Zum Inhalt springen

Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Anonymous.Kollektiv auf Facebook offline

anonymouskollektiv-hetze-internet-facebook

Die unsägliche und hier schon mehrfach beschriebene Fanseite von Anonymous.Kollektiv ging heute Nachmittag offline. Zuvor hatte der Focus über die mögliche Identifizierung des Betreibers geschrieben. Der dort genannte Name stand schon des Öfteren im Fokus der Berichterstattungen, weshalb einige von den Bericht erstattenden Unterlassungsklagen ins ihre Häuser bzw. Redaktionen geschickt bekamen. Ich hatte diesen Namen hier deshalb immer vermieden. Ob das alles noch irgendwie juristische Nachspiele haben wird, kann ich nicht sagen, dass die hetzende und immer wieder Falschmeldungen bringende Fanseite von Anonymous.Kollektiv bei Facebook aktuell nicht zu erreichen ist, hingegen schon. Mal gucken, ob das so bleibt. Derweil macht der Betreiber es sich auf dem russischen Social Network VK gemütlich, was die Hetze und Lügen sicher nicht geringer werden lässt.

Ob Facebook für die Löschung verantwortlich ist oder der Betreiber selber den Stecker gezogen hat, ist bisher noch unklar. Für beide Varianten gäbe es Gründe. Zum einen waren einige der dort verbreiteten Inhalte juristisch zumindest durchaus fragwürdig, was für eine Löschung durch FB sprechen würde. Zum anderen aber würde es in das mitunter profilneurotische Getue des Betreibers passen, die Seite selber vom Netz zu nehmen, um sich weiterhin und noch intensiver dem Opfermythos hingeben zu können. „Zensur“ und so.

„Anonymous.Kollektiv“ war ein Forum für Islamfeinde und Flüchtlingshasser. Asylsuchende wurden als „notgeile, pädokriminelle Migranten-Rotte“ oder „Gelumpe“ betitelt. Die nun gelöschte Facebook-Seite warb außerdem für einen Online-Shop, der Pistolen und Gewehre für Hartgummi-Munition verkaufte und zu Gewalt gegen Flüchtlinge aufrief.

Für ihren Namen bediente sich die Seite bei der Hacker-Gruppe „Anonymous“. Mitglieder der Gruppe haben sich längst von der Hetz-Seite distanziert. Die Facebookseite „Anonymous.Kollektiv“ war in der Vergangenheit bereits zwischenzeitlich offline. Im März dieses Jahres hatte sie ihren Betrieb aber wieder aufgenommen.
(via Süddeutsche)

4 Kommentare

Betrunkener Autofahrer fragt Polizisten nach dem Weg zur nächsten Gaststätte

police-car-761231_960_720


(Foto: Pixabay)

Etwas ungünstig gelaufen für einen betrunkenen Autofahrer in Gelsenkirchen. Also eigentlich für zwei betrunkene Autofahrer.

Die Gelegenheit einer Rotlichtphase an einer Lichtzeichenanlage wollte ein 38-jähriger Pkw-Fahrer aus Bottrop nutzen um den Fahrer eines hinter seinem Pkw ebenfalls haltenden Fahrzeugs nach dem Weg zu einer Gaststätte zu fragen. Hierbei torkelte er bereits auf das Fahrzeug zu, auch seine Atemluft roch erheblich nach Alkohol.

Womit der augenscheinlich stark betrunkene Fahrer vermutlich aber nicht gerechnet hatte war der Umstand, dass dieses Privatfahrzeug gerade von einem Polizeibeamten geführt wurde! Und dies auch nur, weil der Polizeibeamte dieses Fahrzeug auf Bitten eines unmittelbar zuvor an praktisch selber Stelle ebenfalls alkoholisiert angetroffenen Pkw-Fahrers verkehrssicher abstellen wollte.

Dass dem Fahrzeug mit dem angesprochenen Polizisten sogar ein normalerweise sehr gut erkennbarer Streifenwagen folgte (in dem dann auch noch der zuvor angetroffene, andere alkoholisierte Fahrzeugführer saß), hatte der Bottroper offenbar ebenfalls übersehen.

So konnten nun gleich beide Fahrzeugführer einer Polizeiwache zur Blutprobenentnahme zugeführt werden. Beide erwartet ein Strafverfahren, die Führerscheine beider Fahrzeugführer wurden sichergestellt.

7 Kommentare

Burger King-Filiale in Helsinki hat eine Sauna

Dass die Finnen das Saunieren lieben, dürfte mehr als nur ein Klischee sein. Das Parlament hat eine Sauna, Firmen wie Nokia ebenso. Nun hat eine Burger King Filiale in Helsinki auch eine. Gegessen wird in dieser nicht, „Customers do not eat in the steam bath — that comes after the big sweat“, sagt die Markenmanagerin für Burger King in Finnland. „The sauna costs 250-300 euros ($282-$350 for a group, depending on weekday or weekend. The meal costs extra.“

(via Boing Boing)

Einen Kommentar hinterlassen

RATM bringen neue Website mit Countdown zum 1. Juni

Screen Shot 2016-05-18 at 12.50.54-1


Es rumort. Rage Against the Machine haben letzte Nacht eine neue Website gelauncht: prophetsofrage.com. Diese ist natürlich aktuell down. Wen wundert’s, denn irgendwas wird da wohl am 1. Juni kommen. Und das es letztmalig was Neues von RATM gab, ist mittlerweile fünf Jahre her, als die Männer zum letzten Mal gemeinsam auf der Bühne standen.

