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350 Saatbomben

Manche gehen in ihrer Freizeit spazieren, machen Sport, gucken Netflix, befüllen ein Blog oder machen wasweißichnichtnochalles. Redditor Stonelocomotief macht in der Freizeit Saatbomben. Und vielleicht sollten wir alle in unserer Freizeit einfach hin und wieder ein paar Saatbomben bauen. Schadet ja nichts. Im Gegenteil.

Today I made 350 seed bombs, filled with a nectar rich wilfdlower seed mix, to help combat the butterfly and bee population decline. You can disperse them in the neighbourhood after the clay hardens so birds won’t get to the seeds. When the rain comes the clay dissolves and the seeds will sprout.

2 Kommentare

  1. Al Freno2. April 2019 at 17:41

    Schöne Aktion! Wie megawichtig die Schaffung von Lebensräumen für Insekten ist, kommt ja gerade erst langsam im öffentlichen Bewusstsein an. Da ist jeder kleine Schritt hilfreich, das bekannt zu machen.

    Diese Aktion würde ich eher als Kunstaktion begreifen, der praktische Nutzen wird überschaubar sein. Ein paar Anmerkungen dazu:

    1
    Wie schon in den Kommentaren bei reddit bemerkt wurde: nicht alles, was als „Wildpflanzen“ angeboten wird, ist automatisch geeignet. Es muss auch zur Region passen, sonst siedelt man evtl. irgendwelche Neophyten an, die gar nicht zur heimischen Flora passen. Da wird es natürlich schnell komplex. Man muss sich etwas schlau machen vorher. Am Besten einen heimischen Gärtner/Bauern fragen …

    2
    Es zeigt sich, dass kleine Inseln von Wildblumen für die Artenvielfalt nicht viel bringen, einfach, weil die meisten Insekten diese „abgelegenen Inseln“ nie erreichen. Will man nachhaltige Wirkung erzielen, muss man für zusammenhängende Biotope sorgen, die die Wildinsekten da „abholen“ wo sie derzeit noch existieren. Das geht nur in größerem Rahmen, man muss die Region mit einbeziehen, also Gemeinden, Landkreise etc. und vor allem die BAUERN! Da muss man Überzeugungsarbeit leisten, dass die z.B. Wiesenstreifen entlang ihrer Felder ermöglichen. Das ist natürlich viel Arbeit. Dave Goulson (s. 4) berichtet aber, dass die meisten Bauern viel aufgeschlossener waren als er gedacht hatte; man darf sie vor allem nicht als Gegner ansehen, dann kann man auch überzeugen.

    3
    Viele dieser Saatbomben werden keinen Erfolg haben. Grund: auf gedüngten Böden haben die meisten Wildblumen keine Chance! Sie werden sofort von Gräsern u. a. verdrängt, die auf den Dünger viel besser ansprechen. Und finde heutzutage mal ein ungedüngtes Stück Boden hier …
    Um eine wirklich wilde Wiese anzulegen, muss man den Boden erst quasi „entdüngen“, also entweder austauschen (mordsmäßiger Aufwand) oder abwarten (dauert Jahre!).

    4
    Wer mehr darüber wissen will: Das Buch „Und sie fliegt doch. Eine kurze Geschichte der Hummel“ von Dave Goulson bietet einen hervorragenden Einstieg, inkl. Tipps für eigene Wildwiesen. Es ist wirklich spannend und sehr aufschlussreich. Unbedingte Leseempfehlung!

    Also: tolle Aktion, selbst wenn sie nur als Augenöffner und gutes Beispiel dienen sollte. Aber man kann/muss VIEL mehr tun!

    • Thomas3. April 2019 at 14:52

      @Al – Danke dir für deine Einordnung. Der Buchempfehlung werde ich folgen :)

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