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Kategorie: Doku

Ultras in der DDR

Ein Video, dass Unioner auf der Reise zum Auswärtsspiel zeigt, aufgenommen irgendwann in den 80ern, überschrieben mit „Hooligans in der DDR“. Eine Headline, die dem Gezeigten nur mäßig gerecht wird. Ich erinnere mich allerdings noch gut an ein Spiel der Oberliga, bei dem mein alter Herr und ich im Block von Hansa Rostock standen, der dann von den Unionern schlicht überrannt wurde. Es gab Keile ohne Ende und der alte Herr schlug sich wacker und einige Nasen blutig. Danach gingen wir nie wieder ins Stadion.


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Doku: Geh voran, Pionier! – Die DDR und ihre Kinder

Damals, als alle noch Freunde waren™.

Die Pionierorganisation hat viele Menschen in der DDR geprägt. Einerseits sollten die „Jungen Pioniere“ mit Fahnenappellen, Massenaufmärschen die Kinder fest an den sozialistischen Staat, dessen Ideologie und die SED binden. Andererseits boten die Pioniere vielfältige und oft kostenlose Freizeitangebote: mit Modellbauclubs, Pionierfilmstudios, Tanzzirkeln, eigenem Segelschiff, Pioniereisenbahnen, Kosmonautentrainingszentren und 133 Pionierhäusern. Im Film „Geh voran, Pionier!: Die DDR und ihre Kinder“ berichten ehemalige Pioniere und Nicht-Pioniere über ihre Erinnerungen zwischen begeistertem Mitmachen, angepasst sein und ausgeschlossen sein. Sie lassen noch einmal die Jahre von der Gründung am 13. Dezember 1948 bis zur Auflösung im August 1990 Revue passieren. Und zeichnen so ein vielschichtiges Bild von den „jüngsten Helfern der Partei“.


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Techno-Doku: Speaking in Code

Pitchfork hat für eine Woche die hier schon mehrfach erwähnte Doku „Speaking in Code“ online. Mit Modeselektor, Wighnomy Brothers, Monolake, Philip Sherburne, David Day & Amy Grill, Ellen Allien, Tobias Thomas, Marc LeClair AKA Akufen, Wolfgang Voigt, Michael Mayer, Reinhard Voigt, Sascha Ring AKA Apparat, Sascha Funke, Mario Willms AKA Douglas Greed, Miss Kittin, Dan Paluska AKA Six Million Dollar Dan, Mike Uzzi AKA Smartypants und jeder Menge Techno. Auch klar.

Teil eins hier, alle weiteren auf Pitchfork.


(Direktlink, via Nerdcore)

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Doku: The Punk Rock Movie

Der Kollege MoGreens meint zwar, dass diese Doku schon auf allen Blogs gebettet sein müsste, die auch nur irgendwie was mit dem Thema zu tun haben, aber ich hatte sie noch nicht. Gedreht 1977 von Don Letts mit einer Super 8 Kamera. „The Punk Rock Movie was assembled from Super 8 camera footage shot by Don Letts, the disc jockey at The Roxy club during the early days of the UK punk rock movement, principally during the 100 days in 1977 in which punk acts were featured at The Roxy club in London.“

(Direktlink, via MoGreens)

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Doku über James Brown: Mr. Brown

Für eine Woche online auf arte+7.

Von einer Kindheit in ärmlichen Verhältnissen im South Carolina und Georgia der 30er und 40er Jahre bis zum gefeierten Star: In den 50ern gab James Brown sein Debüt im Showbusiness, in den 60ern und 70ern war er auf dem Höhepunkt seines Erfolgs. Schwere Zeiten durchlebte er Ende der 70er und in den 80er Jahren, bis er schließlich ins Pantheon der „lebenden Legenden“ aufgenommen wurde. Er starb am 25. Dezember 2006 in Atlanta.
Die Dokumentation über einen der schwarzen amerikanischen Künstler des 20. Jahrhunderts verzichtet nicht darauf, auch den Kampf der „African American Community“ anzusprechen. Schon Anfang des letzten Jahrhunderts, als die schwarze Bevölkerung der USA noch starker Diskriminierung ausgesetzt war, hielt diese Gemeinschaft zusammen. Seitdem setzt sie sich fortlaufend dafür ein, dass der „amerikanische Traum“ auch für die schwarze Bevölkerung Wirklichkeit wird.

James Brown ist eine der Symbolfiguren dieser kulturellen und sozialen Revolution. Seine Geschichte steht für die Geschichte eines ganzen Volkes, seine Musik für die Musik einer ganzen Gemeinschaft, sein Kampf um künstlerische Anerkennung für den Kampf eines Volkes, das nie aufgehört hat, für seine Bürgerrechte zu streiten.


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Die Wege von Prince und Michael Jackson in einer Doku: Doctor Prince und Mister Jackson

Lief vorhin auf arte und ist jetzt für eine Woche auf arte+7 zu sehen.

