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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Videos Westberliner Straßen in den 1960ern

berlin60s

Facebook-User Frank Bremen-Berlin hat in den letzten zwei Wochen jede Menge Videos auf seinen Account geladen, die sich pro Clip jeweils mit den Veränderungen der gezeigten Straße zu Beginn der 1960er Jahre auseinandersetzen. Ich vermute, dass die Videos aus dem Archiv des SFB stammen, bin mir dessen aber nicht ganz sicher. Und auch wenn nicht, sind das ganz wunderbare Zeitdokumente.

Ich packe hier mal ein paar rein, die mich irgendwie persönlich tangieren, den Rest gibt’s bei Frank.

Steglitz, Schlossstraße. Weil wir nach dem Fall der Mauer immer dort shoppen gingen.

STEGLITZER SCHLOSSSTRASSE 1963

Posted by Frank Bremen-Berlin on Mittwoch, 10. Juni 2015

Bundesallee. Weil ich 30 Jahre später in dieser mal gewohnt habe.

BUNDESALLEE 1966

Posted by Frank Bremen-Berlin on Mittwoch, 10. Juni 2015

Müllerstraße.

MÜLLERSTRASSE

Posted by Frank Bremen-Berlin on Mittwoch, 3. Juni 2015

Turmstraße.

BERLIN – TURMSTRASSE 1964

Posted by Frank Bremen-Berlin on Mittwoch, 3. Juni 2015

Tempelhofer Damm.

TEMPELHOFER DAMM 1966

Posted by Frank Bremen-Berlin on Mittwoch, 17. Juni 2015

Clayallee.

CLAYALLEE

Posted by Frank Bremen-Berlin on Freitag, 19. Juni 2015

Karl Marx Straße.

KARL-MARX-STRASSE

Posted by Frank Bremen-Berlin on Freitag, 19. Juni 2015

Kurfürstenstraße.

KURFÜRSTENSTRASSE

Posted by Frank Bremen-Berlin on Donnerstag, 18. Juni 2015


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Echte Flüchtlinge lesen echte Tweets

Einmal in die Magengrube. Kaltland.

Als einer der von mir täglich betreuten, syrischen Flüchtlinge letztens abschätzig gefragt wurde, wieso er denn ein „doch so teures iPhone“ hätte, antwortete er: „Dafür habe ich hart arbeiten müssen. Du für deins nicht?“

Dass dieses Video von Katholisch.de kommt, spielt dabei für mich keine Rolle. Ich finde es total okay, dass Menschen hier an egal was glauben können.


(Direktlink, via Dobschat)

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Warum die „Ich-zerschneide-alles-und-verkaufe-es-auf-eBay“-Aktion am Ende Werbung und trotzdem genial ist

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Ich bekam vor ein paar Tagen eine Mail mit dem Hinweis auf ein paar eBay Auktionen eines Tüpen, der nach der Trennung von seiner Frau alles auf die Hälfte zerschneidet und dann auf eBay verscheuert. Die Mail kam von einer Agentur mit dem Hinweis auf einen „Ultra-Low-Budget-Kunden“, dem Deutschen Anwaltverein, für den diese Idee entwickelt wurde.

Man bat mir das „weltexklusiv“ an, wobei ich wusste, dass das nur ein Wort wäre, was sich extraleicht copy und pasten lassen würde. Ich brachte das nicht, auch wenn ich die Idee und vor allem die Umsetzung dieser ziemlich geil fand. Allerdings passten „Ultra-Low-Budget-Kunde“ und „Deutscher Anwaltverein“ für mich nicht so recht zusammen.

Ich mag die 2-3 Anwälte, an die ich mich hin und wieder leider wenden muss, wirklich sehr gerne, aber in der Summe hat dieser Berufsstand in den letzten Jahren gerade im Hinblick aufs Internet in meinen Augen echt Federn lassen müssen.

