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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Wo Flüchtlingskinder auf ihren Wegen schlafen

Meine Kleine ist jetzt sieben. Viele der von Magnus Wennman (Instagram, Twitter, Facebook) im letzten Jahr fotografierten Kinder sind jünger. Er hat sie auf ihren mitunter beschwerlichen Wegen fotografiert. Irgendwann, irgendwo zwischen dem Tag ihrer Flucht und dem Ende derselbigen, das es nicht nur für diese irgendwann aber hoffentlich alsbald geben wird. Denn es sind weiterhin jeden Tag an allen diesen Orten Kinder unterwegs, die nicht nur einen Platz zum Schlafen brauchen. Und den nicht auf irgendeinem Bordstein, nicht irgendwo auf der Straße, nicht irgendwo im Wald.

Für Aftonbladet hat er die Geschichten aufgeschrieben: Where the children sleep. Eher nicht die Geschichten der Bilder, eher die Geschichten all dieser Kinder.

Magnus Wennman, winner of two World Press Photo Awards and fourfold winner of Sweden’s Photographer of the Year Award, has met refugees in countless refugee camps and on their journeys through Europe this year. The story of when the night comes is a living narrative with no given ending.

Der Instagram-Account von Magnus Wennman zeigt, dass er des Öf­te­ren dort fotografiert, wo das gesellschaftliche Auge ganz gerne wegzugucken pflegt.
(via Johnny)

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Wie Claire Danes das Berghain erlebt haben will

Claire Danes, die für Dreharbeiten für „Homeland“ gerade in Berlin war, erzählt bei Ellen DeGeneres, dass sie im Berghain gewesen sei, was sie offensichtlich urst beeindruckt hat. Jetzt liebt sie Techno, auch wenn der hierfür gespielte so gar nichts mit dem aus Berlin zu hat, wie sie richtig bemerkt.

„Es gibt da diesen unglaublichen Club namens Berghain“, erzählt Danes, und weiter, dass sie mit einem Typen da war, der den Besitzer kannte und sie durch die Hintertür hineinschmuggelte („Awesome!“). Einen Tipp für alle, die sich als nicht-prominente Clubgänger in der Schlange einreihen müssen, hat sie auch parat: „Man muss an einem Sonntag gehen!“

[…]

Fasziniert schildert die Hollywood-Schauspielerin, dass das Berghain vier Tage am Stück geöffnet ist, die Clubgäste freitags kommen und am Montag von der Tanzfläche zur Arbeit gehen. Die Moderatorin Ellen DeGeneres kann es gar nicht glauben. „Die Leute tanzen tagsüber? In einem Club?“

[…]

Das letzte Mal war Danes übrigens am Fetisch-Wochenende im Berghain, da hätten alle „ganz in schwarzem Leder oder nackt getanzt“. DeGeneres ist fassungslos: „Komplett nackt? Das ist ja ekelhaft!“ Ach was, es gebe genügend Platz zum Ausweichen, erklärt Danes, immerhin sei ja oben noch dieser Raum, in dem „Disco und HipHop läuft“. „Und dann gab es da diesen Eiscreme-Stand. Amazing!“
(Berliner Zeitung)

Und dann tanzt sie. So wie man halt im Berghain tanzt, wie sie sagt. Ich weiß es nicht – ich war ewig nicht mehr da. Vielleicht ganz gut so.

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Doku: Die letzte Fahrt eines russischen Eisenbahnraketenkomplexes

Ich hatte bis gestern keine Ahnung davon, dass die damalige UdSSR währen der 80er Jahre Atomraketen in Zügen durchs Land fuhr, die von diesen Zügen hätten jederzeit gestartet werden können, sogenannte Eisenbahnraketenkomplexe, deren letzter erst 2005 verschrottet wurde.

Der militärische Eisenbahnraketenkomplex (russisch Боевой железнодорожный ракетный комплекс) war ein von der Sowjetunion in den frühen 1980er Jahren in Dienst gestellter Zug, welcher mit Interkontinentalraketen vom Typ RT-23 bewaffnet war. Gegenüber festen Silos hatten die Zugeinheiten den Vorteil, dass der Gegner nicht genau wissen konnte, wo sich diese gerade befanden.[1] Aus dem Weltall waren sie kaum von Kühlzügen zu unterscheiden.

