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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Warum sieht man beim sogenannten „Deutschen Comedypreis“ eigentlich fast auschließlich nur Leute, die von mir aus alles sind, nur eben nicht lustig?

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Was ich am meisten mag, an Weihnachten, sind neben den freien Tagen die leuchtenden Kinderaugen, auch wenn das über die Jahre immer teurer schwieriger wird. Was ich am meisten hasse, ist der Einkauf für die tagelange Völlerei. Dafür aber, das ich dem Fest bis vor 5-6 Jahren so rein gar nichts abgewinnen konnte und am liebsten regelmäßig für eine Woche ausgewandert wäre, ein ziemlich guter Schnitt. Und jetzt mache ich das, was ich am meisten hasse: ich ruiniere mich in einem Großraumsupermarkt.

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Bayern bewirbt sich gerade als 53. Bundesstaat der USA außerhalb des Kernlandes. Seehofer will Gouverneur werden.
Für mehr reichts ja auch nicht.

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Die Spezies der Männer mit gezupften Augenbrauen kommt beim so genannten „Weihnachtseinkauf“ besonders häufig vor. Gerne treten sie dort vermehrt in Gruppen auf und wahrscheinlich auch aus. Danach gehen sie noch gemeinsam in das Solarium ihres Vertrauens um den Abend mit einer Zupfrunde abzuschließen.

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Ich glaub`, er kommt nicht mehr. Die Stadtreinigung hat heute seine gesamten Habseligkeiten entsorgt. Ein Leben, gepackt und sortiert auf einem Trolley, einfach in die Tonne.

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Das Jahr in Bildern

The Big Picture hat die Tage eine ziemlich umfangreiche Galerie mit den vielleicht wichtigsten Bildern des Jahres, die zumindestens sehr beeindruckend sind, einige davon verengen den Magen in schockierender Geschwindigkeit, andere sind atemberaubend.
The Big Picture: The year 2008 in photographs (part 1/3)
The Big Picture: The year 2008 in photographs (part 2/3)
The Big Picture: The year 2008 in photographs (part 3/3) kommt mit Sicherheit heute. Den Link trage ich nach.

SpOn bringt derweil die Unicef-Fotos des Jahres und angesichts dieser Bilder stellt sich mir die Frage, what the fuck is „die Finanzkrise“! Sicherlich ist dieser unmenschliche Wahnsinn zu erklären, zu verstehen ist er nicht. Was für eine abgefuckte Welt, in der wir hier leben.
SpOn: Die Unicef-Fotos des Jahres

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Ein sehr dicker, etwas ungepflegt wirkender Mann betritt den Bus. Er dürfte Ende 30 sein, locker 70 Kilo Übergewicht haben, an seinem Rucksack fehlt ein Träger, dafür hängt ein Marienkäfer in Form eines Kuscheltiers an dem Sack. Er wirkt in der Gesamtheit etwas tapsig, nett auch, so ein „Knuddelbär“ eben.

Er setzt sich 2 Reihen vor mir, so rum, dass ich ihm ins Gesicht sehen kann. Er holt tief Luft, greift entschlossen zum Telefon und wählt eine Nummer, die er nicht gespeichert haben kann, da er dafür zu oft auf die Ziffern tippt. Zumindest aber hat er die Nummer im Kopf, was ja auch schon mal was aussagt. Er ruft also jemanden an, der ihm zwar wichtig ist, dessen Wichtigkeit aber offenbar nicht ausreicht um als Nummer gespeichert zu werden. Aha.

Dann redet er in schier unglaublicher Lautstärke in das Telefon:
„JA; ICH BIN`S, BIST DU ES PETER?!?“
Die Dame vor mir, die wohl vor nicht allzu langer Zeit ihr Nasen,-und ihr Unterlippenpiercing gegen roten Lippenstift, Kajal und hochhackige Schuhe getauscht haben muss – man sieht noch die kleinen Stichnarben in ihrem ansonsten so glatten Gesicht -, sitzt dem Mann genau gegenüber. Sie fasst sich vor den Kopf wobei sie den selbigen schüttelt, brubbelt irgendwas Unverständliches und dreht ihn angewidert zur Seite.

Der dicke Mann redet weiter, schreit jetzt fast schon, in sein Telefon, was hier, außerhalb seines Handys, als komischer Monolog ankommt, man hört ja nur ihn reden.
„JA, ICH WOLLTE MAL FRAGEN, WAS DAS GESTERN SOLLTE, WARUM DU MICH GESTERN BELEIDIGT UND MIR SCHLÄGE ANGEDROHT HAST. ICH MEINE, DAS WAR JA NUN SCHON DAS ZWEITE MAL. ICH WOLLTE MAL WISSEN, WAS DAS SOLL?!?“
Pause. Offenbar redet Peter gerade.
„JA WEIßTE, PETER, ICH DACHTE, SEINE FREUNDEN BEGRÜßT MAN MIT HOCHACHTUNG?“ und meint wahrscheinlich „begegnet“, was aber egal ist.
Pause. Peter.
„ICH HABE JETZT FEIERABEND UND SITZE SCHON IM BUS. JA, KÖNNTE MAN MACHEN, ABER DU MUßT DANN AUCH MAL SEHEN, DAS DU DAS IN DEN GRIFF BEKOMMST IN ZUKUNFT. ICH MAG DAS NICHT HABEN, VERSTEHST DU? JA, BIN 14: 00 UHR IM IMBISS. DIE ERSTEN ZWEI GEHEN ABER AUF DICH!“
Während er das alles so mir nichts, dir nichts in den Bus ruft, drehe ich mich um und versuche eine versteckte Kamera zu entdecken. Das kann doch hier alles nicht wahr sein, denke ich mir so. Ich kann keine Kamera entdecken, außer der im Bus typischen.

Hinter mir sitzt ein abgemagerter Mann, vielleicht Ende 20, neben ihm sitzt seine Tochter, vier, vielleicht fünf Jahre alt. Sein suffgeschwängerter Atem kriecht mir über den Nacken in die Nase. Nach einer halben Stunde stelle ich fest, dass er in dieser Zeit nicht ein Wort mit seiner Tochter wechselt. Beim Aussteigen klappern in der NORMA-Tüte, deren Griffe, die um sein Handgelenk gebunden sind, volle Flaschen. Was da drin ist weiß ich nicht.

Die Bundeswehr geht heute offenbar geschlossen in den wohl verdienten Weihnachtsurlaub. Vor der Kaserne stehen gut einhundert Soldaten in Uniform. Fast alle tragen ihre Uniformen, was ich sehr ungewöhnlich finde, weil ich das so hier noch nicht gesehen habe. Ungefähr zwanzig der Soldaten besteigen den Bus. In Uniform. Alle zahlen nacheinander und einzeln, auch klar. Ich frage mich, wie es wohl wäre, wenn die alle mit den Linienbusen zu ihren Auslandseinsätzen fahren würden, verwerfe das als einen doch all zu quatschigen Gedanken und wünsche ihnen stumm ein friedliches Fest.

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Roboter, die Schallplatten abspielen, wofür sie eigentlich nicht mal einen Plattenspieler bräuchten. Ich bin versucht, hinter die letzten Videos zu schreiben „Oder so.“, denn ich frage mich manchmal, warum machen die sowas, die Menschen, im Fall der Mikrowellen zumindest. Hier aber frage ich mich noch eindringlicher, warum machen die sowas, die Roboter. Warum, zum Geier, spielen Roboter mit Vinyl? Was haben die davon?

(Direktlink, via today and tomorrow)

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