Und dann dieses „Wenn man heiratet, dann nur mit einem Ehevertrag, den dir dein Anwalt zusammenzimmert!“ Fuck. Als wäre Heiraten eine primär ökonomische Angelegenheit! Wir hier hatten bei der Hochzeit nichts und nannten sie wohl auch deshalb halbironisch „feierliche Änderung der Lohnsteuerklasse“. Und wir werden auch bei einer etwaigen Trennung nicht viel mehr haben. Weil wir eh immer alles gemeinsam schnell zu verbraten uns angewöhnt haben. Man weiß ja nie… Obwohl eine „Scheidung“ eh nicht zur Debatte steht.

Also lies ich das bleiben. Wohlwissend, dass das gut laufen würde, was es ohne Zweifel gerade tut.

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Dieses o.g. „weltexklusiv“ muss demnach auch an irgendwen anders rausgegangen sein, denn aktuell haben den Tüpen, der auf eBay Sachen verscheuert, die er nach der Trennung von seiner Frau durchgeschnitten hat, so ziemlich alle und jeder. National schrieb nach ein paar Blogs der Tagesspiegel darüber, die Nummer landete bei RTL, vermutlich hatte es auch Focus, was ich gerade nicht geprüft habe, aber bestimmt trotzdem. Jetzt geht die Nummer gerade auf englischsprachigen Blogs wie Bored Panda, Dangerous Minds und selbst in dortigen Medien um. Keine Ahnung, wer das sonst noch hatte, aber es dürften so einige sein. Zu Recht gar.

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Am Ende bekomme ich die Woche 1-17 Mails von Agenturen, die sehr viel Geld für irgendwelche Kampagnen auszugeben bereit sind, wenn man darüber schreibt. Hin und wieder mache ich das auch.

Und dann kommt diese Agentur aus Berlin und räumt alles weg. Versteckt, mit Hinblick auf die damit auszulösende virale Welle, die am Ende im Publishing fast nichts gekostet haben dürfte. Virales Guerilla-Marketing at it’s best.

Auszüge der Mail:

Hallo Herr Kraak,

[…]

Die Story: Ein Typ hat keinen Ehevertrag gemacht und verliert bei der Scheidung deshalb die Hälfte seiner Sachen an seine Ex-Frau. Deshalb sägt er alles durch und verkauft die verbliebene Hälfte dann bei ebay: iPhone, Rechner, sogar sein Auto. Das ganze ist seit heute bei ebay und sieht so aus:

http://www.ebay.de/sch/der.juli/m.html?item=201368555436&ssPageName=STRK%3AMESELX%3AIT&rt=nc&_trksid=p2047675.l2562

[…]

Auch wenn es nach Photoshop aussieht: Wir haben das alles wirklich in tagelanger Arbeit nach Feierabend von Hand durchgesägt und den Kram auch noch selbst von irgendwelchen Dachböden zusammengekratzt, weil es natürlich ein Ultra-Low-Budget-Kunde ist. Sonst hätten wir einfach Deutschland mit Plakaten zugepflastert und „MACH EINEN EHEVERTRAG!“ drauf geschrieben.

Die Aktion ist bisher völlig jungfräulich und noch nirgendwo gelaufen,

[…]

Beste Grüße

Vermutlich werden die von serviceplan.com mich ab nachher abgrundtief hassen, weil ich ihnen hiermit gerade ein bisschen die Tour vermassele. Aber dann hättet ihr mir halt nicht schreiben dürfen. Und Ihr hättet es eh irgendwann bekannt machen wollen. Sorry, dass ich das jetzt schon tue.

Bisher dürfte das eine der bisher fettesten Marketing-Kampagnen des Jahres 2015 sein.

Habt Ihr gut hinbekommen. Ich würde euch sofort „Low Budget“ beauftragen. Und ein kleines Sorry. <3 Das ganz dolle ernst gemeint.

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Unser Leben aus der Sicht unseres Smartphones: The Life & Death of an iPhone

Das auf ein iPhone zu beschränken ist natürlich Quatsch, denn es wird jedem Smartphone kein bisschen anders gehen. Aber die Idee dazu ist ziemlich geil. Denn wer fragt schon mal sein Phone, was es täglich mit uns durchmachen muss?

