Zum Inhalt springen

Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Verkaufen Nichtwähler ihr Wahlrecht?

Michel Abdollahi und Janina Kalle waren für Panorama 3 nach der Schließung der Wahllokale in Bremen unterwegs und haben Nichtwähler gefragt, ob sie denn ihr Wahlrecht verkaufen würden. Dabei entsteht ein recht interessanter Spin, denn hiernach würden einige Menschen ihr Wahlrecht in Länder vergeben, die ein Wahlrecht offensichtlich viel nötiger haben, als dieses Land hier. Was aber wenn alle ihre Stimme nach Ruanda geben würden und hier keiner mehr wählen könnte? So wie derzeit in Ruanda.

Stell dir vor es ist Wahl – und jeder Zweite geht hin. Da lässt sich doch was machen: „Für wie viel würden Sie Ihr Wahlrecht abgeben?“ Michel Abdollahi geht in Bremen einkaufen…


(Direktlink)

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass „Wahlrecht“ auch das Recht impliziert, nicht wählen zu gehen und verurteile niemanden, der von diesem Recht Gebrauch macht. Aber das nur am Rande.

8 Kommentare

Stellungnahme des Westfalen-Blatts zu der Kolumne »Unsere Töchter schützen«

Jetzt ist auch beim Westfalen-Blatt selber angekommen, dass die von Diplom-Psychologin Barbara Eggert geschriebene Kolumne in der zum Westfalen-Blatt gehörenden „OWL am Sonntag“ mindestens neben der Spur war. Eggert empfiehlt in dieser einem Vater, seine Töchter nicht zu der Hochzeit seines Bruder mitzunehmen, der seinen Freund heiraten wird. Um sie zu schützen.

https://twitter.com/panne_t/status/600567635366060032

Das Westfalen-Blatt veröffentlichte nun folgende Stellungnahme.

Sollte die Einschätzung der Diplom-Psychologin Barbara Eggert Ihre Gefühle verletzt haben, so bedauern wir das außerordentlich. Wir bitten dafür ausdrücklich um Entschuldigung und versichern, dass uns nichts ferner lag als das. Wir haben Verständnis dafür, wenn beim Lesen insbesondere der kurzen Fassung der Kolumne »Guter Rat am Sonntag« der Verdacht der Homophobie entstehen konnte. Das WESTFALEN-BLATT weist aber zugleich den Vorwurf zurück, der Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit das Wort reden zu wollen.

Sehr selbstkritisch müssen wir einräumen, dass in der Kolumne so formuliert wird, dass der Text Kritik geradezu herausfordert. Das ist unzweifelhaft eine gravierende journalistische Fehlleistung, die die Redaktion in vollem Umfang zu verantworten hat. Wenn die Rede davon ist, dass die Kinder »verwirrt werden« könnten, dann fehlt zwingend die Erklärung, woraus dies resultieren könnte – nämlich nicht aus dem Besuch einer Hochzeit zweier Männer an sich, sondern dadurch, dass den beiden Töchtern des Ratsuchenden bisher jegliche Aufklärung über Homosexualität fehlt.

[…]

Geradezu absurd ist vor diesem Hintergrund der Verdacht, das WESTFALEN-BLATT empfehle »Kinder von Homosexuellen fernzuhalten«.

Wenn es sich nur halb so absurd gelesen hätte, wie man es durchaus verstehen konnte.

Eggert selbst rudert ein wenig mit den Armen. In der heißen Luft.

»Hier geht es nicht um meine Weltanschauung oder einen gesellschaftlichen Konflikt, sondern um ein ganz privates, nicht repräsentatives Problem eines verunsicherten Vaters. Ich habe ihm geschrieben, dass seine Kinder vielleicht nicht liberal genug erzogen wurden und ihm geraten, ein offenes Gespräch mit seinem Bruder zu suchen, um seinen Standpunkt zu erklären. Ich bin der Meinung, dass man alle Menschen ernst nehmen und respektieren muss, auch die, und gerade die, die anders denken als man selbst, alles andere würde mir intolerant erscheinen.«

5 Kommentare

Hannover: Möglicherweise Misshandlungen von Flüchtlingen in Polizeigewahrsam

Schwere Vorwürfe gegen Bundespolizisten in Hannover. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Sollte sich das so bewahrheiten, wäre es wünschenswert, dass die beteiligten Beamten mit mehr als nur 12 Monaten Bewährung rechnen müssten.

„In Hannover sind nach NDR-Hallo Niedersachsen und NDR Info-Recherchen möglicherweise Flüchtlinge in Polizeigewahrsam schwer misshandelt worden. Es bestehe unter anderem der Verdacht, dass Muslime gezwungen wurden, verdorbenes Schweinefleisch zu essen.“


(Direktlink, via Hakan)

3 Kommentare

Die Verteidigung des Kapuzenpullovers

3449680562_c476cff58a_z


(Foto: Fayez Closed Account, CC BY 2.0)

Essay und Diskurs über den Kapuzenpullover beim Deutschlandfunk. Ein Beitrag von Torsten Körner.

Still loving my Hoodies.

Überall scheint der Kapuzenpullover seine Ärmel im Spiel zu haben: Er macht offenbar gemeinsame Sache mit Räubern, Dieben, Hooligans, Neonazis, Falschspielern, jugendlichen Delinquenten, Dealern, Graffiti‑Sprayern.

