Zum Inhalt springen

Kategorie: Nur mal so

Just my daily two cents

Repressionen gegen Busse erwartet: „Notstand der Demokratie“ | taz
Und spätestens da frage ich mich, in was für einem Land wir hier eigentlich leben. Was ist passiert, wohin soll diese Shice führen?!

Er kam, sah und patzte | SpOn
Und wo ich gerade beim Thema staatlicher Wahnsinn bin, hier eine ganz vorzüglicher Kommentar auf das dummdreiste Gefasel von Herrn Guido Westerwelle, der immerhin Vize-Kanzler und Außenminister einer Nation ist, die sich gerne mit der „sozialen Marktwirtschaft“ zu rühmen gedenkt. Ich fass‘ das ja alles nicht.

Ein Kommentar

What happened in my birth year?

Feine Sache, die Philipp Lenssen da zusammengebaut hat. Er nämlich lässt nach Angabe einer Jahreszahl auf der Seite whathappenedinmybirthyear.com automatisch Inhalte generieren, die auf Wikipedia gesammelt liegen. Dabei heraus kommt dann eine doch sehr umfangreiche Ansammlung von nicht unwichtigen Informationen, welche für dieses Jahr relevant waren. Und zwar nicht in Stichpunkten, sondern als Fließtext. Obendrauf gibt es sogar Bilder, die zu bestimmten Ereignissen gehören.

Natürlich könnte man auch einfach eine Jahreszahl in Wikipedia eingeben, aber das hier ist netter.


(via kox)

5 Kommentare

Just my daily two cents

Niall O’Briens Punk-Fotografie | Nerdcore
„Rüde, verroht, abgefuckt, versoffen, ungewaschen. Gleichzeitig zart, feinfühlig, liebevoll. Mit einem Wort: Grandios.“
Dem ist nichts hinzuzufügen! Großartig.

Sonic Iceland – Wir machen eine Reise | Stylespion
Klingt großartig! Ich bin gespannt. Außerdem könnten die beiden gleich Fräulein Augenschmelz einpacken. Die spricht sogar isländisch und will sowieso wieder dahin.

Ein Kommentar

Dein Leben war, abgesehen von ein paar Ausrutschern, immer eines auf dem Sofa. Du bist als Anis Mohamed Youssef Ferchichi im kleinbürgerlichen Berlin-Tempelhof aufgewachsen und hast das Gymnasium kurz vor dem Abi geschmissen. Es folgten Drogen, Heim und eine Lehre als Anstreicher (mit Bestnote abgeschlossen). Nicht so aufregend, klar.

[…]

Du bist aber nur ein kleinbürgerlicher Spießer, der die echt Verzweifelten abzapft.

(Alice Schwarzer an Bushido, via @testspiel)

3 Kommentare

Dafür, diesen Xavier Naidoo am Jakobsweg auszusetzen und ihn dort für immer zu vergessen.

18 Kommentare

Danke, Männers!

Und um dieses, zumindest für mich verrückte, Wochenende abzuschließen hier noch eine ganz konkrete Danksagung an meine Vertretungen Mister Honk, Blogrebell Peter, Falk, Murdelta und Bodicker von mururoar.

Vielen Dank für eurer Gespür, das Richtige zu bringen. Es hat geklappt. So gut, als wäre ich nie weg gewesen. Keiner von Euch war besser, als ein anderer, denn hier macht es die Mischung, so soll es sein. Und die hat gepasst wie Arsch auf Eimer, was mich wirklich sehr freut – ich hätte das besser nicht hinkriegen können. Danke sehr!

Und ich spiele seit langem schon mit dem Gedanken, ein Blog mit mindestens fünf anderen Schreibern gemeinsam zu fahren. Gerne mit jenen, die sich nicht mit der ersten Generation der deutschen Blogger identifizieren wollen/können/müssen/sollen. Aus verschiedensten Gründen. Ich habe den Namen und die Domain ist bezahlt. Wie wäre es mit Euch? Aber das nur nebenbei.

Einem aber muss und will ich gesondert danken: Bjoern, der kaum Zeit und Motivation findet, sein eigenen Blog zu füllen, hat hier einen ganz wunderbaren Text hinterlassen. Und ich weiß wie schwierig es ist, das alles zu schaffen, wenn man so wie er… Er ist der einzige Grund, warum ich hin und wieder Spreeblick lese und er ist einer der für mich wenigen Schreiber, um die es schade ist, wenn sie nicht schreiben. Danke, und ich weiß, ich schulde Dir immer noch ein Essen. Ich habe das nicht vergessen. Und ich würde dich so gerne viel öfter lesen.

