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Kategorie: Doku

Techno-Doku: „Zeitgeist Stammheim“

Dokus über Techno in Deutschland gibt es dutzende, ganz konkrete Dokus über einzelne Clubs wohl eher nur wenige. Die einzige, die mir da einfallen würde, ist die, die es über den Tresor mal gab – das war es dann schon.

Aber auch andere Städte hatten schöne Clubs – so wie Kassel das Stammheim. Und obwohl ich damals verdammt viel zum Feiern in der Republik unterwegs war, bin ich dort nie gestrandet. Könnte durchaus an dem dort damals gemochten Sound liegen.

Once Upon a Time in … Kassel. Der Techno-Club “Auschwung Ost”, später “Stammheim”, eröffnete 1994 in Kassel und war Herberge für tausende Technoliebhaber bis zur Schließung 2002. Schon in den ersten zwei Jahren nach der Eröffnung ist er zweimal zum besten Techno-Club Deutschlands gewählt worden, und plötzlich war Kassel Magnet für hunderte Techno-Fans aus ganz Deutschland. In den 90er Jahren entstand eine neue Subkultur, die Techno-Szene. Sie zeichnet sich aus durch ein ausgeprägtes Gleichheitsgefühl zwischen Akademikern und Arbeitern, Jungen und Alten. Dieses neue Gefühl wird mit ekstatischem Tanzen bis zur körperlichen Erschöpfung unter dem Motto “Love, Peace and Unity” celebriert. Das Stammheim hielt diesen Zeitgeist der 90er am Leben. Heute existieren kaum noch Techno-Clubs die ein solches Zugehörigkeitsgefühl vermitteln. Ist die Techno-Szene zur Normalität geworden und das außergewöhnliche Gemeinschaftsgefühl verloren gegangen? Wie hat die Techno-Kultur sich weiterentwickelt? Die Dokumentation der beiden ehemaligen Betreiber, Christine Lyschik und Tim Richter, dürfte bei den damals Anwesenden jede Menge Erlebnisse und Gefühle auslösen. Für alle die wissen wollen was damals wirklich los war wurden DJ Rush, Chris Liebing, Pierre und Chi und auch viele mehr interviewt.


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Der inoffizielle Tourneefilm über die Rolling Stones online: „Cocksucker Blues“

„Cocksucker Blues ist ein inoffizieller Film der Exile on Main St.-Tour von Robert Frank, der nie veröffentlicht wurde, da er das Tourneeleben der Stones ungeschminkt mit Sex- und Drogenszenen zeigt und deshalb für ein breites Publikum als ungeeignet erschien. Breites Publikum ist in dem Zusammenhang schon witzig. Die Stones selbst sahen sich auch falsch in Szene gesetzt. Sie fürchteten wohl Konsequenzen oder Imageverlust.“


(Direktlink, via Jahrgangsgeräusche)

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Der Film „Joe Strummer: The Future Is Unwritten“ komplett online

Irgendwer war so freundlich und hat Julien Temples wunderbaren Portrait-Film „Joe Strummer: The Future Is Unwritten“ auf Vimeo geladen. Ich gehe davon aus, dass der dort keine zwei Tage mehr durchhält, aber wer schnell genug ist, kann ihn dort jetzt sehen. Rock the Casbah!

Der Film porträtiert den Musiker jenseits der Mythen und Legenden, die sich um die Begründer des Punkrock ranken. Strummers Ideen, Erfahrungen und Erfolge sind der Brennpunkt der Geschichte, die Julien Temple zu einem epischen Abenteuer arrangiert. In virtuos geschnittenen Bildern inszeniert er die Erinnerung an Strummer, bringt Musik und Persönlichkeit, Politik und Menschlichkeit zusammen.


(Direktlink, via Dangerous Minds)

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„Journey to Jah“ – Doku über zwei weiße Männer im Reggae auf Kickstarter Project


(Direktlink, via Marco)

Journey to Jah – das könnte eine durchaus außerordentlich interessante Dokumentation werden, in dessen Fokus die beiden Europäer Alborosie und Gentleman stehen, die über ihr Verhältnis zum und ihr Leben mit dem Reggae reden. Den beiden Machern, Noël Dernesch & Moritz Springer, allerdings fehlen für die Umsetzung noch $60.000, weshalb sie dieses Kickstarter Project gestartet haben. Und wenn ihr alle fleißig mit spendet, könnten wir diese Doku irgendwann im Kino sehen.

Ein Kino-Dokumentarfilm von Noël Dernesch & Moritz Springer produziert von Port-Au-Prince Film & Kultur Produktion GmbH

Im Reggae steckt Kraft für Veränderung!
Reggae ist weitaus mehr als Musik, es ist Ausdruck eines Lebensgefühls und einer politischen und spirituellen Gesinnung.

