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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Mann klaut Golf Cart und liefert sich eine meilenweite Verfolgungsjagd mit der Polizei

In Los Angeles hat ein Mann ein Golf Cart geklaut und sich dann barfuß und mit einem Hund auf seinem Schoß eine 12 Meilen weite Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert, wobei er mehreren Stachelbarrieren auswich.


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Doku-Serie: Capital B – Wem gehört Berlin?

Die fünfteilige Doku-Serie „Capital B – Wem gehört Berlin?“ jetzt in der Arte-Mediathek.

Die Doku-Serie „Capital B“ illustriert die Geschichte Berlins seit dem Mauerfall 1989. Schnell entwickelte sich die Vision einer pulsierenden Metropole, allerdings gibt es bis heute vielfältige Konflikte um die Zukunft dieser Mega-City. Wie wurde Berlin zur Stadt, wie wir sie heute kennen?

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Eine Doku mit Jugendlichen über Jugendliche in Berlin Marzahn 1991

Ich habe die Doku letzte Woche gesehen und den Tab seit dem offen. Ich habe intensiv darüber nachgedacht, ob ich sie bloggen sollte. Weil: einerseits ein wichtiges Zeitdokument, das anderseits zeigt, warum die damals so genannte „akzeptierende Jugendarbeit“ in Bezug auf Neonazis in meinen Augen komplett falsch und später dann auch mitverantwortlich für Rostock Lichtenhagen und Hoyerswerda war. Die Doku ordnet nicht ein, die beiden Filmemacherin aus Berlin Schöneberg, aus dem Westen der Stadt, widersprechen und hinterfragen nicht, sie zeigen nur. Vermeintlich akzeptierend. So schwierig und falsch wie eben jene „akzeptierende Jugendarbeit“, die damals im Osten so betrieben wurde. Vielleicht auch weil andere Konzepte fehlten. Rassistische Sprache wird ebenso zugelassen wie rassistische Musik. Das war der damalige Ton in den Vierteln des Ostens.

Ich war 1991 14 Jahre alt und fühle mich beim Sehen der Doku wie in diese Zeit zurück versetzt. Ich hing mit Punks und mit Nazis rum. Man kannte sich von früher und wollte vorerst diese Brücken nicht brechen. Man mochte die Leute, nicht ihre politischen Ansichten und irgendwie war man ja auch befreundet. Erst als die ersten Faschos damit anfingen, an den Wochenenden nach Berlin zu fahren, um vietnamesische Zigaretten-Händler*innen zu „klatschen“ und „abzuziehen“ hinterfragte ich meine Beziehungen zu ihnen. Als sie später dann den mit Punks voll besetzten Affenclub in Kleinmachnow in Brand steckten und draußen auf jene einprügelten, die aus den Fenstern flüchteten, kam es für mich zum Bruch mit alten Freunden. Ich hatte mich für eine Seite entschieden – und nicht für ihre. Die, die mir das gleichtaten, lebten wie ich in einem Klima der Angst. Es hieß häufig „rennen oder kassieren“. Selten nur hatten wir die Möglichkeiten auch „austeilen“ zu können, auch wenn es sie gab. Es ging um Macht und die der neuen Nazis war in den Wohnstätten Ostdeutschlands allgegenwärtig. Sie waren einfach überall und konnten gefühlt machen, was sie wollten. Keiner wusste, ob das nicht auch einfach Teil dieser neugewonnenen „Freiheit“ war, mit der kaum jemand umzugehen wusste. Eltern nicht, Lehrer nicht, die Bullen nicht. Man ließ diese Leute gewähren, was andere mitunter mit ihrem Leben bezahlen mussten.

Die Doku zeigt auch, wie schwierig es ist, sich in diesem Alter überhaupt emanzipatorisch politisch zu positionieren, sich zu artikulieren. Und sie zeigt mir meine Jugend in einem kleinen Kaff im Schatten der Mauer Berlins.

Sie wurde mit Jugendlichen in einem Jugendclub Berlin Marzahns gedreht, der offenbar keine Probleme damit hatte, das Nazis dort ein- und ausgingen. Wie so viele zu dieser im Osten der Republik.

