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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

London 1924 und 2014 zeitgleich

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Auf Fotos existiert das so schon länger, als Video habe ich das bisher nicht gesehen. Simon Smith hat sich mit seiner Kamera exakt an die selben Locations begeben, von denen aus Harry B. Parkinson und Frank Miller 1924 eine Serie an Kurzfilmen über London drehten. Dann hat er die Filmaufnahmen übereinandergelegt. Schöne Idee.


(Direktlink, via TDW)

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Doku: Die Arier

Ein schon im Vorfeld viel gelobter Dokumentarfilm von Mo Asumang, der gestern auf arte lief. Jetzt für sieben Tage online auf arte+7.

Alle 30 Minuten findet in Deutschland eine rechtsextreme Straftat statt. So erhielt die afrodeutsche Regisseurin selbst eine Morddrohung von den „White Aryan Rebels“. Die Unterstützer der NSU-Terrorzelle sind Mitherausgeber des Nazi-Magazins „The Aryan Law & Order“. Bei der mutmaßlichen Rechtsterroristin Beate Zschäpe findet man einen Artikel, der die „arische Rasse“ erklärt. Und in den USA werden unzählige Morde durch „Aryan Hate Groups“ verübt.

Die Filmemacherin Mo Asumang findet, es sei an der Zeit, der Sache mit den Ariern auf den Grund zu gehen. In einer persönlichen Reise begibt sie sich auf die Suche nach den Ursprüngen des Arierbegriffs und dessen Missbrauch durch Rassisten in Deutschland und den USA.

Sie besucht Demonstrationen und Propaganda-Veranstaltungen der selbsternannten Arier in Gera, Wismar und Potsdam, wo sie jedoch nur Schweigen und Ablehnung erntet. Sie forscht in Archiven und reist schließlich in den Iran, wo sie alte Inschriften findet, die den Ursprung des Arierbegriffs bezeugen und ihm eine ganz andere Bedeutung geben. In den USA trifft sie sich mit dem Ku-Klux-Klan und einem Top-Rassisten von schauerlichem Weltruf: Tom Metzger, dem Gründer der „White Aryan Resistance“, dessen Ziel es ist, mit der sogenannten „Lone-Wolf“-Taktik eine „arische“ Revolution zu starten.


(Direktlink)

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Kurt smells likes Teen Spirit

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(Kathleen Hanna)

Der Titel von Nirvanas Lied „Smells Like Teen Spirit“ entstand, als Hanna den Satz „Kurt Smells Like Teen Spirit“ (engl. „Kurt riecht nach Teen Spirit“) an eine Wand in Kurt Cobains Wohnung schrieb, da Cobain nach dem Deodorant namens „Teen Spirit“ roch, das seine damalige Freundin Tobi Vail benutzte. Cobain gefiel die Implikation des Satzes und verwendete ihn schließlich als Songtitel.
(Wikipedia, via this isn’t happiness.)

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(via Internet K-Hole)

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Roots Rockers Sound – Studio One Session (2002)

Ich habe keine Ahnung, was an dem hiermit vertriebenen Mythos dran ist, dass dieses Tape, welches im Jahre 2002 vom Roots Rockers Soundsytem eingespielt wurde, auch verschwunden sein sollte, aber ich mag so was ja.

Von Vinyl auf MiniDisc aufgenommen, zwei mal 45 Minuten. Gemastert, auf Kassetten überspielt und unter den Leuten verteilt. Lange verschollen, jetzt wieder aufgetaucht und digitalisiert: der legendäre Roots Rockers Sound „Studio One Session“ Mix von 2002!

Nun jedenfalls ist es im Netz gelandet. Drölf Klassiker, die anno duz im Studio One aufgenommen wurden und in Teilen auch noch Jahre später gut genug waren, um die Popkultur im Gesamten aufzumischen. Dabei mag ich die alle schon sehr gerne im Original. Ja. Hab ich heute mindestens 8 mal durchlaufen lassen.

Was ich eigentlich sagen wollte: Studio One Mix. Ja, man! Kaboom.


(Direktlink, via Soulguru)

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Die Telekom verscheuert ihre alten Telefonzellen

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(Foto unter CC von iwanp)

Wisst ihr noch, damals? Als man erst mit Kleingeld und später dann mit diesen Telefonkarten eine Telefonzelle suchen musste, um mal eben wen anrufen zu können? Eine tolle Zeit. Keiner, den man gerade nicht sprechen wollte, ging einem per Handy auf den Saque.

Heute gehört die Telefonzelle zur aussterbenden Art, kaum noch irgendwo findet sich eine. Hier am Hauptbahnhof gibt es noch eine – aus dem Stadtbild ist sie sonst so gut wie gänzlich verschwunden. Die Telekom rüstet ab und baut diese ganzen Teile zurück. 3000 davon werden hier um die Ecke in Michendorf zwischengelagert. So richtig wissen die wohl auch nicht, was die damit anstellen sollen. Nun geht die Telekom in die Offensive und verkauft die Teile.

Die klassische Telefonzelle ist eine aussterbende Art: Dank der immer stärkeren Verbreitung von Handys und Smartphones ist sie schon aus vielen Ortsbildern verschwunden. Nicht wenige würden sie gerne wieder aufstellen, wenn auch nicht zum Telefonieren: Immer wieder erreichen die Telekom private Anfragen, ob der Konzern nicht eine ihrer ausrangierten Telefonhäuschen verkaufen könne, doch bis vor kurzem wurden Interessenten stets mit dem Hinweis abgewiesen, dass man die Zellen noch brauche.

