Elliot Schultz bestickt für seine sich im liegen drehenden Zoetrope im 10″ Format, die ihre Schönheit dann auf einem sich drehenden Plattenspieler entfalten. Ich war in der Schule im Fach „Handarbeit fakultativ“ gar nicht mal so schlecht und mochte das Sticken sehr. Vielleicht wäre das ja im Alter ja noch mal was für mich.
„Inspired by the work of Alexandre Alexeieff and Claire Parker, I aimed to guide my production process indirectly through the limitations afforded by alternative media. Their invention, the pin screen, was used as the sole medium in the production of six short films, and shaped the outcome of their work. In response, I have designed and embroidered animated sequences onto discs, similar to the Phenakistokope, Zoopraxiscope and Stamfer Disc layouts. This repurposing of media introduced strict parameters, namely spatial, tonal and temporal, and has greatly informed all stages of my process.“
Urst tolles Konzept von EinsPlus, die für „My Hometown“ Leute räumlich an ihre Kindheitserinnerungen herantreten lassen. Hier mit Olli Schulz in Hamburg. Für alle, die als Adoleszente mit Feuer und mit CS-Gas experimentiert haben. Für jene auch, die ihre Nächte an S-Bahnschienen oder in geklauten Autos verbracht haben. Und Sex hatten natürlich auch. Jugend reloaded. Diese Kanten in der Erinnerung sollte, so hoffe ich, ein jeder haben. Klasse.
Nur Metal… Das musste hier nicht sein. Dafür hatten wir Techno und dadurch noch mehr abgedrehte Geschichte, an die zu erinnern es sich lohnt.
Da ich nun schon mal zum ersten Mal in New York war, habe ich natürlich versucht, soviel Zeit wie möglich neben dem eigentlichen Programm auf der Straße zu verbringen, was nicht ganz einfach war. Zum einen überforderte mich diese Stadt ein wenig, zum anderen war es zeitlich halt echt eng gepackt. So kam ich hier und da mal auf eine Stunde. Am letzten Tag allerdings legte ich dann mit Micha vom Stereo Magazine gefühlte 25 Kilometer zu Fuß zurück. Wir liefen durch East Village, Little Italy, Chinatown über die Manhattan Bridge, um dann direkt den Weg zurück über die Brooklyn Bridge, ein paar Sneaker Stores und dem Broadway zum Hotel in der 48. zu nehmen. Es regnete am Ende Spaghettis und unsere Füße brannten, aber das war es allemal wert.
Ansonsten mag ich weiter gar nicht so viel dazu schreiben. Außer, dass mir der total übermotivierte, mich wirklich nervös machende, junge Zollbeamte bei der Einreise tierisch auf den Saque gegangen ist. Außer, dass es total toll war, mich in New York mit Flashfonic, den ich übers Netz schon ewig kenne, aber persönlich noch nie getroffen habe, auf ein paar Gin Tonic in einer Bar zu treffen. Außer, dass es dort einen TV-Sender gibt, der den ganzen Tag Essen zeigt, das diese Bezeichnung eigentlich nicht verdient hätte. Außer, dass diese Stadt auf mich gewirkt hat, wie ein Wahnsinniger, der niemals schläft (Sorry, Berlin!). Dass das Fliegen in einem Jumbo-Jet enorm entspannt ist. Dass das irgendwie alles ziemlich geil war, so in seiner Summe der einzelnen Teile. Und dass ich vielleicht gerne noch ein mal wieder kommen würde. Mit Kind und Kegel. Für ein paar Tage länger.
Hier ein paar der mir liebsten dort gemachten Fotos, der Rest davon in diesem Flickr-Album.
Keiner weiß wieso, aber die Dinger hängen da halt seit Tagen so rum. ¯\_(ツ)_/¯
“
„Unbekannte hängten die ungewöhnliche Dekoration am Wochenende an die Strommasten des Ortes und sorgten damit für einige Lacher und wilde Spekulationen.
