Zum Inhalt springen

Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Adventskalender 2014, Türchen #04: Saetchmo – Hommage an den Sommer

ak2014_04_saetchmo


Ich war diesen Sommer tatsächlich recht häufig mit dem Berliner Dubmaster Saetchmo unterwegs. Wir spielten zwei Festivals gemeinsam und auf einem davon sogar recht verkatert zusammen. Wir tranken viel, lachten viel, hin und wieder eskalierten wir auch. Das muss dann so. Und es war ein schöner Sommer.

Als ich ihn fragte, ob er auch in diesem Jahr dabei sein könnte, meinte er so, „Ich weiß gar nicht, ob ich das dieses Jahr schaffe.“ Ich glaubte ihm nicht. Er war dann auch einer der ersten, die ihren Mix schickten. Dann meinte er, „Ist aber in diesem Jahr nichts Besonderes.“ Vermutlich meinte er das, weil er für seine letzten Kalendermixe immer einen durchaus nachvollziehbaren Aufwand betrieb, was er für 2014 wohl mal sein lies. Und dann landete diese Granate auf meinem Rechner und ich freute mich wie Bolle.

Denn so hart, wie der Mann knüppelt kann, so weich kann er auch auf akustische Daunendecken betten. Eines der Dinge, die ich ganz besonders an ihm schätze. Ein anderes ist, dass er ein umfassbar weites Musikspektrum abzudecken vermag, wenn es denn sein soll.

Soll es hier nicht. Hier gibt Bässe und Beats und Atmospähre und Herz und Seele und Liebe. Was also braucht es mehr. Und gerade ich als ausgesprochener Sommerliebhaber denke mit dieser Hommage sehr gerne noch mal an den hinter uns liegenden Sommer zurück. Auf das der nächste mindestens halb so schön wird. Im Winter an den Sommer denken. Thats just me – me and Mista Saetchmo, der gerade Internet-Urlaub macht. Vielleicht schaffe ich es dann ja im nächsten Jahr endlich mal wieder in seine Echochamber.


(Direktlink)

Style: Deep Dubstep, Bass
Length: 01:06:05
Quality: 320 k/bits

Tracklist:
Intro: „The Barber’s Speech“ (The Great Dictator)
01 KOSIKK – Night Train
02 Subquasar – Even Higher
03 Sam Kinetic – Spire
04 Kiesza – Hideaway (Sqz Me Remix)
05 Aeons – Drag
06 Maes – Breached
07 IC3PEAK – I’ll Be Found (Feki Remix)
08 Gemini – A Fire Inside (Said The Sky Remix)
09 Manu Shrine – Clocks ticking in my head (feat. CoMa)
10 KOSIKK – Summer
11 Ghostlib – Undo
12 Microom – Let Me Show You Love
13 KOSIKK – Can’t Rescue Me
14 Moseqar feat. Zoe Phillips – Nobody Knows
15 Monsoonsiren – Paper Tiger
16 Tua – Der Bettler und das Meer (Lambert Remix)

Alle der diesjährigen Kalendermixe finden sich hier.

5 Kommentare

Flatulenzen im Flugzeug: fliegen mit Lederhose

388027695_52492a2f52_z


(Flugzeuge selber haben es da einfacher, Foto unter CC BY-SA 2.0 von Bud)

Ja auch so ein Thema, über das so gut wie nie gesprochen wird: Pupsen im Flieger. Allerdings wusste ich nicht, dass das tatsächlich ein gängiges Problem darstellt, das so einige zu betreffen scheint. Ich hatte da bisher keine Probleme mit. Andere schon, wie dieser Artikel beschreibt.

In geschlossenen Räumen, umgeben von anderen Menschen, verkneifen es sich viele Menschen aus Scham zu pupsen. Besonders problematisch wird dies in Flugzeugen, wo sich der Furzdrang ab einer bestimmten Flughöhe steigert. Fachleute raten dazu, sich das Pupsen aus gesundheitlichen Gründen besser nicht zu verkneifen.

Das geht schon mal soweit, dass so ein Flieger notlanden muss, weil eine Frau nach jedem Pups den nicht ganz so angenehmen Geruch mit dem Entzünden eines Streichholzes zu überdecken versuchte, was ja in so einem Flugzeug eine eher nur semigute Idee ist.