Von außen ähnelten die Züge seinerzeit üblichen Maschinenkühlzügen. Eine Zugeinheit bestand aus drei achtachsigen Wagen, davon einer mit jeweils einer einzelnen Rakete, einem Kommandowagen, außerdem einem Wagen für das Personal in Reisezugwagenbauart und mehreren Diesellokomotiven. Die Eisenbahnraketenkomplexe konnten, außer auf Brücken, überall dort ihre Raketen starten, wo sie nicht durch Fahrleitungsaufhängungspunkte, Tunnel oder Ähnliches gestört wurden; das waren zu ihrer Einsatzzeit etwa 145.000 km Streckennetz. Zwischen zwei Masten konnte die unter Spannung stehende Fahrleitung durch nach oben und zur Seite schwenkbare Hydraulikstempel zur Seite gedrückt werden. Um die Standsicherheit beim Aufrichten des Startcontainers zu gewährleisten, verfügten die Silowagen über hydraulisch ausfahrbare Stützen.

1990 befanden sich noch sechs dieser Züge im Einsatz, aufgrund des schließlich nicht in Kraft getretenen Abkommens START II zwischen den USA und Russland wurden diese verschrottet. 2005 wurde der letzte Zug aus dem Verkehr genommen und 2007 die letzte dazugehörige RT-23 vernichtet.
(Wikipedia)

Diese Doku zeigt einen der Züge auf seiner letzten Fahrt und gibt jede Menge Hintergrundinfos zu den russischen Eisenbahnraketenkomplexen.


(Direktlink | Danke, Nilli!)

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Blondieren statt studieren

Alle wollen heute nur noch studieren. Oder was mit Medien machen. Auf jeden Fall mit so wenig Arbeit wie nötig, so viel Geld wie möglich verdienen. Dem Handwerk geht der Nachwuchs aus, was nicht nur aber wohl auch an der miserablen Bezahlung liegen dürfte. Auch der Haare schneidenden Zunft fehlt es an Auszubildenden – da kann man schon mal diese Werbung bringen.


(via reddit)

Nützt ja auch keinem, wenn die ganzen Studierten dann später bei Kaufland die Regalen einräumen, oder nachts Taxi fahren.

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Wenn Zeitungen die Ersthelfer zu Flüchtlingsgegnern machen

Auch hier in Potsdam konnten in den letzten Wochen endlich hunderte Flüchtlinge ein vorläufiges Ende ihrer Flucht und somit eine Bleibe finden. Wie fast überall ging das nur, weil sich ehrenamtliche Helfer die Tage und die Nächte um die Ohren geschlagen haben, da die Städte, die Kommunen und letzendlich der Staat schlicht nicht in der Lage sind/ist, sich angemessen um die Flüchtenden zu kümmern und diese zu versorgen.

Bildschirmfoto 2015-09-25 um 22.20.11

Hier war für diese Hilfe ein Verein mit ausschlaggebend: das Potsdamer freiLand. Ein linksalternatives Jugendzentrum, das sowohl die Organisation als auch die Koordination und letztendlich die Umsetzung der Erstbetreuung übernahm. Dafür wurde nicht nur eine Facebook-Gruppe gegründet und ein Tumblr aufgesetzt, sondern am Ende natürlich auch vor Ort Arbeit geleistet, die ohne diese Menschen eben keiner leisten würde. Schon gar nicht die Stadt. Es wurde Wasser und Essen besorgt, ein WLAN gebaut, Spenden gesammelt und sortiert und an die Ankommenden weitergeleitet. Von Seiten der Stadt waren in diesen Nächten kaum Helfer vor Ort, nach ein paar Tagen übernahm dann das DRK die Orga und die Koordination. Wie die Menschen dort empfangen worden wären, wenn die Initiative des freiLands nicht stattgefunden hätte, kann ich nicht beurteilen, zunehmend aber habe ich das Gefühl, dass der Staat sich auf die Hilfe von Freiwilligen verlässt und auch deshalb eher träge reagiert – wenn überhaupt.

Eigentlich sollte die Arbeit, die Freiwillige Land auf, Land ab leisten, Sache der Kommunen sein, die damit absolut überfordert scheinen. Mely Kiyak hat darüber einen ganz großartigen Artikel geschrieben, der mir aus der Seele spricht: Brot dringend, Wasser sehr dringend!