[…]
Eine Theorie besagt, dass der Brauch von Soldaten stammt, die aus der Armee entlassen wurden und aus Freude über ihre Heimkehr ihre Schuhe zusammenbinden und in die Luft werfen.
Welches Ereignis nun den in Portland zu Hunderten zusammengebundenen Dildos zugrunde liegt, bleibt der Fantasie der Betrachtenden überlassen.“
Das ist gerade im Hinblick auf das heutige LeFloid-Interview mit der jetzigen Kanzlerin ein schönes Fundstück. Interessant, ein bisschen amüsant, aber irgendwie auch ein wenig traurig. Gedruckt wurde es 1994 im Spiegel Special über Pop & Politik. Vom ersteren verstand Frau Merkel selbst nach ihrer Jugend nicht sonderlich viel.
CAMPINO: Waren Sie überhaupt irgendwann einmal jung?
MERKEL: Bei mir war das irgendwie anders. Ich habe viele meiner Freunde beneidet. Die konnten Musik hören und dabei ihre Schularbeiten machen. Ich habe das nie geschafft, und doch erschien mir das als erstrebenswert, weil die meisten jungen Leute das können. Auf Feten war ich unheimlich traurig, daß ich mich nicht in die Musik reinsteigern konnte. Ich war immer das Mädchen, das Erdnüsse ißt und nicht tanzt.
CAMPINO: Waren Sie mal auf einem Popkonzert?
MERKEL: Na, ich werde wohl mal bei den Puhdys gewesen sein, die waren ja neben Karat die bedeutendste DDR-Gruppe. Ich habe auch Beatles gehört und auch mal „Smoke on the Water“ von Deep Purple so ist es ja nicht. Mich hat es bloß nie vom Hocker gerissen. Ich bin immer mehr so mitgegangen.
[…]
CAMPINO: Waren Sie mal richtig betrunken? Ich meine: Hat es mal einen Zeitpunkt gegeben, an dem Sie jung waren und richtig betrunken?
MERKEL: Ja.
CAMPINO: Können Sie uns das mal erklären?
MERKEL: Was heißt erklären? Waren Sie noch nie betrunken?
CAMPINO: Ich würde sagen: Die Frage ist dumm. Ich gebe sie an Sie zurück.
MERKEL: Ich bin mal aus einem Boot gekippt. Das war nachts, vier Uhr früh, nach der Abiturfeier. Ich war damals achtzehn. Ich hatte zuviel von dem Kirsch-Whisky getrunken, und dann hatte ich plötzlich einen Aussetzen. Für einen Moment hatte ich vergessen, daß ich ins Wasser falle, wenn der neben mir aufsteht.
[…]
CAMPINO: Glauben Sie, daß es Gründe gibt, stolz auf dieses Land zu sein?
MERKEL: Ich finde, daß man sich freuen kann, Deutscher zu sein, so wie sich ein Franzose darüber Freuen kann, daß er Franzose ist.
CAMPINO: Und worüber definiert sich das? Über den Paß?
MERKEL: Nein.
CAMPINO: Vielleicht über einen ordentlichen Kartoffelsalat?
MERKEL: Der ordentliche Kartoffelsalat stirbt langsam aus.
CAMPINO: Warum? Weil es zu viele Pizzabäcker gibt?
MERKEL: Ja. Auch.
CAMPINO: Au. Au. Wenn das die Italiener lesen.
MERKEL: Also, passen Sie mal auf: Meine ersten 4.50 DM West habe ich für einen guten Döner ausgegeben, weil ich ein großer Döner-Freund bin.
Vor ein paar Wochen wurde ich gefragt, ob ich denn nicht für die Präsentation eines neuen Kopfhörers aus dem Hause Harman/AKG für ein paar Tage nach New York fahren wollen würde. Bis zu dem Zeitpunkt hatte ich New York nicht auf meinem Zettel der unbedingten Reiseziele, aber New York macht man halt nicht jede Woche und mit Kopfhörern komme ich auch ganz gut zu Recht – also sagte ich zu. Klar.