Eigentlich ist Flatulenz stinknormal, für viele aber trotzdem ein Tabuthema. Der „Welt“ zufolge produziert jeder Mensch pro Tag rund 1,5 Liter Gase im Körper. „Die meisten gelangen durch die Darmwand ins Blut und werden weiter in der Leber abgebaut und durch die Lunge ausgeatmet“, so der Gastroenterologe Mathias Strowski auf dem Reiseportal „travelbook.de“. „Alle Gase, die so nicht abgebaut werden können, müssen dann als Pups den Körper verlassen.“ Diese erreichen dabei eine Geschwindigkeit von 0,1 bis 1,1 Meter pro Sekunde. Wie das Blatt schreibt, beträgt die Zahl der täglichen Pupse durchschnittlich 12,7. Jeder Furz besteht aus Gasen, wie unter anderem aus geruchlosem Stickstoff, Kohlendioxid, Wasserstoff, Sauerstoff, aber auch übelriechenden Schwefelverbindungen.

Allerdings gibt es da Problemlösungsansätze. Zum einen kann man auf das achten, was man an Essen und Trinken zu sich nimmt, so manch einer tut das wohl auch. Kein Obst, kein Gemüse, kein Kaffee, kein Alkohol – nur Wasser und ungesüßter Tee. Zum anderen kann man einfach auch einen sausen lassen, wenn es denn sein muss und gut ist. Schreiben die. Ich weiß nicht so recht, ob ich das in einem Flieger unbedingt haben muss, in dem einfach mal 200 Passagiere einen sausen lassen. Tendenziell eher nicht so. Schreibe ich.

Aber die Wissenschaftler sind dran und die Naturheilpraxis empfiehlt in Lederhose zu fliegen.

Durch das angestrengte Zurückhalten der Luft im Bauchraum könne sich der Darm zu sehr verkrampfen und an seinen Krümmungen rechts und links im Bauch die Luft einklemmen, was weitere Beschwerden zur Folge hat. Deshalb gelte die Devise: Lieber fahren lassen. Die Geruchsprobleme, die bei solchem konsequenten Let-it-go-Verhalten an Bord auftreten können, thematisieren die Forscher ebenfalls. Ihr Vorschlag lautet, künftig Aktivkohle in Flugzeugsitzen zu verarbeiten, da dieses Material den Geruch neutralisieren könnte. Professor Doktor Strowski, der meint, man solle sich bei seinen Mitreisenden in solchen Fällen „einfach entschuldigen“ hat einen etwas ungewöhnlichen Rat und meint: „Fliegen sie mit Lederhose! Durch den Stoff werden die Darmwinde gedämpft und peu à peu verteilt.“

Gut, dass wir mal drüber gesprochen haben. Ja.
(via Katharina König)

6 Kommentare

Download: Erykah Badu – Didn’t Cha Know (DJ Vadim Remix)

Fantastischer Remix, den DJ Vadim da vor schon fast fünf Jahren mit seinen Buddies von Erykah Badus „Didn’t Cha Know“ gemacht hat. Läuft hier seit 30 Minuten in Schleife.

a little remix my crew – the electric, did of erykah badu
ft add 2 , qwazaar, yarah bravo , wes restless and off course the one n only pugs atomz and sabira jade, junior wiliams and rachell huggins aka the imaginashuns!
2011


(Direktlink, via Uwe)

Einen Kommentar hinterlassen

Die Antilopen Gang am Mikro einer Montagsdemo in Bochum

Soll mal keiner sagen, die Jungs würden sich im Studio oder so verstecken. Die gehen auch raus und sprechen jene, denen sie was zu sagen haben ganz direkt an. So geschehen auf der letzten Montagsdemo in Bochum. Da wird Jebsen Ken ja aber so gar nicht amüsiert von sein. Ist ja quasi sein Gewässer, in dem sie dort den Fischen zureden. :D

Obwohl ich schon gerne noch gehört hätte, was dort „gerade so heiß diskutiert“ wurde.


21 Kommentare

Der Tatort zeigt Panini-Bilder alter Fußballstars als Verbrecher auf Fahndungswand

Ich mag weder den Tatort noch habe ich sonderlich viel für Fußball übrig, aber das hier ist schon irgendwie delikat und zwar nicht nur im Hinblick auf das Urheber- und Persönlichkeitsrecht. Wie man sich wohl so fühlt, als unbescholtener Fußballspieler auf einer Fahndungswand im Deutschen Sonntagabend-Krimi aufzutauchen? Benutzt wurden dort nur die Portraits nichtdeutscher oder nicht westeuropäischer Spieler. 90Minuten.at hat eine Klickstrecke mit allen 12 verdächtigen Fußballern.

