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Kategorie: Doku

Wie vor 50 Jahren Film hergestellt wurde

Diese Doku aus dem Hause Kodak kommt wahrscheinlich mindestens 50 Jahre zu spät, zumal der dort gezeigte Film einige Jahre später schon ausgesorgt hatte und durch ein kleineres Format ersetzt wurde. Zum anderen aber auch deshalb, weil die digitale Fotografie heute jegliche Filmrollen überrundet hat. Das beides allerdings ändert nichts daran, dass es immer noch verdammt interessant ist, zu sehen, wie Filme vor 50 Jahren hergestellt wurden.

This fascinating 1958 documentary titled „How film is made“, that documents the production process and birth of photographic and cinematic film, was initially uncovered as part of a heritage in the Netherlands. Although its exact source and purpose are as of yet still unknown, it may have been an instructional film for new employees at Kodak’s factories world wide, and was probably used as a promotional film for the general public as well.


(Direktplaylist, via MeFi)

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Doku: T.C. Boyle

Von fast keinem anderen habe ich dessen Bücher so sehr verschlungen, wie jene von T.C. Boyle. Und Wassermusik gehört immer noch zu meinen Allzeit-Lieblingen. Kurz gefolgt von Drop City.

Die Dokumentation begleitet TC Boyle an die Orte, an denen der 60-Jährige, die meiste Zeit verbringt: Sein Haus in Santa Barbara, seinen Rückzugsort, das Dorf Ponderosa in den Sequoia Mountains und auf Lesereise. Der Film gewährt Einblick in Boyles literarisches Schaffen und zeigt, wo der Autor seine Jugend verbrachte.
Boyle wuchs im Bundesstaat New York auf, entdeckte dort seine Liebe zur Natur, driftete in den späten 60ern in die Hippieszene und begann damals, alle Arten von Drogen zu nehmen. Doch er zog sich selbst aus diesem Sumpf, ging seinen Weg, ließ sich weiterhin nicht verbiegen und begann über seine Obsessionen zu schreiben, über Themen, die noch heute seine Werke bestimmen: Die Suche nach einem Vater, Rassismus, unterschiedliche soziale Klassen, der Mensch zwischen Vorausbestimmung und seinem freien Willen, Kulturimperialismus, über den Krieg der Geschlechter und „sexuellen Waffenstillstand“.
Sexuelle Obsessionen und Abnormalitäten tauchen in einigen seiner Werke immer wieder auf und stehen dabei in Kontrast zu seinem eigenen Leben. TC Boyle gründete schon in jungen Jahren eine Familie, seine drei Kinder sind bereits erwachsen. Ein Leben in geordneten Bahnen und voller Disziplin, in dem ihm nur eine Sucht geblieben ist: „Wenn du eine Geschichte fertigstellst und alles zusammenpasst, hast du dieses immense Glücksgefühl. Es ist beinahe eine Extase, es gibt kaum ein vergleichbares Gefühl, es ist wie ein Heroinschuss. Und genau wie bei der Droge willst du es wieder tun. Sobald die Extase vorbei ist, willst du es wieder tun“, bekennt er.


(Direktlink)

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Trailer: TonBandMaschine – Elektronische Musik in Deutschland

Offenbar gibt es diese höchst interessante Doku schon seit dem Frühling, ich bin aber eben erst beim Groove Mag darüber gestolpert, die einen nicht minder interessanten Artikel über die Protagonisten haben. Inhaltlich hangelt sich die Doku an den eigentlichen Pionieren lange vor Kraftwerk entlang und hat jede Menge alte Hardware am Start. Gear Porn mit ganz viel Leidenschaft zur Sache.

Die künstlerischen und technischen Leiter der Studios für Elektronische Musik des WDR in Köln, der TU in Berlin, des SWR in Freiburg und des ZKM in Karlsruhe erzählen die Geschichte ihrer Studios, und damit die Geschichte der elektronischen Musik in Deutschland:
Ein Rückblick auf die Anfangszeit und die technischen Veränderungen in den letzten 50 Jahren, ein Blick auf die Zusammenarbeit zwischen Komponisten und Technikern und ein Ausblick auf die Zukunft der Studios.

Momentan ziehen die mit der Doku über einige Festivals, aber wenn das hier mal irgendwie in der Nähe zu sehen sein sollte, werde ich dabei sein.


