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Teaser: „Bar 25 – Der Film“, mit Selbstbeteiligung

Was vielleicht mal als hippes Nischenprojekt geplant war, strandete im vollendenten Pop. Denn das war sie, die Bar 25 als sie dann die Pforten schließen musste: Pop. Wohl auch deshalb will man sie nun auch noch mit einem Film in Erinnerung halten. Wahrscheinlich gar mehr als das. Es wäre nicht der erste Film, der über einen Klub nach dessen Schließung gemacht werden würde, auch wenn speziell ich ihn nicht brauche. Nur es fehlt am nötigen Kleingeld für dieses Projekt. Inkubato sucht deshalb Leute, die bereit sind für ein derartiges Projekt zu spenden. 4% der benötigten 25.000 Euro haben sie zusammen und wollen mehr.

„Bar25 – Der Film“ ist ein Liebeslied an einen vergangenen Ort im Herzen Berlins. Er beschreibt das Lebensgefühl einer freien Gemeinschaft, die mit Musik, Kreativität, Eigensinn und unermüdlicher Energie eine Brache an der Spree in ein fantasievolles Wunderland verwandelte, das in der Welt seines Gleichen sucht. Fernab gesellschaftlicher Konventionen und mit einem eigenen Gefühl für die Zeit. Zwischen Hautnah und Gänsehaut, zwischen Dunkel und Stroboskop begleiten wir unsere Protagonisten vom Kopfkissen bis in den nächsten Tag.
250 Stunden atemberaubendes und emotionsgeladenes Filmmaterial aus sieben Jahren liegen vor uns und warten darauf verarbeitet zu werden. Nun sichten, digitalisieren, schneiden, vertonen, farbkorrigieren, lizensieren und belichten wir. Wir wollen den Film jetzt herstellen, damit wir ihn im kommenden Jahr auf den Film Festivals dieser Welt und vor allen Dingen Euch zeigen können.

Ich werde den Teufel tun und dafür Geld ausgeben, aber wer es mag: bitte schön. Ich guck mir den Film dann auch mal an. Im Sommer.


(Direktlink, via Wirreswirken)

5 Kommentare

  1. Rave On!23. Oktober 2010 at 03:50

    Teaser-Zitat: „Was? Das ist das letzte Mal? Für immer? Können wir noch irgendwas dagegen tun?“

    Nö, denn ansonsten würden ja zeitlich begrenzte Pacht- oder Mietverträge für den Eigentümer ihren Sinn und für den Veranstalter oder die Besucher ihren Reiz verlieren.

    Wir seh’n uns beim nächsten Rave! Dort irgendwo…

    P.S.: Lustig auch, wer dann alles so das Thema „Mediaspree versenken!“ plötzlich für sich entdeckte… Egal…

  2. Fred23. Oktober 2010 at 12:52

    Stimme Dir zu. Das ist schon alles etwas außer Maß geraten. Wer mal in den letzten zwei Jahren dort war, weiß, dass die Entwicklung aus „dem Untergrund“ in die öffentliche Wahrnehmung als „Erwachsenenspielplatz“ der Sache an sich nicht unbedingt gut getan hat. Das ist kein Vorwurf an direkt Beteiligte oder an die angelockten Gäste. Die einen können nichts für ihre Popularität, die anderen nichts für ihre Neugier und das unbedingte Dabeiseinwollen, wenn was tolles neues durchstartet. Sondern eher an die zu wohl bekannte Maschinerie der Beobachtungsprofis, die jede Besonderheit in ihrer Nische aufspürt, ausweidet und herumreicht. Siehe Berghain.

    Und wiederum über diese Mechanismen der Popularisierung jammern finde ich auch doof. Einen Film braucht es aber wirklich nicht. Genug gefeiert.

  3. xyz12323. Oktober 2010 at 16:48

    Na ich weiß nicht so recht – irgendwie find ichs ja ganz gut so einen Film zu machen, aber ich denke die Bar-Kommune hat genug Schotter abgesahnt, um den Film auch selber zu finanzieren. http://markenboykott.wikia.com/wiki/Adidas

  4. Sam Oath24. Oktober 2010 at 14:54

    wird in der doku auch die rede vom tollen „lebensgefühl“ vorm eingang an der bar sein, wo einem von ihrer relevanz enorm überzeugte proleten-bouncer entweder „hautnah“ kamen oder einem ein ganz „eigenes gefühl von zeit“ vermittelten? wird auch protokolliert, wie manche leute, die dort arbeiteten, von smoothen coolen typen zu verdrogt-verstrahlten sozialverpeilern wurden? frag‘ ja nur…

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