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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Was populäre Musiker so kosten und was einige DJs im Jahr 2013 verdienten

Die Forbes Liste aus dem Jahr 2013 zeigt, was international für die sogenannten Star-DJs so gezahlt wird, und was die im Jahr 2013 so zusammenkratzen konnten. Ganz vorne Calvin Harris, der es immerhin auf 46 Millionen Dollar brachte, gefolgt von Tiesto, der mit 32 Millionen Dollar jetzt auch nicht so schlecht im Geschäft zu sein schein. Im Jahr 2012 führte er noch diese Liste an und ging mit 22 Millionen Dollar ins neue Jahr rüber. Da scheint also auch weiterhin noch etwas Luft nach oben zu sein.

Bei Bands ist das alles ein wenig geheimnisvoller. So richtig gerne reden die da nicht drüber. Die Booking Agency Degy Entertainment hat jetzt wohl eine Liste veröffentlicht, in der etliche Acts und ihre erstangesagten Buchungskosten drin stehen. Im Regelfall ist das meistens auch verhandelbar. Aber wer da nicht nach fragt zahlt eben die hier angesetzten Preise. Wer also seinen Kindern zur Jugendweihe schon immer mal Bon Jovi in den Garten stellen wollte, mit 1 Million seit ihr dabei. Dann aber vielleicht doch eher Tiesto.

Fangen wir mal bei „preiswert“. Da dürfte noch für so manchen was bei sein.

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(via Maik)

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The Evolution of the Pioneer CDJ

Als das bei mir um die Jahrtausendwende mit den Psy-Trance losging, waren meine Plattenspieler gar nicht mehr so wichtig, fast alles, was ich damals spielen wollte, hatte ich auf CD, manches davon wurde auf Vinyl nicht mal mehr veröffentlicht. Klar, dass sich da dann auch die CD-Player für DJs ihren Platz auf den Pulten dieser Welt eroberten. Heute stehen sie meistens genau so selbstverständlich in den Klubs wie Turntables auch. Heute aber würde ich dann doch allerdings wieder lieber Vinyl spielen wollen, wenn ich mich entscheiden müsste. Meine 1210er habe ich immer noch, einen CDJ oder Vergleichbares habe ich nie besessen.

Die kurze Doku verfolgt die 20 Jahre Erfolgsgeschichte des Pioneer CDJ, dem wohl ersten im Klubkontext überhaubt wirklich brauchbaren CD-Player. Mit dabei: Paul Oakenfold, Roger Sanches, Jazzy Jeff und Carl Cox.


(Direktlink, via Peter)

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Still und leise: Medienpublisher Populis schließt sein Büro in München und gibt sich schweigsam

Seit geraumer Zeit habe ich hier immer dann, wenn ich gerade keine Stilanzeige in der Sidebar habe, ein Werbefenster drin, welches durch Populis mit Werbung gefüllt wird. Bis zu Beginn diesen Jahres lief das immer reibungslos. Die hatten im Regelfall recht gute „Kampagnen“, die sich manchmal auch lohnten. Ansonsten schoben sie da alles mögliche durch – ich kümmerte mich nicht wirklich darum. Seit März aber sah ich, das die keinerlei „Premiumkampagnen“ mehr anboten. Das kam im letzten Jahr äußerst selten vor, weshalb ich stutzig wurde. Aber gut, dachte ich, irgendwas läuft ja da trotzdem durch. Dann hatte ich zu Beginn dieses Monats frappierende Unregelmäßigkeiten in der Abrechnung, worauf hin ich mich per Mail an Populis wandte. Ich wartete ein paar Tage auf Antwort, die sonst immer recht zügig kam. Die aber kam nicht, ich mailte erneut. Wieder nichts.

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Dann suchte ich mich durch mein Mailpostfach und schrieb jene an, mit denen ich in der letzten Zeit in persönlichem Kontakt stand. All diese Mails wurden per Autoresponder mit „XXX ist seit dem XXX nicht mehr für die populis GmbH tätig.“ Das ist ein bisschen blöd, dachte ich mir, man will ja auch Fragen mal beantwortet haben. Ist ja klar. Also, dachte ich, schreibst du dem Geschäftsführer, der wird sich ja nicht auch ins Nichts aufgelöst haben und irrte. Auch von ihm bekam ich die Antwort: „Ich bin seit dem 26.03.2014 nicht mehr für die populis GmbH tätig.“ Also – das muss ja irgendwie geklärt werden – rief im Münchener Büro von Populis an. Dort waren alle mir herausfindbaren Telefonnummern jedoch „Out of Service“. Das Büro offenbar nicht mehr erreichbar.

