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Kategorie: Doku

Kontraste im Jahr 1988 über Skinheads in der DDR

Das die Bezeichnung „Skinhead“ damals wie heute gerne mal in missbräuchlicher Form benutzt wird – geschenkt. Das es auch in der DDR Neonazis gab, ist keine Überraschung, die Informationslage darüber allerdings recht dürftig. Wie nahe das WDR mit diesem Kontraste-Bericht aus dem Jahr 1988 tatsächlich an der Wahrheit war, lässt sich rückblickend wohl eher schlecht rekonstruieren, dass es allerdings neofaschistische Umtriebe gab, ist unumstritten, wie schon diese Doku über einen Nazi-Angriff auf die Ostberliner Zionskirche im Jahr 1987 zeigt.


(Direktlink)

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Doku: Ostprodukte im Westregal

Uns als Kindern wurde damals häufiger erzählt, dass in der DDR so einiges produziert wurde, was nicht für den dortigen Markt, sondern für den der BRD bestimmt waren. Man nahm das so mit und nach dem Mauerfall bestätigte sich das. Hier eine Doku über jene Produkte, die im Osten hergestellt, aber im Westen verkauft wurden. Dort, wo man eigentlich gerne vertuscht hätte, aus welcher Produktion die Waren tatsächlich stammten.

„Die DDR produzierte unzählige Konsumgüter für den Westen. So wurden etwa in Erfurt Schuhe für Salamander gefertigt, in Sachsen Unterwäsche für Schiesser. Ein Film von Anne Worst.“


(Direktplaylist, via Katrin)

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Wie die Stones „Sympathy For The Devil“ aufnahmen

Schönes kurzes Filmchen, was die Stones dabei zeigt, wie sie „Sympathy For The Devil“ einspielen. Part 1 von 2, der wohl die Tage nachkommt.

“sympathy for the devil is also the title of a producer’s edit of a 1968 film by jean-luc godard whose own original version is called one plus one. the film, a depiction of the late 1960s american counterculture, also featured the rolling stones in the process of recording the song in the studio.”


(Direktlink, via Wire to the ear)

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Doku: Wittstock statt Woodstock – Hippies in der DDR

Auch das gab es in der DDR. Auch wenn die Sehnsucht ganz offensichtlich größer als die Möglichkeiten war. Irgendwie war es anders, aber der Grundgedanke und der Wunsch nach Freiheit waren ebenso verankert, wie im Westen. 40000 Kilometer durch die DDR zu trampen ist schon wirklich awesome, und ich benutze dieses Wort so gut wie nie. Allerdings war auch das Risiko staatlichen Repressionen ausgesetzt zu werden so hoch, wie man im Westen sich das wahrscheinlich nicht mal annähernd hätte vorstellen können. Und kiek an, der Fotograf Harald Hauswald, der ganz zu Recht immer wieder mal durchs Netz wabbert, war quasi der fotografische Chronist der Blueser, Tramper, Kunden, Hippies der DDR. Tolle Doku, die ich mal in eine Playlist gepackt habe.

Oft konnte man Hippies trampender Weise am Straßenrand sehen, oder ihre für Außenstehende oft archaisch wirkenden Trinkgelage auf Volksfesten oder in Dorfsälen beobachten. Einig war man sich in dieser Szene in der Ablehnung zukunftsfroher DDR- und FDJ-Weisheiten und bei der Suche nach einem anderen, echten, „nichtspießigen“, nicht konsumorientierten Leben sowie der Sehnsucht nach einem feuchtfröhlichen Dasein. Die Tramperbewegung erreichte in der zweiten Hälfte der 70er Jahre ihren Höhepunkt. Die Hippies waren überall. Zu Ostern in Prag, im Sommer am Schwarzen Meer oder am Balaton und im Herbst in Krakau. Sie vergötterten die damalige westliche Popkultur: Jimi Hendrix, The Doors, Bob Dylan genauso wie die Sehnsucht nach Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. Wie ging der Staat mit diesen Aussteigern um? Und wie war die Szene organisiert?
„Hippies in der DDR“ zeichnet das Bild einer „unruhevollen Jugend“ in der DDR. Namhafte Publizisten, Musiker, Alltagsforscher und Szene-Aktivisten berichten aus unterschiedlichen Perspeketiven über historische Entwicklungslinien, einschneidende Ereignisse und den Stoff, aus dem Träume gemacht sind. Verblüffende Geschichten relativieren das Klischee der „geschlossenen Gesellschaft“.


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Ein alter Burger-Laden in Manhattan

This must be the place waren wieder mal unterwegs und haben einen der ganz außergewöhnlichen Plätze portraitiert. Dieses mal geht es um den in Midtown Manhattan liegenden Burger-Laden Prime, der dort 1938 eröffnet und seit Beginn der 60er Jahre nicht mehr verändert wurde. Die Mitarbeiter sind schwerst in Loyalität zu ihrem Laden verwachsen und lieben sowohl ihren diesen als auch ihren Job.


