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Anna wird den Fernbus nehmen

Da gibt sich die Deutsche Bahn anlässlich des Morgen beginnenden GdL-Streiks so viel Mühe und lässt ganz fix dieses schöne Filmchen machen und vergisst die vielleicht attraktivste Möglichkeit, den „Notfallfahrplan“ zu umgehen. Anna könnte auf „kleine Verspätungen“ verzichten und einfach einen Fernbus nehmen. Mit der Entscheidung steht sie auch nicht alleine da und kann sicher auch noch nette Bekanntschaften schließen, mit denen sie im besten Fall Montag wieder nach Hause fahren kann. Mit dem Fernbus.

Und vielleicht, liebe Deutsche Bahn, bekommt ihr ja die notwendige Einigung mit der GdL ja sogar noch hin, bevor all eure Kunden nur noch mit dem Fernbus fahren wollen. Schließlich solltet ihr die Letzten sein, die sich über welche beschweren, die mal mehr Geld von euch haben wollen. Wisst ihr, ihr wollt das schließlich auch regelmäßig. Von mir und allen euren anderen Fahrgästen nämlich.

Und so lang können von mir aus alle mit dem Fernbus fahren. So wie hoffentlich Anna.


(Direktlink)

14 Kommentare

  1. Strugarkowski5. November 2014 at 01:00

    Hmm, wer war doch gleich noch mal für die Privatisierung der Bahn und die entsprechenden Folgen verantwortlich?

  2. Mathes5. November 2014 at 06:26

    Live-Auskunft der Bahn: „Die Abfahrtszeit darf maximal 12 Stunden in der Zukunft liegen.“ Schön, dass ich mich rechtzeitig dort informieren kann…

  3. glamorama5. November 2014 at 08:01

    Wundert’s wen? Die Bahn ist Mehrheitseigner an Deutschlands größtem Fernbus-Unternehmen. So bleiben die Gewinne im Konzern, auch wenn auf der Schiene gestreikt wird. Und weil die schlechtbezahlten Busfahrer nicht in der Lokführer-Gewerkschaft sind, braucht der Mutterkonzern auch keinen Doppel-Streik fürchten.

  4. Dominik5. November 2014 at 08:05

    Sich über steigende Tarife beschweren, aber Erpressern Beifall klatschen? Kopfkratz. Ne, verstehe ich immer noch nicht. Privat hin oder her – der Laden gehört immer noch uns (über den Bund) und die GDL greift in unser aller Taschen. Die sollen einfach bessere Arbeits zeiten und Inflationsausgleich bekommen und das zwar jedes Jahr.

  5. nappel25. November 2014 at 08:18

    „steht sie auch nicht alleine da“ der Link geht nicht

  6. Matthias5. November 2014 at 08:19

    und die Fernbusse haben ab morgen auch gleich mal Ihre Preise verdoppelt. Yield – Management vom feinsten!

  7. lenin5. November 2014 at 10:39

    Hm, wer ist hier wohl der Erpresser.. denk mal scharf nach, Dominik. Der Vermieter, der einfach so aus Daffke alle drei Jahre mehr Kohle will für nichts (und das auch noch ganz legal).. oder der Lokführer der diese steigenden Mieten irgendwie bezahlen muss. Wo ist jetzt der Anfang dieser Spirale, wer greift da in wessen Taschen? Streiks sind das einzige Druckmittel, das die Leute haben die am Ende dieser Kette stehen. Also dort wo die gesammelte Springerpresse immer hinkotzt. Das ist System und genau so gewollt.

  8. seroc5. November 2014 at 11:24

    Dominik,

    Das ist keine Erpressung, sondern ein Grundrecht. Und die steigenden Tarife mit Lohnerhöhungen zu verknüpfen, ist auch ein wenig kurzsichtig.

  9. flo5. November 2014 at 12:10

    Weiter streiken!

  10. Chrobot5. November 2014 at 13:55

    manchmal glaube ich, dass das gesamte Bahnnetz aus der Strecke Hamburg-München besteht..

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