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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Gefängnisleiter zahlt die Strafe einer Umwelt-Aktivistin, um ihr den Knast zu ersparen

Die Umwelt-Aktivistin Cécile Lecomte seilt sich gerne dort ab, wo es um Protest gegen Atomkraftwerke, Atomtransporte, Kohletagebau oder Projekte wie „Stuttgart 21“ geht. Auf diese Weise verzögert sie die Durchführungen von Plänen. Ihre Art des Protests. Mehrfach wurde sie dafür in Gewahrsam genommen und muss sich vor Gerichten verantworten.

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(Foto: Pixabay)

So auch Ende Mai 2012, wo sie sich mit einem weiteren Aktivisten in Münster von einer Brücke abseilte, um ein Schiff, das einen Dampferzeuger aus dem abgeschalteten Atomkraftwerk Obrigheim über den Dortmund-Ems-Kanal ins Zwischenlager Lubmin transportierten sollte, an der aufzuhalten. Das gelang, das Schiff musste seine Weiterfahrt einstellen und für eine Nacht in bleiben.

Wegen „Fehlbenutzung einer Schifffahrtsanlage“ verurteilte das Dortmunder Schifffahrtsgericht sie zu einem Bußgeld von 20 Euro. Weil sie auch diese nicht zahlen wollte, wurde Erzwingungshaft gegen Lecomte verhängt.

Als sie diese gestern in der JVA antreten wollte, wurde ihr mitgeteilt, das der dortige JVA-Leiter die Strafe für sie bereits gezahlt hätte. Er sei der Meinung gewesen, „dass dies für alle Beteiligten die beste Lösung ist“.

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Beatrix von Storch hat ihre Rundfunkgebühren nicht bezahlt: Kontopfändung

So kann es gehen, wenn man seine Rechnungen nicht bezahlt – dann wird schon mal gepfändet. So auch bei der AfD-Haubitze Beatrix von Storch. Die hatte sich offenbar recht lange geweigert, ihre Rundfunkgebühren zu begleichen. Weil: „Mit staatlichen Zwangsgebühren finanziertes Propagantainment oder ist das schon Unterhaltungshetze?“ in Richtung Böhmermann. Und weiter: „Warum ich GEZ nicht freiwillig bezahle? Wegen solcher unfasslicher Beiträge zur Aufstachelung irgendwelcher Knallköppe, die wegen der Verleumdung, ich wollte ‚Negerkinder anzünden‘, auf den Gedanken kommen können, dies prophylaktisch mir anzutun. GEZ abschaffen! Bildung statt Propaganda. Argumente statt Hetze.“ Nun wurde ihr Konto gepfändet. Gesetze gelten auch für Beatrix von Storch.

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Flake, der „Tastenficker“ von Rammstein, im Interview: „Ich habe wochenlang geflennt“

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Ich mag die Musik von Rammstein nicht – so gar nicht. Aber ich mag das, was ich von und über Christian „Flake“ Lorenz in den letzten Jahren hören und lesen konnte. Sein Buch, „Der Tastenficker“, gibt es mittlerweile auch als Hörbuch und die ehemalige „Märkische Volksstimme“ hat ihn zum Interview geladen. Ich such mal eben das Hörbuch dazu. Denn das will ich hören.

MAZ: Sind Sie Punk geblieben?

Lorenz: Ich versuche, die Punk-Idee in manchen Bereichen zu leben, aber nicht in der Band. Das geht nicht mehr. Wenn wir auf Tour gehen, fahren 20 Trucks hinterher. Rammstein ist ein schwerfälliger Koloss verglichen mit Feeling B. Wenn vor uns eine Band mit drei Jungs auf die Bühne geht und das Stadion rockt, stünden wir genauso dumm da wie früher die Ostrockbands.

MAZ: Sie identifizieren sich also noch mit dem Punk von früher.

Lorenz: Ja, und deshalb verstehe ich auch die Punks von heute, die sagen – ach nee, diese ganze Inszenierung bei Rammstein, das will ich nicht.

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Boards Of Canadas „—— / —— / —— / XXXXXX / —— / ——“ für $4,500 bei Discogs

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Boards Of Canadas „—— / —— / —— / XXXXXX / —— / ——“ Release ging vor drei Jahren mal für den damaligen Record Store Day im Netz steil. Angeblich gab es damals aus der Hüfte und ungemastert davon nur drei Pressungen. Eine davon ging 2013 auf eBay für nicht weniger als $5,700 an einen neuen Besitzer. Jetzt tauchte eine dieser drei Platten auf Discogs auf: für $4,500.

