Zum Inhalt springen

Autor: Ronny

Wer neben Wichsern wie diesen auf die Straße geht

4392789087_3653c10769_z


(Foto: Bailey Weaver, CC BY 2.0)

Als ich die letzten Monate nicht müde wurde, zu behaupten, dass sich seit den 90ern nichts geändert hätte, weil wir schon vor 20 Jahren, Mitte der 90er, regelmäßig von Neonazis durch die Kleinstädte im Brandenburger Land gejagt wurden, konnte ich nicht wissen, wie dünn die Decke der europäischen Normen- und Wertekalibrierung heute tatsächlich werden würde. Eine Handgranate vor einer Flüchtlingsunterkunft in Villingen-Schwenningen, die zum Glück, von wem auch immer geworfen, nicht hochgegangen ist.

Zwischen Dänemark und Schweden pa­t­rouil­lie­ren aktuell Neonazis, um Flüchtende am Grenzübertritt zu hindern. Bürgerwehrbullshit und so.

Die Liste, die Übergriffe auf Flüchtende sammelt, ist unerträglich lang.

2015 kam es zu einem massiven Anstieg der Gewalt gegen Flüchtlinge, zukünftige und bewohnte Heime und auch der Drohungen und Angriffe bis hin zu Morddrohungen, Steinwürfen und Brandanschlägen gegen Unterstützer, Hilfsorganisationen, Politiker aller etablierter Parteien, Kirchenvertreter, Behördenmitarbeiter und Journalisten

In meinem Potsdam marschieren Neonazis durch die Stadt, die eigentlich, nach eigener Aussage, keine solche sein wollen, deren Äußerungen aber klarmachen, dass sie nicht anderes sind als genau das: Neonazis. Welche, denen ihre mehr als nur knalltütigen Äußerungen mal wieder Prozesse wegen Volksverhetzung einbringen. Zu Recht und bisher zu wenig als solche intensiv wahrgenommen.

Wer mit Menschen wie diesen gemeinsam auf die Straße geht, macht sich mit ihren Ideen gleich; punkt. Wer neben Wichsern wie diesen auf die Straße geht, darf halt auch nicht jammern, wenn man sie „Besorgte Neonazis“ nennt. Im Gegenteil, sie lassen sich genau darauf ein: Teil dessen zu sein. Das ist der Deal derer, die und erzählen wollen, dass sie eigentlich so ja nicht sein wollen. Ihr Tun, allerdings, spricht eine andere, deutliche, mit PI-Bannern getragene Sprache.

Wir sollten das nicht zulassen. Mittelfinger hoch. Keinen Fuß­breit!

15 Kommentare

Weedsitenkarte

Von Robyn:

„Bassmusik Produzent Cadenza stand in London wartend vor einem Tesco, als er von einer wildfremden Person eine Visitenkarte in die Hand gedrückt bekam. Erst beim zweiten Hinsehen bemerkte er, dass es sich dabei um eine neue Strategie eines Dealers handelte, der mithilfe einer kleinen Kostprobe seinen Kundenstamm ein wenig erweitern möchte.“

12573965_660005090809301_133115569725917687_n
4 Kommentare