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Mutter startet Petition gegen Einsatz von Martinshorn, weil ihr Baby aufwacht

(Foto: Hans)

Derweil in München: Eine Mutter will den Einsatz von Martinshörnern einschränken lassen – weil ihr Baby durch das laute Geräusch hin und wieder aufwacht und sie startet eine dementsprechende Petition.

Sie begründet die Petition an ihrem eigenen Beispiel: Ihr Baby wache durch den „inflationären Gebrauch des Martinshornes“ zu Ruhezeiten – früh morgens, mittags oder nachts – oft auf oder könne gar nicht einschlafen. Das Warnsignal ertöne „unabhängig der Dringlichkeit des Einsatzes“ zu jeder erdenklichen Tages- und Nachtzeit, beschwert sich die Frau. Und dies, „obwohl es auf der Straße weit und breit keine Autos oder Menschen gibt, die (…) gewarnt werden müssten“.

4 Kommentare

  1. iddi2. Oktober 2018 at 01:07

    Macht man sich natürlich leicht drüber lustig. Aber wenn du in der Nähe eines KH wohnst und dementsprechend viel Tatütatü hast ist das nicht mehr so lustig. Ich weiß wovon ich rede.

    2 Aspekte: viele der RTW-Fahrerinnen haben ihre Hörner in der Außerort-Stellung eingestellt, dass sind dann diese Mehrklang-Hörner,dass ist wirklich irre laut und gar nicht nötig, weil sie die deutlich leisere Innerort-Einstellung genauso gut nehmen könnten. Dann fahren häufig RTW und Notarzt in zwei Fahrzeugen und machen doppelt Lärm.

    Ja: man kann schlecht darüber diskutieren aber es ginge auch anders und rücksichtsvoller. Die retten Leute, dafür machen sie die Anwohner krank.

    • sld3. Oktober 2018 at 10:01

      Ich wohne auch in Nachbarschaft eine Klinikums. Sogar mit Rettungsheli. Aber das da oben klingt nach egozentrischer Gutbürgerlichkeit. „Ich zuerst und ganz allein“.

      Jede Sekunde zählt bei Rettungseinsätzen. Dass man da rechtzeitig andere Verkehrsteilnehmer warnt, ist doch notwendig. Kenne aber auch nicht alle Details der obigen Story.

    • Andreas3. Oktober 2018 at 11:08

      Hallo,
      ich kann Sie gut verstehen, dass Sie als betroffener Anwohner über den massiven Einsatz des Einsatzhorns nicht erfreut sind.

      Zu den 2 Aspekte:
      Man unterscheidet normalerweise zwischen 3 verschiedenen Hornsignalen: Stadt, Land und Pressluft. (Hier ein Bsp. https://www.youtube.com/watch?v=L9aFwQJqUlM) Ich nehme an, dass Sie das Presslufthorn meinen. Warum das bei Ihnen so häufig benutzt wird, kann ich Ihnen nicht sagen, aber wenn Sie in der Nähe wohnen, könnten Sie vielleicht mal die Rettungsdienstmitarbeiter ganz unverfänglich fragen, was es für Hornsignale gibt und z.B. warum sie das Presslufthorn dort verwenden.
      Allgemein ist es so, dass der Fahrer eines Einsatzfahrzeuges im Zweifel IMMER der Schuldige eines Unfalles ist. Ohne Einsatz des Blaulichtes UND des Einsatzhornes kann er sich nicht auf das sogenannte „Wegerecht“ berufen. Der Einsatz des Hornes erhöht nicht nur die Sicherheit aller Beteiligten sondern sorgt auch grundlegend dafür, dass über rote Ampeln, Kreuzungen mit „Vorfahrt achten“, usw. gefahren werden darf, wenn dort andere Verkehrsteilnehmer sind (Autos, Fahrradfahrer, Fußgänger, …) Als Passant kann man in aller Ruhe leicht sagen, „Die Kreuzung war frei, dass Horn war vollkommen unötig!“, aber als Einsatzkraft ist das so schnell meistens nicht sicher.

      RTW und Notarztwagen (NAW) sind zwei getrennte taktische Einheiten, die nicht zwingend zusammen fahren. Es kann z.B. ein Notarzteinsatz in Straße XY vorliegen. Dort fahren dann beide hin. Dort stellt sich raus, dass der Patient doch keinen Notarzt braucht. Nun wäre der Notarzt wieder frei um zu einen anderen Einsatz zu fahren, während sich die Sanitäter weiter um den Patienten kümmern.

      Ich weiß, diese Informationen werden es bei Ihnen nicht leiser machen, aber vielleicht hilft es, das alltägliche Lärmchaos besser zu etragen.

      Viele Grüße

  2. dLT3. Oktober 2018 at 00:05

    zieh woanders hin! Das klingt nach den Neuanwohnern einer ortsansässigen Freilichtbühne, die super stolz uff ihre billige Neupfundlandvilla waren und danach die Kulturszene auf ebenderer wegen „zu laut“ zum Erliegen brachten. Ziehst du wohin guck dir das Umfeld vorher an und heul nicht später rum! Wie Konfuzius einst sagte: „ISSO!“

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