Vorgestellt werden sollte dort im Harman Flag Ship Store der neue AKG N90Q. Von keinem Geringeren als Produzentenlegende und dem mehrfachen Grammy-Gewinner Quincy Jones, der auch an der Entwicklung des N90Q beteiligt gewesen ist, womit sich auch das „Q“ im Namen erklärt.
„Ich habe die Zusammenarbeit mit Harman über die letzten fünf Jahre wahrlich genossen und ich bin sehr stolz darauf, den AKG N90Q zu meiner Kopfhörerserie zählen zu können“, sagte Quincy Jones. „Egal, welche Art von Musik man bevorzugt, ob Jazz, R&B, Pop, Rock oder Klassik, es gibt nur 12 Töne, aber der AKG N90Q bietet eine derart herausragende Audioqualität und vielfältige Anpassungsmöglichkeiten, die man sonst nur in einem professionellen Aufnahmestudio vorfindet.“
So wurde das exquisite Teil in exklusiver Art und Weise am 26.06.2015 der eingeladenen Öffentlichkeit präsentiert. Durchaus spannend, dürfte eben kaum einer der Gäste vorher die Möglichkeit gehabt haben, den N90Q auf die Ohren zu setzen, wovon dann natürlich fleißig Gebrauch gemacht wurde.
Nach einer kurzen akustischen Begutachtung meinerseits war mir schnell klar, dass ich einen derartigen Kopfhörer vorher noch nicht auf den gehört hatte. Das kann schlicht daran liegen, dass ich bisher nicht auf die Idee kam, einen Kopfhörer zu testen, der deutlich mehr als 1000 EUR kosten wird.
Mein persönliches Highlight an dem Teil ist das Noise Cancelling, welches beim Einschalten eine Bandrauschreduzierung von 20 dB erreicht, ohne übermäßig selbst Geräusche zu erzeugen. Der weltweit erste, vollständig diskrete analoge Schaltkreis unterdrückt aktiv Nebengeräusche jeglicher Art. Das ist gerade im Bus, der Bahn oder dem Flugzeug enorm geil, gibt aber auch in weniger geräuschintensiver Umgebung das Gefühl, die Musik direkter und irgendwie „echter“ hören zu können. Man hat das Gefühl, Musik in ein nahezu akustisches Vakuum gespielt zu bekommen. Außerdem stört einen das Gesabbel seiner Mitmenschen in der Öffentlichkeit damit absolut gar nicht mehr – man hört es ja nicht mehr. Dieser Genuss allerdings braucht Strom, weshalb ein Akku verbaut wurde, der über USB aufgeladen wird. Ist der Akku alle, sind all die unschönen Nebengeräusche wieder da. Daran muss man sich im Handling mit einem Kopfhörer erst einmal gewöhnen.
Aber das ist nicht alles und so bringt der AKG N90Q weitere für einen Kopfhörer eher ungewöhnliche Features mit.
AKG hat hierfür die sogenannte „TruNote Technologie“ entwickelt, die den Kopfhörer angepasst an das Hörverhalten seines Trägers, individuell auf dieses abgestimmt wird und somit personalisiert. So ähnlich wie ein guter Sneaker, nur eben mit Klang. Der Kopfhörer passt sich den Ohren an, die er zu beschallen hat. Auf Knopfdruck erzeugt die Elektronik im Kopfhörer kurze Testtöne. Über die internen mit verbauten Mikrofone ermittelt der Kopfhörer die akustischen Eigenschaften der Innenohren des Nutzers und passt den Klang entsprechend an.
TruNote technology consists of a new, proprietary software solution for auto-calibration and frequency response measurement. In combination with a patented dual foam ear cushion and a pistonic motion driver, TruNote allows music reproduction to reach the maximum sound accuracy.
