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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Peta fordert Copyright für Tier-Selfies

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Immer wenn man glaubt, absurder könnte es in der Manege des Copyrightzirkus‘ ja gar nicht mehr werden, kommt irgendwer daher und überzeugt einem vom Gegenteil. Diesmal: Peta, die die Urheberrechte für ein Foto des sechsjährigen Makaken Narutos gerne bei dem Affen sehen wollen. Dieser nämlich hatte sich 2011 die Kamera des britischen Fotografen David Slater gezockt und ein Selfie von sich gemacht. Das Bild wurde internetzberühmt.

Später landete es unter Public Domain auf Wikimedia, worüber der Fotograf sich beschwerte, was allerdings keine Konsequenzen hatte, denn bei Affen-Selfies gebe es kein Copyright, entschied die US-Copyright-Behörde.

Peta sieht das allerdings anders und verklagt jetzt den Fotografen David Slater.

„Die Tierschutzorganisation Peta hat gemeinsam mit Antje Engelhardt vom Deutschen Primatenzentrum bei einem Bundesgericht in San Francisco Klage im Namen des Affen eingereicht. Naruto von der indonesischen Insel Sulawesi müsse zum „Urheber und Eigentümer seines Fotos“ erklärt werden, heißt es darin. Das Urheberrechtsgesetz in den USA verbiete einem Tier nicht das Copyright, „und da Naruto das Foto gemacht hat, gehört ihm das Copyright, wie es jedem Menschen gehören würde“. Die Tierschützer wollen sämtliche Einnahmen durch das Foto verwalten und dem Tier zugutekommen lassen.“

Da wird der Affe sich freuen. Vielleicht spendiert ihm Peta ja auch einfach eine eigene Kamera – für weitere Selfies dieser Art.
(via René)

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Audio88 & Yassin – Schellen

Ich habe mich heute aus Versehen im Netz verirrt. Erst landete ich auf Facebook bei Focus Online in einer Kommentarspalte über „Linksextremismus“, dann stolperte ich in diese Kommentare von SVZ, die sich ein „Toleranz statt Angst“-Banner an ihr Medienhaus gehangen haben. Zu guter letzt bin ich dann bei der Sächsischen Zeitung gewesen, die berichtet, dass die Pegida-Spaten auch schon mal Kinder bedrohen, was Oberhampel Lutz Bachmann „scheiß egal“ ist, wie er sagt. Das sind alles keine Orte für mich in diesem Internet.

Nun meinen Audio88 & Yassin, dass Schellen manchmal helfen würden. Als Pädagoge bin ich davon alles andere als überzeugt, als Mensch und Internet-User kann ich diesen Impuls gerade beim Lesen diverser Kommentarspalten allerdings ganz gut nachvollziehen.

Und nein, ich halte „Spast“ deshalb noch lange nicht für einen geeigneten Diss.


(Direktlink, via Kleinstadtgedanken)

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Darmstadt: 20.000 Euro zerschnitten und weggeworfen

Irgendwer hat in Darmstadt jede Menge Euroscheine zerschnitten und weggeworfen. Die Polizei geht von 15.000 – 20.000 Euro in Scheinen aus. Wer der Geldzerschneider ist, ließ sich bisher nicht feststellen.

Das Ganze erinnert ein wenig an die Aktion von The KLF, die einst auf einer Insel Million britische Pfund verbrannt haben sollen. Bis dahin allerdings muss der Täter wohl noch so einige Mal an den Bankomaten.

Die Herkunft des Geldes bleibt weiterhin unklar. Teile der 500-, 100-, und 50-Euro-Scheine lagen beispielsweise vor einem Altglascontainer. In einigen Fällen vermuten die Beamten, dass die Geldteile durch den Wind verteilt wurden. Insgesamt soll es sich um 15.000 bis 20.000 Euro handeln – schätzt die Polizei. Um wie viel Geld es sich genau handelt, muss die Deutsche Bundesbank noch klären. Experten der Bank hatten sich bereits tagelang mit den Schnipseln beschäftigt.

