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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Als es House Music 1986 in die Nachrichten schaffte

Chicago 1986: House ist der heiße Scheiß. So heiß, dass selbst die Nachrichten nicht mehr umhin kamen, darüber mal zu berichten. Also besuchten sie jungen Pioniere des House und zeigten den Zuschauern, wie das so läuft, mit dem House.

Danny (Sweet-D) Wilson, Farley (Jackmaster) Funk, Steve (Silk) Hurley, Keith Nunnally. House Music Makes The News For The First Time In Chicago (1986) This video from 1986 aired in Chicago and brought mainstream attention to House Music when it was still in it’s infancy & still an underground culture.


(Direktlink | Danke, Vassility!)

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Ein Messer von Hand schleifen

Mein Vater hatte immer einen elipsenförmigen, dunkelgrauen Schleifstein im Besteckkasten. Wenn er meinte, dass sein Lieblingsmesser nicht mehr scharf genug war, holte er den Stein raus und wetzte das Messer da drüber. Irgendwie wurde es dann schärfer. Irgendwie aber sah die Klinge danach auch immer ganz schön mitgenommen aus. Es war ein ziemlich grober Schleifstein. Aber das Messer schnitt. Das tut es heute noch – mittlerweile liegt es in meinem Besteckkasten.

Andere schliffen ihre Messer damals in Maschinen mit Schleifsteinen. Sie hatten das irgendwo gesehen und meinten, dass das so gehen würde. Die Messer sahen danach meistens aus als wäre ein T-72 rübergefahren, aber sie schnitten wohl auch.

Ich gebe meine Messer zwei mal im Jahr zum Schleifer. Soviel Luxus muss sein. Ich glaube, die machen das dort auch maschinell, aber die Messer sehen danach immer gut aus und sind scharf.

Dieser Mann hier schleift ein Messer in mehreren Gängen, auf verschieden starken Schleifblöcken von Hand. Nass.

Vielleicht ist das nicht gerade der perfekte Zeitpunkt, sich dieses Video jetzt im Büro anzusehen. Es hat so eine meditative Wirkung. Aber das muss jeder für sich selber entscheiden.


(Direktlink, via Devour)

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Ein 24-Jähriger geht nach Syrien, um eine Doku zu drehen: Syrien – ein schwarzes Loch

Lief vor einigen Tagen im WDR und geht ziemlich tief in die Magengrube. Eine der mich bewegendsten Dokus, die ich seit langem gesehen habe.

„Ihr braucht keinen Gott, ihr braucht was zu essen, aber…“

„Hubertus Koch hat nichts: Keine Kamera, kein Computer, kein Equipment und nicht gerade viel Erfahrung. Aber der 24jährige will Dokumentarfilmer werden und er hat eine Idee: Ein Film über eine Hilfsaktion für Syrien. Von der Abfahrt in Deutschland bis zur Ankunft in Syrien will er die Helfer begleiten. Und tatsächlich: Nur wenige Monate später sitzt Hubertus auf dem Beifahrersitz auf dem Weg nach Syrien. Aber einmal angekommen ist nichts, wie er es sich vorgestellt hat. Nach nur fünf Stunden in Syrien ist Hubi am Ende.

Die Wirklichkeit und das Leid des Krieges treffen ihn mit voller Gewalt. Den Film, so wie er ihn geplant hatte, kann er vergessen. „Syrien ist kein Wochenendurlaub, kein verdammtes Seminar“, sagt er. Und er wird wütend. Wütend auf alle, die nicht hinschauen, wütend auf alle, die Syrien vergessen haben. Er nimmt seine Kamera wieder in die Hand, denn er will erzählen. Erzählen, was er gesehen und erlebt hat. Als ein junger Mann, als einer der Generation Ballerspiel und Komasaufen, dem Syrien im Grunde so egal war, wie allen anderen. Vor diesem Film.“


(Direktlink, via Flausenkopf)

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Jan Böhmermann – Besoffen bei Facebook

Besoffen auf Twitter kenne ich nur zu gut, Facebook allerdings ist mir besoffen völlig wumpe. Die Musik hierzu ist beschissen, aber der Text trifft es wohl ziemlich genau.