Ihr alle habt mein Wochenende gemacht; punkt, aus.

[Alle Links gehen auf den jeweils letzten Beitrag der Gastschreiber.]

8 Kommentare

Neapel

Die Stadt riecht besser als sie aussieht. Sie liegt optisch irgendwo zwischen London und Amsterdam mit einer Prise Afrika – so fühlte ich. Sie ist very noisy, hectic and the traffic is so fucking crazy! Die Leute dort saufen wie die Kesselflicker, kiffen mehr, als ich mir jemals hätte vorstellen können und sie lieben exzessiv. Gerne auch auf der Straße, gerne auch im Klub. Er mit seiner Hand so tief in ihrer Hose, dass manch andere, in anderen Kulturen Sozialisierte dafür Geld bezahlen würden, um sich das anzusehen. Sie hupen in ihren Autos und auf ihren Mofas immer. Wirklich immer. Sie haben eine gänzlich andere Einstellung zu ihren fahrbaren Untersetzen. Sie sind laut, sehr laut. Ein Besuch dorthin kann, so denn man will, die so genannte „Hochkultur“ ala Pompeji ebenso zeigen, wie die antifaschistische Subkultur mit jeder Menge Gras, Musik, Streetart, Piratenradiosendern, Volxküchen und selbst geschraubten Soundsystemen verbinden. Dort ist einfach alles irgendwie einfacher. Sie machen immer alles so, dass es irgendwie geht. Nicht mehr – nicht weniger. Verlässlichkeit sieht anders aus. Verlässlichkeit ist aber auch irgendwie so deutsch, wie wir es gerne haben, so wir wir es eben gerade gewohnt sind. Sie bringen in ihren Visuals nachts in einem Klub ohne Berührungsängste einfach mal so Hitler neben Benito Mussolini, hinter einem $-Zeichen, um dem sich die Welt dreht. Die Jungen glauben daran, dass sie noch etwas zu ändern vermögen. Für die gute Sache. Die Stadt ist voll mit Antifa-Grafittos und dem Namen Giuliani. Ich mag sie. Sehr. Auch deshalb. Sie sprechen schlechtes englisch, schlechter noch als meines, aber es ihnen egal. Musik ist international, meinen sie.

Ein Hotel in einer Gegend, wie es hier Neukölln wäre, direkt am Straßenstrich. Ich hätte woanders nicht wohnen wollen. Es war einfach – so, wie vieles in Neapel. Sie werden von Berlusconi regiert, wie viele Grafittis in der Stadt zeigen und wovon wir hier keine Ahnung haben.

Neapel erinnert mich heute an jene Zeit, die ich in den 90ern in Berlin durchlebt habe. Sie erinnert an sowas wie Hoffnung auf einen besseren Morgen und das mag ich. Und das fehlt im Berlin der 20er.

Der von mir hochgeschätzte Paolo, welcher nahe Neapel aufwuchs, dann 10 Jahre lang in Napoli studiert hatte und dann nach Berlin abgehauen ist, meinte auf dem Hinflug zu mir: „either you love this city or you hate it“. Ich tendiere zu ersterem und werde ganz sicher nochmal hinfahren. Auch der Sneaker-Shops wegen, dem Kribbeln im Bauch wegen, wenn man durch Bezirke läuft, die man als Tourist lieber meiden sollte, vor allem aber der Pizza wegen (Ich liebe Pizza), die es überall gibt. Aber eben nicht nur. Neapel vermittelt eben dieses nicht näher zu definierende Gefühl von Hoffnung. Trotz, oder gerade wegen Neapel. Ein Gefühl, welches mir hier lange schon fehlt.

Nur die Sache mit dem kaffee-kulturellen Umgang hat sich als echtes Klischee erwiesen. Das geht gar nicht und wir sind da hier echt verwöhnt, wie ich finde. Aber ich will nicht kleinlich sein. Es war ein fantastisches Wochenende umgeben von fantastischen Menschen, die mich nur selten verstanden haben, aber irgendwie dann doch. Und die Sache mit der Musik mache ich extra.

4 Kommentare