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Doku über Rechte bei der Polizei und der Bundeswehr: Staatsfeinde in Uniform

Kopfschmerzen machende Dokumentation über rechte Umtriebe bei der Polizei und der Bundeswehr: Staatsfeinde in Uniform. Und die politischen Kontexte. Harter Tobak.

Never trust a person in uniform.

Die Recherchen von „ZDFzoom“-Autor Dirk Laabs belegen eine beängstigende Mischung. Spezialkräfte von Polizei und Bundeswehr, illegale Munition, Waffen. Rechte Feindbilder und Todeslisten mit Politikernamen. Martina Renner, Mitglied im Innenausschuss des Bundestages, Die Linke, sagt im Interview mit „ZDFzoom“ zur neuen rechtsradikalen Gefahr: „Es kann ja ein Einzelner für sich den Tag X erklären. Ob er dann tatsächlich an dem Tag X über ein Gewehr verfügt, ist nicht die Frage, er kann auch sein Auto nehmen und in die nächste Gruppe von Antifa-Demonstranten reinfahren. Er braucht nur den Tatentschluss.“


(Direktlink)

9 Kommentare

  1. sebix21. Juni 2019 at 08:54

    „a people“ heißt „ein Volk“
    Entweder ist das „a“ zu viel oder man müsste „person“ statt „people“ benutzen.

    Oder meintest du wirklich ein Volk in Uniform?

  2. Jack21. Juni 2019 at 11:01

    man könnte ja ein Wesenstest für Polizisten einführen .. die Neurologie ist da schon sehr weit – sprich man kann politische Einstellung bereits durch Untersuchungen feststellen. Es gibt sogar hinweise auf genetische Zusammenhänge…

    • Harry23. Juni 2019 at 04:21

      i call bullshit
      dubiose Untersuchungen mit fraglichem Aussagegehalt und noch fraglicheren Annahmen könnte man sich ansonsten halt auch sparen, wenn es innerhalb der Polizei nicht diese absolute Mafia-Mentalität gäbe, dass da eine Krähe der anderen kein Auge aushackt.

      • Jack23. Juni 2019 at 09:45

        Neuropsychologie (Kognitive Neurowissenschaft) ist da schon recht exakt, bestimmte Hirnareale bewirken bestimmtes Verhalten. Diese Areale sind identifizierbar bzw. deren Aktivität. Das Problem ist aber zum einen dass jemand der ständig mit Angst und Verbrechen zu tun hat eben genau diese problematischen Areale trainiert :
        »Nietzsche „Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.“«
        Zum anderen Werden Menschen ohne Ansätzer dieser Eigenschaften auch schon garkein Intresse an Militär oder Polizeidienst haben. Daher sind recht wenige Anarchisten bei der Staatsgewalt zu finden.
        Sprich das einzige was hier hilft ist Transparenz und unabhängige Untersuchungsbehörden (wie Dnl schrieb).
        Die Problematik des Gruppenzusammenhaltes ist immarnent – finde mal ein Arzt der gegen einen Kollegen aussagt..

        • Harry23. Juni 2019 at 16:14

          Soweit ich mich damit auskenne, basieren diese Neuropsychologischen Untersuchungen ausschließlich auf Korrelationsstudien. Sprich: Man kann zeigen, dass bestimmte Areale aktiv sind, wenn bestimmte Reize gegeben werden. Was genau diese Areale in dem Moment machen – also den kausalen Mechanismus – kann man dabei aber nicht beobachten und auch nicht theoretisch Begründen/Ableiten. Und wie ja allseits bekannt ist, sollte man Korrelationen nicht mit Kausalität verwechseln.
          Nicht anders sieht es soweit ich weiß mit der Forschung aus, die genetische Faktoren zu identifizieren versucht.
          Die angewandten statistischen Methoden in dieser Forschung sind darüber hinaus z.T. auch sehr fraglich. 2012 gab es einen lg-Nobelpreis für den Nachweis, dass auch im Gehirn von einem toten Lachs Reaktionen auf menschliche Emotionen nachgewiesen werden können, wenn man die entsprechenden Methoden anwendet (hab nach kurzer Recherche diesen Artikel dazu gefunden: https://www.alltagsforschung.de/toter-lachs-gewinnt-ig-nobelpreis/ )
          Kurz: Ich bin bezüglich dem Aussagewert der ganzen fMRT-Studien sehr skeptisch, nicht zuletzt auch, weil ich biologische Erklärungen für soziale Phänomene gefährlich finde, weil sie die Tendenz haben diese so weit festzuschreiben, dass kein Potential für Veränderung mehr gesehen wird. Auch wenn man das der Forschung selbst oft nicht direkt anlasten kann, ist das oft die öffentliche Wahrnehmung.
          Transparenz und unabhängige Stellen sind definitiv ein längst überfälliger Schritt. Andere Länder sind da schon viel weiter. Dass es auch einen Mentalitätswechsel in der Polizei brauch – und wie der aussehen kann – wird ja sogar in der Doku selbst thematisiert glaube ich.
          Auch bei Ärzt*Innen gibt es diese Tendenz, das ist klar. Aber Ärzt*Innene haben mit dem Patient*Innenwohl schon noch einen höheren Referenzwert an dem sie sich orientieren und mein Eindruck ist, dass die Bereitschaft auch gegen Kolleg*Innen auszusagen größer ist, wenn das Patient*Innenwohl gefährdet ist.