„Und der Landwirtschaftsminister könnte mal die Industrie zwingen, dass sie den gesamten Bedarf an Milch und Brot für die Versorgung der Flüchtlinge übernimmt. Wer als Lebensmittelunternehmen die Felder der Welt plündert, Menschen und Ressourcen ausbeutet, soll sich anschließend um die Handvoll Hungrigen kümmern, die bei uns landen. Nestlé und Co! Ihr seid gemeint! 70 % der Agrarflächen Rumäniens werden von ausländischen Unternehmen kontrolliert. Aber sich aufregen, wenn arme Rumänen Deutschland betreten!

Nein, nein, Leute, wir müssen wütender werden. Und genauer aufpassen, dass wir nicht an die Stelle von Pflicht und Grundversorgung Hilfsbereitschaft setzen. Wir leben gerade den Traum der FDP. Der Staat zieht sich zurück und die Bürger springen ein. Ich möchte daran erinnern, dass wir als Bürger dieses Landes Steuern zahlen. Wir dürfen nicht nur, wir müssen laut werden und an unsere Politiker gerichtet sagen: Wir gehören zu den reichsten Ländern dieser Erde. Es ist Eure Aufgabe die Bedarfslisten durchzuklicken. Nicht unsere! Unsere Aufgabe ist es, die Flüchtlinge in unsere Mitte zu nehmen. Jeder, wie er kann.“

So sieht’s nämlich aus!

Nun ist es so, dass auch hier gesagt und geschrieben wird, dass die räumlichen Kapazitäten zur Unterbringung „knapp“ werden. Kein Wunder. Die Stadt verscherbelt seit Jahren alles, was sich irgendwie zu Geld machen lässt, um dort dann Eigentumswohnungen bauen zu lassen. Proberäume und oder Ateliers gibt es hier auch deshalb kaum noch welche, weil fast alle alternativen Kulturstädten über die Jahre auf Hochglanz saniert wurden, und auch deshalb jetzt zwangsläufig wirtschaftlich arbeiten müssen, weshalb aus den einst „alternativen“ Kulturstädten ganz fix kommerzielle wurden, die eigentlich immer nur furchtbar Langweiliges bieten. Manche Ateliers sind in alten noch nicht sanierten Immobilien von Leuten untergekommen, die sich Kunst „leisten wollen“ und das auch können. Freiräume, die noch nicht zu Geld gemacht wurden, gibt es kaum noch.

Nun ist die Stadt auf der Suche nach Möglichkeiten, Flüchtende unterbringen zu können. Dass man mit Krampnitz über die Jahre hinweg eine alte Russenkaserne mit der Infrastruktur einer Stadt hat schlichtweg vergammeln lassen, bis sich ein Investor finden konnte, scheint vergessen – darüber spricht ja auch keiner so gerne. Darüber, dass trotzdem in der Stadt immer noch Immobilien leer stehen, die von irgendwem in den letzten Jahren gekauft wurden, auch nicht. Auch darüber nicht, dass das erste Hotel im Zentrum immer miserabel gebucht ist, weshalb man es von Seiten der Stadt am liebsten hätte auch schon abreißen wollen. So gesehen wird es halt schon eng. Meint auch ein Autor des lokalen Tagesspiegel-Ablegers PNN, der jetzt in seiner Printausgabe ausgerechnet den Menschen vom freiLand vorwirft, keine Flüchtenden auf ihrem Gelände haben zu wollen.

Kurz zur Erklärung: Das freiLand ist hier in Potsdam die letzte echte alternative Kulturstädte. Sie bietet Proberäume, mit dem Spartacus den letzten echten, besuchbaren Dancefloor, einen Jugendclub, Ateliers und eine für Potsdamer Verhältnisse große Außenfläche.