Ihr Ausgangspunkt war derselbe: Michael Jackson und Prince wurden als Schwarze in den USA der 50er Jahre geboren, genauer gesagt 1958, und beide stammen aus der Region der Großen Seen. Da gibt es zwangsläufig viele Gemeinsamkeiten. Aufbauend auf ihrer unglaublichen Stimme, die wunderbar hohe Tonlagen erreicht, setzten beide allen Hindernissen zum Trotz einen sehr persönlichen Stil durch. Mit ihrem großen Talent und ihrer exzentrischen Persönlichkeit eroberten sie ein internationales Publikum, das sich bis dahin nicht sonderlich für afroamerikanische Musik interessierte.
Der eine ist ein außergewöhnlicher Tänzer, der andere ein genialer Instrumentalist. Echte Rivalen, wie oft behauptet wurde, waren sie in Wirklichkeit nicht, denn sie verfolgten unterschiedliche Ziele: Vom Auftreten und von der Musikproduktion her vertrat Michael Jackson den Pop in der Tradition des erfolgreichen Plattenlabels Motown. Prince dagegen ging viel stärker in Richtung Funk und ließ sich mehr vom Protestgeist als von einer kommerziellen Strategie leiten. Doch über ihre musikalischen Unterschiede hinweg spiegeln beide Künstler gleichsam die ganze Entwicklung der afroamerikanischen Musik des 20. Jahrhunderts wider.


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ARTE Rock & The City über Berlin

Berlin ist heute ohne Zweifel eine der angesagtesten Städte in Europa. Doch im Grunde übte sie schon immer eine unwiderstehliche Anziehungskraft aus, war schon immer wild und kreativ. Das geteilte Berlin war das extreme Symbol zweier gegensätzlicher Ideologien. Aus ihrer bewegten Geschichte schöpft die Stadt die Kraft, sich immer wieder neu zu erfinden. Im wiedervereinten Berlin ist diese Energie überall spürbar, vom Tiergarten bis zur Karl-Marx-Allee, vom Alexanderplatz bis Berlin Mitte und Kreuzberg.
In den 70er Jahren zogen die Superstars David Bowie und Iggy Pop nach Berlin, tauchten in die deutsche Musikavantgarde ein und unterstützen die ersten Hausbesetzer. Noch heute strömen junge Leute aus aller Welt nach Berlin auf der Suche nach dem, was es woanders oft nicht mehr gibt: Freiheit, Originalität und Inspiration.


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Doku: Sounds Of Stockholm

Schöne und durchaus interessante Doku über und mit mehr oder weniger bekannten Musikern aus Stockholm, denn jeder weiß: in Schweden, da geht einiges. Mit dabei u.a. Ane Brun, Those Dancing Days, Friska Viljor, Little Marbles, Tobias Froberg, Peter Moren, Panter, Lesli, Amanda Ekberg, Peter Bjorn & John, Jennie Abrahamson und Ak von Malmborg.


(Direktlink, via Publique)

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arte-Doku: Polaroid – Magische Momente

Lief eben gerade noch auf arte und ist jetzt für genau sieben Tage komplett online. Großartige Doku, die man unbedingt gesehen haben sollt, wenn man auch nur ein wenig für analoge Optik übrig haben sollte.

Nur die Polaroidkamera erlaubte es einem Fotografen, sofort nach der Aufnahme ein Papierbild in der Hand zu halten – ohne Gang ins Fotogeschäft. Niemand, der es nicht sollte, bekam die Fotos zu Gesicht. Polaroid war aber nicht nur diskret, es war auch Symbol für Fortschritt und Zeitgeist, und es war ein Muss für alle, die „hip“ sein wollten. Mit Polaroid zu fotografieren war allerdings weder ein billiges Vergnügen, noch waren die Ergebnisse immer technisch brillant. Trotzdem war die Lust am Sofortbild verbreitet. Insider schätzen, dass in einem halben Jahrhundert fast eine Milliarde Polaroidkameras verkauft wurden.
Die Sofortbildtechnik, Ende der 40er Jahre vom Amerikaner Edwin Land entwickelt, revolutionierte die Fotografie. Doch 2001 steht Polaroid erstmals vor der Pleite. 2008 wird die Produktion des Fotomaterials eingestellt. In Zeiten, da jeder für wenig Geld mit der eigenen Digitalkamera fotografieren und die Bilder auf dem Computer betrachten und bearbeiten kann, interessiert sich niemand mehr für das Modell Polaroid. Niemand, außer der Gemeinde der Polaroidkünstler. Die ist über die ganze Welt verstreut und arbeitet mit einem Medium, das an sich schon mit dem Zauber der Vergänglichkeit behaftet ist. Aber durch das Aus für die Produktion wird das Material selbst jetzt auch noch knapp. Es ist, als würden plötzlich keine Leinwände für Maler hergestellt werden.
Einer, der das nicht zulassen will, ist Doktor „Doc“ Florian Kaps. Als Gründer und Teilhaber der Firma „Impossible“ produziert er in der einstigen Polaroidfabrik im niederländischen Enschede neues Bildmaterial und liefert den Rohstoff für die Visionen der kreativen Sofortbildfotografen. „Polaroid – magische Momente“ erzählt von einem totgeglaubten Medium, dessen Geschichte in Wahrheit noch lange nicht zu Ende geschrieben ist.


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