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Kategorie: Visuelles

Paper crafted animation short: From Dad To Son

Eine ganz wunderbare Adaption einer griechischen Fabel, die Äsop wohl schon 600 vor Christus verfasst hat.

Ein junger Mann beobachtet vom Knast aus, dass sein alter Vater daran scheitert, das gemeinsame Feld zu bestellen. Das machten die beiden früher immer gemeinsam. Also versucht der Sohn jetzt dafür zu sorgen, das die Staatsgewalt dem Gevatter ein bisschen unter die Arme greift.

Die Geschichte wird heute als urbaner Mythos gerne mit ein paar Bomben im Vorgarten erzählt, über die ein Sohn seinen Vater am Telefon informiert, während die Polizei, das Gespräch abhört und daraufhin den Garten komplett umgräbt.

Nils Knoblich und Stephan Hanf haben ihren Kurzfilm mittlerweile vor über 100 Jurys und auf Festivals gezeigt, 12 Mal nahmen sie dafür einen Preis in Empfang.


(Direktlink)

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Cinemagramme aus Tschernobyl und Prypjat

Der aus der Werbung kommende Creative Director Christiaan Welzel war im letzten Jahr mit seiner Frau in Tschernobyl und der anliegenden, einst von fast 50000 Menschen bewohnten, Stadt Prypjat unterwegs. Dort hat er über vier Stunden Filmmaterial aufgenommen, welches am Ende als Film geschnitten werden soll. Der Teaser dazu verspricht eine morbide aber ästhetisch höhst interessante Mischung aus Hochglanzfotografie und auf tragische Weise Verrottendem zu werden. Habe ich so noch nicht gesehen.

http://vimeo.com/65220635
(Direktlink, via r0byn)

Der Film braucht wohl noch eine Weile, aber Welzel hat aus seinem Material jetzt eine schon mal eine Cinemagraph-Collection auf imgur geladen. Und auch da trifft optische Klarheit auf Verlassenes, was ganz anders als im Film- oder Mode-Kontext eine ganz eigene ästhetische Tiefe entwickelt.

Diese Cinemagramme charakterisieren sich darüber, dass fast gar nichts zu geschehen scheint. Das dortige Leben scheint auf seinen animierten Loops im wahrsten Sinne still zu stehen. Und dennoch hat die Natur nicht aufgehört, zu atmen. Wenn man ganz genau hinsieht, kann man ihr dabei zusehen. Sehr gelungenes Konzept und eine nicht weniger gute Umsetzung, die zumindest in mir ein echtes Interesse an dem kommenden Film weckt.

Und weil die GIFs zu riesengroß sind, weitere davon nach dem Klick:

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T-Rex trying…

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Ich sitze hier gerade mit dem Stöher und wir reden ergriffen darüber, wie doof das Leben eines T-Rex einst sein musste. Riesenfresse aber viel zu kurze Arme für nur irgendwas. Gut, die große Fresse hat meistens auch gereicht, um zumindest satt zu werden. Mehr war wohl nicht. Kein Wunder also, dass die Evolution die T-Rexe irgendwann hinter sich gelassen hat. Der heutigen Zeit und den damit verbundenen Herausforderungen an die selbige, wäre der Körper eines T-Rex schlicht nicht gewachsen.

Hugh Murphy hat sich dieser evolutionär nicht ganz unwichtigen Angelegenheit mal angenommen und füllt mit seinen gedanklichen Ergebnissen, die er in Form von Zeichnungen auf Papier bringt, das Tumblr T-Rex trying… Das scheint für die biologische Lehre so relevant zu sein, dass es das ganze mittlerweile auch in Buchform gibt. Zu recht, wie ich finde. Das ist ja auch wichtig. Fürs Zwerchfell.

Hier einige der empirischen Aufzeichnungen. Das Leben eines T-Rex‘ wäre heute kein Ponyhof.

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(Alle Bilder unter CC von Hugh Murphy)

Ein Kommentar

Über junge Trainsurfer in Südafrika

Trainsurfing, das in Südafrika unter dem Begriff Staff Riding bekannt ist und eine nicht seltene Freizeitbeschäftigung junger Männer unter 25 darstellt, ist in etwa das, was wir hier im Berlin der 90er auf und an S-Bahnen praktiziert hatten. Nur eben viel krasser.

Der Fotograf Marco Casino hat diese Staff Rider besucht und über das sprechen lassen, was sie antreibt. Ein sehenswertes Portrait darüber, wie junge Menschen ihr Leben zu definieren versuchen, wenn eigentlich nicht viel dafür bleibt, das tun zu können. Wurde heute zurecht mit dem 1. Preis der Kategorie „Online Short“ des 2014 World Press Photo Multimedia Contests ausgezeichnet.

The population is almost entirely made up of blacks, but strongly multiethnic: all the eleven South Africa’s official languages are spoken in the township.
The almost total majority of surfers are kids under 25. Amputations and death are really common. The Prasa Metrorail, the SA train company, is one of the foundations of their society.This connection between train and citizens remained very strong over time. The spectacular and risky act of train surfing becomes the framework to tell the Katlehong’s young people social fabric.This place has been the epicenter of the anti-apartheid’s guerrillas, and on the eve of the twentieth anniversary of the facts that we all know , the situation of segregation has remained more or less unchanged in daily life.
In a context where violence , rampant poverty , abuse of alchool/drugs and infant birth/AIDS are the masters , the train surfing is configured as the search for a social redemption that will never come for the characters of this story .
Staff Riding is part of a long-term project about the township lifestyle 20 years later the struggle against apartheid.

http://vimeo.com/83486021
(Direktlink)

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Verstörend wie ein Montag: Chorus

„Chorus“ is a contribution to This is NOW, an exhibition that took place in Oslo, showcasing international talents in poster art and motion graphics.
This project started as a poster but quickly evolved into a disturbing video with this mouthlike-character producing weird noises and fusing with the buzz of the exhibition visitors.


(Direktlink)

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