Steinberg hat im Netz ein virtuelles Museum eröffnet, dass das gesamte Schaffen der Firma seit Beginn der 80 detailliert darzustellen weiß. Mit jeder Menge Foto-, Info- und Videomaterial. Und weil ich und Steinberg mal so waren, macht mir das klicken hier besonders viel Laune. Mal nebenbei: für derlei Touren nehme ich sogar gerne Flash in Kauf.
Das fetzt! Der Labelmacher des spanischen Labels Galleta Records hat im letzten Jahr für die 7″inch-Single „I Love Diploide“ von Diploide sämtliche Cover selbst gebastelt. Und die Oma hat beim Nähen geholfen.
Als ich hier vor zweieinhalb Jahren den Reigen der Gastblogger eröffnen durfte, musste ich zwanghaft festhalten, dass ich ja eigentlich mit dieser Computermusik nichts anfangen kann. Aus ebendiesem Impuls heraus wollte ich auch unbedingt dieses Mal ein wenig Folk hier rumstehen lassen.
Gedacht hatte ich an das vor einem Jahr veröffentlichte und unglaublich schöne „Blood Bank“ von Bon Iver, doch dann kam ich drauf, dass der Mann hinter diesem Ding, Justin Vernon, mit seinem neuenalten Bandprojekt Volcano Choir ja im Herbst eine Platte namens „Unmap“ rausgebracht hatte. Und da ist „Island,IS“ drauf, zu dem es auch ein Video gibt, das für mich irgendwie hier viel besser hin passt:
Also irgendwie hatte bei uns in der Family scheinbar jeder sein eigenes Briefmarkenalbum gehabt zu haben. Hier mal eine schnelle Auswahl aus dem Album meines Vaters – rein aus ästhetischen Gesichtspunkten ausgewählt so im vorbeiflug gewissermaßen. Hätte gerne noch mehr von den Kosmos Motiven gehabt – dachte auch das wären noch mehr aber irgendwie nicht – ich steh ja total auf Ostblock SciFi Designs.
Dies ist dann auch der vorerst letzte Eintrag aus der Serie – auch wenn noch Material für 100 weitere Einträge da wäre – vielleicht ja irgendwann mal – ich hoffe es hat gefallen und Euch nen kleinen Einblick gegeben oder Erinnerungen geweckt.
Als ich damals™ in dieser kleinen mittelitalienischen Provinzuni ein wenig Heidegger und Futurismus studierte, hatte ich nicht viele Freunde.
Das lag unter anderem an dem Umstand, dass die Mammoni von Freitagmittag bis Montagfrüh in die kleinen Käffer im Süden fuhren, aus denen sie stammten. Ein anderer Grund war, dass die Uni vor allem Wirtschaftswissenschaftler ausbildete. Und die waren meist wie mein einer Mitbewohner die Kinder von Kleinunternehmern und damit qua Geburt Berlusconi-Anhänger und das hält ja keine Freundschaft aus. Genausowenig wie die kulinarische Ignoranz der küchentechnisch an sich begnadeten Stiefelbewohner.
Als ich einmal ein heimisches Carepaket mit Schwarzbrot und Maultaschen bekommen hatte, wollte ich letztere mit meinen Kommilitonen teilen, doch die fanden Teig, der nicht Pasta ist, widerlich.
Aber es gab Ausnahmen. Und das waren alles sympathische Typen.
Mein anderer Mitbewohner beispielsweise. Auf dem Papier war er Psychologiestudent, im täglichen Leben hatte er hauptsächlich drei Interessensfelder: 1. Mit mir das von mir regelmäßig importierte deutsche Bier zu trinken und über Bier zu philosphieren. 2. Am Wochenende nach Rom fahren, mit seiner Freundin vögeln. 3. Unter der Woche tat er (abgesehen von Interessensfeld Nr. 1) alles, um mit seiner Mannschaft, die uniinterne Meisterschaft im Fußball zu fünft zu gewinnen.
Der Sohn eines örtlichen Carbinieri-Offiziers. Er war groß, schlank, schön. Ein Frauenheld. Und Anarchist. Er kannte die besten Weinclubs (die anders als die regulären Kneipen keine Sperrstunde hatten). Er hatte immer Gras am Start, in seinem Autoradio liefen immer die Doors. Apropos Auto: Er fuhr nachts immer die kürzesten Wege, Einbahnstraßenschilder und ähnliches waren ihm egal. Den Polizeistreifen war es egal, dass es ihm egal war.
Und dann war da Roberto. Roberto fuhr im gleichen Bus wie ich und wurde mir von der aus einem kleinen apulischen Dorf stammenden Kommilitonin mit den vielen Haaren im Gesicht und auf den Armen vorgestellt. Er sei ein wenig verrückt, sagten die Jungs mit dem Parteibuch der Forza Italia und die Mädchen mit den Heiligenbildchen im Geldbeutel. Man solle ihn besser meiden, sagten sie.
