Coca Cola Wholecar

Interessante Arbeit von Moses & Taps, die in Hamburg einen Wagon gecocacolat haben. Interessant deshalb, weil manche sich gerne an großflächigen Graffitis auf Bahnen stören, wohin es über mit Werbung vollgeklebten Wagons kaum oder keine Kritik gibt. Das nimmt man halt so hin. Kontroverse Kiste, auch in den Kommentaren.

Könnte allerdings auch „Coca CoCa“ heißen, was die ganze Sache noch auf ein ganz anderes Level heben würde.

Auffällige Werbung eines bekannten Zuckerwasser Fabrikanten ;) #Hamburg #SBahn #Graffiti via http://ahoihamburg.net

Posted by Ahoi Hamburg on Sonntag, 15. November 2015

(via Urbanshit)

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Kommentare: 20

  1. Ronny 15. November 2015 at 13:37  zitieren  antworten

    Bo,
    Nein, ist es nicht. Das mag auf den Besitzer zutreffen, nicht aber für den Betrachter, der wird sich eben nur wenig an Werbung stören.

  2. Ronny,
    Als Betrachter weiß man, dass Werbung die Fahrtkosten für die Benutzer senkt, wohingegen Graffiti die Fahrtkosten für die Benutzer erhöht.

  3. Bo 15. November 2015 at 13:43  zitieren  antworten

    Ronny,

    Weil Werbung eben nicht so nach Sachbeschädigung schreit, wie es Graffiti oft tun.

  4. Bo 15. November 2015 at 13:46  zitieren  antworten

    Tobi,

    Das ist aber bei Graffiti genauso. Du kannst ja dein Auto oder dein Haus in der Regel so gestalten, wie du das willst. Ganz egal, ob du nun Werbung oder irgendwelche Tags, Bombings oder Character drauf packst. Das sieht dann auch jeder – egal ob es ihm gefällt.

  5. Bo,

    Ja, rechtlich gesehen hast du recht, das greift aber zu kurz und um die Frage wem gehört was bzw. dürfen die das, geht es eben gerade nicht ausschließlich. Ich will nicht in einer Welt leben in der der gesamte öffentliche Raum privatisiert ist und die äußere Erscheinung ausschließlich durch Besitzhalter und deren kommerziellen Interessen bestimmt wird. Ohne die jenigen die diese rechtlichen Grenzen nicht bewusst verlassen hätten, würden auch viele Grundbesitzer und Werbenden die Stadt heute an vielen Stellen anders gestalten d.h. der Einfluss der Graffiti und Streetartszene ist für Berlin und andere Städt identitätsstiftend und findet sich mittlerweile überall wieder auch in ganz legaler Form, die aber ohne die illegalisierte Kunst so nicht vorhanden wäre.

  6. Bo 15. November 2015 at 14:05  zitieren  antworten

    Niels,

    Aber wann ist es denn Kunst? Ich kenne 100 Graffiti-Kunstwerke, die grandios aussehen und 1000, die einfach nur schrecklich sind! Wenn jeder einfach alles überall hin schmiert, haben wir vermutlich auch nichts davon.

    Irgendwie muss ja geregelt werden, was wo gemacht werden darf. Ich bin durchaus für Graffiti. Aber bitte nicht wahllos jede Schmiererei. Gutes Graffiti kann ein Stadtviertel durchaus bereichern. Aber irgendwelches Möchtegern-Ganggeschmiere, rechte Parolen, „ich war hier“ nametags und Co. sind da aber so gar nicht förderlich.

    Die Telekom bietet ja aktuell bspw die Möglichkeit, sich für einen Verteilerkasten anzumelden. Man gibt kurz an, was man machen will und darf die Teile dann ganz legal verschönern. Andere Städte bieten Graffiti-Kurse, bei denen auch ganz offiziell Mauern und Co verschönert werden. Möglichkeiten gibt es also.

  7. civ31:
    @Volkmar
    Deine Argumentation ist die selbe wie: „Wenn wir keine Asylbewerber hätten, würden unsere Hartz4 Empfänger/ Geringverdiener/ Steuerzahler mehr Geld bekommen..“

    Nein, ist sie nicht. Die Unterstützung für Asylbewerber kommt aus einem völlig anderen Topf als Hartz IV. Außerdem: Politisch Verfolgte haben ein Grundrecht auf Asyl, Graffitisprayer dagegen kein Grundrecht, fremde U-Bahn-Wagen sprayen zu dürfen. Wenn also etwas hinkt, dann eher Dein Vergleich.

    civ31:
    Glaubst Du wirklich, dass ein Betreiber öffentlichen Nahverkehrs, bei Null Graffiti die Fahrpreise senken würde? Das sind alles GmbHs, also gewinnorientierte Unternehmen, oder kennst Du einen e.V. oder eine gGmbH darunter?

    Wer redet von senken? Nicht erhöhen würde schon ausreichen. Laut tagesspiegel.de kostet die Reinigung 6400-8000 Euro je gesprayter U-Bahn der BVG. Das Geld muss irgendwo herkommen…

  8. Volkmar,

    „Laut tagesspiegel.de kostet die Reinigung 6400-8000 Euro je gesprayter U-Bahn der BVG.“

    Ich denke das sind die Angaben der BVG selbst. Was wird der Arbeitslohn für 2 Putzkräfte + Reinigungsmittel wirklich kosten? Und den Ausfall der Bahn kann man einfach dahingehend optimieren, das alle Bahnen hin und wieder gereinigt und gewartet werden müssen. Und das wird die BVG auch genau so handhaben.

  9. Harry 16. November 2015 at 21:04  zitieren  antworten

    Bo,

    Pssst,

    Ich finde, dass sich die Frage „was ist Kunst“ nicht an ihrer Nützlichkeit für ein Stadtviertel oder daran, ob es als „schön“ empfunden wird messen lässt. Ich bin sogar fast geneigt zu behaupten, dass ein Ausschlusskriterium sein könnte.
    Etwas, das nur gefallen will, ist meiner Meinung nach eher Unterhaltung als Kunst. Was nicht ausschließt, dass es trotzdem gefallen kann.
    Ich finde was Graffiti zu Kunst macht ist ja gerade, dass es irgendwie (bewusst oder nicht) ausdrückt, dass öffentlicher Raum immer reglementierter und einengender wird statt Möglichkeiten für tatsächliche „Freiheit“ (was auch immer man darunter verstehen mag) zu bieten.
    In diesem Sinne ist Graffiti meiner Meinung nach ein Ausdruck von einer gesellschaftlichen Entwicklung, die Freiheit nur noch im Privaten Bereich – insbesondere da wo er durch Eigentumsverhältnisse geregelt ist – zulässt. Und genau diese Bindung von Freiheit und Eigentum wird durch Graffiti in Frage gestellt oder zumindest sichtbar gemacht.

    Kurz. Ich finds gut. Auch und vielleicht gerade wenn es hässlich ist.

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