3sat hat in ihrer Mediathek seit heute diese superinteressante Hacker-Doku. Vielleicht ist mal jemand so lieb und schiebt das Teil am Stück zu Youtube rüber – ich darf da nur 15 Minuten hochladen. (Danke, Renè!)
„Sie sind Hacker aus Leidenschaft und ständig auf der Suche nach neuen Problemen und ihren Lösungen. Sie leben in einem unendlich anmutenden Beschleunigungszustand von Daten und Informationen, dem sich der junge Leipziger Filmemacher Alexander Biedermann für die Zeit des Films angeglichen hat. Dabei sind ihm erstaunliche Einblicke in eine Szene gelungen, in die der ‚gemeine User‘ sonst nie vordringt.“
Da biste einen Tag mal nur sekundär im Netz unterwegs, kommt die Doku, auf dessen Komplettpräsenz im Netz du schon ewig wartest, tatsächlich ins Netz. Auch wenn die Gründe dafür nicht ganz so blumiger Natur sind. Es gibt da wohl eine Unterlassungsklage der BVG, die die Verbreitung des Films zu untersagen versucht.
Die Unterlassungsklage kam zustande, weil die Filmaufnahmen der (leider) illegalen Malaktionen auf dem Gelände der BVG nicht angemeldet waren: „Die offizielle Begründung laute, die Filmemacher hätten die Aufnahmen auf dem Gelände des Unternehmens vorher nicht angemeldet. Dies ist bei illegalen Sprühaktionen aber nicht gerade üblich, und die Filmemacher hätten ohnehin für viele Szenen die Dreharbeiten selbst dann nicht anmelden können, wenn sie gewollt hätten. Das Videomaterial hatten die Filmemacher von den Sprayern zugeschickt bekommen.“
Und bevor der Film dann eventuell komplett aus dem Handel verschwindet, hat man sich entschlossen, ihn komplett ins Netz zu pumpen. Hier zu sehen auf Vimeo. Hätte man bei dem ohnehin gleich von vornherein machen sollen, aber mich fragt ja keiner. Blöd nur, dass auch das dann nicht barrierefrei ging, und das Einbetten nur für erlaubte Personen möglich ist. *gnarf*
(via Nerdcore)
„Chlorine: A Pool Skating Documentary (2003) ist eine 45 Minuten lange Skater-Doku mit Rollbrettfahrern wie Steve Alba, Dave Reul, Lance Mountain, Brian Patch, Tony Alva & Steve Olson.“
Eines der ganz wenigen, wenn nicht gar das einzige Festival auf deutschem Boden, welches ich bisher noch nicht besucht habe, obwohl ich mir das jährlich aufs Neue vornehme. Nach der Sichtung dieser Zusammenfassung des diesjährigen, nunmehr zum 14 Mal stattgefundenem Nachtidigital, wird dieses Gefühl nicht gerade kleiner. Im Gegenteil.
Wer die letzten Tage noch nicht genug Anlass zum Kotzen hatte, hier noch ein Nachschlag. Und zwar einer, über den man ernsthaft nachdenken sollte, weil sich der Staat aus bestimmten Bereichen des sozialen Lebens zurückzieht und somit Platz macht für die Bauernfänger der Nazis. Ein Film der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen aus dem Jahr 2007.
Ein kostenloses Kinderfest der NPD, nationale Krabbelgruppen, Sozialberatung für Hartz-IV-Empfänger im Parteibüro: die NPD gibt sich familienfreundlich und sozial engagiert.
[…]
Diese NPD-Ideologie wird Kindern und Jugendlichen in den nationalen Krabbelgruppen und den rechtsradikalen Fußballverein mitgegeben. Experten warnen daher vor der neuen, langfristig angelegten Strategie der NPD, mit der eine „nationale“ Gegenkultur in Deutschland etabliert wird.
Mein Bruder kaufte damals, kurz nach dem die Mauer fiel und ich noch gar nicht wusste, was es da alles so gab, Schallplatten. Von Police und Rio Reiser. Ich mochte das. Nicht nur die Platten, sondern auch den Sound. Er kaufte auch andere Platten, aber das gehört hier nicht her.