Die neueren, schon magenta-farbenen, „TelH90“, gibt es je nach Zustand ab 350,00 EUR. Für die wirklich klassische, olle und gelbe Telefonzelle, „TelH78“, muss man mindestens 450,00 Tacken auf den Tisch legen und abholen muss man den Kasten auch selber. Aber was damit anstellen?

Ich könnte mir so ein Ding ganz wunderbar als „Festnetzanschluss“ im Garten vorstellen. Man würde es von dort aus nie klingeln hören und hätte dann, wenn man doch mal muss, eine durchaus intime und konzentrierte Möglichkeit, telefonieren zu können, die ich, wenn ich schon telefoniere, sehr gerne mag. Gerner noch ohne dem Gestank nach Pisse und kaltem Rauch, wofür Telefonzellen ja seit jeher stehen. Ich würde dafür auch gerne auf die halb weggekokelten Telefonbücher verzichten, die womöglich seit 27 Jahren eh kein Mensch mehr brauchte. (Wie geht es eigentlich den Telefonbuch-Verlagen so?)

Und wenn nicht kann man sich so ein Häuschen immer noch als Dusche ins Bad bauen. Die vielleicht beste Recycling-Form dessen. Nicht umsonst sprachen wir Ostler damals schon immer von „Telefonduschkabinen“, die sich mal wieder irgendwer per Genex gekauft hatte. Dann doch aber bitte schön in Gelb. Natürlich.

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WDR 3 Podcast: The Future is Ours – Als Techno durch die Decke ging

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E-Werk, Berlin, irgendwann in den 90ern, Foto: Tilman Tausb

Interessantes WDR Feature über die goldene Ära des Techno, die ja genau genommen ja auch heute noch anhält, selbst wenn sie nicht mehr so sensationell glänzend wahr genommen wird. Mit dabei: unter anderem Westbam, Dr. Motte, Tanith, Dimitri Hegemann (Tresor), Elsa for Toys und Jürgen Laarmann (früher Frontpage, später Berlin Mitte Boy).

1989. Die Wende. Im gerade wiedervereinten Berlin herrscht ein neues Lebensgefühl und liefert die perfekten Bedingungen für eine neue Subkultur: In leer stehenden, vergessenen Kellern entstehen Clubs. Mit neuem, urbanem Sound. Und diese Musik schafft das, was die Politik lange Zeit nicht erreicht: sie vereint. Zumindest die unterschiedlichsten Leute auf einer Tanzfläche, mit einer Musik, mit einer Art, zu feiern. Diejenigen, die damals die Tanzfläche beschallt haben, sie gebaut haben oder auf ihr standen, erzählen, wie in den Trümmern der Berliner Mauer die Subkultur Techno groß wurde. Und dass die Raver schon bei der zweiten Loveparade 1990 wussten: „The Future Is Ours“!

Hach, Berlin, alte Liebe.

[audio:http://podcast-ww.wdr.de/medstdp/fsk0/40/408731/wdrfeaturedepot_2014-04-29_00-01.mp3]
(via René)

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Kindimmer – Exclusive Nightflight Guest Mix – 29.04.14

Seit seiner „Shadow and Construction EP“ auf Local Talk hab ich den Griechen Kindimmer auf’m Schirm… vorher muss er mir wohl irgendwie unterm Radar durchgegangen sein. Ich mag sehr den Spagat, den er immer wieder zwischen House und Techno hinbekommt, ohne sich dabei wirklich festlegen zu wollen. Muss er ja auch nicht. Von sehr Deep bis hin zu ordentlich Jackin reicht da sein Repertoire. Mit jedem Release überrascht er mich auf’s Neue, so wie kürzlich mit der sehr düsteren „Machine Visions EP“ auf Telefonplan.

Kindimmer auf jeden Fall ein Name, den man sich merken sollte. Er scheint auch zu der Sorte Musiker zu gehören, die mehr Wert auf nen qualitativ hochwertigen, als auf einen quantitativ hochwertigen Output legen… Großartigst!

Wünsche jetzt viel Spaß auf der knapp 60 minütigen Reise durch die bunten Gefilde von House und Techno!

Kindimmer in the mix!!!

Wir lesen uns dann in der nächsten Woche wieder…
Bis dahin…
Ahoi…
Tobi


Direktlink

Tracklist:

01. Pepe Bradock – Lara – Kif Records
02. Recloose – MYM230 (R.I.P) – Planet E
03. Gemini – Memory – Substance
04. Gnork – Blorp 93 – Blind Jacks Journey
05. Mike Dehnert – Emlo – Delsin
06. Frits Wentink Fluffy Tits – Wolfskuil
07. Christopher Rumble – Appartment 224 – Jazzwerkstatt
08. Gemini – On This Planet – Substance
09. Nightdrivers – Na Canzone Stonata – Claap (Unreleased)
10. Gerry Read – Zig Zag – Aus
11. Amir Alexander – Mental Floss – Plan B
12. San Proper & The Clovet – Voices – Bosconi

Hier findet Ihr…

… die komplette Playlist der Sendung.
… alle bisherigen Mixe noch ein mal zu Nachhören.

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