Fahndungsfotos_allgemein


(via Netzpolitik)

10 Kommentare

Noch ein paar Download-Codes für eine echt fette Compi abgreifen: „DEADbeats Vol. 1“ im Progolog Adventskalender

Auch Johannes macht bei sich drüben in diesem Jahr wieder einen Adventskalender. Anders als bei mir kann man bei ihm auch immer wieder mal was gewinnen. So wie heute nämlich, da hat er 10 Download-Codes für die wirklich sehr, sehr geile „DEADbeats Vol. 1“ Compilation vom Dead Magazine im Angebot. First come, first save. Die ersten 10 Kommentare kriegen einen Code für umme. Natürlich blogge ich das erst jetzt, nachdem ich weiß, dass mein Kommentar als der zweite gezählt wird. Bleiben aber immer noch 8 übrig. Also husch, husch, es lohnt sich. Schon alleine wegen des Tracks von KRTS, von dem ich auch so liebend gerne einen Mix im Kalender gehabt hätte, was sich aber leider zeitlich nicht machen lies. Also schnell drüben kommentiert und fertig.

UPDATE: Ihr hättet bei Johannes kommentieren müssen!

Die Compilation gibt es seit Juni 2012 auf Bandcamp zu kaufen. Sample-Based Instrumental HipHop, wabernder, verzerrter Dubstep, GlitchHop und atmosphärischer Sound und Einflüsse aus dem Hip-Hop machen die Compilation zu einem tollen Stück Musik für jede Zeit.

13 Kommentare

Lesestoff für die „besorgten Bürger“

Eric hat beim Lower Class Mag einen sehr lesenswerten offenen Brief an all jene „besorgten Bürger“ geschrieben, von denen es von Woche zu Woche immer mehr zu geben scheint: Geht mal auf’n Kaffee bei Ali und Fatma statt die ganze Zeit vor irgendwelchen Internetrassistenblogs zu hocken.

Ich komme aus einer Arbeiterfamilie. Der überwiegende Teil meiner Freunde kommt aus ärmeren Familien. Ich bin in Gegenden aufgewachsen, die auch nicht schöner sind als Berlin-Hellersdorf, Marzahn, Buch oder Dresden-Prohlis. Ich weiß, wie scheiße es sich anfühlt, wenn man sich das ganze Blingbling nicht leisten, kann, das man jeden Tag im Fernseher sieht. Ich weiß, wie derbe es nervt, wenn man auf Hartz-IV ist und die ganze Zeit Münzen zählen muss. Oder wie beschissen es ist, wenn man zwar arbeitet, aber irgendeine dumme notwendige Anschaffung, eine kaputte Waschmaschine, ein Fahrrad fürs Kind oder sonstewas die gesamten Ersparnisse auffrisst, die man sich mühsam zur Seite gelegt hat. Und dann beschließen irgendwelche Penner, von denen man das ganze Jahr ohnehin nichts zu erwarten hat, einem auch noch einen Asyl-Container in den Bezirk zu stellen.

[…]

Kurz: Ihr, die ihr keinen Widerstand dagegen hinbekommt, dass US-amerikanische, europäische, deutsche Armeen andere Länder auch in eurem Namen zerstören, ihr wollt jetzt noch die hetzen, die aus diesem Elend hier her fliehen? Habt ihr denn überhaupt keine Würde? Legt euch doch mit richtigen Gegnern an, mit Staat und Kapital, nicht mit denen, die ihr als Sündenböcke durch die Straße jagen könnt.

Ihr sagt und denkt: „Weil die Ausländer soviel kosten, bleibt so wenig für uns.“ Erstens „kosten“ die „Ausländer“ gar nichts, wenn man schon im Rahmen dieses dummen Arguments bleiben will, sondern, weil sie immer schon stärker ausgebeutet wurden, und immer schon noch mehr abgezogen wurden als ihr, bringen sie diesem deutschen Staat sogar noch ein Plus an Einnahmen.

[…]

In Sachsen, da, wo ihr mit Eurem PEGIDA-Kram gegen „Islamisierung“ demonstriert, gibt es 0,1 Prozent Muslime. 0,1 Prozent – das ist für euch „Islamisierung“. Nun werdet ihr sagen: „Naja, aber wieviele gibt es in Berlin.“ Ja, da habt ihr ganz recht, da gibt es mehr, sogar 6,5 Prozent. Nur: Wir in Berlin, in Kreuzberg, in Neukölln, im Wedding, wir demonstrieren nicht gegen „Islamisierung“ und „kriminelle Ausländer“. Weil die „Ausländer“ hier unsere Nachbarn sind, unsere Freunde, ihre Kinder mit unseren Kindern zur Schule gehen. Weil wir jeden morgen bei Ali und Fatma unsern Kaffee trinken und uns nicht rund um die Uhr auf irgendwelchen Hirnfickblogs von ultrahässlichen Internetrassisten erfundene Horrorpropaganda über „kriminelle Ausländer“ reinwürgen, bis wir vor Angst in die deutschen Höschen koten. Solltet ihr auch mal probieren.

(via Tanith)

5 Kommentare