Nun kam die Stadt wegen der oben, gänzlich selbst gebackenen Probleme, auf die Idee, dem Freiland ein paar Zelte auf die Freiflächen zu stellen, in denen sie Flüchtlinge unterbringen will. An sich kein Ding, machen die dort sicher gerne. Weiß ich. Weil genau die es ja auch erst möglich machen, dass das hier an anderen Stellen überhaupt erst funktioniert! Das Problem daran ist, dass man das auf der staatlich mittlerweile gerne gefahrenen Sparflamme zu machen gedenkt. In sogenannten Container-Zelten. Mit dutzenden Menschen, die auf engstem Raum zusammen leben sollen. Diese Art von Unterbringung also, die keiner wirklich gutheißen mag. Auch die immer engagierten Leute vom Freiland nicht. Zudem sind keinerlei Gemeinschaftsräume für die Flüchtenden geplant, ebenso wenig wie Küchenräume. Weil Container-Zelte eben scheiße sind. Zumal dann, wenn es wie hier, zur Genüge menschenwürdige Alternativen gäbe, wenn die Stadt sich endlich mal an ihre Pflichten erinnern und die Nummer mit der Sparflamme vergessen würde.

Also schreibt das freiLand einen offenen Brief an die Stadt, den ich hier mal komplett zitieren will, weil der Kontext das verlangt.

Offener Brief des freiLand 22.09.2015

freiLand: Refugees Welcome! – Containerzelte? No Way!

Seit Beginn der letzten Woche kommen immer mehr Flüchtlinge in Potsdam an. Das freiLand unterstützt die vielen Freiwilligen in der Heinrich-Mann-Allee 103 mit seinen Ressourcen von Beginn an. Dass diese Unterstützung auch auf dem eigenen Gelände weiter geführt werden soll, ist für alle Aktiven des Kulturzentrums selbstverständlich.

Am Montag dem 14.09.2015 erreichte uns über eine Arbeitsgruppe der Stadt Potsdam die Anfrage, ob auf dem freiLand-Gelände über einen längeren Zeitraum Unterkünfte für Geflüchtete aufgestellt werden könnten. Längerer Zeitraum bedeutet hier eine Unterbringung von Flüchtlingen über mehrere Jahre und nicht ein vorübergehendes Provisorium.
Nach den Plänen der Arbeitsgruppe handelt es sich um zwei Container mit Stoffdächern, welche mit einer Größe von 12 mal 30 Metern, jeweils 48 Geflüchteten Platz bieten sollen. Diese “Containerzelte” enthalten laut Angaben der Arbeitsgruppe nur Schlafplätze. Sanitäreinrichtungen würden zusätzlich auf dem Gelände installiert werden. Auf die Einrichtung von Gemeinschaftsräumen und Küchen soll nach Angaben der Arbeitsgruppe verzichtet werden. Es ist an eine Essensversorgung über ein Cateringunternehmen gedacht. Die Beheizung dieser Containerzelte soll über ein Heißluftgebläse erfolgen. Weitere sechs Container sollen an anderen Standorten in und nahe Potsdam platziert werden. Aus unserer Sicht ist diese Form der massenhaften Unterbringung von Geflüchteten über Monate und Jahre hinweg unzumutbar. Sie nimmt den Menschen die letzten Möglichkeiten, selbstbestimmt zu leben und zu handeln. Das ist einfach würdelos sowohl für die Flüchtenden, als auch für uns, die aufnehmende Gesellschaft. Mit den Prinzipien der Solidarität ist diese Art der Unterkunft nicht vereinbar. Wir sind überrascht ob der Ideenlosigkeit von Politik und Verwaltung.

Das freiLand ist sich in Anbetracht der aktuellen Situation seiner Verantwortung als öffentlicher Raum im vollem Umfang bewusst und absolut bereit, Menschen einen Zufluchtsort – auf bestimmte oder unbestimmte Zeit – zu bieten. Eine Unterbringung von Geflüchteten im freiLand ist für das freiLand-Plenum nur unter Voraussetzungen denkbar, die für die Menschen ein Mindestmaß an Wohn- und Lebensraumstandard und auch einen weiteren Betrieb des freiLand als Kulturzentrum zulassen.

Wir bieten an, gemeinsam mit der Stadt und anderen Akteuren Lösungen zu erarbeiten, welche für die Untergebrachten eine gewisse Lebensqualität ermöglichen.