Okay, jetzt wurde es aber ein bisschen merkwürdig. Die können doch den Laden nicht einfach so dicht machen, ohne auch nur irgendjemand darüber informiert zu haben. Kann man schon erwarten, dachte ich. Ich mailte dem Managing Director nach Irland, der mich wiederum an eine andere Kontaktperson vermittelte.

Diese bestätigte heute per Mail, dass das Büro in München geschlossen wurde, ohne Gründe dafür zu erörtern. Offenbar arbeitet keiner der bisherigen Mitarbeiter noch für Populis, der Geschäftsführer ist laut Facebook seit Ende März raus. Es tue ihnen leid, das nicht kommuniziert zu haben und so. Auf der deutschen Website von Populis finden sich keinerlei Hinweise darauf. Sowohl das Büro in München als auch die Telefonnummern werden noch immer als Kontaktmöglichkeit angegeben.

Weiter erklärte man, dass alle entstandenen Unregelmäßigkeiten technischen Unzulänglichkeiten zuzuschreiben sind und man hätte da keinerlei Handhabe. Und das waren schon sehr merkwürdige Unregelmäßigkeiten, die mir einiges an Vertrauen in den Laden nehmen. Dazu kommt auch der Umstand, dass Populis mit ihren Bannern immer wieder PopUps ausliefern, die ich hier auf keinen Fall so gar nicht haben will. Das passiert regelmäßig, und suggeriert mitunter, dass Android-User irgendwelche Viren auf ihren Phones haben. Crap. Ob Populis dieses Zeug bewusst verkauft oder die sich so etwas unterjubeln lassen, kann ich nicht beurteilen. Dafür stehen muss ich letztendlich.

Dafür jedenfalls, dass die vor nicht mal drei Jahren hier mit einem riesigen Buhei gestartet sind, ist der Abgang aus München ganz schön schüchtern von Statten gegangen.

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Tiefseeakustik für die Hängematte: Zuurb – Ymir

Thomas aka Zuurb hat einen frischen Mix in der Cloud. Die sind eigentlich immer und sowieso uneingeschränkt empfehlenswert. Viel Piano, sanfte Tiefe die irgendwann auf warmen Bässen mit knackigen Bassdrums stiften geht. Dazu so gut wie kein unnötiger Ballast, aufs Nötigste reduziert.

Ein bisschen macht dieser Mix wieder einmal mehr Lust, auf Arbeit anzurufen, einen Tag Urlaub zu nehmen, sich mit einem Drink in die Hängematte zu legen und die Gedanken ins Meer schwimmen zu schicken. Das hier wäre der dafür perfekte Begleiter.

Ansonsten wichtig heute: Bewegt euch gaaaanz laaaangsaaaam. Is besser.


(Direktlink)

Tracklist:
1. How To Disappear Completely – At The Heart Of It All
2. Diamond Gloss – Upright Piano
3. Steve Gibbs – Adrift
4. Julian Kruse – Dawn Over The Ocean
5. Redux – Endless
6. nExow – Enchanted Forest
7. Electus – The Shattering
8. Detz – Stone Blind
9. Jacoo – Death By Noon
10. Ficci – Breathe You In
11. Lights Out Asia – An Imperfect System
12. Tom Day – Solace

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Schnorcheln mit tausenden Quallen

Quallen, deren Name auf Englisch sehr viel schöner klingt, sind nicht jedermanns Sache. Schon gar nicht, wenn es darum geht mit ihnen zu schwimmen. Ich nehme mich davon nicht aus. Nana Trongratanawong allerdings hat diese sprichwörtlichen „Berührungsängste“ nicht und schnorchelt hier im „Jellyfish Lake“ in Palau mit tausenden goldenen Quallen. Und das sieht ziemlich bis sehr schön aus.


(Direktlink, via BoingBoing)

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Wer nichts wird, wird Wirt: Ex-NPD-Chefhampel Holger Apfel versucht sich als Wirt auf Mallorca

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(Foto unter CC von Paul and Jill)

Der frühere NPD-Chef Holger Apfel hat jetzt auf Mallorca mit seiner Frau ein Restaurant mit dem schönen Namen „Maravillas Stube“ übernommen. Klingt jetzt nicht wirklich nach Deutscher Küche, obwohl „Stube“ einen die schon fast assoziieren lässt. Passender aber wäre da ja eher „Zum Blockhaus“ oder „Heimatstube“ oder „Deutsches Haus“ oder „Bierpinte“ oder „Starke Eiche“ oder „Deutscher Schäferhund“ oder „Der Reichsadler“ oder „Kartoffelhaus“. Wie auch immer.