(Direktlink)

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BBC-Doku über Steve Jobs: Billion Dollar Hippy

Ich mag den Titel wirklich sehr, obwohl ich für meinen Teil gar nicht so unkritisch mit Apple umgehe – weil mir einfach zu vieles daran tierisch auf den Sack geht. Aber Jobs hat nun mal vieles verändert, um nicht „revolutioniert“ zu sagen. Unter anderem den Umstand, wie ich heute Musik produzieren, oder Videos schneiden kann. Dafür bin ich verdammt dankbar. Die BBC dokumentiert in dieser Doku das Leben von Jobs und sein Vermächtnis.


(Direktlink, via TDW)

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Apple-Doku: „Das Coolness-Diktat“

Sehenswerte Doku über den Apple-Irrsinn.

Die Produkte der Firma Apple, seien es Computer oder Telefone, vermitteln den Käufern beziehungsweise Nutzern eine bestimmte Lebensart und die Zugehörigkeit zu einer besonderen – oft auch als elitär bezeichneten – Gruppe der Gesellschaft, die äußerst anziehend wirkt. Durch den Kauf eines Macintoshs, eines iPhones oder iPods fühlt sich der Verbraucher automatisch auf einer Stufe mit Künstlern und anderen Antikonformisten.
Wie hat es die Firma Apple, die in einer bescheidenen Garage in Kalifornien ihren Anfang nahm und zu einem weltweit agierenden Konzern aufgestiegen ist, geschafft, die Kunden selbst zu den effizientesten Missionaren der Marke zu machen? Sogar das Logo – ein angebissener Apfel – steht für Rebellion und Freiheit. Apple scheint zu einer Art neuer Religion oder Weltanschauung geworden zu sein. Und ihr Guru heißt Steve Jobs, der vor kurzem gestorbene geniale Erfinder der kalifornischen Marke.


(Direktlink)

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Doku: Hacker – Portrait einer Gegen-Kultur

3sat hat in ihrer Mediathek seit heute diese superinteressante Hacker-Doku. Vielleicht ist mal jemand so lieb und schiebt das Teil am Stück zu Youtube rüber – ich darf da nur 15 Minuten hochladen. (Danke, Renè!)

„Sie sind Hacker aus Leidenschaft und ständig auf der Suche nach neuen Problemen und ihren Lösungen. Sie leben in einem unendlich anmutenden Beschleunigungszustand von Daten und Informationen, dem sich der junge Leipziger Filmemacher Alexander Biedermann für die Zeit des Films angeglichen hat. Dabei sind ihm erstaunliche Einblicke in eine Szene gelungen, in die der ‚gemeine User‘ sonst nie vordringt.“


(Direktlink,via @barbnerdy)

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Graffiti-Movie „UNLIKE U-Trainwriting in Berlin“ komplett online

Da biste einen Tag mal nur sekundär im Netz unterwegs, kommt die Doku, auf dessen Komplettpräsenz im Netz du schon ewig wartest, tatsächlich ins Netz. Auch wenn die Gründe dafür nicht ganz so blumiger Natur sind. Es gibt da wohl eine Unterlassungsklage der BVG, die die Verbreitung des Films zu untersagen versucht.

Die Unterlassungsklage kam zustande, weil die Filmaufnahmen der (leider) illegalen Malaktionen auf dem Gelände der BVG nicht angemeldet waren: „Die offizielle Begründung laute, die Filmemacher hätten die Aufnahmen auf dem Gelände des Unternehmens vorher nicht angemeldet. Dies ist bei illegalen Sprühaktionen aber nicht gerade üblich, und die Filmemacher hätten ohnehin für viele Szenen die Dreharbeiten selbst dann nicht anmelden können, wenn sie gewollt hätten. Das Videomaterial hatten die Filmemacher von den Sprayern zugeschickt bekommen.“

Und bevor der Film dann eventuell komplett aus dem Handel verschwindet, hat man sich entschlossen, ihn komplett ins Netz zu pumpen. Hier zu sehen auf Vimeo. Hätte man bei dem ohnehin gleich von vornherein machen sollen, aber mich fragt ja keiner. Blöd nur, dass auch das dann nicht barrierefrei ging, und das Einbetten nur für erlaubte Personen möglich ist. *gnarf*
(via Nerdcore)

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