Naja, er wusch sich nicht so oft und er sah keinen Sinn darin, nicht im napoletanischen Dialekt zu sprechen. Er bezeichnete sich als Kommunist, obwohl er die italienischen Kommunisten blöd fand. Zu allererst aber war er glühender Lokalpatriot und als solcher hatte er eine angenehme Abneigung gegen Norditaliener, war aber genauso besorgt um den Ruf seiner Heimatstadt. Als Gegenprogramm zur Camorra-Tristesse wollte er eine Art Hippie-Kleinstaat gründen:
Die Republik von Neapel.
Essen und Singen sollten Staatsbürgerpflicht sein, außer Kochen sollte es so wenig Arbeit wie möglich zu erledigen geben. Als Nationalflagge hatte er ein großes weißes Tuch mit einer Riesenpizza entworfen. Eine Hymne hatte er auch schon:
Der Kalifornier Flying Lotus veröffentlicht am 3. März seinen neuen Longplayer Cosmogramma. Das verkündete das Warp-Label, bei dem der Künstler seit 2007 unter Vertrag steht.
Flying Lotus ist ein „Multi-Genre-Talent“ der seinen ganz eigenen Sound kreiert hat. Mit minimalem Equipment produziert er erstklassige elektronischen Musik und experimentellen Hip-Hop. Einer meiner liebsten Titel ist der Song Tea Leaf Dancers, den er mit der wunderbaren Andreya Triana aufgenommen hat.
Von der neuen LP Cosmogramma gibt es soweit mir bekannt ist noch keine Hörproben. Dafür hat Warp drei „non-Album-Tracks“ zur Verfügung gestellt, von denen ich euch einen Vorstellen möchte:
Schade das ich kein Musiker bin sonst würd ich glaub hier gerade Brummkreisel im Zimmer drehen. Mad Professor – einer der original Dub Heros meiner Vergangenheit – Remixer von Massive Attack – Schüler von Lee Perry – veröffentlicht einige seiner Produktionssamples.
Mad Professor has worked super close with the Loopmasters team to create an exclusive and authentic collection of some of his most prized musical gems from the Ariwa studios reggae vaults – providing producers of Dub, Reggae, Dubstep, DnB and other musical styles with previously unheard and undiscovered audio material!
…
In detail Mad Professor has provided 50+ Deep and Dubby Basslines, 89 Heavyweight Dub Drumloops, 40+ Dub Horn Loops, 33 Dubbed Out Reggae Drum Fills, 50 Single Dub Drum Samples, 60+ Authentic Reggae Musical Hits, and a collection of 80+ Dusty Musical Loops featuring Dub Pianos, Synths, Flute parts, Guitar and Mixed Musical Loops.
665MB
458 Wav Samples
315 Loops
143 Wav Hits
58 Ready to Play Soft Sampler PAtches for Kontakt, Halion,Exs24,Sfz and Nn-xt
296 Rex2 Files
Vielleicht kann ja einer der hier anwesenden mehr damit anfangen. Space Dub FTW!
Der Kanadier Scott Morgan, eher bekannt als loscil, dropte beim XLR8R-Magazin ein erstklassiges Appetithäppchen als Vorgeschmack auf sein neues Album „Endless Falls“. Dub to Cascadia läuft seit dem Fund bei mir in Schleife und ich denke dieser Track passt hervorragend zum Mischwerk. Enjoy!
„Chime“ nennt sich das Game und ist über Xbox Live Arcade erhältlich. Es erinnert an Tetris gemischt mit einem TenoriOn/iNudge-mäßigem Grid-Sequencer. Den musikalischen Content steuerten Produzenten wie Moby, Fred Deakin, Markus Schulz, Paul Hartnoll und Philip Glass(!!!) bei. Hinter dem Spiel steckt eine Initiative der Videogame Industrie namens „One Big Game“, die Programmierer und Entwickler zusammen bringt, um Games zu entwickeln deren Einnahmen Wohltätigen Zwecken zu gute kommt.
WOAH!!! Die Korg Wavedrum flasht mich sowas von! Es handelt sich bei dem Teil nicht um ein schnödes Drumpad, viel mehr ist die Wavedrum ein… tja Next Level Drumpad ;) aber seht selbst. Das offizielle Video zeigt Performances von Peter Michael Escovedo, Efrain Toro, Jeff Campitelli, and Joe Russo of the Benevento/Russo Duo an der Wavedrum. Jetzt muss ich nur irgendwie 499€ zusammen kratzen…
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