So richtig interkulturell kompetent allerdings will sein Herz auch in Spanien nicht schlagen, wie seine gedankengekübelten Äußerungen vermuten lassen:

Die „Maravillas Stube“ solle deshalb weder ein Treffpunkt der rechten Szene, noch eine Anlaufstelle für rechte Schlachtenbummler werden. „Hier wird nicht politisiert, hier ist jeder willkommen, auch Linke oder Menschen anderer Nationalitäten.“ Wenn jemand sein Schnitzel aufgrund seiner politischen Vergangenheit lieber woanders statt bei ihm essen wolle, würde er das akzeptieren. „Wobei das Hier und Jetzt entscheidend sein sollte, nicht die Vergangenheit.“ Zumal es auch Molotowcocktail-Werfer gegeben habe, die später Außenminister wurden, fügt er in Anspielung an den ehemaligen Grünen-Politiker Joschka Fischer hinzu.

[…]

Hinter so manchem Slogan aus dem Europawahlkampf der rechtsextremen Partei wie etwa „Masseneinwanderung stoppen“ steht Apfel hingegen immer noch. „In deutschen Ballungszentren muss kontrollierte Einwanderung durchaus ein Thema sein.“ Und was ist mit der Playa de Palma, wo senegalesische Straßenverkäufer und nigerianische Prostituierte vor allem Hoteliers und Gastronomen, aber auch vielen Urlaubern ein Dorn im Auge sind? „Ich finde, dass die Stadt hier eine etwas seltsame Politik praktiziert“, sagt Apfel etwas unentschlossen. Die neue Verordnung für zivilisiertes Zusammenleben sei ja in weiten Teilen sinnvoll. „Aber dass jetzt nur noch die Freier bestraft werden, verstehe ich nicht, das ist ja quasi ein Freibrief für die Klau-Huren.“

Klingt jetzt nicht so nach seiner bisherigen Fassung integrationsbereit. Ich hoffe, der versteht Mallorca nicht als 17. Bundesland, welches es einzudeutschen gilt. Bei solchen Leuten weiß man das ja nie so genau. Ein kleines bisschen wünsche ich ihm aber auch, dass sie ihn wieder nach Hause schicken, wenn er nicht in zwei Jahren fließendes Spanisch spricht. Schließlich nimmt er den Spaniern dort Arbeitsplätze weg, die Pfeife.

Ich hoffe ja immer noch, das ist ein Satire-Artikel.
(via extra 3)

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Neonazi-Sticker in Polizeibus

Beim Relegationsrückspiel zwischen Fürth und dem HSV haben Fans in einem Bus der bayerischen Bereitschaftspolizei Neonazi-Aufkleber entdeckt und fotografiert. Einer trug den Spruch „Kein Sex mit Zecken“, ein zweiter den altbekannten „Good Night Left Side“.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kündigte eine Überprüfung des Vorfalls an. Er nehme den Fund von Neonazi-Stickern in einem Bus der bayerischen Bereitschaftspolizei „sehr ernst“, sagte Herrmann SPIEGEL ONLINE. „Solche Aufkleber haben auf Staatseigentum nichts zu suchen.“ Er dulde „keine Extremisten bei der bayerischen Polizei“, so Herrmann. Gegebenenfalls seien Konsequenzen zu ziehen.

[…]

Die bayerische Bereitschaftspolizei hat sich bereits zu dem Vorfall geäußert. In einer Pressemitteilung heißt es, „ein Passant fotografierte eine in einem geparkten Mannschaftswagen aufbewahrte Holzkiste, auf der zwei Aufkleber mit rechter Gesinnung aufgebracht waren (z.B. ‚Good night left side‘, ‚Anti-Antifa organisieren. Den Feind erkennen. Den Feind benennen‘)“. Das Präsidium werde die Angelegenheit „unter Einbindung der zuständigen Staatsanwaltschaft dienstaufsichtlich prüfen“, außerdem seien sofort alle Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände untersucht worden.

Freund und Helfer beim Fußball. Wer solche Polizisten hat, braucht keine militanten Nazis mehr. Nun wird von Seiten der Bayrischen Landesregierung rückhaltlos überprüft. Man kann das.

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