Wenn ich irgendwann mal wieder die Aufgabe und/oder das Geld haben sollte, einen Floor so zu buchen, wie ich ihn haben will, ist ein Mann definitiv dabei: Dub FX. Grounded TV hat ihm etwas Zeit überlassen, über sich und über das zu reden, was er liebt, was er macht und warum.
Am Wochenende lief auf arte ein Themenabend mit Fokus auf Pornografie in der DDR. Ich hatte das nicht gesehen, finde das Thema allerdings dennoch interessant, weil es voll Doppelmoral und staatlicher Regulierungswut ist. Hier eine Doku zum Thema, die schon etwas älter ist, dennoch gerade wieder aktuell auf arte gezeigt wird.
An Zeitungskiosken im Arbeiter- und Bauernstaat DDR gab es wenig zu entdecken für Voyeure. Keine bunten Busenwunder. Im Inneren einschlägiger Druckerzeugnisse ging es zwar etwas offener „zur Sache“, dennoch gab es nicht allzu viele nackte Tatsachen zu entdecken. Und selbst die wenigen, eher verschämten Aktfotografien, die beispielsweise im „Magazin“ zu bestaunen waren, reichten jenen, die nach mehr verlangten, nicht aus. Auch die weit verbreitete FKK-Bewegung hatte mit „entfesseltem Sex“ wenig zu tun. Der Bedarf an Pornografie hörte auch im real existierenden Sozialismus nicht auf, die Fantasie der Leute zu beflügeln; und wie bei allen anderen Mangel-Erscheinungen erwiesen sich die DDR-Bürger auch bei der „sexuellen Reizbeschaffung bzw. -bewältigung“ als sehr erfinderisch. Da es faktisch keine entsprechenden Erzeugnisse zu kaufen gab, machten sich einige geschäftstüchtige Fotografen und Amateurfilmer daran, „Schlüpfriges“ selbst zu kreieren bzw. zu importieren.
„Graffiti Wars examines street art and graffiti, and the creative tensions and conflicts within this artistic arena especially with Robbo and Banksy.
It’s a bit one sided towards Robbo and hopefully Mr B will get to reply soon!“
Ziemlich gute, wenn im Subtext mitunter auch etwas reißerische Doku über Graffiti in Deutschland, bei der eines allerdings sehr auffällig ist: die Cracks von ART-EFX fehlen. Und bei Elbtunnel kaufe ich heutzutage die Stifte für meine Große. Hihi.
Wirklich sehenswerte Doku über den Bau der Mauer, heute vor genau 50 Jahren.
Erstmals rekonstruiert der ZDF-Film, wer wann den Befehl zur Sperrung der Sektorengrenze gab und was sich hinter den Kulissen der Macht abspielte. Aus den Akten geht auch hervor, wer im Vorfeld die Weichen stellte zur „Nacht der Entscheidung“ am 13. August 1961. In den frühen Morgenstunden begann der Bau der Mauer, die nicht nur eine Stadt teilte, sondern zum Sinnbild für die Spaltung Deutschlands, Europas und der Welt wurde.
Jahrzehntelang versuchten Menschen unter Einsatz ihres Lebens über diese Grenze in den Westen zu fliehen, darunter auch Grenzpolizisten und Soldaten der DDR. Einige von ihnen berichten zum ersten Mal vor der Kamera von ihren Motiven und von ihren Ängsten.
Aufwändige Computer-Grafiken machen die Dimension des Mauerbaus anschaulich. Der Film zeigt auch zahlreiche neu entdeckte Farbaufnahmen aus jenen Tagen in Berlin und zur internationalen Lage, als sich das Ringen der Supermächte um den Status von Berlin zuspitzte.
Dinge, die man wohl täglich nutzt und trotzdem keine Ahnung davon hat, wie diese Sachen eigentlich hergestellt werden. In diesem kurzen Video wird gezeigt, wie Bleistifte gemacht werden. Obwohl das zum Eingang nicht ganz passt – ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal einen Bleistift in der Hand hatte, wenn nicht gerade meine Töchter danach verlangt hätten. Es muss Monate her sein. Egal, interessant ist das allemal dennoch.
