Ich habe über den Jahreswechsel des Öfteren unbegleitete minderjährige Flüchtlinge betreut, die im Amtsdeutsch erst UMF (unbegleitete minderjährige Flüchtlinge), mittlerweile aber UMA (unbegleitete minderjährige Asylsuchende) genannt werden. Kids im Alter von 12 bis 17 Jahren, die mitunter 6000 Kilometer hinter sich gelassen haben, um ein für sie besseres Leben führen zu können. Von Syrien, Pakistan, Afghanistan haben sie sich Richtung Deutschland aufgemacht. Meistens erstmal zu Fuß. Alle super entspannt und am Ende auch sehr dankbar, was sie nicht sein müssten, wenn es selbstverständlich wäre, Jugendlichen zu helfen, die den ganzen Fick der Kriege hinter sich gelassen haben, um endlich in Ruhe erwachsen werden zu können.
16 dieser minderjährigen Flüchtlinge sollen jetzt in Halle-Nietleben ein Ende ihrer Odyssee finden. Ankommen, endlich leben.
Gut, würde ich sagen. Besorgte Kartoffeln in Halle-Nietleben sehen das – wenig überraschend – anders. Sie sehen ihr „Abendland“ untergehen.
Die geplante Unterkunft für minderjährige Flüchtlinge in Halle-Nietleben erhitzt die Gemüter der Anwohner. Das DRK hatte zu einer Informationsveranstaltung geladen, die aufgrund des großen Andrangs kurzerhand ins Freie verlegt werden musste. Es gab viele Fragen, viel Kritik und jede Menge Emotionen. Hier einige Ausschnitte im Video:
Posted by TV Halle on Freitag, 8. April 2016
(via Katharina)
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