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Kategorie: Nur mal so

DDR-Jugenddokumentarfilm: Einmal in der Woche schrein

Komisch ist es ja doch, dieses schleirartige Grau, was mich sofort immer einfängt und in die DDR der Achtziger zurückschießt, sobald ich es sehe. Klingt blöd; aber sieht nach meiner Kindheit aus. Für sowas liebe ich das Internetz einfach, aber das sagte ich ja auch schon 100 Mal. Ein ganz wunderbares Zeitdokument, auch wenn offenbar sieben Minuten fehlen.

„Einmal in der Woche schrein/ einmal ganz ich selber sein“ das wollen die Jungen und Mädchen vom Helmholtzplatz im Nordosten Berlins, wenn sie sich bei Schmalzstulle und Clubcola (meiner Meinung nach: „Sterncola“) in „Willis Disko“ treffen. Die Rockgruppe „Pankow“ singt, was die Halbwüchsigen empfinden: „Wer will an der Leine geh’n, ich will selber denken, selber seh’n“. Der selbstorganisierte Treffpunkt gibt ihnen die Möglichkeit, sich unter Ihresgleichen auszuprobieren und selbstzuerkennen. Der impressionistische Film über jugendliches Selbstbewußtsein und Selbstbestimmung entsprach nicht den gängigen Vorstellungen, so dass er 1982 verboten und erst im Oktober 1989 auf erneuten Antrag des Regisseurs zugelassen wurde.“


(Direktlink, via bemme51)

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Fotostrecke: The Frightening Beauty of Bunkers

Approximately 1,500 bunkers were built during World War II along the French shores to forestall an Allied landing—“the Atlantic Wall.” Decommissioned after the Allied invasion of Normandy, this elaborate defense system now lies abandoned. At the age of 25, Paul Virilio stumbled upon these relics with his camera and began a study that would continue for 30 years.

(via Metafilter)

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Der Beknackte unter den Busfahrern verlässt sein Gefährt bei Regen nicht, um seine Pausenzigarette zu rauchen, lässt seine Passagiere dafür dann aber extra lange einweichen, um seine Karre wenigstens halbwegs rauchfrei zu bekommen, der Gestank bleibt. Erlaubt ist das nicht, aber was stört ihn das schon, es ist SEIN Bus. Mistfink.

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Auch lustig, dass jetzt nach und nach die deutschen Vorzeigefirmen in die Pleite trudeln, an denen man sich während der letzten Jahre medial noch so fest gebissen hatte. Immer wenn es darum ging deutsche Tugenden in Firmenphilosophien hochzujubeln und als Erfolgsgeschichten zu verkaufen, wurde Opas Liebling „Märklin“ vorgeschoben. Und nun? Pleite. Die Schlüppabude Schiesser, die mit den deutschen Qualitätsschlüppan? Pleite. So viel weiter sind die dann ja auch nicht gekommen, mit den deutschen Tugenden. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Bestimmt.

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Mir ist heute total Frühling. So richtig. Deshalb kommt der jetzt auch bald zum Rest da draußen. Könnt` Ihr glooben.

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Die Frucht meiner Lenden Nr. 1 hatte gestern Schlafbesuch von einer guten Freundin. Sowas kommt ja vor und ist nicht weiter schlimm. Am Abendbrottisch, es gab selbst geschnitzte Pommes und Schnitzel, weil Schnitzel isst ein jeder, bewegten sich die jungen Damen dann auf äußerst dünnem Eis: Es ging um Lieblingsmusiken und so und das ist natürlich immer so eine Sache. Eine Sache, wie eine Prüfung, durch die man nicht durchfallen will. Klar ist auch mir als altem Mann, was man denn heute so hören müsste um diese Prüfung zu bestehen: Monrose, Medlock, den ganzen DSDS-Schmuh samt aller denkbaren Abwandlungen. Ganz hoch im Kurs momentan auch dieses Merchandisingmonster „High School Musical“, das mit disneyschem fremdweltigen nur so um sich feuert und immer den gehobenen Zeigefinger der Moral schwingend. Sex? Doch bitte nicht vor der Ehe und so. Sexy aussehen darf man dennoch. Disney eben. Sowas geht wohl heute gut durch die weiblichen Kinderzimmer dieses Landes, das ist der heiße Shice. So auch bei dem gerne gesehenem Schlafbesuch. Dieser packte dann auch genau dieses Zeug auf den Tisch. Lieblingsmusike und so. Treffer – versenkt, dachte sie dann. Die Frucht meiner Lenden Nr.1 sagte gar nichts, ja, drehte nicht mal die Augen, wie das sonst in solchen Fällen immer ihre so charmante Art ist. Sie stopfte die Pommes in sich rein. Auf Nachfrage, was sie denn mögen würde, meinte sie: „Kennste eh nich.“, womit man sich natürlich nicht zufrieden geben kann als Gast, als jemand, der den heißen Shice hört. Das reicht hinten und vorne nicht als Antwort. Fakten müssen her, Namen: „Nun sag‘ schon.“, meinte die Freundin. „Okay“, meinte die Frucht meiner Lenden Nr.1: „Mellowmark, Maxim, Peter Fox, Klartext und ganz besonders Ganjaman“. Buff, da war es raus. Die kleine Schlaumeise weiß sehr wohl schon, dass man sich auch über musikalische Vorlieben zu individualisieren weiß, und sparte sich gänzlich zu sagen, dass auch sie einiges von dem heißen Shice ganz gerne mag – das muss aber nicht jeder wissen. Fand‘ ich gut, irgendwie und dachte: Mhmmkay, ich verrate nichts!

Heute lief den ganzen Abend eine ganz und gar entzückende Jazzplatte in Heavy Rotation und während sie die Champignons für das Frikassee schnitzte, fragte sie, ob ich die ihr nicht mal brennen könnte. Das sei „echt geiler Sound“, meinte sie. Eigentlich ist ihr nämlich egal, was der heiße Shice ist, glaube ich. Das hat sie von ihrem Vater, hoffe ich. Nun sitzt sie am MacBook und bastelt tolle Grafiken mit Photoshop CS4. Hach!

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