Ich habe im Jahr 2005 ein Videoprojekt begleitet, für das Jugendliche in Potsdam-Mittelmark unterwegs waren und Menschen random immer 10 gleiche Fragen gestellt haben. Das Projekt wurde nie fertiggestellt, aber ich habe neulich die Tapes gefunden, sie digitalisiert und mir dabei angesehen. Es ist schon krass zu sehen, wie sich in den letzten 20 Jahren die Prioritäten, die Träume und Ängste verändert haben. Ich hatte überlegt, diese damals Befragten heute nochmal mit den selben Fragen von damals zu konfrontieren. Würde auch dieser Doku hier sicher ganz gut tun.


(Direktlink)

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Wählen Ja. #AfDNee

Ich weiß nicht, ob Faktenchecks wie diese Leute davon abhalten, die AfD zu wählen, aber angesichts der aktuellen Umfragewerte in Ostdeutschland kann es sicher nicht schaden, das zu verbreiten, Auch wenn mein Optimismus, dass da noch irgendwas zu reißen ist, gering bis gar nicht mehr vorhanden ist.

Solltet ihr also wen kennen, der sich durch derartige Aufklärung davon überzeugen lässt, sein Kreuz nicht bei Rechtsextremen zu machen, nur zu.

(Foto: #AfDneeCC BY-ND 3.0 DE)
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Once Upon a Time in Northern Ireland

Als ich vor fünf Jahren dienstlich in Belfast war, habe ich sehr viel über Nordirland erfahren und auch allerhand dazu gelernt. Seitdem denke ich häufiger an dieses kleine Land und habe eigentlich vor auch privat dort noch mal hinzufahren. Auch und gerade der bewegenden Geschichte wegen, die ich wahnsinnig interessant finde. Bis ich dazu komme, schaue ich mir die fünfteilige BBC Doku Once Upon a Time in Northern Ireland an, die es hier im Stream gibt und diem mir wahrscheinlich noch viel mehr über die Geschichte Nordirlands zu vermitteln weiß.

„Once Upon a Time in Northern Ireland“ weaves together the personal stories of ordinary men, women and children who were drawn — both willingly and unwillingly — into a conflict that spanned over thirty years. The series mixes extraordinary archive footage and emotionally compelling first-person testimonies to create an intimate, multi-generational portrait of Northern Ireland’s past, present and future with an emphasis on understanding and empathy for all points of view.


(Direktlink, via Kottke)

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Burning Man in der Wüste Nevadas abgesoffen

Allein der Headline wegen. Die Privilegierten sind irgendwie Spaß habend rausgekommen, ein Mensch ist gestorben. Machen Sie sich keine Sorgen, alles normal, alles wie es immer schon war; „Das bisschen Regen“.

Das komplette Festivalgelände ist überschwemmt. Die Zufahrt ist geschlossen, niemand wird mehr hereingelassen, auf dem Gelände dürfen nur noch Rettungsfahrzeuge fahren. Die Organisatoren riefen die Besucher auf, »Essen, Wasser und Treibstoff zu sparen« und an einem »warmen, sicheren Ort« Schutz zu suchen. Das »Reno Gazette Journal« berichtet, dass die mobilen Toiletten nicht mehr gewartet werden können, die Organisatoren aber portable Campingklos ausgeben.


(Direktlink)

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Eine Doku über den größten Waschsalon der Welt

Ich war noch nie in einem Waschsalon. Nicht mal in einem kleinen. In Berwyn, Illinois, steht der größte Waschsalon der Welt. Diese Doku von Auberi Edler widmet sich diesem Mikrokosmos.