So geht Legenden bildendes Marketing.


Only three copies known to exist.

NYC’s record shop Other Music has listed a mint copy of Boards Of Canada’s —— / —— / —— / XXXXXX / —— / —— for $4,500.

The 12″ single, which bears an incomplete code and an enigmatic recording, was secretly released as part of Record Store Day 2013. It initiated a cryptic marketing campaign around the Scottish duo’s fourth studio album Tomorrow’s Harvest.

A fan discovered the first known copy of the record at Other Music before selling it on eBay for $5,700. A second copy was also found at London’s Rough Trade East.

The third copy is now up for grabs via Discogs.


(Direktlink, via The Vinyl Factory)

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SLIME – Sie wollen wieder schiessen (dürfen)

Slime melden sich – und man möchte fast meinen: „endlich“. Nachdem ich den letzten neuen Song der Brieftauben textlich eher meh fand, würde ich den hier so unterschreiben. Sie können es immer noch.

Kann man jetzt bei iTunes kaufen, nächste Woche auch bei Amazon und Google Play. Noch später dann als 7″. Alle Erlöse gehen kann Pro Asyl.


(Direktlink)

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Be deutsch! (Achtung! Germans on the rise!)

Böhmermann haut einen auf englisch raus und rammsteint.

Die Welt dreht durch! Europa fühlt sich so schwach, dass es sich von 0,3% Flüchtlingen bedroht sieht, Amerika ist drauf und dran einen Mann zu wählen, bei dem niemand so genau weiß, wer unter dem Toupet die Fäden zieht und als wäre das alles noch nicht schlimm genug, muss man sich nun auch noch ausgerechnet von Deutschland darüber belehren lassen, wie man sich moralisch richtig verhält. Ausgerechnet Deutschland! Die haben noch nicht mal einen Weltkrieg gewonnen!


(Direktlink)

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Mann vergisst Trolley mit Marihuana im Zug

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(Foto: Martijn, CC BY-SA 2.0)

Ein Klischee besagt ja, dass Kiffen vergesslich machen würde. Manche Untersuchungen schließen sich dem an. Ob es bei dem 25-Jährigen Zugfahrer in einem ICE von Hamburg nach Stuttgart daran gelegen haben mag, kann ich nicht beurteilen, aber er hat im selbigen Zug einen Trolley mit einem Kilo Marihuana stehenlassen. Später rief er bei der Bahn an, wollte seinen vergessen Rollkoffer wieder haben und wurde bei der Abholung verhaftet.

Weil das Gepäckstück aber stark nach dem verbotenen Kraut roch, durchsuchten Bundespolizisten den Koffer und fanden die Drogen. Als der 25-Jährige seinen Trolley holen wollte, nahmen ihn die Beamten fest.

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Die Türkei lässt deutschen Botschafter wegen eines Satire-Videos antreten

Wegen eines locker fluffigen und gar nicht mal allzu derbem Video von extra3 hat die türkische Regierung jetzt den deutschen Botschafter Martin Erdmann vorgeladen. Offenbar war man mit dem Inhalt des Videos nicht ganz so einverstanden. Offenbar versteht die türkische Regierung nur wenig Spaß, wenn der selbige auf ihre Kosten geht. Für „tolle“ Partner hat man sich da entschieden.

Wegen eines satirischen NDR-Beitrags hat das türkische Außenministerium nach Informationen von SPIEGEL ONLINE den deutschen Botschafter Martin Erdmann vorgeladen. Der Diplomat musste sich demnach am vorigen Dienstag in einem längeren Gespräch rechtfertigen. Dabei handelte es sich offenbar nicht um eine freundliche Einladung unter Partnern, wie bei Meinungsverschiedenheiten unter Diplomaten zunächst üblich, sondern um eine formelle Vorladung.

Bei der Unterredung ging es um eine knapp zweiminütige Satire aus der Sendung „extra 3“ vom 17. März, ein Lied mit dem Titel „Erdowi, Erdowo, Erdogan“ über den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayip Erdogan.


(Direktlink)

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