“The Life and Death of an iPhone” is shot entirely on an iPhone, edited on the iPhone about what it’s like to be an iPhone. Seen entirely from the phone’s point-of-view beginning with its inception through its life… death… and ultimately its reincarnation. This is not a PSA.

https://vimeo.com/131046102
(Direktlink)

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90er Deutschpunk-Mix: HKS97 – All I Know About Punk I Learned From Dosenbier

Ich hatte keine Ahnung, dass sich ein solcher Mix auf Soundcloud finden lassen würde, Millejano aber hat den trotzdem ausgegraben. Punk aus dem Deutschland der 90er Jahre (Mit Ausnahmen).

Einiges davon lässt sich heute nur noch schwer unironisch bis gar nicht mehr hören. Zum einen ist das total normal und auch okay so, zum anderen ist es doch ein wenig traurig. Damals war das meiste davon auch textlich so in mir gesetzt. Ich war 14 bis 20 und hörte das Zeug nur ein wenig seltener als Techno. Täglich. Irgendwie gehörte zu der Zeit für mich in Berlin auch beides zusammen.

In diesem Sinne; ich bin mal eben nochmal 18. Ganz ohne Drumcomputer.

Eine Geschichte des Krachs in drei Akkorden. Freude am Sitzen. Dosenbier.


(Direktlink)

Tracklist:
01 – EA80 – Häuser
02 – Zerstörte Jugend – Selbstmord
03 – Sluts – Anders
04 – Fehlfarben – Das war vor Jahren
05 – Aufbruch – Abend in der Stadt
06 – Neue Katastrophen – Degowski Beat
07 – Slime – Der Tod ist ein Meister aus Deutschland
08 – Hammerhead – Ich sauf allein
09 – Schleimkeim – Party im Cannabisbeet
10 – Rejected Youth – Antifascista
11 – Die Skeptiker – Straßenkampf
12 – Suicidal Tendencies – I shot Reagan
13 – Slime – Schweineherbst
14 – Knochenfabrik – Obdachlos und trotzdem sexy
15 – The Crowds – Little Big Horn
16 – Normahl – Pflasterstein flieg
17 – Blitzkrieg – Ohne Zukunft
18 – The Pig Must Die – Kulturbanausen
19 – A.C.K. – Leitkultur
20 – Kapitulation B.O.N.N. – Schweine
21 – Bratmobile – What’s wrong with you?
22 – Schleimkeim – Geldschein
23 – Youth Brigade – Fight to unite
24 – Kaput Krauts – Drei Liter Affenscheiße
25 – Antitainment – Ich mag Menschen
26 – Tocotronic – Alles was ich will, ist nichts mit euch zu tun haben
27 – Cock Sparrer – Take ‚em all
28 – Bärchen & die Milchbubis – Jung kaputt spart Altersheime
29 – Bikini Kill – Rebel Girl
30 – Chaos Z – Duell der Letzten
31 – Die goldenen Zitronen – Für immer Punk

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Facebook sperrt „Hooligans gegen Satzbau“

[Update] Hooligans gegen Satzbau ist wieder online.

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Die meisten, die schon mal versucht haben, menschenverachtende und volksverhetzende Inhalte auf Facebook an Facebook zu melden, wissen, dass die internen Kriterien bei Facebook ganz offenbar andere sind, als manch ein User zu ertragen vermag. Mit derartigen Inhalten scheint man es weit weniger ernst zu nehmen, als mit bspw. entblösten Menschenkörpern. Soweit – so bekannt. Die vielen ans virtuelle Herz gewachsene Gruppe Hooligans gegen Satzbau allerdings musste jetzt die Erfahrung machen, dass Facebook bei einem Spaß-Projekt wie diesem allerdings so gar keinen Spaß verstehen will, oder diesen nicht erkennen mag. So wurde in diesem Fall erst ein Admin ausgesperrt und mittlerweile die ganze Seite von Facebook suspendiert. Ob sie wiederkommen wird, steht aktuell in den digitalen Sternen.
 
 
Ich finde Seiten wie diese auch nur sekundär amüsant, aber gemessen an dem tatsächlich menschenverachtenden Dreck, der einem mitunter auf Facebook gezeigt wird, ist diese Maßnahme schlichtweg bigott.
(via Mimikama)

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