Letzte Nacht mit alten und jungen Linken im Garten gesessen und über die Welt geredet. Über Trump, Springer, die taz, Israel, die Hamas und irgendwie auch über Punk. Keine echte Einigung der Generationen finden können. Das, was uns Linke ja irgendwie auch generell auszeichnet. Nach wie vor. Sei es drum… Danger Dan hat eine neue Single, kommt mit neuem Album und meint, „Keine Angst“. Weiß ich jetzt nicht, war aber letzte Nacht Auslöser für vorher genannte Diskussionen. Irgendwie hat er halt auch recht – und ich muss für den Abiball der Kleinen demnächst mal endlich wieder neue Martens kaufen. So.
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„Oktober in Europa“
Links sein und für den Völkermord?
Echt jetzt?
Ja ich frage mich auch, wie linke sich noch ernst nehmen können, die den genozidalen Antisemitismus einer klerikal-faschistischen Terrormiliz abfeiern.
Völkermordende Imperialisten zu unterstützen war und wird niemals links sein.
Linkssein beginnt bei unbedingtem Universalismus. Danach kann man anfangen zu diskutieren.
Exakt. Mit „linken“ Antisemiten zu diskutieren macht überhaupt keinen Sinn.
Und diese linken Antisemiten – sind die gerade mit uns um Raum?
Wenn die Frage ernsthaft gestellt wird, dann wohl leider schon
Eine Analyse der Forschungsgruppe Wahlen hat bereits im März 2024 ergeben, dass 70 % der Wähler*innen in Deutschland das Vorgehen des israelischen Militärs in Gaza für nicht gerechtfertigt hielten. Dennoch hat die parlamentarische Linke mit einem Akzeptanzproblem zu kämpfen, weil ihre Israelkritik als einseitig oder ambivalent wahrgenommen wird. Die Angriffe der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 erfüllen alle Kriterien eines islamistischen Terroranschlags, doch die Linke in Deutschland verurteilte den Terror nur zögerlich und relativierte die Ereignisse. Für viele Menschen wirkt ihre Haltung problematisch, weil sie als einseitig israelfeindlich wahrgenommen wird und der Eindruck entsteht, sie grenze sich nicht deutlich genug von extremistischen Positionen ab. Dadurch ist sie für sehr viele Menschen zur Zeit nicht wählbar, obwohl es mehr als genug Probleme in unserem Land gibt, die eine starke, linke Opposition wenn nicht sogar eine linke Regierungsbeteiligung bedürften.
Ich finde ja, passend zum Beitrag spiegelt die Kommentarspalte hier das Problem der Linken in Deutschland perfekt wieder: Niemand spricht über das verlinkte Video; es reicht, dass der Künstler eine von der eigenen abweichende Position zum Nahostkonflikt vertritt, um auszuschließen, mit der Person auch nur diskutieren (!) zu können – alle verfallen in ihre Abgrenzungsautomatismen. Wenn linke Menschen nicht mal in der jetzigen Zeit einen kleinsten gemeinsamen Nenner finden, werden es die Faschos weiterhin leicht haben: Die sind vereint in ihrem Nationalismus und ihrer Xenophobie