Nachdem das von uns im letzten Jahr noch gemeinsam für Radio Proton gemixte „Tief“ für eine kleine Aufregung gesorgt hatte, habe ich mich solo nun daran gemacht und den Nachfolger dazu zusammen gebraten. Erfreulicherweise wird auch dieser wieder im Radio laufen. Diesmal auf Radio Fritz in der Sendung Nightflight, die hin und wieder und auch dann von Tobias Koch mit Musik befüllt wird. Sendezeit ist am Sonntag von 00:00 bis 03:00 Uhr. Irgendwann in diesem Zeitraum wird dann dort in leicht gekürzter Version tief #2 laufen. Den vollständigen Download sowie die Tracklist dann ab Sonntag hier. Nur eines vorweg: es wird eine Reise durch 15 Jahren deepen Techno mit liebäugelnden Augen auf den Dub, inklusive CC-Releases. Weil wenn schon, denn schon.
Falls jemand nachts unterwegs sein sollte oder eh nicht schlafen kann; den Stream dazu gibt es hier.
Die Premiere mit Ableton zu liven lief doch besser als ich vorher erwartet hätte, auch wenn es den ein oder anderen Haken gab. Übung macht Routine. Endlich mit neuem Klanggut, wovon im nächsten Jahr auch einiges veröffentlicht werden wird.
Wer gut aufgepasst hat weiß, dass dieses Live-Set ebenso live von Falk visualisiert wurde, was ich persönlich ziemlich geil fand. Zumindest dass, was ich davon sehen konnte. Es wird diese Visuals als 70-minütiges Video ebenfalls im Netz geben, aber das dauert noch ein wenig. Ich wollte nur, dass Ihr morgen zu Neujahr eine anständige Katerbegleitmusik habt, deshalb den Audio-Mitschnitt schon jetzt.
Playlist:
Bob Marley talks
Sandschnecke im Sturm
Am Wolkenberg (instrumental)
Marko Fürstenberg – Porn Infection (Das KFMW Softporn Edit)
Tischtennis im Regen
Fluss ins Nichts
Downunder the moon
Der blaue Daumen
Besuch der alten Tante
Wudwerd – Bocas Del Toros (Das KFMW Remix)
Unter Wasser fliegen (feat. Jan Stadtherr)
Am Ende der Kirschallee
Das alte Schulhaus
Spacewalkaz
Schulterblick
Stay Pretty
EFTB – Run! (Das KFMW Remix)
Earl Grey (feat. Rudi Stöher)
Terra pro reus 09
Nun denn: kommt gut in’s neue Jahr. Und immer schön die Hosen oben lassen oder so.
Weil sie mir so gut gefallen habe ich diese Fragen (don’t call it Stöckchen!) mal aus einem der mir liebsten Blogs des Jahres gemopst. Weil sie etwas anders sind als die so oft gestellten Fragen und weil sich die meisten davon kurz und knackig beantworten lassen. Grundsätzlich will so was hier eh keiner lesen, aber so weiß zumindest ich in zwei Jahren noch, wie das so lief. Im Jahr 09. Bei mir.
Mehr Geld oder weniger? Erst so wenig wie immer, dann etwas mehr und davon dann viel zu viel ausgegeben. Es kommen wieder magerere Zeiten. Größte Zeitverschwendung? Ich verschwende nie Zeit. Zumindest bilde ich mir das gerne ein und zumindest ist mir nie langweilig. Himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt? Irgendwo dazwischen, tendenziell aber eher nach oben gen Himmel, obwohl dieser mir allerdings zu weit weg ist. Auf den Bäumen aber sitze ich ganz gerne. Am liebsten gelesen? Ganz klar: T. C. Boyles Drop City. Hätte ich schon fünf Jahre vorher machen sollen. Ein ganz wunderhübsches Buch! Außerdem jede Menge Blogs, klar. Dicker geworden oder dünner? Also… ich würde da jetzt sagen… weiß nicht genau… alles beim Alten, andere sehen das anders, aber andere sehen immer alles anders. Weiser geworden oder dümmer? Gelassener auf jeden Fall, was wohl mit der oft zitierten Altersweisheitmilde zu tun haben muss. Bester Kauf? Mein Berghans-Fleece-Hoodie. Ich will keine anderen Hoodies mehr. Niemals! Bester Kauf in Bezug auf das Preis-Leistungsverhältnis? Die monatliche Miete hier. Idiotischste Ausgabe? Wie die letzten Jahre zuvor auch schon: Tabak in all seinen Formen. Am meisten gegessen? Definitiv Pizza, das wird sich auch zukünftig nicht ändern. Ekligstes Gericht? Frittierte