Wir fordern die Stadt auf, für die Unterbringungen von Geflüchteten alle leerstehenden Immobilien zu nutzen, denn eine Behausung in gebläsebeheizten Containerzelten über Monate oder Jahre kann nicht eine in Betracht zu ziehende Antwort einer wohlhabenden Gesellschaft auf die humanitären Katastrophen unserer Zeit sein. Die Ertüchtigung von leerstehenden Gebäuden wie der ehemaligen VHS in der Dortustraße, der Fachhochschule am Alten Markt, des Kreiswehrersatzamtes in der Berliner Straße oder auch Gebäudeteile des Rechenzentrums müssen von der Stadt ernsthaft geprüft werden, anstatt finanzielle Ressourcen in die Errichtung dieser menschenunwürdigen “Zeltcontainer” zu investieren.

Wir laden andere Kultur- und Sozialeinrichtungen dieser Stadt ein, sich mit der langfristigen Unterbringung von Flüchtlingen zu beschäftigen. Wir sehen darin die Chance, ein gemeinsames Netzwerk aufzubauen, welches uns hilft diese Aufgaben kollektiv zu bewältigen.

Wir sehen eine weitere Möglichkeit in der momentan in Berlin diskutierten temporären Beschlagnahme leerstehender Gewerberäume gegen Entschädigung. Es existieren einige in Frage kommende Objekte, die wenigstens halb leer stehen, zum Beispiel in der Gartenstraße in Babelsberg oder in der David-Gilly-Str. in Bornstedt. Auch wenn eine Unterbringung in Büroräumen nicht optimal sein mag, ist sie einer Containerlösung allemal vorzuziehen.

Wir wollen alle möglichen Ressourcen zur Aufnahme von Geflüchteten ausschöpfen und trotzdem nicht den Fokus und die Kritik an den Fluchtursachen und gesamtgesellschaftlichen Problemen verlieren. Aktuell steht eine unsinnige und unmenschliche Asylrechtsgesetzesverschärfung an, die 100.000 Geflüchtete obdachlos und ohne Unterstützung zurückzulassen droht. – Das muss verhindert werden! In diesen Zeiten kann die lokale Hilfe nur ein Teil der Änderungen der gesamtgesellschaftlichen Zustände sein.

Öffnet die Grenzen und Häuser!

Ein sehr deutliches Statement, wie ich finde. Ihr Pfeifen in den Parlamenten, macht endlich eure Arbeit! Und macht sie endlich mal in voller Verantwortung.

Aber dann kam eben die PNN und versucht mit diesem Artikel, aus den immer Engagierten und Helfenden Flüchtlingsgegner zu machen.

„Die Nutzer des linksalternativen Jugendzentrums „Freiland“ wollen nicht, dass Asylbewerber neben ihrem Gelände untergebracht werden – zumindest dann nicht, wenn die Flüchtlinge in Hallen unterkommen und ihr alternativer Kulturbetrieb dadurch eingeschränkt würde.“

freiland

Geschrieben wurde das von Henri Kramer, der offenbar so was wie der Bild-Wagner der PNN werden will. Wenn man sich nur mal drei Minuten Zeit nimmt und das diesbezügliche Engagement des freiLands recherchiert, kann man Absurderes kaum noch schreiben. Delikater Weise kam die Printausgabe mit einer gänzlich anderen Headline. Dort stand nämlich sinngemäß, dass das freiLand keine Flüchtlinge haben will. Ausgerechnet das freiLand.

Vielleicht war er betrunken, vielleicht wusste er auch gar nicht, was er da schrieb, aber das ist der größte Mumpitz, den ich seit langem aus und über diese Stadt lesen musste. Ich meine, wie drüber kann man sein, wenn man schreibt, „Die Landeshauptstadt ist engagiert, macht im Vergleich zu vielen anderen Kommunen eine vorbildliche Flüchtlingspolitik.“, wenn ausgerechnet die Leute vom freiLand dafür sorgen, dass diese Menschen erstversorgt werden? Wo waren eigentlich die Vertreter der Stadt an dem Abend als die Busse aus Passau ankamen? Die Leute vom freiLand waren vor Ort. Und wo war Henri Kramer?

Und wenn wir gerade bei Mumpitz sind, ist die Bild natürlich nicht weit, die diesen Rotz einfach und offenbar unnachgefragt übernimmt. Um linke Alternativen diskreditieren zu können. Na klar. „Wir helfen“ und so. Am liebsten immer uns selber. Wir erinnern uns.