JOURNEY TO JAH ist ein Kinodokumentarfilm über Gentleman und Alborosie, zwei weiße Musiker, die sich einer schwarzen Kultur verschrieben haben. In Jamaika fanden sie ihre spirituelle und musikalische Heimat. Inzwischen sind sie international gefeierte Reggae-Musiker.

Der Film begleitet die beiden auf ihrer Suche nach Authentizität, Heimat und Anerkennung in einem schwarzen Kulturkreis, dessen Alltag durch den Kampf der Jamaikaner für eine bessere Gesellschaft geprägt ist.

Durch Alborosie, Gentleman und deren Begleitern – jamaikanischen Professoren, Philosophen, Manager, Politiker und Ghetto-Bewohner – entfaltet sich ein faszinierendes Konstrukt aus Musik, Politik und Spiritualität. Dabei drängen sich universelle Fragen auf: Wie lassen sich Utopien leben? Worin besteht die Kraft, Menschen über persönliche, gesellschaftliche und kulturelle Grenzen hinaus, zu verbinden?

Schade wäre, wenn sich die dafür benötigten $60.000 nicht zusammenfänden. Dann nämlich fällt diese Doku flach, was ich sehr bedauern würde. Und überhaupt: eigentlich hätte diese Doku längst gemacht sein müssen. Wozu haben wir die GEZ, arte, die Musiksender?!

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Resident Advisors Musik-Doku-Reihe “Real Scenes” über Techno in Berlin

RAs dritter Teil der Doku-Reihe „Real Scenes“, die sich mit den Szenen der elektronischen Musik in verschiedensten Städten des Planeten befasst. Diesmal aus, über und mit Berlin, was total super ist. Weil Berlin schon immer was ganz besonderes war, wenn es um Techno ging, weil das Berlin ist, wie man es kennt und wie man es zu lieben weiß.

Hier die ersten beiden Teile über Bristol und über Detroit.

For the third edition of Real Scenes, RA and Bench go to one of the most special places for electronic music in the world: Berlin. When the Berlin Wall came down in 1989, techno became the underground soundtrack to the reunion between East and West. In recent years, it’s become an international destination for ravers—a cheap place to party with clubs that are renowned throughout the world.

Techno has become a business in the meantime. Yet Berlin still maintains a credibility that other cities lack. To understand why, RA and Bench went to the German capital eager to find out about its unique history and the reasons behind its continued relevance.


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Kurz-Doku: Dub FX

Wenn ich irgendwann mal wieder die Aufgabe und/oder das Geld haben sollte, einen Floor so zu buchen, wie ich ihn haben will, ist ein Mann definitiv dabei: Dub FX. Grounded TV hat ihm etwas Zeit überlassen, über sich und über das zu reden, was er liebt, was er macht und warum.

Ich will den endlich mal live erleben können.


(Direktlink, via Deepgoa)

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Doku: Pornografie made in GDR

Am Wochenende lief auf arte ein Themenabend mit Fokus auf Pornografie in der DDR. Ich hatte das nicht gesehen, finde das Thema allerdings dennoch interessant, weil es voll Doppelmoral und staatlicher Regulierungswut ist. Hier eine Doku zum Thema, die schon etwas älter ist, dennoch gerade wieder aktuell auf arte gezeigt wird.

An Zeitungskiosken im Arbeiter- und Bauernstaat DDR gab es wenig zu entdecken für Voyeure. Keine bunten Busenwunder. Im Inneren einschlägiger Druckerzeugnisse ging es zwar etwas offener „zur Sache“, dennoch gab es nicht allzu viele nackte Tatsachen zu entdecken. Und selbst die wenigen, eher verschämten Aktfotografien, die beispielsweise im „Magazin“ zu bestaunen waren, reichten jenen, die nach mehr verlangten, nicht aus. Auch die weit verbreitete FKK-Bewegung hatte mit „entfesseltem Sex“ wenig zu tun. Der Bedarf an Pornografie hörte auch im real existierenden Sozialismus nicht auf, die Fantasie der Leute zu beflügeln; und wie bei allen anderen Mangel-Erscheinungen erwiesen sich die DDR-Bürger auch bei der „sexuellen Reizbeschaffung bzw. -bewältigung“ als sehr erfinderisch. Da es faktisch keine entsprechenden Erzeugnisse zu kaufen gab, machten sich einige geschäftstüchtige Fotografen und Amateurfilmer daran, „Schlüpfriges“ selbst zu kreieren bzw. zu importieren.


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