Eines der ganz wenigen, wenn nicht gar das einzige Festival auf deutschem Boden, welches ich bisher noch nicht besucht habe, obwohl ich mir das jährlich aufs Neue vornehme. Nach der Sichtung dieser Zusammenfassung des diesjährigen, nunmehr zum 14 Mal stattgefundenem Nachtidigital, wird dieses Gefühl nicht gerade kleiner. Im Gegenteil.
Wer die letzten Tage noch nicht genug Anlass zum Kotzen hatte, hier noch ein Nachschlag. Und zwar einer, über den man ernsthaft nachdenken sollte, weil sich der Staat aus bestimmten Bereichen des sozialen Lebens zurückzieht und somit Platz macht für die Bauernfänger der Nazis. Ein Film der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen aus dem Jahr 2007.
Ein kostenloses Kinderfest der NPD, nationale Krabbelgruppen, Sozialberatung für Hartz-IV-Empfänger im Parteibüro: die NPD gibt sich familienfreundlich und sozial engagiert.
[…]
Diese NPD-Ideologie wird Kindern und Jugendlichen in den nationalen Krabbelgruppen und den rechtsradikalen Fußballverein mitgegeben. Experten warnen daher vor der neuen, langfristig angelegten Strategie der NPD, mit der eine „nationale“ Gegenkultur in Deutschland etabliert wird.
Mein Bruder kaufte damals, kurz nach dem die Mauer fiel und ich noch gar nicht wusste, was es da alles so gab, Schallplatten. Von Police und Rio Reiser. Ich mochte das. Nicht nur die Platten, sondern auch den Sound. Er kaufte auch andere Platten, aber das gehört hier nicht her.
Als ich dann 1990 mit 14 mit einem Freund das erste Mal die Ferien alleine bei seiner Tante in Dresden verbrachte, kaufte ich meine erste Platte. Run DMCs „My Adidas“. Ich hatte nicht mal einen Plattenspieler, aber ich mochte den Sound. Sehr sogar.
4-5 Jahre später explodierte dann diese Techno-Kiste in Berlin. Ich sparte mir den Arsch für zwei 1210er und einen Vestax-Mixer ab und began den Techno zu kaufen, zu dem ich am Wochenende tanzen ging. Erst bei Jordan im WOM im Forum, später dann im Delirium in der Krummen Straße. Noch später waren wir zu dritt alle 14 Tage Stammgäste bei Spacehall. Und egal, wie verpeilt wir dort am Samstagmorgen immer ankamen, wir wurden immer gut bedient. Vielleicht auch, weil wir immer irgendwas um die 500 DM dort liesen. Zu dieser Zeit kaufte ich eigentlich fast nur noch Downbeats, Drum’n’Bass oder Goa ein. Alles auf Vinyl. Ich habe es geliebt – ich liebe diese Fundstücke immer noch. Bis heute. Sehr sogar.
15 Jahre später habe ich fast immer noch jede Platte, für die ich jemals bezahlt habe. Ohne, dass ich sie irgendwann nochmal spielen wollen würde. Zumindest trifft das auf viele von denen zu. Als ich mich letztens auf den Downbeat-Gig in der Ritter Butzke vorbereitet hatte, allerdings, habe ich feststellen müssen, dass es viele dieser Nummern, die ich einst so sehr mochte niemals anders geben würde als auf Vinyl. Du findest sie einfach nicht im Netz. Die Labels sind lange pleite, die einstigen Musiker haben heute andere Dinge im Kopf, was heißt: entweder du hast die Platte, oder du bist am Arsch. Ich habe einige davon.
Ich spiele heute ausschließlich digital. Weil es keiner Koffer bedarf und weil ich immer alles dabei habe – ich immer auf alles vorbereitet bin. Und dennoch mag ich diese spleenigen Vinyl-Nerds, die manchmal schon fundamentalistisch wirken, was okay ist, denn sie sind alt. Und ich liebe immer noch die Schallplatte, auch wenn ich sie nicht mehr in den Klub mitnehmen würde. Ich liebe jede von denen, für die ich jemals Geld bezahlt habe. Und ich habe viel Geld dafür ausgegeben. Ich habe fast jede Kraftwerk VÖ der letzten 30 Jahre. Wenn ich irgendwann mal gehen muss, bleibt nicht viel für meine Kinder – bis auf meine Plattensammlung. Zumindest diese lohnt sich.
Aber was erzähle ich? Das hier ist die beste Dokumentation über Vinyl-Nerds, die je gemacht wurde. Ich habe mitgefühlt, verstanden und dennoch sehr oft schmunzeln müssen. Und: ich ziehe natürlich weiterhin mit meinem Controller durch die Landen, auch wenn mein Vinyl für immer im Schrank stehen wird. Sogar das der B-52’s.