In Berwyn steht der größte Waschsalon der Welt. Er ist ein Abbild für die USA von heute, für das Leben der genügsamen Mehrheit, fernab von Hollywoodträumereien, New Yorker Geschäftigkeit und endlosen Weiten. In dem Waschsalon wird der Traum eines Landes, das die Ungleichheit überwinden kann, für einen Moment Wirklichkeit. Hier trifft der prekäre Alltag der Latina, die im lokalen Fast-Food-Imbiss bedient, auf den der Angestellten in der Wäscherei. Beide sind auf ihren Stundenlohn von elf Dollar angewiesen. Es ist die reine Misere, so rein wie die Wäsche. Tom Benson ist der Chef, um ihn dreht sich alles. Er verkörpert den American Dream auf seine Art. Als Arbeitersohn schlug er eine Behaglichkeit und Langeweile versprechende Beamtenlaufbahn ein, machte schließlich ein Vermögen und wurde eine namhafte, respektierte Persönlichkeit in dem Chicagoer Vorort. Als Kind von Berwyn wurde er zu einem seiner Helden. Tom ist ein großzügiger Mensch, doch vor allem ist er ein gerissener Geschäftsmann. Er gibt freimütig zu, dass die Pizzas, die Donuts, die Bücher und die Spenden vor allem gut für das Geschäft sind, weil er dadurch Kundschaft aus dem Viertel gewinnt. Seit beinahe 20 Jahren hält er damit eine Klientel, in der Freizeit ein kostbares Gut ist und oft jeder Cent zählt. Die Angestellten spielen ebenfalls eine zentrale Rolle. Sie sind rund 20 an der Zahl, die meisten von ihnen sind Frauen. Sie sorgen rund um die Uhr in drei Schichten für einen reibungslosen Betrieb des Waschsalons. Ihre Kundinnen und Kunden stammen aus ihrer Nachbarschaft aus denselben heruntergekommenen Häusern, sie leben dasselbe einfache Leben. Die meisten von ihnen kamen als Teenager illegal aus Mexiko in die USA, verbrachten Jahrzehnte in dem Land, dessen Sprache sie kaum sprechen, dessen Kultur sie kaum kennen. Es ist das Unglück ihres Exils: Sie kommen nicht aus ihrer Community heraus und sehen sich gezwungen, in schlecht bezahlten Jobs zu arbeiten. Doch mit Trauer und Stolz in der Stimme erklären sie, dass sie sich aufopfern, um ihren Kindern die Möglichkeit zu geben, einmal den amerikanischen Traum zu leben.


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Ärztin entfernt lebenden acht Zentimeter langen Wurm aus menschlichem Gehirn

In Australien hat eine Neurochirurgin im Hirn einer Frau mit längerer undefinierter Krankheit eine unerwartete und lebendige Entdeckung gemacht, die ihr den „Schreck ihres Lebens“ einbrachte. Während einer OP fand sie im Gehirn einer Frau einen Parasiten in Form eines acht Zentimeter langen Wurms, der so eigentlich nur in Schlangen vorkommt. Wahrscheinlich gelang der Wurm über Nahrungsaufnahme in den Körper der Frau.

»Die arme Patientin, sie war so tapfer und wundervoll. Niemand will die erste Person sein, in der so etwas gefunden wird«, sagte Arzt Sanjaya Senanayake. Seinen Angaben zufolge erholt sich die Frau gut, wird aber weiter beobachtet. Offen bleibt noch die Frage, warum ihr Körper den Parasiten nicht abgestoßen hat.


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Majors verklagen Internet Archive

Ein paar Major-Labels wollen nicht, dass Internet Archive für jedermann 100 Jahre alte Schallplattenaufnahmen frei zugänglich macht und verklagen das gemeinnützige Projekt jetzt in Millionenhöhe.

Von Netzpolitik:

Von einer massenhaften Nutzung könne keine Rede sein, argumentiert dagegen das Internet Archive. Seit 2006 würden engagierte Mitarbeiter:innen aus Bibliotheken und Archiven hunderttausende Aufnahmen konservieren. Dabei würden auch analoge Artefakte wie Knistern und Rauschen aufgezeichnet. Dies sei bei den restaurierten Aufnahmen der Labels, die sich auf Streaming-Diensten finden, nicht der Fall.

„Wenn Menschen Musik hören wollen, gehen sie zu Spotify“, schreibt Kahle. Wenn Menschen aber Aufnahmen von Platten studieren wollten, die so klingen, wie sie ursprünglich erschaffen wurden, dann würden sie sich an Bibliotheken wie das Internet Archive wenden. Eigenen Angaben zufolge würde jede Aufnahme aus der Sammlung durchschnittlich einmal pro Monat von einer Forscher:in aufgerufen, so das Projekt über die Nutzungszahlen. Beide Formen der Nutzung seien notwendig, so Kahle: „Es sollte hier keinen Konflikt geben.“

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