Der Kapuzenpullover als leibhaftiger Dunkelmann. Verfolgt man das Image des Kapuzenpullovers, dann kann man den Eindruck gewinnen, der Pullover selbst sei ein Akteur, der Täter, derjenige, dem man das Handwerk legen müsse. Niemand weiß genau, welcher Verbrechen sich der Angeklagte schuldig gemacht hat. Es steht jedoch zweifelsfrei fest, dass der Kapuzenpullover oder auch Hoodie an zahlreichen Tatorten auf der ganzen Welt gesichtet wurde. Ist die Beweislast nicht erdrückend? Sind die grobkörnigen Bilder der Überwachungskameras etwa manipuliert?

[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2015/05/17/dlf_20150517_0930_2f48407f.mp3]
(Direktlink)

Einen Kommentar hinterlassen

Doku: B.B. King – The Life of Riley

Anlässlich des Todes von Blues-Legende B.B. King zeigte Arte gestern noch mal diese berührende Dokumentation über Riley B. King aus dem Jahre 2013.

Der König des Blues, wie B.B. King genannt wird, wurde 1925 in Itta Bena im US-Bundesstaat Mississippi als Riley B. King geboren. Seine Eltern trennten sich, als er vier Jahre alt war, und er wuchs bei seinen Großeltern auf. Im Alter von einundzwanzig Jahren kam er nach Tennessee in die Musikmetropole Memphis.
Schon früh wurde der junge Musiker mit den Auswüchsen eines unerbittlichen Rassismus konfrontiert, der bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts vor allem in den Südstaaten der USA zum Alltag gehörte. Doch B.B. King nahm sein Leben selbst in die Hand, kämpfte gegen alle Widerstände und überzeugte selbst die härtesten Kritiker des amerikanischen Musikgeschäfts von seinem Können. Er gastierte in den weltweit berühmtesten Konzerthäusern, brachte es auf mehr als 15.000 Auftritte, verkaufte mehr als 40 Millionen Tonträger und stieg zum König des Blues auf.
Der kompromisslose Dokumentarfilm versammelt die berühmtesten Rock’n’Roller der Welt, die den ungeheuren Einfluss von B.B. King auf ihre Musik reflektieren: Beispielsweise wollte John Lennon so gut Gitarre spielen können wie der King of Blues. Zahlreiche Interviews beweisen, dass King trotz seines Riesenerfolges ein bescheidener, bodenständiger und zutiefst engagierter Mensch geblieben ist.

Das aufschlussreiche und berührende Porträt des legendären Bluesmusikers B.B. King wird in der englischsprachigen Originalfassung erzählt von Morgan Freeman. Beiträge steuerten u.a. die Musiker Eric Clapton, Bono, Ringo Starr, Carlos Santana, Slash, Bonnie Raitt, Buddy Guy, Ronnie Wood, Mick Jagger und der Schauspieler Bruce Willis bei. Zwei Jahre lang begleitete der Dokumentarfilmer Jon Brewer seinen Protagonisten B.B. King und erstellte mehr als 250 Stunden Filmmaterial.


(Direktlink, via Blogbuzzter)

Einen Kommentar hinterlassen

Merkwürdiges aus dem Boiler Room

Die Moderation hätte man sich sparen können, aber die mitunter im Boiler Room stattfindenden Merkwürdigkeiten sind schon recht gut zusammengefasst. Den Herren aus dem letzten Clip hätte man allerdings auch gut vor die Tür setzen können.


(Direktlink, via BMI)

2 Kommentare

Nazi-Zombies auf fliegenden Haien: Sky Sharks

0531bd596806225e7690e2ac0a24c696_original

Wer meint, dass Sharknado noch lange nicht die Spitze der Filme über fliegende Haie sein sollte, kann jetzt auf Kickstarter mit dafür sorgen, dass Sky Sharks 2017 in die Kinos kommt. Und ich glaube, ich würde den gerne sehen. Ja.

Genre: Nazizombiehorrorsharkploitation.

Ein Geologen-Team legt tief im Eis der Antarktis eine Höhle frei, wo sie ein noch intaktes Nazi-Labor entdecken, in dem man anno dazumal modifizierte Haie – natürlich zu Welteroberungszwecken – gezüchtet hat, die zu fliegen in der Lage und deren Reiter genetisch mutierte untote Super-Menschen sind. Eine Taskforce aus reanimierten, in Vietnam gefallenen US-Soldaten – die Dead Flesh Four – wird zusammengestellt, um die Erde vor dem sicheren Untergang zu retten.

Wir beabsichtigen, mit SKY SHARKS den ultimativen Kultfilm zu erschaffen – einen, wie man ihn noch nie zuvor gesehen hat, der alle Genre-Filmfans auf der Welt mitfiebern lassen soll. Deutschland in seinen frühen 20er Jahren war die Wiege des Horrorfilms. Über die Jahrzehnte geriet das jedoch in Vergessenheit, und heute fristet der deutsche Genrefilm ein jämmerliches Dasein. Unsere Hoffnung ist es, mit SKY SHARKS nicht nur einen großartigen Horrorfilm zu drehen, sondern auch dabei zu helfen, Deutschland wieder auf die Genre-Landkarte zurückzubefördern.


(Direktlink)

5 Kommentare