Als ich dann 1990 mit 14 mit einem Freund das erste Mal die Ferien alleine bei seiner Tante in Dresden verbrachte, kaufte ich meine erste Platte. Run DMCs „My Adidas“. Ich hatte nicht mal einen Plattenspieler, aber ich mochte den Sound. Sehr sogar.
4-5 Jahre später explodierte dann diese Techno-Kiste in Berlin. Ich sparte mir den Arsch für zwei 1210er und einen Vestax-Mixer ab und began den Techno zu kaufen, zu dem ich am Wochenende tanzen ging. Erst bei Jordan im WOM im Forum, später dann im Delirium in der Krummen Straße. Noch später waren wir zu dritt alle 14 Tage Stammgäste bei Spacehall. Und egal, wie verpeilt wir dort am Samstagmorgen immer ankamen, wir wurden immer gut bedient. Vielleicht auch, weil wir immer irgendwas um die 500 DM dort liesen. Zu dieser Zeit kaufte ich eigentlich fast nur noch Downbeats, Drum’n’Bass oder Goa ein. Alles auf Vinyl. Ich habe es geliebt – ich liebe diese Fundstücke immer noch. Bis heute. Sehr sogar.
15 Jahre später habe ich fast immer noch jede Platte, für die ich jemals bezahlt habe. Ohne, dass ich sie irgendwann nochmal spielen wollen würde. Zumindest trifft das auf viele von denen zu. Als ich mich letztens auf den Downbeat-Gig in der Ritter Butzke vorbereitet hatte, allerdings, habe ich feststellen müssen, dass es viele dieser Nummern, die ich einst so sehr mochte niemals anders geben würde als auf Vinyl. Du findest sie einfach nicht im Netz. Die Labels sind lange pleite, die einstigen Musiker haben heute andere Dinge im Kopf, was heißt: entweder du hast die Platte, oder du bist am Arsch. Ich habe einige davon.
Ich spiele heute ausschließlich digital. Weil es keiner Koffer bedarf und weil ich immer alles dabei habe – ich immer auf alles vorbereitet bin. Und dennoch mag ich diese spleenigen Vinyl-Nerds, die manchmal schon fundamentalistisch wirken, was okay ist, denn sie sind alt. Und ich liebe immer noch die Schallplatte, auch wenn ich sie nicht mehr in den Klub mitnehmen würde. Ich liebe jede von denen, für die ich jemals Geld bezahlt habe. Und ich habe viel Geld dafür ausgegeben. Ich habe fast jede Kraftwerk VÖ der letzten 30 Jahre. Wenn ich irgendwann mal gehen muss, bleibt nicht viel für meine Kinder – bis auf meine Plattensammlung. Zumindest diese lohnt sich.
Aber was erzähle ich? Das hier ist die beste Dokumentation über Vinyl-Nerds, die je gemacht wurde. Ich habe mitgefühlt, verstanden und dennoch sehr oft schmunzeln müssen. Und: ich ziehe natürlich weiterhin mit meinem Controller durch die Landen, auch wenn mein Vinyl für immer im Schrank stehen wird. Sogar das der B-52’s.
Handmade Portraits haben für ihre aktuelle Ausgabe Yvan & John besucht. Die beiden backen Brot so, wie es wohl kaum noch ein anderer tun dürfte: ohne die Hilfe von Maschinen. „Yvan & John („Cassons la Croûte“ Association), are Bakers from another time, they make sourdough bread cooked over a wood fire. To make bread, they use organic flour from old wheat varieties, also seeds and nuts from organic farming.“
Ich hatte hier schon so ziemlich jede Doku und jeden Info-Schnipsel über Punks in der DDR. Als ich heute über dieses Video stolperte, dachte ich erst, dass dieses Teil der Dokus sein müsste, die es so gibt. Nach näherem Überlegen allerdings, konnte ich es denen nicht zuordnen. Es gibt auch keinerlei Infos zu dem Video, außer das es von 1987 sei.
Für Privataufnahmen ist die Qualität zu gut. Dass das Fernsehen der DDR diese Aufnahmen – aus welchen Gründen auch immer – gemacht hat, halte ich für ausgeschlossen. Also: keine Ahnung, wo genau das herkommt, aber sehenswert ist es alle mal. Mit dabei natürlich Feeling B, Silly und viele junge Punks aus der damaligen DDR.
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