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Tüp* klaut in Hamburg ein Taxi und fährt damit Leute beim Oktoberfest in München

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(Foto: Emanuele, CC BY-SA 2.0)

Da hat ein 19-jähriger Hamburger ohne Führerschein weder Idee noch die Umsetzung derselbigen gespart, hat sich in Hamburg ein Taxi geklaut, ist mit diesem nach München gefahren und hat sich dort noch KFZ-Kennzeichen gezockt. Dann ist er zum Oktoberfest, hat sich dort fünf Tage lang als Taxifahrer ausgegeben, Leute gefahren und eine vierstellige Summe verdient.

Dann allerdings lief irgendwas aus der Planung, der Mann baute einen Unfall und beging Fahrerflucht. Als die Polizei ihn erwischt, werden in dem von ihm bewohnten Hotelzimmer eines Freundes, das der 19-Jährige ohne Wissen des Hotels seit gut einer Woche nutze, 8 Tütchen Marihuana gefunden. Außerdem fiel eine zur Bewährung ausgesetzte Haftstrafe wegen Lkw-Diebstahls auf.

Das dürfte sich jetzt summieren. Denn nach einer Unfallflucht in der Goethestraße und dem Hinweis einer Mitarbeiterin der Taxizentrale war die Polizei auf den 19-Jährigen aufmerksam geworden. Fünf Tage lang hatte der falsche Taxler Wiesn-Besucher chauffiert und dabei eine vierstellige Summe am Finanzamt vorbei eingestrichen.
(Sueddeutsche)

Der junge Mann hat demnach einen Roadtrip hingelegt, dessen Drehbuch jetzt gerne geschrieben werden könnte.

*Und Tüp immer mit „ü“.

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Pegida skandiert „Merkel nach Sibirien, Putin nach Berlin!“

Was genau nur stimmt mit diesen Menschen nicht? Die müssen doch am Ende vollends durcheinander kommen: Putin und Erdogan eröffnen in Moskau Europas größte Moschee.

Putin betonte, der Islam sei „eine der traditionellen russischen Religionen“. Die „majestätische“ Moschee passe zur „Hauptstadt eines geeinten, multinationalen und multikonfessionellen Landes“. Er sei sich sicher, dass das Gotteshaus ein Ort der „Aufklärung“ sein werde, an dem „humanistische Ideen“ vermittelt würden.

Vermutlich aber sind die ohnehin auch jetzt alle schon grenzwertig verwirrt.


(Direktlink, via reddit)

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Wo das „Refugees Welcome“-Logo herkommt

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Die Geschichte darüber ging die letzten Tage des öfteren an mir vorbei und ich kam nie wirklich zum Lesen. René hat das heute nochmal aufgegriffen, ich hatte gerade die Zeit und ich finde das nicht nur der sich verbreitenden Symbolik wegen interessant: Ein Antifa-Logo erobert die Herzen.

Vor drei Wochen habe ich mit Jugendlichen solche Buttons gemacht. Ohne genau zu wissen, wo das Logo seinen eigentlichen Ursprung hat. Ich mag das Logo und ich mag die Message. Das auch ohne zu wissen, wo der Ursprung dessen liegt, was ja heute auch schon gerne mal in die reputative Hose gehen kann.

Das ND hat jetzt mal genauer nachgeschaut und folgendes feststellen können:

„Im Grunde haben es die Berliner Antifas genauso gemacht und die Bestandteile des Logos von anderen übernommen. »Refugees welcome«, das wird seit Jahren auf Antira-Demos skandiert, die fliehende Familie, der das Logo seine emotionale Wucht verdankt, haben sie aus den USA »geklaut«. Wie sie darauf kamen, ob jemand dort im Urlaub war, politische Adaptionen gesehen oder das Handbuch der Kommunikationsguerilla gelesen hat, Ende der 90er ein ziemlicher Renner in linken Kreisen, weiß keiner mehr so genau. Es enthielt jedenfalls einen Hinweis darauf.

Ursprünglich war das Bild ein Hinweisschild auf Highways. Es warnte Autofahrer vor illegalen Immigranten, die möglicherweise überraschend die Straße überqueren. Das Zeichen war eine Antwort auf über 100 Tote, die bis 1990 innerhalb von nicht einmal fünf Jahren durch Verkehrsunfälle in der Nähe der mexikanischen Grenze ums Leben kamen. Erste Schilder der rennenden Familie wurden in Kalifornien im September 1990 aufgestellt.“

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