Die Ermittlungen zur Herkunft der Scheine gehen weiter. Hinweise auf eine Straftat gibt es nicht. Es ist sehr wahrscheinlich, dass das Geld in einer Bank abgeholt und anschließend zerschnitten wurde. Quellen, die mit den Fakten vertraut sind, vermuteten gegenüber dem Tagesspiegel beispielsweise einen frustrierten Erben, der seinen Nachlass nicht mit den Angehörigen teilen wollte. Die Polizei in Darmstadt hofft zudem darauf, dass sich der „Geldzerstörer“ melden könnte.

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(Foto: Polizei Darmstadt, via René)

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Berliner Firma will keinen Nato-Draht nach Ungarn verkaufen

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(Foto: Frank C. Müller, CC-BY-SA 4.0)

Ungarn baut weitere Grenzanlagen, um Flüchtlinge nicht weiter nach Europa kommen zu lassen. Dafür braucht es Nato-Draht. Jede Menge davon. „Mitte Juli bat Ungarn in mehreren Ländern Hersteller von Nato-Draht, ein Angebot für Tausende Rollen einzureichen – ein Großauftrag“. Einer der angefragten Hersteller sitzt in Berlin Neukölln und will trotz eines geschätzten Auftragswerts von 500.000 Euro nicht nach Ungarn liefern. Der 39-jährige Geschäftsführer sagt: „Nato-Draht ist dafür da, kriminellen Taten vorzubeugen. Aber ich kann doch nicht einen Flüchtling, der nichts weiter hat als das, was er trägt, mit einem Kind auf dem Arm durch einen Nato-Draht laufen lassen.“

Es ist davon auszugehen, dass sich ein anderer Anbieter finden wird, der seinen messerscharfen Draht nach Ungarn verkauft, so dass Ungarn seine menschenunwürdigen Grenzanlagen ausbauen kann – es geht schließlich um viel Geld. Aber der Draht wird nicht aus Berlin kommen. Wenn die Waffenindustrie mal auch nur ein halb so großes Gewissen an den Tag legen würde, würde vielleicht generell weniger Nato-Draht gekauft werden.

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Graffiti-Entferner wird zum Wandbild

Der franzsösische Street Artist Combo hat letztens eines seiner Bilder auf eine Wand in Paris gebracht. Dieses wurde kurz darauf überstrichen.

Das Foto davon wiederum hat Combo später auf genau jene Wand gebracht, die überstrichen wurde.

Die Idee ist nicht ganz neu und gab es so ähnlich auch schon mal. Fetzt aber immer noch.

Das ganze kann man hier als Print kaufen und sich in die Bude hängen.
(via Jens)

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Rage Against The Machine live at Rock im Park 2000

Heute ist zwar Sonntag, eigentlich eher der Tag der gemäßigten Akustik, aber RATM geht hier immer. Schließlich haben die mir einst DAS Konzert meines Lebens beschert, weshalb ich für Live-Aufnahmen von Rage immer alles andere ausmachen würde. Sofort. Auch dann, wenn hier wie bei „Bombtrack“ entweder der Bass oder die Gitarre so ganz und gar verstimmt daherkommt. Tut kurz ein bisschen dolle weh, aber dann geht’s.


(Direktlink, via Blogrebellen)

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Rewe tut was

Gute Sache.

Ein Rewe-Supermarkt in Jüchen (Nordrhein-Westfalen) hat mit einer besonderen Aktion bei den Kunden für Aufsehen gesorgt. Am vergangenen Donnerstag waren auf einmal die Regale leer, in denen ansonsten Babynahrung angeboten wird. Bis auf ein paar vereinzelte Gläser war nichts mehr da.

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(via HaGeSo)

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Der kleine Mann: Zu Gast bei Freunden

Einmal ganz direkt und aktuell passend aufs deutsche Knie getreten. Es gibt wenig Gründe, sich gerade gegenseitig auf die kartoffeligen Schultern zu klopfen.

„Seit einiger Zeit ist die Welt in Deutschland wieder zu Gast bei Freunden! Aber wie sollen wir die Welt mit offenen Armen empfangen, wenn Ungarn da unten unser freundliches Großdeutschl Europa einfach zumauern? Das bringt den kleinen Mann diese Woche aber mal so richtig auf die deutsche Eiche!“


(Direktlink)

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