Interessant auch der mit „Clear the way for the prophets of rage“ Querverweis auf Public Enemys „Prophets of Rage.“ Vielleicht waren die alle zusammen im Studio. Ohweee!

Rage Against the Machine, who last played together in 2011, are up to something: Last night, the band launched a new website, prophetsofrage.com, with a countdown leading to June 1. Upon inputting their email address, visitors receive a mysterious image reading, „Clear the way for the prophets of rage,“ a lyric from the Public Enemy song „Prophets of Rage.“ The hashtag, „#TakeThePowerBack,“ is the name of a Rage Against the Machine song. Check it out below. Twitter users have also posted pictures of the image plastered on posters around L.A. Whatever’s going on, Chuck D seems to be in on it. Last night, he tweeted a pair of links to video of Rage performing live in London in 2010.

Egal, was genau am 1. Juni auf prophetsofrage.com passieren wird, es könnte etwas ganz Großes werden. Wenn es denn mehr als nur eine Tour werden sollte. Und selbst wenn es nur die sein sollte, gehe ich trotzdem hin. Klar. #TakeThePowerBack
(via René)

ratm1-1
2 Kommentare

Die aktuellen Tarife für Hasskommentare im Netz

Höflicher Service von der Stiftung Warentest, die mal eben die aktuellen Preise für Hatespeech im Netz veröffentlichen. So viel kann es also kosten, wenn man mit Schaum vorm Mund im Internet Kommentare tippelt, die man so offline vielleicht nie von sich geben würde. Hoffe ich zumindest. Zumindest dann, wenn irgendwer Anzeige erstattet, ein Richter darüber zu entscheiden hat und die Personen identifizierbar sind.

Der Ton im Internet ist in den letzten Jahren zunehmend rauer geworden. Beleidigungen und Volksverhetzung sind fast schon Normalität in vielen öffentlichen Kommentarspalten.

Doch die Opfer von Internethass stehen dem nicht hilflos gegenüber und müssen auch keine komplizierten Wege mehr auf sich nehmen. In den meisten Bundesländern bietet die Polizei inzwischen die Möglichkeit Anzeigen einfach online zu erstatten. Eine Liste mit den Links findet ihr weiter unten.

Lasst euch von Hasskommentaren nicht entmutigen und davon abhalten, euch an Debatten zu beteiligen. Eine aufgeklärte und fortschrittliche Gesellschaft benötigt rationale und sachliche Diskussionen. Diese dürfen nicht von jenen gekapert und verhindert werden, die nur Hass schüren wollen.

hassrede-im-netz


(via Martin)

Und – um Gottes Willen – nicht die Kommentare darunter lesen. Einige verstehen halt immer noch nicht den Unterschied zwischen Meinung und Bullshit, der andere zu Unrecht mehr als nur beleidigt.

Ein Kommentar

Laut, rechts, sächsisch – Eine Spurensuche bei den Wutbürgern

Die ZDF.reportage war in Sachsen unterwegs und hat die dortigen Brennpunkte besucht. Hier in der Mediathek.

Eine Spurensuche bei den Wutbürgern vom 15.05.2016
Vor einigen Monaten noch galt Deutschland als ein Land, das Flüchtlinge in Not willkommen heißt. Inzwischen haben Pegida-Aufmärsche und fremdenfeindliche Straftaten immer mehr zugenommen – besonders in Sachsen, einem Bundesland, das als „Musterregion“ vom Auf-bau Ost profitiert hat und eher wenig Einwanderer verzeichnet. Die „ZDF.reportage“ untersucht, warum Rechtsextremismus gerade dort im Vormarsch ist. Liegt es daran, dass Politik und Gesellschaft bei rechter Kriminalität ein Auge zudrücken? Es gar nicht so schlimm finden, wenn Fremde bedroht und angegriffen werden? Viele dabei sogar gern zuschauen? Inzwischen kämpft die Region um ihren Ruf, denn rechte Ausschreitungen könnten sich als Standortnachteil erweisen…


(Direktlink, via reddit)

2 Kommentare

Podcast: Über die Rauschkultur in Religion, Club und Technik – Music is the basic drug

04_rave_dancing_motion_blur_experimental_digital_photography_by_Rick_Doble


(Foto: Rick Doble • CC BY-SA 2.0)

Hörenswerte Sendung vom BR. „Gott ist tot, Ecstasy, MDMA und Ketamin leben.“

Rainald Goetz feiert den Exzess in seinem Buch „Rave“, für Ernst Jünger könne die Industriegesellschaft der „Euphorie nicht entbehren“ und mithilfe der repetitiven Beats der Gamelanmusik können Schamanen mit der Ober- als auch mit der Unterwelt kommunizieren. Im Westen verbinden wir mit Trance und Ekstase meist Drogen, aber viele Religionen haben vorgemacht, es geht auch ohne. Raves können profane Gottesdienste sein. Auch wenn der Dortmunder MayDay längst zu einer Feier des Konsums geworden ist, wie die Autorin enttäuscht feststellen musste.
Auch die Visionen der Technikevangelikalen, die in den virtuellen Welten das LSD des 21. Jahrhunderts sehen, machen ihr eher Angst.
Ein Erkenntnistrip durch Rausch und Ekstase, der sich im Zweifel morgens um vier lieber am trüben Rot des Rücklichts eines vorausfahrenden LKWs erfreut, als an den Stroboskopgewittern eines Clubs.

[audio:http://cdn-storage.br.de/MUJIuUOVBwQIbtChb6OHu7ODifWH_-by/_-OS/9-vg_24G/2e818ddf-d062-4c49-bca9-92ffad724ac3_3.mp3]
(Direktlink, via Swen)

Einen Kommentar hinterlassen