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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Dresdner Interregnum 1991 – Ein Poem


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Dresden 1991, die DDR war gerade erst zu einem Kapitel in den zukünftig zu druckenden Geschichtsbüchern geworden, als der Dresdner Kameramann, Autor und Regisseur Werner Kohlert seine Stadt im Auftrage des Kulturamtes filmte und jene Gegebenheiten für die Nachwelt festzuhalten versuchte. Grau war es. Grau, wie auch ich meine Kindheit im Osten in Erinnerung habe – und das einfach nicht los werde. Dresden, Halle, Leipzig, Schwerin, Potsdam, Rostock… Überall war alles dunkelgrau, so meine Erinnerung.

Kohlert hat für Dresdner Interregnum 1991 damals 6.000 Meter Film aufgenommen, die die Elbmetropole in der Zeit des Umbruchs und der Neufindung verewigten: „das Grau der Innenstadt, die ersten Aufbrüche in die westliche Warenwelt, Ruinen der Neustadt, die schon dem Abriss geweiht waren bis hin zur Tristes der Neubausiedlungen am Rande der Stadt.
Rund 20 Jahre danach fasste Werner Kohlert seine Aufnahmen zu einem 60-minütigen Filmdokument zusammen, wohl wissend, dass jetzt die Zeit reif ist, um vergleichend, manchmal auch staunend auf die Metamorphose Dresdens zurückzuschauen.“

Das ist jetzt über zehn Jahre her. Die dabei entstandene Doku würde ich gerne mal sehen, finde sie aber aktuell im Netz nicht. Deshalb hier so eine Art Trailer und die Empfehlung auf die eigentliche Doku.


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Ein Park voller Menschen singt mit einem Mann, der auf einer Bank sitzt, Bon Jovis „Livin On a Prayer“

Ich hatte vor ein paar Jahren mal eine dieser komischen Situationen. Eine neue Kollegin fing an bei dem Träger zu arbeiten, bei dem ich schon länger war und immer noch bin. Wir quatschten kurz und sie nahm mich dann mit ihrem Auto mit. Während der Fahrt lief eine Bon Jovi CD. Bon Jovi!

Ich war etwas konsterniert, denn niemand, den ich kannte, hörte Bon Jovi. Nicht mal ironisch. Wirklich nicht. Ich stieg dann irgendwann aus ihrem Auto und erzählte irgendwem später, ja, schon auch so ein bisschen Arschloch-mäßig, dass ich glauben würde, dass primär nur Pfarrerstöchter Bon Jovi hören würden. Was ich heute so nicht mehr sagen würde. Aber für den Joke hat es damals gereicht.

Ein paar Monate später stellte sich heraus, dass die neue Kollegin tatsächlich die Tochter eines Pfarrers war – und Bon Jovi mochte.

Aber: sie ist bis heute eine verdammt stabile Kollegin. Eine der Besten. Trotz ihrer damaligen Vorliebe für Bon Jovi. Habe ich mir vor ihr auch nicht denken können – und bin froh, immer noch dazuzulernen. Und finde Bon Jovi trotz dessen immer noch ziemlich beschissen. Aber wenn dann ein ganzer Park mit einem Tüpen auf der Bank dazu zu singen anfängt, auch irgendwie ein bisschen dolle okay. Ja.


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