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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

„I bims“ ist Jugendwort 2017

„I bims“ wurde jetzt offiziell zum Jugendwort 2017 gekürt. Ich persönlich kenne mehr Erwachsene, die das vermeintlich ironisch genutzt haben, als Jugendliche, die das tatsächlich in ihrem alltäglichen Sprachgebrauch integriert haben, aber gut.

Zur Auswahl standen zunächst 30 Begriffe. Nutzer konnten online über sie abstimmen und zehn Wörter und Ausdrücke in die Endrunde wählen. In diesem Jahr haben laut dem Verlag so viele Menschen wie noch nie abgestimmt. Etwa eine Million Stimmen seien abgegeben worden.

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The Anjunadeep Edition 176 – Lane 8

So. Freitag. Zeit, die Tanzschuhe rauszuholen, zu entstauben, überzustreifen und dann ordentlich mit dem Allerwertesten zu wackeln. Zum akustischen Vorglühen und zur Einstimmung aufs Wochenende kommt der Soundtrack dazu heute vom großartigen Lane 8, der gerade gestern erst die aktuelle Anjunadeep Edition abgeliefert hat. Das fetzt!


(Direktlink)

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Das Sonár Festival schickt Musik zu fernen Planeten

Den Machern vom Sonár Festival reicht es offenbar nicht mehr aus, nur Macher des Sonár Festivals zu sein. So versuchen sie in diesem Jahr unter zur Hilfenahme eines Sendemasts im norwegischen Tromsø über Musik Kontakt zu etwaigen Lebensformen im All aufzunehmen. Neben einer kurzen Sprachnachricht wurde dann Musik in den Weltraum gesendet. Unter anderem von Autechre, Ólafur Arnalds, Kode9 oder Fatima Al Qadiri. Autechre im All finde ich toll! So wird versucht, den Exoplaneten GJ273b erreichen, der 12,4 Lichtjahre von der Erde entfernt im All rumhängt.

Klasse PR-Aktion, die für manche der Teilnehmer echt eine ernste Sache zu sein scheint.

Sónar celebrates its 25th anniversary by sending a message in search of extraterrestrial intelligence. 33 musicians send music to GJ273b, a potentially habitable exoplanet, 12.4 light years from Earth. A celebration, an artistic and scientific experiment and a collective rumination on what it means to be human, and alien.


(Direktlink, via RBYN)

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Trettmann feat. Rundfunk-Tanzorchester Ehrenfeld – Grauer Beton live

Trettmann ist son Ding, ne. Ich verfolge schon ewig, was er so macht, mochte vieles, habe vieles nicht ernst genommen. Vielleicht auch, weil ich dachte, dass vieles davon gar nicht ernst genommen werden wollte. Nicht weiter drüber nachgedacht. Vielleicht falsch gelegen.

Jetzt, 2017, knallt der Mann ein Album raus, das Alte wie Junge verbindet. Hätte ich mir so nie denken können, aber ist so. Die Kids „feiern das hart“ auf ihre Weise, wie sie so vieles „hart feiern“. Auf ihre Weise. „Songs mögen“, sagen sie schon lange nicht mehr, so wie wir das einst taten. Wir feierten auch hart und dann wirklich hart, aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Jedenfalls kommt Trettmann in diesem Jahr mit einem Album, das sowohl unter den Kids als auch unter den „ach so reflektierten“ Älteren unter uns nicht nur unter der Hand als Album des Jahres gehandelt wird.

Hat sich jahrelang den Arsch abgearbeitet, glaube ich. Ernstgemeint, wie ich ihn ernst selten genommen habe – und dann das.

Dann kommt ein Mittvierziger, der Biographie hat. Der Geschichte und Geschichten zu erzählen hat. „Deep“ mitunter, wie die Kids heute ganz unironisch sagen und das auch so meinen. Und ich verstehe sie. Sie sagen, sie lieben das Album, aber genau diesen Song finden sie scheiße. Ich mag das Album und ich liebe diesen Song. Weil ich weiß, worüber er singt. Es erlebt habe. Ebenso wie die Kids wissen, worüber er in anderen Songs singt. Es erleben. So wie Trettmann damals. Heute. So wie sie heute. So wie vielleicht auch die Kids in zehn Jahren das noch erleben werden.

Kann man blöde finden, weil die Jugend Trennbalken zu den Erwachsenen haben sollte, wofür sie ja heute durchaus alle Möglichkeiten haben. Klar, sollten sie die haben. Haben müssen. Und trotzdem kommt Trettmann ohne sich an irgendwen ranzuwanzen und schiebt diesen Balken – hoffentlich ungewollt – ganz leise zur Seite. Allein das macht ihn für dieses Jahr verdammt großartig. So. Und außerdem: Billie Holiday.


(Direktlink)

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In Südbrandenburg wird ein ganzes Dorf versteigert

(Brandenburg, Symbolbild)

Am 09. Dezember wird ein Dorf in Südbrandenburg versteigert: die Siedlung Alwine. Sechs schon sichtlich in die Jahre Mehrfamilienhäuser, die von von etwa 15 Mietern bewohnt sind, sollen für ein Startgebot von 125.000 EUR unter den Hammer kommen. Ob sich dafür ein Käufer finden wird, ist bisher fraglich. Die Fördermittel für derartige Siedlungen wurden eingestellt, von den eigentlich vereinbarten Mieteinnahmen in höhe von 30.000 EUR gehen aufgrund der unzähligen Mängel an den Häusern derzeit nur 16.000 EUR ein.

Das etwa 16.000 Quadratmeter große Areal wurde nach den Angaben von zwei Brüdern nach der Wende erworben. Nach dem Tod eines der beiden soll das Grundstück verkauft werden.

Einst bauten an der Landstraße 65 etwa zwei Stunden von Berlin entfernt Beschäftigte aus dem nahen Braunkohletagebau ihre Häuser. Die Siedlung sei ab der Jahrhundertwende entstanden, sagte Knake. Heute ist Alwine ein Ortsteil von Domsdorf und gehört zur Stadt Uebigau-Wahrenbrück (Landkreis Elbe-Elster).

Aber wer schon immer mal ein Dorf sein Eigen nennen wollte; bitte schön.

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