          • Jack23. Juni 2019 at 17:53

            Ich denke es würde hier das Format sprengen dies weiter auszuführen aber schau dir mal die Arbeiten von Robert Sapolsky an.
            https://www.youtube.com/watch?v=GRYcSuyLiJk
            Und wenn du jemanden in ein fMRT/PET scan stecken kannst und danach weißt ob er rechts ist – dann ist das kein Zufall und auch keine Korrelation. Hierzu muss man verstehen das Rechtsradikalismus bei allen höheren Säugetieren evolutionsbedingt ist – Schimpansen sind hier ein gutes Beispiel – allerdings fehlt dem Menschen der Geruchssinn zur Verwandschaftserkennung. Was beim Menschen den Rechtsradikalismus nun also hemmt ist der PFC und der muss gebildet werden, also trainiert. Sobald etwas trainiert wird vergrößert sich das Gehirnareal da mehr neuronen angelegt werden (ist in Wahrheit deutlich komplexer) Die größe allein läßt aber schon Rückschlüsse auf das Potential zu.
            Christian Fiebach (Goethe Uni FFM) zeigt hier (2018) wie genetische Faktoren (dopamin rezeptoren) die Fähigkeit des flexiblen Denkens beeinflussen. Oder das die WCST Genauigkeit mit der Einstellung zum Brexit korrelliert oder auch der Aufnahme von Flüchtlingen (und erklärt auch wieso – der name „Konservativ“ kommt ja nicht von irgendwo). Aber ja es gibt noch viel Forschung die gemacht werden muss – die neuen 12T MRTs werden ganz neue Möglichkeiten bringen. Und wir werden keine 5000€ für eine Berufseignung ausgeben (noch nicht aber die Tests werden ja günstiger). Umgekehrt mussten PolizeianwärterInnen ja mal eine mindest Körpergröße haben – dann merkte man das Abitur und Noten auch wichtig sind. Wieso haben denn die meisten AFD/Nazis eine geringe Bildung – weil Bildung den PFC stärkt – das ist also mehr als nur korrelation. Wenn man nun die größe der Bestandteile des limbischen systems nimmt und die des PFC dazu und „Big Data“ drauf wirft dann wird man schon ganz gute Daten ableiten können – ob wir soetwas wollen ist fraglich da die Mehrheit ja glaubt sie hätten die Kontrolle über ihr „Sein und Denken“ .. Die Wissenschaft ist da deutlich weiter als es dem Durchschnittsbürger verständlich und lieb ist.
            Ich kann hier ja nicht so viele Links posten – Die angesprochene Studie ist von
            Leor Zmigrod 2018 (Cambridge) „Cognitive underpinnings of nationalistic ideology in the context of Brexit“ (suche nach PNAS 1708960115 )

            • Harry23. Juni 2019 at 19:01

              Ich werds mir mal anschauen.
              Bisher jedenfalls glaube ich aber nicht, dass wir da überein kommen werden. Weder glaube ich, dass ein Mensch einfach rechts „ist“ oder nicht – in dem Sinne, dass das eine biologische Eigenschaft des Menschen ist, die nicht verändert werden kann. Noch glaube ich, dass Menschen zu einem so großen Teil durch biologische Prozesse bestimmt sind. Alles was ich dazu bisher gelesen hab, hat dann doch erhebliche Kurzschlüsse machen müssen, um bei dieser Schlussfolgerung landen zu können.
              Es gibt noch eine ganze Reihe von Aussagen in deinem Kommentar an denen ich mich nicht unerheblich stoße, aber das würde in der Tat den Rahmen hier sprengen.

  3. Dnl22. Juni 2019 at 20:50

    Also ja, das kotzt mich auch extrem an. Vor allem, dass es immer noch keine externe Behörde beid er Polizei gibt die Disziplinarverfahren prüft und Vergehen richtig untersucht. Die ist längst überfällig!
    Trotzdem finde ich das mit „never trust a person in uniform“ eine bestimmte Berufsgruppe zu plakativ über einen Kamm gezogen wird. Habe häufig mal Kontakt mit der Polizei gehabt und ein paar Anzeigen bekommen und trotzdem waren die Cops entsprechend nett zu mir. Also bis jetzt keine negativen Erfahrungen obwohl ich in Leipzig wohne und mich viele fragen ob ich Türke oder Araber wär.
    Es gibt ne Menge Cops die Kacke sind und ja besstimmt ein paar mehr in den neuen Bundesländern. Trotzdem kenne ich weitaus mehr sogar persönlich die einen sehr korrekten Job machen.
    Eine Isolation dieser Menschen durch ACAB, blinden antiautoritären Stil, Reichsbürger, C-Fans etc. stehe ich sehr kritisch gegenüber und finde ich grundsätzlich falsch.

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