Die Autokalibrierung basiert auf zwei Mikrofonen in den Ohrmuscheln, die den Frequenzgang beim Tragen des Kopfhörers messen. Die Lösung berechnet in Sekundenschnelle einen exakten Korrekturfilter. Durch die Analyse der Schalldruckverteilung kann die Technik im N90Q die Wiedergabe genau an die Form des Ohres anpassen, Verzerrungen minimieren und damit eine beispiellose Klangtreue ermöglichen.
Die patentierten doppelwandigen Ohrmuscheln aus Memory-Schaum
unterdrücken unerwünschte Reflexionen zwischen Ohr und Membran, unterstützen zugleich die passive Geräuschunterdrückung und bieten höchsten Tragekomfort.
Zusammen mit dem neuartigen 52-mm-Kolbenlautsprecher, in dem eine Membran aus japanischem Papier zum Einsatz kommt (mit leichtem Versatz, um eine optimale Positionierung zwischen Treiber und Ohrkanal zu ermöglichen), ergibt sich eine optimale Klangwiedergabe.
Natürlich kann das Teil auch Dolby Surround. Und das bei einer Bitrate von bis zu 64 k/bits.
Mir fehlte ein wenig die Zeit, das ausführlich testen zu können, wenn aber gehalten, was hier versprochen wird, ist das für einen Kopfhörer schon einiges.
Das hat seinen Preis, der allerdings noch nicht endgültig feststeht. Über 1000 EUR stehen im Raum und ich weiß nicht, ob ich die für einen Kopfhörer ausgeben würde. Zum einen aber wird das in einem professionellen Studio, wofür diese Kopfhörer unter anderem gedacht sind, wohl schon ganz gerne mal bezahlt, zum anderen meinte ein mir bekannter, selbsternannter Audiophiler, „Du musst das in Relation sehen. Was dir ein Rechner, der 2000 EUR und mehr kostet, ist einem wir mir eben ein wirklich außerordentlich guter Kopfhörer.“ Das ergibt durchaus Sinn, finde ich.
Hier Fotos der Präsentation in Manhattan mit Quincy Jones.
Weitere Fotos des AKG Flag Ship Stores in NYC.
Nebst der eigentlichen Präsentation gab es am Vorabend der selbigen eine wirklich interessante Gesprächsrunde bei der Musiker Jonas Tomalty (kuhler Tüp, kuhler Sound) Produzent Chris Tabron (kuhler Tüp, kuhle Statements) und Harman Engineer Gerhard Pfaffinger (kuhler Tüp, kuhle Ideen) in den Red Bull Studios über Bitraten, Streaming-Dienste, Vinyl vs MP3 und generell kulturphilosophische Dinge diskutierten. Fazit: die jungen Menschen werden ganz schwer von dem akustischen Luxus zu überzeugen sein. Fazit 2: das ist dann eben so.
Nachdem theoretischen Part spielten dann ein Teil von Jonas & The Massive Attraction auf dem Dach der Studios eine kurze Akustik-Session. Und das war ganz schön dolle New York City. Wirklich.
In der Summe ein hochpreisiger Kopfhörer, der ganz sicher seine Kunden finden wird. Die Features überzeugen, auch wenn er mir etwas zu groß für unterwegs ist. Aber auch dafür wird sich AKG in diesem Jahr noch etwas einfallen lassen, wie ich weiß, denn Noise Cancelling gibt es dann auch in kleineren Modellen. Ich werde so schnell nicht darauf nicht wieder verzichten wollen, das ist mal klar. Und ganz nebenbei ein für mich grandioses Wochenende in NYC.
Vor ein paar Wochen gingen diese Fotos einer in Hamburg zugemauerten S-Bahntür rum. In diesem Video zeigen Moses & Taps wie sie’s gemacht haben. Ach, du kriegst die Tür nicht zu.
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