Grund sein müssen, die Leute nicht mehr im Sitzen auf die Bahn warten zu lassen. So haben sie sich Zugang zu Betriebsräumen der BVG verschafft, ein paar Stühle mitgenommen und kurzerhand als Ersatz für die Bänke im Bahnhof aufgestellt.
Als Zeichen des Protestes haben Gentrifizierungsgegner in Berlin Wedding schon vor längerer Zeit die Fassade eines Neubaus mit Farbballons und Farbfeuerlöschern umgestaltet. Der dafür angegebene Grund: in dem Haus werden wohl völlig überteuerte Appartements für Studenten vermietet. „Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum für alle!“
Mal was anderes, dessen Ausgang durchaus interessant sein könnte: Der Schweizer Graffiti-Künstler Adrian Falkner, bekannt unter dem Künstlernamen Smash 137, hat aktuell den US-Autokonzern General Motors verklagt. Der Autobauer habe ohne seine Zustimmung eines seiner Bilder zu Werbezwecken benutzt. Falkner verlangt finanzielle Genugtuung.
Im Jahr 2014 besprühte Falkner in Detroit eine Wand auf dem Dach einer Parkgarage. General Motors hat für eine Kampagne im Jahr 2016 einen Cadillac vor dem Motiv geparkt und mit einer Fotografie davon für ein Auto geworben. Das missfällt Falkner, der nicht um Einwilligung gebeten wurde. Er wirft General Motors vor, seine Kunst „ausgebeutet“ und seinen Ruf beschädigt zu haben.
Falkner fordert Schadensersatz. General Motors habe die Kunst des Schweizers dazu benutzt, ein junges, urbanes und cooles Image zu kreieren, heisst es. Ausserdem hätte es dazu gedient, den Absatz des 314 PS starken Boliden zu beflügeln. Denn die Werbung lief nicht nur im Netz. Die Kampagne wurde auch von autorisierten Cadillac-Händlern weiterverbreitet.
Ein Kurzfilm, der einen Einblick in das Leben und Schaffen von Ronald ‚Riskie‘ Brent zeigt. Riskie ist in Compton, Kalifornien, aufgewachsen, wurde dort zum Streetart-Künstler und ist heute für die bekanntesten Album-Cover des HipHop-Labels Death Row Records verantwortlich.
A street artist raised in Compton, CA during the city’s most violent years, Ronald ‚Riskie‘ Brent had an unwavering determination that landed him a job at Death Row Records. Little did he know at the time that he would go on to create the most iconic album artwork in hip hop history. Never known to the public, Riskie speaks out for the first time.
Grundsätzlich mag ich an Graffiti gerade die Vergänglichkeit, kann aber auch diesem Projekt etwas abgewinnen.
Brandan „Bmike“ Odums got his intro to street art in an abandoned housing project in New Orleans. He started there and kept returning there, amassing a collection of graffiti paintings on the walls. When the building was torn down, they cut out Brandan’s work where it is now on display.
(Direktlink, via https://uncrate.com/video/eternal-graffiti/)
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