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BBC Doku: The Story of Rough Trade

Tolle Doku, die sich 90 Minuten lang um nichts anderes außer dem wohl berühmtesten Record Store der Welt kümmert.

The Rough Trade story begins more than thirty years ago on 20th February 1976. Britain was in the grip of an IRA bombing campaign; a future prime minister was beginning to make her mark on a middle England in which punk was yet to run amok; and a young Cambridge graduate called Geoff Travis opened a new shop at 202 Kensington Park Road, just off Ladbroke Grove in west London. The Rough Trade shop sold obscure and challenging records by bands like American art-rockers Pere Ubu, offering an alternative to the middle-of-the-road rock music that dominated the music business.

In January 1977, when a record by Manchester punk band Buzzcocks appeared in the shop, Rough Trade found itself in the right place at the right time to make an impact far beyond that of a neighbourhood music store. When Spiral Scratch was released in 1977, the idea of putting out a single without the support of an established record company was incredible. But Rough Trade was to become the headquarters of a revolt against this corporate monopoly – it was stocking records by bands inspired by the idea that they could do it themselves.

But selling a few independent records over the counter was not going to change the world. Early independent labels had to hand over their distribution to the likes of EMI or CBS. But one man at Rough Trade challenged that monopoly. Richard Scott joined Rough Trade in 1977 and became the architect of a grand scheme that was nothing short of revolutionary: independent nationwide distribution.

The shop could now offer experimental musicians the chance to sell records nationwide and so it was inevitable that Rough Trade became a record label in its own right. In 1978 the Rough Trade label was born and by the end of the year it had released a dozen singles by an eclectic mix of post-punk artists and become not just an alternative ideological force, but genuine competitors in the commercial music world.


(Direktlink, via Mursuppe)

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Kurz-Doku über den Spiral Tribe in den 90ern

Schöne, wenn auch etwas kurze Doku von Marcus Kanter über das Soundsystem Spiral Tribe. Kanter zeigt hierbei die Aktivitäten der Protagonisten im Österreich Mitte der 90er.

Spiral Tribe ist ein internationales Soundsystem, das zu den Protagonisten des Freetekno und der Rave-Bewegung zählt.
Spiral Tribe trat für ein überregionales Publikum erstmals in den frühen 1990er Jahren durch die Veranstaltung mehrtägiger bis mehrwöchiger (!) unangemeldeter Tekkno-Events (Teknivals) in Erscheinung. Die meisten Aktivisten der losen Vereinigung stammen aus England, hinzu kamen Aktivisten aus Frankreich, Österreich, Deutschland und Italien. Spiral Tribe hat stets unabhängig und im Untergrund agiert. Nach einem unangemeldeten Festival in Castlemorton (England) im Mai 1992 mit 30.000 Besuchern wurden 23 Aktivisten verhaftet. Durch den nachfolgenden langwierigen Prozess wurde die Gruppe einer großen Öffentlichkeit bekannt.
Nachfolgend fanden zunächst viele Veranstaltungen auf dem europäischen Festland, insbesondere in Berlin und Paris statt, aber aufgrund rechtlicher Probleme wurden Veranstaltungen in Deutschland selten und die stets halblegalen Veranstaltungsaktivitäten verlagerten sich nach Prag oder an verschiedene Orte in Frankreich. Die Gruppe agierte auch nicht mehr geschlossen, sondern eine Vielzahl von Zellen verteilte sich über Europa und prägte international den Begriff Teknival für subkulturelle Techno-Events.


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Bob Dylan Doku: Eat the Document

Es gab eine Zeit in meinem Leben, in der ich mir ein selbiges ohne die Musik von Bob Dylan nicht hätte vorstellen wollen und noch weniger hätte können. Das ist jetzt eine ganze Weile und wir haben uns beide voneinander entfernt. Was heute von ihm kommt, interessiert mich nicht Bohne, aber es gibt da diese eine Platte in meinem Schrank, die ich immer noch gerne hin und wieder mal im Ohr habe. Auch deshalb finde ich diese Doku hier verdammt interessant.

Dylan fährt stoned mit John Lennon Taxi. Todd Haynes stellt diese krude Fahrt später mit der wunderbaren Cate Blanchett nach. Szenen im Hotel mit Robbie Robertson beim Songschreiben oder das Pianoduett mit Johnny Cash sind die Highlights eines fahrigen Dokuments. Oder das Interview mit dem Konzertbesucher, der während des zweiten Teils der Show, als Dylan zum ersten Mal zur elektrischen Gitarre griff, diesen als Judas beschimpfte. Der Sender ABC entschied sich dennoch, den Film nicht zu senden. Zu unmainstreamig! Dylan editierte den Film sogar ungelernt selbst. Martin Scorsese benutzt später einige Szenen für No Direction Home.


(Direktlink, via Jahrgangsgeräusche)

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