Tintenfischringe, die sich nur deshalb Calamares nennen, damit die Menschen glauben würden, es wäre etwas Besonderes, etwas Exquisites. Probiere ich regelmäßig, doch nach dem letzten Versuch habe ich mir geschworen, es einfach bleiben zu lassen. Leckerstes Gericht? Das überbackene Gyros in Metaxa-Soße beim neu entdeckten LIeblings-Griechen. Ja, ich bin da einfach gestickt. Obwohl, mein Bœuf Stroganoff jetzt auch nicht schlecht war. Neue Freunde gefunden? Nein, aber alte neu schätzen gelernt, was ja auch viel wert sein kann. Alte Freunde verloren? Ja, ganz so wie jedes Jahr seit meinem 16ten Geburtstag. Nicht befolgte Vorsätze? Ich mache mir seit jeher den Vorsatz keine Vorsätze zu machen. Und genau diesen Vorsatz habe ich immer zu 100% erfüllen können. Verpasste Chancen? Ja, meistens wirklich durch die eigene Trägheit verbasselt. Größte verpasste Chance? CD Release auf einem israelischem Label. Angst? Hin und wieder. Ich glaube, das ist dem Älterwerden geschuldet. Größter Erfolg? Mhmm. Am meisten Spaß zumindest hatte ich auf dem VuuV-Gig. Da wollte ich schon immer mal spielen. Größter Misserfolg? Das Live-Set auf dem Netaudio-Festival schlingert da locker ganz weit oben. Ein Abend, an dem einfach alles schief ging. Gesünder oder kränker? Weder noch, aber. Muss man sich wohl dran gewöhnen. Lustigstes Experiment? Einfach mal den Arbeitgeber nach einem neuen Rechner fragen. Es hat geklappt. Am meisten gelernt? Zwischenmenschliches. TV-Würg? Alles. Echt. Ich habe noch nie so wenig fern gesehen wie in diesem Jahr, es lohnt sich einfach nicht mehr. TV-Wow? Diese Tresor-Doku letztens war klasse und hat mich wirklich berührt. Größte Veränderung? Menschen die man liebt, gehen für immer. Größter Verlust für die Menschheit? Nicht Michael Jackson und auch nicht dieser Torwart da. Dann doch eher der Kater, den wir im Sommer begraben mussten. Größte Enttäuschung? Schwanke zwischen Thinner, dem Fusion Festival und kfmw-internem, glaube aber eher letzteres.
Musik das Jahres:
Wie immer sowohl im kommerziellen als auch im nicht-kommerziellen CC-Bereich, ungeordnet, ohne Platzierungen, einfach die mir liebste Musik diesen Jahres.
Moderat – Moderat
Fever Ray – Fever Ray
Clubroot – Clubroot Cell – Hanging Masses Sowohl die CD als auch der freie Download auf Kahvi. Para – Motion dub (Free Download) Colatron – In my world (Mashup-Bombe, Free Download) P. Laoss – Landscapes & Machines
Muff Potter – Gute Aussicht
Bvdub – A Prayer To False Gods Various – Echodub Loves Volume 01 (Free Download) Ambientium – Fractal Philosophy (Free Download) Lee Perry w. Dubblestandart & Ari Up – Return From Planet Dub
Selig – Und Endlich Unendlich
Ein Live-Set von mir, unterstützt von proto.beamaz:fALk, der mit den Super8 Filmen, die auch schon den EFTB-Remix schmückten, visuell eine Reise in das Indien des Jahres 1983 unternehmen wird. Das ganze wird aufgezeichnet und dann im Netz zur Verfügung stehen. Aber wer schon mal vor Ort ist, kann sich das natürlich auch gleich angucken. Klar.
Ich freue mich sehr auf diese Koop, denn sie wird erstmalig stattfinden und ich wollte so eine direkte Koppelung zwischen Audio und Visual schon immer mal machen.
Bevor das Jahr zu Ende ist, mal kurz zu dem hier. Ganz kurz. Meine Leser haben sich im Laufe des Jahres vervierfacht, in Laufe der letzten beiden Jahre fast verzehnfacht. Da dürftet Ihr, meine Werten, alle Euren Teil dazu beigetragen haben. Meine Feed-Abonnementen haben sich, so denn ich meinen Statistiken glauben kann, ebenfalls verdreifacht.
Irgendwie also scheint das ja irgendwie gut zu sein, zumindest interessiert es einige da draußen. Mehr sollte es nie sein und wird es auch nicht werden, auch wenn ich in diesem Jahr kurzzeitig darüber nachgedacht hatte, das zu überdenken.