Handmade Portraits haben für ihre aktuelle Ausgabe Yvan & John besucht. Die beiden backen Brot so, wie es wohl kaum noch ein anderer tun dürfte: ohne die Hilfe von Maschinen. „Yvan & John („Cassons la Croûte“ Association), are Bakers from another time, they make sourdough bread cooked over a wood fire. To make bread, they use organic flour from old wheat varieties, also seeds and nuts from organic farming.“
Ich hatte hier schon so ziemlich jede Doku und jeden Info-Schnipsel über Punks in der DDR. Als ich heute über dieses Video stolperte, dachte ich erst, dass dieses Teil der Dokus sein müsste, die es so gibt. Nach näherem Überlegen allerdings, konnte ich es denen nicht zuordnen. Es gibt auch keinerlei Infos zu dem Video, außer das es von 1987 sei.
Für Privataufnahmen ist die Qualität zu gut. Dass das Fernsehen der DDR diese Aufnahmen – aus welchen Gründen auch immer – gemacht hat, halte ich für ausgeschlossen. Also: keine Ahnung, wo genau das herkommt, aber sehenswert ist es alle mal. Mit dabei natürlich Feeling B, Silly und viele junge Punks aus der damaligen DDR.
Diese wirklich tolle Doku sollte nun sowieso schon jeder mal gesehen haben. Wenn schon nicht auf DVD dann doch wenigstens auf Pitchfork, wo es sie in Teilen mal online gab. Jetzt hat die komplette Doku ihren Weg auf Youtube gefunden. Wer sie also noch nicht gesehen haben sollte, bitte sehr. Wer doch: bitte gehen sie weiter, es gibt hier nichts zu sehen.
Kurze und fast schon intim wirkende Doku über die Techno-Hochburg Detroit in den 90ern. „This rare video from the late 1990s features Terrence Parker, Mike Huckaby, Juan Atkins, Ritchie Hawtin, Derrick May, Kevin Saunderson, Carl Craig, Rolando, Jeff Woodward, Gary Koral, Josh Glazer, Jon Ozias, Theorem, DJ Dunebugg, (with special cameo appearances by Mike Grant, Brian Bonds, Don Waxmaster D Smooth, Hugh C, and Todd Weston).“
Pizza geht ja bekanntlich immer. Für eine gute Pizza lasse ich alles andere dankend liegen. Artes „So isst die Welt“ hat sich die Runde Heilsbringerin genauer angesehen und gefragt, was sie eigentlich so groß- und einzigartig macht. Ich glaube, ich ess heute Pizza.
Die Pizza stammt aus Neapel. Doch die heimliche Hauptstadt der Pizza heißt New York. Denn von dort aus trat die Pizza ihren Siegeszug um die Welt an. Bereits im 19. Jahrhundert war das Rezept des neapolitanischen Ofengerichts im Gepäck italienischer Auswanderer nach Amerika gereist. Und erst dort wurde die Pizza zu dem, was sie heute ist: die bekannteste und beliebteste Speise der Welt. Denn eine Pizza kann man in allen Lebens- und Preislagen verspeisen: als Tellergericht im Restaurant, als schnellen Imbiss auf der Hand oder als preiswertes Tiefkühlgericht aus der Gefriertruhe. Diese Multifunktionalität hat die Pizza zum Weltmarktführer gemacht.
Aber was macht Pizza so populär? Gibt es so etwas wie einen globalen Geschmack, eine gemeinsame Vorliebe der menschlichen Gaumen und Geschmacksknospen? Und wenn ja, wieso trifft dann ausgerechnet die Pizza den Geschmacksnerv der Menschen? Studenten aller Länder haben für die Reihe „So isst die Welt“ getestet, welche Pizza den gemeinsamen Nenner aller Kulturen repräsentiert und allen schmeckt. Neben ihren zum Teil überraschenden Antworten verraten auch Ernährungspsychologen, Pizzabäcker, Küchenhistoriker und Lebensmittelkontrolleure ihre Erkenntnisse über das Erfolgsgeheimnis der Pizza. Wie in einem wissenschaftlichen Puzzlespiel sammelt der Film alle Faktoren, die zusammen kommen mussten, damit die Pizza zu dem wurde, was sie ist – dem Nationalgericht des globalen Dorfes.
Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.
Unbedingt notwendige Cookies
Unbedingt notwendige Cookies sollten jederzeit aktiviert sein, damit wir deine Einstellungen für die Cookie-Einstellungen speichern können.
Wenn du diesen Cookie deaktivierst, können wir die Einstellungen nicht speichern. Dies bedeutet, dass du jedes Mal, wenn du diese Website besuchst, die Cookies erneut aktivieren oder deaktivieren musst.