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Autor: Ronny

Visualisierte Stadtkarten, die zeigen, wo Einheimische am liebsten Fotos machen

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(Berlin, CC BY-SA 2.0, Eric Fischer)

Schöner Geotagging-Data-Porn, den Eric Fischer da ausgewertet und mit Hilfe von OpenStreetMap visualisiert hat. Würde ich mir so für meine Stadt womöglich auch an die Wand hängen.

Eric Fischer hat aus diesen allzumenschlichen Bewegungen in jahrelanger Arbeit ein vorbildliches Datenprojekt gemacht: Er siebte geogetaggte Informationen aus Metropolen auf der ganzen Welt aus, legte sie über Stadtkarten und vergleich dann die Orte, an denen Einheimische (blau) und Touristen (in rot) ein Foto machten. So verwandelte er trockene Daten in schöne Visualisierungen, die die großstädtischen Parallelwelten in Zeiten von Billigfliegern und ​Geotag-Kameras als kleines Kunstwerk abbilden.

Sein ​Flickr-Album für dieses Projekt hat bereits 136 Karten für die beliebtesten Touristenziele der Welt. Von Sydney über Berlin und London bis Kuala Lumpur sind alle wichtigen Metropolen verzeichnet. Fischers System ist dabei so einfach wie effektiv: Als Einheimischer wurden die jenigen klassifiziert, die in den letzten Monaten Bilder von dem gleichen Ort geschossen hatten.
(Motherboard)


(Paris, CC BY-SA 2.0, Eric Fischer)


(London, CC BY-SA 2.0, Eric Fischer)


(New York, CC BY-SA 2.0, Eric Fischer)


(Tokio, CC BY-SA 2.0, Eric Fischer, via It’s Publique)

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Ken Jebsen hört U2: Verbotsantrag gegen Antilopen Gang gescheitert

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Im November ließ Ken Jebsen aufgrund einiger Textzeilen im Song „Beate Zschäpe hört U2“ die Antilopen Gang abmahnen. Grund dafür war die von ihm verstandene unwahre Tatsachenbehauptung/üble Nachrede.

Von diesen Lyrics sah Ken Jebsen sich verunglimpft. Der Text deute an, er hege Sympathie für rechtsradikales Gedankengut, deshalb sei er zu verbieten.

Das Kölner Landgericht aber will den Song der Antilopen Gang nicht verbieten.

Das Gericht konnte Jebsen mit dieser Argumentation jedoch nicht überzeugen. Einer Pressemitteilung des Labels der Antilopen Gang zufolge lehnte es den Verbotsantrag „unter besonderer Berücksichtigung“ der Freiheit der Kunst ab. Dabei hätten auch „Äußerungen des Antragstellers in der Vergangenheit“ eine Rolle gespielt.

Die Antilopen freut’s. Hihi.

„Wie zu erwarten war, hat sich Ken Jebsen blamiert. Für die kostenlose Promokampagne sind wir ihm dankbar. Falls Jebsen nach diesem Eigentor in Erwägung ziehen sollte, eine Vernunftehe mit Barbra Streisand einzugehen, würden wir uns als Trauzeugen anbieten.“

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Kathrin Oertels „Direkte Demokratie für Europa“ will Schleswig Holstein nicht

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Mal unabhängig davon, dass dieses Logo, welches von dem Pegida-Nachfolger DDfE (Direkte Demokratie für Europa) letzte Woche als das zu ihnen gehörende vorgestellt wurde, auf mehreren Ebenen ganz schön Banane ist (so fehlen u.a. Griechenland, Montenegro und Albanien im Europa der DDfE), offenbart es doch einen ganz besonderen Fauxpas: Man hat sich dafür einfach des Landes Schleswig Holsteins entledigt, so denn die farbige Gestaltung im hellen Teil Deutschland und im dunklen den Rest Europas darstellen soll. Einmal mit Profis!

Was also plant die DDfE? Will sie Schleswig Holstein an Dänemark abtreten?
(via SHZ)

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Berliner Blog wegen der Nutzung satirischer Olympia-Motive vom Land Berlin abgemahnt

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„Satire muss alles dürfen“ hieß es vor ein paar Wochen noch auf fast allen politischen Ebenen. „Satire gehört zu den Pfeilern der Meinungsfreiheit“ wurde im selben Kontext auf den selben politischen Ebenen gepsalmt. Und so weiter und so fort.

Das allerdings scheint nur dann zuzutreffen, wenn die von der Satire Betroffenen weit weg sitzen und nicht, so wie hier, in den Büros des Landes Berlin. Dieses nämlich hat heute das Blog Metronaut abgemahnt. Wegen der Nutzung „altbewährter“ Motive, mit denen Metronaut in einem Artikel satirisch für Olympia 2024 in Berlin geworben hat. Und weil Berlin nicht immer noch arm sondern auch ziemlich unsexy ist, mahnen die gleich doppelt hab, inklusive einer Unterlassungs-Frist von 24(!) Minuten: Zensur – Doppelt abgemahnt wegen Satire-Olympia-Motiven.

Die Metronaut-Redaktion sieht die anwaltlichen Schreiben des Landes Berlins und des Senats als Akt der Zensur, der auch zeigt, dass ein kritischer und offener Umgang mit der nationalsozialistischen Olympia-Vergangenheit Berlins nicht erwünscht ist. Die harsche Reaktion ist auch ein Vorgeschmack, was Berlin blüht, wenn die Olympiade wirklich hierher kommt. Satire darf alles, hieß es ja allerorten noch vor Kurzem. Für die Berliner Olympia-Bewerbung gilt das jedenfalls nicht.

Jetzt wird darüber diskutiert, ob und wann Satire als ausreichend „erkenntlich“ gekennzeichnet wäre. Nur alleine dieser Gedankenansatz ist schon ein Sprung in den falschen Brunnen! Seit wann bitte, muss den Satire überhaupt als solche gekennzeichnet werden?

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Die Jungs prüfen gerade die weiteren Schritte. Kann sein, dass sie für diese Geld benötigen werden. Ich würde ihnen was geben.

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