Ich mach deshalb weiter wie bisher, auch wenn ich im nächsten Jahr anderweitig endlich wieder produktiver werden will/muss.
[Für die nicht Feed-Leser: dieser Artikel bleibt hier jetzt ein paar Tage oben hängen. Scrollen Sie runter, da gibt es Neues, was Sie unbedingt lesen wollen. Ich meine, deshalb sind Sie ja hier.]
So. Nachdem ich gesehen hatte, dass irgendwer den Song auf Youtube geladen hatte (was generell natürlich kein Problem ist), aber anstatt eines Videos nur das Bild einer aufreizenden Dame in das Video-Fenster legte, dachte ich, da müsse man was machen. Irgendwas, was auch nur halbwegs optischer ist, als dieses eine Bild. Auch, oder gerade weil es diesem Song nicht gerecht wird, wie ich finde.
Also habe ich mir was überlegt und mit meinen zugegeben eher bescheidenen Video-Kenntnissen was zusammengedreht.
India 1983
Ich habe vor gut 7 Jahren den Spleen gehabt, alte Super8-Filme zu kaufen, bei denen ich nie genau wusste, was auf denen drauf ist. Noch dazu einen Projektor, der diese Dinger auf einer Wand sehbar machen sollte. Ich fand das damals irgendwie schräg – finde ich heute immer noch.
Auf diesem großen Online-Auktionshaus habe ich mich dann in eine Sammlung von Super8-Filmen verbissen, die irgendwer 1983 auf einer Bus-Reise durch Indien, Pakistan und Kashmir aufgenommen hatte. Ich wusste nicht, was genau mich da auf den insgesamt 14 Spulen erwarten würde, habe mich aber dennoch mit den über 200€ für die Dinger ruiniert. Ich musste die haben. Unbedingt!
Dann zog ich zwei davon durch den Projektor, der diese gleich völlig verbrannte und unbrauchbar machte. Seitdem lagen die restlichen Bänder in der Garage. Irgendwann mal würde ich die digitalisieren lassen, dachte ich mir immer. Bis eben dieses o.g. Video auf Youtube auftauchte. Also habe ich drei der Bänder vor drei Wochen zum digitalisieren gegeben und gut 60 Minuten Urlaubsvideos aus Indien, Pakistan und Kashmir wiederbekommen, die ein echter Hammer sind! Man weiß ja: ich mag die Vintage-Optiken sehr. 4 Minuten davon stecken jetzt hier drin, mit dem Rest wird es außerdem eine nette Visual-Geschichte auf dem diesjährigem CCCongress geben. Aber was quatsch ich: hier ist das offizielle Video zu unserem Remix von EFTBs „Run!“
Fresh Poulp, französisches Netlabel, welches sich erfolgreich um feinste Dub- und Reggae-Sounds im Netz bemüht, tut es schon wieder, und bringt mit „Sub Existência“ ein Album unter CC-Lizenz in’s Netz, das den Vergleich mit den Alben in den Regalen der Musik-Discounter in keinster Weise scheuen muss. Im Gegenteil; mit dieser Platte kann man ohne weiteres voll in die Offensive gehen. Und das auf dem Dance-Floor, was selbst bei Fresh Poulp nicht alltäglich ist. Meine Damen und Herren, ziehen Sie die Tanzschuhe an und suchen sich einen Partner ihrer Wahl, diese Nacht wird heiß und verdammt lang.
Und nicht nur aufgrund dieses Releases avanciert dieses Label bei mir zum Netlabel des Jahres.
Infos und Download:Dubalizer – Sub Existência
Ein Freund von mir stellt Morgen einen von ihm gestalteten Kalender für das Jahr 2010 öffentlich vor. Er bat mich, dazu 10 Minuten Musik bei zusteuern. Da er mindestens genauso kurzfristig an sowas denkt, wie ich das im Regelfall tue, war es unmöglich das selber in Spuren zu legen. Also habe ich mir diverse Ambient-Nummern genommen, Effekte und Loops drüber gepackt und das alles irgendwie gemasht.
Thema des Kalenders ist Tauchen, welches durch seine Bilder gerahmt wird. Deshalb ist das Thema des Mini-Mixes natürlich auch Tauchen. Klar. Ist zwar jetzt nichts wirklich Dickes, aber hey, 10 Minuten des Zurücklehnens.
Mit dabei:
Charles Uzzel-Edwards
Union Jack
P.Laoss
Burial
eigene Samples
EFX
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