RA kommen mit dem zweiten Teil ihrer Musik-Doku-Reihe “Real Scenes” und diese zeigt Detroit, „the birthplace of techno“. Schönes Ding.
You can’t talk about electronic music without mentioning Detroit. The city’s DJs and producers birthed the genre we now call techno. Detroit, however, has always had a creative streak, due in large part to the boom and subsequent bust of the auto industry. Quite simply, Detroit is a city of extremes, and its music reflects that. Detroit’s importance in the global electronic music scenes is often referred to in the past tense. With the recent emergence of Kyle Hall and other young Detroit producers, however, it’s clear that a spark remains. When we visited, we found a number of artists with their eyes (and ears) firmly set towards the future. After our time there, it’s clear that Detroit will endure and innovate for years to come.
Ziemlich aktueller Blick auf den musikalischen Puls der jamaikanischen Hauptstadt, der den Blickwinkel auf die Geschichte des Reggaes dennoch nicht verliert. Schönes Ding!
Arte hatte vorhin Themenabend zum Thema DDR-Grenze. Ich hatte etwas davon gesehen, allerdings nicht alles. Und jetzt wollte ich eigentlich gerade ins Bett, haut arte+7 einen der Beiträge in’s Netz: das Doku-Drama „Geheimsache Mauer“. Das gucke ich jetzt noch, glaube ich.
Es gab einmal die Vision einer perfekten Grenze – modern, unsichtbar, ohne Tote. Hightech statt Schusswaffen, Sperrzaun und Beton. Ihre Erfinder nannten sie „Mauer 2000“. Doch diese Vision wurde nie in die Realität umgesetzt. Mit diesem futuristisch anmutenden Szenario beginnt das Doku-Drama von Christoph Weinert und Jürgen Ast.
Am 13. August 2011 jährt sich zum 50. Mal der Tag, an dem mit der Teilung Berlins die Spaltung Deutschlands und Europas vollendet und für mehr als zweieinhalb Jahrzehnte zementiert wurde. Erzählt wird die Geschichte der Berliner Mauer aus einer neuen Perspektive, aus der Sicht derer, die sie geplant, erbaut und bewacht haben. Dabei offenbart das Doku-Drama einen tiefen Einblick hinter die Kulissen, in das „betonierte“ Denken und berechnende Kalkül der Mauerstrategen, in ihre geheimen Pläne, die tödliche Grenze immer weiter zu perfektionieren.
Erzählt wird aber auch, wie ganz unterschiedliche Menschen die Mauer persönlich erlebten, wie sie für sie arbeiteten, in ihrem Schatten lebten und versuchten, sie zu überwinden. So berichtet zum ersten Mal ein ehemaliger DDR-Grenzer in diesem Zusammenhang über seine Gefühle in dem Moment, als er an der Mauer schoss. Erstmals berichtet ein Oberbefehlshaber der Grenztruppen über strategische Überlegungen und von den geheimen Sitzungen des Grenzkommandos. Im Gegensatz dazu erzählen Flüchtlinge, wie sie in gefährlichen Fluchtversuchen ihr Leben für die Freiheit jenseits der Grenze riskierten.
Die wirklich sehenswerte Doku „Made in Jamaika“ von Jerome Laperrousaz ist komplett auf Youtube aufgetaucht.“This film is the ultimate reference about Reggae. A pure gem!”
Kaum ein anderes Land hat mit seiner Musik weltweit für so viel Aufsehen in den letzten Jahrzehnten gesorgt, wie das kleine karibische Eiland Jamaika. Im Reggae und Dancehall liegt für die Menschen in Jamaika Verzweiflung und Hoffnung zu gleich. Der Filmememacher Jérome Laperrousaz zeigt mit der Dokumentation ein Portrait über das Phänomen Reggae und die treibenden Kräfte hinter der Musik, die Veteranen und die Stars, sowie einen Blick auf die gesellschaftlichen Verhältnisse Jamaikas.
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