Auch als Promi nimmt man ab und zu schon mal einen über den Durst. Und was macht man, wenn man sich einen schönen Wutbürger hinter die Binde gekippt hat? Richtig, man geht zu Facebook. Man sammelt alle seine Satzzeichen zusammen, lässt, wie Otto Normalbürger, mal so richtig die rhetorische Sau raus, steckt ein schickes Cocktailschirmchen in den Longdrink der Meinungsfreiheit und dann ab der Post!


(Direktlink, via reddit)

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„Asylschmarotzer“

Tobias Huch hat mal Aufnahmen aus Syrien(?) Kommentaren von deutschen Facebook-Nutzern gegenübergestellt und das spricht in der Summe gänzlich für sich selbst.

"Asylschmarotzer"

"Asylschmarotzer", "Alle gleich erschießen", "Ab in die Gaskammer", "Die wollen nur unser Geld", ….. Flüchtlinge! Zwei Minuten zum Nachdenken über die Realität, ihre Ausblendung und die unglaublichen Reaktionen

Posted by Tobias Huch on Mittwoch, 19. August 2015


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Idiot des Tages

[Update] Kiev selber beteuert mittlerweile, dass der Beitrag nicht von ihm stammt und sein Account gehackt wurde.

Sollte dem wirklich so sein, wünsche ich ihm, dass das auch nachweisbar ist.

*****

[Update 2] Könnte sein, dass er vor einem halben Jahr schon mal gehackt wurde

*****

„Leute Ich bin seit 15min. Online! Keine Ahnung wer hier das alles verfasst hat. Ich bin gerade dabei den Misst zu Löschen. Passwörter sind geändert. Ein Statement werde Ich noch Posten. Ps: Ich bin im Urlaub undvermeide Datenverarbeitung. D.h. kaum Online!“

Als ich vorhin unterwegs war, las ich leicht schockiert aber angeekelt, folgenden Facebook-Beitrag des wohl in Frankfurt lebenden House-DJs Hagen Kiev. Der Name war mir nicht geläufig und kam mir bisher auch nicht unter. Sei es drum.

Statements wie diese sind auf Facebook keine Seltenheit und erregen wahrscheinlich auch deshalb viel weniger Aufmerksamkeit als das eigentlich der Fall sein sollte. Aber: wer mit Musik hantiert, die es ohne Schwule in ihrer Geschichte heute vielleicht so gar nicht geben würde und diese Musik dann noch vor Menschen spielt, für die es vielleicht das Normalste der Welt ist, dass Menschen gleichgeschlechtlich lieben, der sollte sich womöglich oder unbedingt nach einem anderen Job umsehen. Finde ich.

Dieses armselige Geschwafel geht weit über das hinaus, was sich durch den in dem Fall schützenden Mantel der Meinungsfreiheit, unter dem sich Leute wie Kiev ja im Nachhinein dann immer verstecken wollen. Und dafür darf er auch gerne Konsequenzen in Kauf nehmen.

Der Beitrag wurde mittlerweile gelöscht, mit ihm alle Kommentare. Zu seinem Glück auch seine Kommentare, die das alles nicht besser machten. Im Gegenteil.

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(via Enough is Enough)

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NY Times: 36 Hours Berlin

Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wie von außen auf die Stadt Berlin gesehen wird. So aus internationaler Sicht. Schließlich gucken wir von hier aus auch ganz anders auf Städte wie London, New York oder Tokyo, als jene die dort leben, und verlassen uns im Regelfall auf das, was andere darüber zu berichten wissen. Meistens zumindest. Wir sehen, lesen oder hören was und denken so, ach, da könnte man ja mal gucken, wenn man mal da ist.

Die New York Times jedenfalls hat jetzt ein 36 Hours Feature über Berlin. So mit Blick von außen. Vielleicht für jene, die das irgendwo sehen und denken, ach, da könnte man ja mal gucken, wenn man mal da ist.

Die Berliner werden sicher was zum Meckern finden, aber die meckern eh immer. Allerdings wohnen die ja auch in Berlin und brauchen derlei Situationsbeschreibungen nicht.

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